Welcome to Parkour-Vienna

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TOM

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  1. wasim H.A liked a artikel by TOM, Forum-Meeting Informationen   
    Was ist das Forum-Meeting:
    Das Parkour-Vienna Forum-Meeting ist ein Treffen von Traceuren aus dem Parkour-Vienna.at Online-Forum und darüber hinaus. Generell treffen sich zwischen 10-60 Personen im Alter zwischen 14-45+ Jahren, um gemeinsam zu trainieren und Spaß an Parkour zu haben.
    Interessierte und engagierte Leute sind immer gerne gesehen. Wer sich das Ganze nur einmal ansehen will, kann auch gerne kommen. Keiner wird zu irgendetwas gezwungen, was er nicht will. Das Forum-Meeting ist klarerweise komplett unentgeltlich/gratis und "Neulinge" sind mit offenen Armen willkommen.
    Auch Frauen sind natürlich gerne und oft gesehen.
     
     
    Wann & wo findet es statt:

     
    Treffpunkt ist jeden Sonntag um 13:00 bei den Sitzbänken am Schwedenplatz (zwischen den zwei U1 Aufgängen - siehe Google-Maps). Zu erkennen sind wir meistens an unseren Parkour-Vienna T-Shirts/Pullovern bzw. an unseren Rucksäcken und den Jogginghosen/Laufschuhen. Wenn ihr uns seht, habt keine Scheu uns anzusprechen... bis jetzt wurde noch niemand gebissen .

    Parkour wird unter freiem Himmel betrieben und meistens wird vor Ort entschieden, wo wir für das eigentliche Training hingehen (z.B. Donauinsel, Kagran, Wasserwelten, Karlsplatz, etc.). Es besteht jedoch die Möglichkeit, schon vorab im Forum an der Spotauswahl mitzuwirken, indem man Ideen einwirft oder Präferenzen angibt.
     
    Meist wird nicht lange gewartet (normalerweise bis 13:10), bevor wir zum Trainings-Spot aufbrechen, daher bitte pünktlich sein. Das Forum-Meeting ist "open end", d.h. jeder trainiert so lange er möchte und kann gehen, wann er will. In der Regel löst sich das Meeting gegen 16:00 auf.
    Das Forum-Meeting findet jeden Sonntag statt (auch im Winter, bei Regen, bei Schnee, etc.)
     
    Wie läuft ein Forum-Meeting ab:
    Das Forum-Meeting ist prinzipiell ein freies Training, bei dem jedoch immer Traceure mit vielen Jahren Erfahrung vor Ort sind, um den Einstieg in die Parkour-Welt zu erleichtern. Es gibt meist ein paar einleitende Worte, um z.B. auf Besonderheiten des Spots hinzuweisen oder bestimmte Aspekte von Parkour kurz in den Fokus zu rücken. Danach wird gemeinsam unter Anleitung aufgewärmt und dann werden interessierte Neulinge in kleinen Gruppen mit den ersten Basic-Techniken vertraut gemacht. Komplette Anfänger sind klarerweise herzlich willkommen.
     

    Was sollte ich dabei haben:

    Passende Schuhe (z.B. Laufschuhe oder anderes bequemes Schuhwerk -> siehe Artikel über Ausrüstung), auf jeden Fall Wasserflasche, Erste Hilfe Ausrüstung (oder zumindest ein paar Pflaster)
     
    Wieviel kostet die Teilnahme am Forum-Meeting:
    Die Teilnahme am Forum-Meeting ist komplett kostenlos. Auch die Einführung in die Basic-Techniken ist (sowohl für die Teilnehmer als auch für die Forum-Meeting Instruktoren) freiwillig und unentgeltlich. Es wird einfach unverbindlich gemeinsam trainiert.
     
    Hintergrund des Forum-Meetings:
    Die Forum-Meetings waren eine Idee von einem Forum-Member, um sich einmal besser kennen lernen zu können. Das erste fand am 1.7.2006 mit 6 Personen statt. Inzwischen wurde es zu einem sehr wichtigen Aspekt von Parkour-Vienna. Vielen Interessierten wird hier einerseits eine Möglichkeit geboten, Tipps für die "ersten Schritte" im Parkour zu bekommen, andererseits sehr schnell und unkompliziert Gleichgesinnte für's gemeinsame Training kennen zu lernen.
    Hier unsere Gruppenbilder.
    Für TeilnehmerInnen unter 14 Jahren benötigen wir eine ausgefüllte Einverständniserklärung, unterschrieben vom Erziehungsberechtigten:
    einverständniserklärung_forum_meeting_u14.pdf
     
    Es wird darauf hingewiesen, dass wir keine Verantwortung oder Haftung für Teilnehmer des Forum-Meetings oder der Einführung in die Basic-Techniken übernehmen, auch nicht für Minderjährige. Das Mindestalter für die Teilnahme ist 14 Jahre, darunter müssen die Eltern oder eine Aufsichtsperson mit dabei sein, wir übernehmen keine Aufsichtspflicht.
  2. martin liked a artikel by TOM, Forum-Meeting Instruktor Workshop 3   
    Bereits im August 2006 startete das wöchentliche Forum-Meeting und 2013 haben wir uns dazu entschlossen, den ersten Forum-Meeting Instruktor Workshop durchzuführen. Begeistert durch die motivierten TeilnehmerInnen gab es im Jahr darauf den zweiten Instruktor-Workshop. Mit einem Jahr Pause (bedingt durch unser 11 Jahre Parkour-Vienna Wochenende) haben wir nun den dritten Forum-Meeting Instruktor Workshop organisiert, welcher von 02. - 03.07.2016 mit sieben tollen TeilnehmerInnen stattfand.

    Durch die Erfahrung der letzten Instruktor-Ausbildungen und der A.D.A.P.T. qualification, welche wir 2015 in Wien durchgeführt haben, konnte wir den TeilnehmerInnen ein rundes Programm aus Theorie und Praxis bieten. Diese Themen waren die Eckpunkte des Instruktor-Wochenendes:
     
    Allgemeine Informationen (Parkour-Vienna, Forum-Meeting, Evening-Madness, Connect the Community) Parkour Philosophie & Werte Erste Hilfe Warmup & Cooldown Coaching Karussell (Erfahrungsweitergabe & Themenworkshops von erfahrenen Coaches) Theoretische Vorbereitung/Planung von Trainings Umgang mit Gruppen, Anrainern, Polizei und Security Praktische Ausführung von Warmups, Beginner- und Advanced-Workshop Leitung des Forum-Meetings mit Feedback durch erfahrene Coaches  

    Bei den TeinehmerInnen des Workshops handelte es sich um langjährige Community-Mitglieder:

    Fred (fanatic)
    Martin (mleitner)
    Martina (radieschen)
    Leon (RealLee)
    Danillo (Dranord)
    Flo (Flo G)
    Dominik (theSuess)



    Wir hoffen mit diesem Event wieder unseren Beitrag zur Qualitätssicherung, dieser "self-teaching community" beisteuern zu können. Erfahrene Coaches geben ihr Know-How an motivierte Neo-InstruktorInnen ab, welche nun Ihren eigenen Weg gehen dürfen. Wir freuen uns über viel kreativen Input bei den Forum-Meetings am Sonntag.




    Danke an die CtC-Mitglieder für's Organisieren. Hier gibt's die Bilder vom FMI #16.
  3. Baufritz liked a artikel by TOM, Parkour und die Hausdächer, eine Hassliebe   
    Eine der bekanntesten und gleichzeitig ältesten TV-Werbungen mit Parkour-Inhalt ist "rush hour", vom englischen BBC-Channel. Darin kommt einfach alles vor, was angehende Parkour-Athleten (aber auch das sonstige Publikum) interessiert: Ein Mann mit durchschnittlich attraktivem Gesicht, aber einem aussergewöhnlich muskulösen Körper (natürlich ohne Ober-Bekleidung) und noch viel aussergewöhnlichen Bewegungen. Dieses Feuerwerk an graziösen und katzenartigen Bewegungen wird durch das richtige Setting einer anonymen englischen Großstadt erst so richtig in Szene gesetzt. Mit richtigem Setting sind natürlich Häuserschluchten und Hausdächer gemeint, denn nur dort findet sich der wahre Parkour-Athlet wieder und kann sich richtig ausleben.... so zumindest diese Werbung.
    Man könnte jetzt noch viele TV (und sonstige Publikums-intensiven) Werbungen und Kino-Szenen mit Parkour-Inhalten auflisten, aber dies tut eigentlich nicht viel zur Sache. All diese professionellen Drehs mit Dreh-erfahrenen Athleten aus der Parkour-Szene, hatten einen starken Impact auf die Parkour-Communities weltweit. Parkour findet in den Köpfen der meisten Leute auf Hausdächern statt, so wie Vögel immer in der Luft fliegen und Regenwürmer immer unter der Erde zu finden sind... ihre natürliche Umgebung also. Eine Faktum, welches aber selten erwähnt wird: Weder David Belle, noch sonstige Parkour-Athleten tummeln sich nur auf Dächern herum.
    Bei professionellen Drehs, wie oben genanntem, gibt es immer Dreh-Genehmigungen und meist sogar Safety-Equipment wie dicke Flop-Matten und manchmal sogar Wires, für die Darsteller. Bei Drehs wie in James Bond - Casino Royal, kann und will man es sich nicht leisten, dass sich die Darsteller verletzen... ja nicht einmal die Stunt-Doubles (oft Parkour-Athleten) sollten sich verletzen. Dennoch wagen sich täglich immer wieder eifrige Nachwuchs-Stuntmen auf Dächer in der ganzen Welt und wollen diesen tollen Action-Szenen nacheifern.... ohne Safety Equipment, es ist ja Parkour und da trägt man keinen Helm.
    Dass diese harte Realität wenig bis nichts mit der fiktiven Film- und TV-Welt zu tun hat, sollte der gesunde Mensch eigentlich von alleine verstehen, macht aber scheinbar nicht jeder. Noch ein Beispiel: Faustkampf-Szenen, in nahezu jedem guten Action-Film kommen sie (meist mehrfach) vor und dauern oft 10-15 Minuten. Von A bis Z durch-synchronisierte und aufwändig in Szene gesetzte Film-Sequenzen, wo der Held meist mehrfach durch den Raum geschleudert wird und mit dem letzten Atemzug dann doch noch den Bösen spektakulär besiegen kann. Wer schon einmal in der kalten harten Welt draussen eine kassiert hat oder dabei zusehen musste weiss, dass das ganze Spektakel nach wenigen Sekunden mit einer gebrochenen Nase und Gehirnerschütterung im Spital endet. Es ist und bleibt unrealistisch, gestellt, geskriptet und wurde in einer sicheren (bzw. abgesicherten) Umgebung auf Film gebannt.
    Aber zurück zu den Hausdächern. Parkour hat nichts, rein garnichts mit Hausdächern am Hut. Es handelt sich schlicht um ein spektakuläres Setting, damit es eindrucksvoller für die Zuseher wirkt. Kein Parkour-Athlet wird durch seinen ersten Roof-Gap Sprung zum richtigen Traceur, noch nähert er sich damit seinem Idol aus dem Fernsehen. Es gibt aber eine Aussage, die durchaus etwas mit Parkour zu tun hat: "Respektvoll mit sich und seiner Umgebung umgehen". Dieser Respekt bezieht sich genauso auf fremden Privat-Eigentum, was Hausdächer nun meist auch sind.
    Solange also Athleten nicht die ausdrückliche Erlaubnis dazu haben (meist im Rahmen eines professionellen Drehs), haben sie auch rein garnichts auf fremden Dächern zu suchen. Als Negativ-Beispiel möchte ich hier England anführen, wo es inzwischen so weit gekommen ist, dass mit Anti-Climb-Paint und sonstigen Vorrichtungen gegen übereifrige Dach-Athleten vorgegangen wird. Wer Anti-Climb-Paint nicht kennt, dies ist eine schwarze klebrige Masse, die in England an leicht zugängigen Hausdach-Fassaden angebracht wird, um gewisse Personen daran zu hindern, hinauf zu klettern. Wenn die Polizei oder Security jemanden mit schwarzer Farbe an Händen und Bekleidung antrifft, der kommt in argen Argumentations-Notstand, denn diese Farbe lässt sich nur sehr sehr schwer wieder abwaschen. Generell ist Parkour in der englischen Öffentlichkeit meist nicht gerne gesehen und bringt oft Probleme mit sich. Kaum ist man aufgewärmt, schon ist man von Polizei und Security umzingelt und darf diskutieren (oder gleich gehen). Wurde hier in den letzten Jahren ein bisschen zu viel auf und in fremden Eigentum herumgesprungen?
    Dies sind Vorgehensweisen aus einem Land, wo Parkour schon ein paar Jahre länger als in den restlichen Ländern ausserhalb Frankreichs bekannt ist. Ein Negativ-Blick in die Zukunft sozusagen, wo man genau erkennen kann was passiert, wenn man sich nicht an die Spielregeln hält. Probleme mit der Exekutive sind aber noch das geringste Problem, denn die Lebensgefahren solcher Stunts auf Hausdächern braucht man eigentlich garnicht erst näher erläutern. Ja, es sind Stunts... und kein Parkour.
    Zusammenfassend kann man sagen: Hausdächer-Sprünge und Dach-Kletter-Aktionen wie man sie von Athleten (ende nie) auf Youtube (bzw. sonstigen Video-Plattformen), im Fernsehen und im Kino entdecken kann, spiegeln nicht Parkour wieder. Sie spiegeln nicht das wieder, wofür wir eigentlich trainieren (sollten) und sie geben uns auch keine Freiheit, die wir sonst nirgends erreichen können. Dies sollte kein Ziel für uns sein und man sollte lernen zwischen Realität und Fiktion zu differenzieren.
  4. Sonæja liked a artikel by TOM, Shoe review - FiveTen Freerunner V1 (Freerunning Schuhe)   
    Shoe review - FiveTen Freerunner V1
    Wer oder was ist eigentlich FiveTen?
    FiveTen ist ein Kletterschuh-Hersteller aus den USA , welcher nun seit einiger Zeit Parkour/Freerunning-Schuhe anbietet. Der Vorteil Ihres Know-Hows liegt auf der Hand, denn Kletterer brauchen (wie wir) auch viel Grip und ein gutes Feeling für die Oberflächen. Inzwischen ist Ihr Parkour/Freerunning-Schuh Portfolio auf verschiedene Produkte angewachsen, darunter zum Beispiel die Freerunner (V1 & inzwischen auch V2), Chase und Daescent.

    Was macht diese Schuhe aus?
    Einige andere Hersteller versuchten sich in einer möglichst guten Dämpfung, womit allerdings das Gefühl für den Untergrund komplett verloren ging. Auch die Haltbarkeit mancher Schuhe, ließ aus unserer Sicht schwer zu wünschen übrig. Der Fokus dieser Schuhe liegt in der Langlebigkeit, bei maximalem Grip.

    Nun aber in's Detail:
    Der Erstkontakt hinterlässt einen durchwegs gemischten Eindruck. Ein stabiler, sauber verarbeiteter, aber auch relativ schwerer Schuh. Das Gewicht ist mit ca. 380 Gramm deutlich höher als z.B. bei Kalenjis, er stellt sich nach kurzer Eingewöhnungsphase aber nicht als Klotz am Bein dar. Durch das Leder ist der Schuh auf den ersten Blick sehr stabil, fast ein wenig zu unflexibel... dies ändert sich aber durch häufigeres Trainieren mit Ihm. Generell war die Eingewöhnungsphase eher unangenehm und mit offenen Stellen an den Zehen verbunden. Das Leder ist zwar langlebig, benötigt aber eine gewisse Zeit bis es flexibel/geschmeidig wird und sich dem Fuß anpasst. Wenn der Schuh dann aber passt, ist er wirklich sehr angenehm und gibt wesentlich mehr Standsicherheit/Unterstützung, als z.B. Kalenjis.
    Die ersten Trainings fanden an den kältesten Wintertagen statt und an Punkten wo viele Körperteile zum Absterben begannen, blieben die Füße schön warm/trocken. Auch bei wärmeren Tagen fiel er temperaturmässig nicht negativ auf, allerdings wurde er auch noch nicht im Hochsommer eingesetzt. Der Schwachpunkt von so manch anderer Schuhmarke, die Halterung der Schuhbänder, ist nach einigen Monaten Einsatz noch immer in einem tadellosen Zustand.

    Das schwarze Gold, unter dem Schuh:
    Nun aber zum Herzstück, der Sohle. Bei FiveTen werden spezielle Gummimischungen verwendet, welche auf Namen wie "Stealth Phantom" oder "Stealth Mystique" hören. Im Fall der Freerunner V1, kommt die Phantom-Sohle zum Einsatz, welche einen aussergewöhnlichen guten Grip bietet... solange die Sohle sauber ist. Dies ist aus unserer Sicht der Knackpunkt dieser Schuhe, denn solange man die Sohle relativ sauber hält, haben sie einen tollen Grip. Sobald sich allerdings Dreck/Staub/etc. an der Sohle ansetzt, rutschen sie wie "jeder" andere Schuh. So wird es fast zum Ritual, vor einigen Sprüngen die Sohle kurz abzuwischen, um in den Genuss von klebstoffartigem Grip zu kommen. Anfangs (in der Gewöhnungsphase) war der Grip teilweise sogar so überraschend gut, dass man sich etwas damit vorsehen und herantasten musste. Dies soll aber nicht heissen, dass man ständig am Sohle putzen ist... es ist einfach der Weg, das Maximale aus dem Schuh herauszuholen.
    Da ich kein Fan von großartiger/starker Dämpfung bin, fand ich diesen Aspekt recht positiv. Man erhält eine gewisse Grunddämpfung, ohne komplett das Gefühl für die Oberflächen zu verlieren. Verglichen mit Kalenjis hat man mehr Dämpfung und weniger Gefühl, was sich aber nicht sehr negativ auswirkt. Ein weiteres Phänomen dieser Schuhe ist auch eine etwas lautere Landung, bei der selben Technik wie vorher. Hier kann man es getrost auf den Schuh schieben, denn er "schnalzt" bei Landungen schlicht etwas Mehr, als Andere. Die Sohle selbst ist vom Überhang über die Zehenspitzen, bis zu den Fersen durchgehend und hat (wie von anderen Parkour bzw. Freerunning Schuhen bekannt) keine störende Kunststoffbrücke zwischen Fußballen und Ferse, welche bei (missglückten) Stangenlandungen stören könnte. Gesondert erwähnen sollte man auch, dass der Schuh keine/kaum Spuren an Wänden hinterlässt.
    Die Sohle selbst ist durchschnittlich abriebfest, aber hier kommt der Clou von FiveTen: Man kann die Sohle extra nachkaufen und ankleben! Nachdem der Lederteil wohl nahezu ewig halten wird und sich nur die Sohle (wie bei jedem Schuh unter dieser Beanspruchung) mit der Zeit auflöst, kann man um ca. 30 US-$ (inkl. Kleber) ein Stealth Resole-Kit nachkaufen. Somit lässt sich die Haltbarkeit mit einer relativ kleinen Investition deutlich erhöhen, eine tolle Sache.
    Nachdem ich noch die V1 zum Testen bekam, inzwischen aber die V2 (Alien Glow) verfügbar sind, will ich noch darauf hinweisen, dass laut anderen Reviews die neue Version einen noch besseren Grip und mehr Fersenunterstützung bietet.

    Hier noch ein Bild vom Schuh, wenn er ohne Rücksicht zu Tode trainiert wird

    Zusammenfassend kann man sagen, ein brauchbarer Schuh der sein Geld kostet.... es aber auch wert ist. In Aspekten wie Gewicht, Feeling und Preis ist er klar den Kalenjis unterlegen. Wenn es aber um Haltbarkeit, Grip und Fuß-Support geht, spielt er hier klar in einer anderen Liga.
    Wo bekommt man FiveTen?
    Hierzu recherchiert man am Besten ein bisschen im Internet und findet so Shops wie z.B.V12Outdoor.com, Chainreactioncycles.com oder Amazon. Kostenpunkt ca. 70€.
  5. martin liked a artikel by TOM, Forum-Meeting Instruktor Workshop 3   
    Bereits im August 2006 startete das wöchentliche Forum-Meeting und 2013 haben wir uns dazu entschlossen, den ersten Forum-Meeting Instruktor Workshop durchzuführen. Begeistert durch die motivierten TeilnehmerInnen gab es im Jahr darauf den zweiten Instruktor-Workshop. Mit einem Jahr Pause (bedingt durch unser 11 Jahre Parkour-Vienna Wochenende) haben wir nun den dritten Forum-Meeting Instruktor Workshop organisiert, welcher von 02. - 03.07.2016 mit sieben tollen TeilnehmerInnen stattfand.

    Durch die Erfahrung der letzten Instruktor-Ausbildungen und der A.D.A.P.T. qualification, welche wir 2015 in Wien durchgeführt haben, konnte wir den TeilnehmerInnen ein rundes Programm aus Theorie und Praxis bieten. Diese Themen waren die Eckpunkte des Instruktor-Wochenendes:
     
    Allgemeine Informationen (Parkour-Vienna, Forum-Meeting, Evening-Madness, Connect the Community) Parkour Philosophie & Werte Erste Hilfe Warmup & Cooldown Coaching Karussell (Erfahrungsweitergabe & Themenworkshops von erfahrenen Coaches) Theoretische Vorbereitung/Planung von Trainings Umgang mit Gruppen, Anrainern, Polizei und Security Praktische Ausführung von Warmups, Beginner- und Advanced-Workshop Leitung des Forum-Meetings mit Feedback durch erfahrene Coaches  

    Bei den TeinehmerInnen des Workshops handelte es sich um langjährige Community-Mitglieder:

    Fred (fanatic)
    Martin (mleitner)
    Martina (radieschen)
    Leon (RealLee)
    Danillo (Dranord)
    Flo (Flo G)
    Dominik (theSuess)



    Wir hoffen mit diesem Event wieder unseren Beitrag zur Qualitätssicherung, dieser "self-teaching community" beisteuern zu können. Erfahrene Coaches geben ihr Know-How an motivierte Neo-InstruktorInnen ab, welche nun Ihren eigenen Weg gehen dürfen. Wir freuen uns über viel kreativen Input bei den Forum-Meetings am Sonntag.




    Danke an die CtC-Mitglieder für's Organisieren. Hier gibt's die Bilder vom FMI #16.
  6. GGab liked a artikel by TOM, Parkour Terminologie - Nicht Parcour, Parcours, Parcouring, Parkouring, Parkuhr, etc.   
    Parkour - Die Kunst der Effizienten Fortbewegung, begegnet uns in den Medien immer wieder mit verschiedensten (teils sehr kreativen) Namensgebungen. Doch wie schreibt man es nun wirklich richtig? Heisst es nun Parkour, Parcour, Parcours, Parcouring, Parkouring oder Parkuhr und in welchem Zusammenhang steht eigentlich dieses verdammte Freerunning?
    Zu dieser komplizierten Fragestellung gibt es eine simple Antwort: Parkour
    Parcour, Parcours: Bekannt als allgemeine Benennung von Hindernisparcours (z.B für Tiere - Hunde, Pferde, etc.). Zu dieser Schreibweise meint auch meistens die Rechtschreibprüfung uns zwingen zu müssen, was aber in diesem Zusammenhang nicht korrekt ist. Der Begriff "Parkour" stammt von "Parcours" ab und wird gleich ausgesprochen.
    Parcouring: Eine Wortmarke die in Deutschland registriert wurde, um nicht mit der (deutschen) Wortmarke "Parkour" in Konflikt zu kommen. Dies wurde von einer Firma verwendet um ein Eventkonzept auf die Beine zu stellen, welches de-facto nichts mit dem eigentlichen "Parkour" zu tun hat.
    Pakour, Pacour, Pacurs, Parkur, Pakur, Parkuhr, Parkouring, Parkour-Running, Parkhour laufen, Streetrunning, Street-Running: Der kreative Prozess der bei vielen einsetzt, wenn Sie versuchen einen Begriff zu verwenden dessen Bedeutung sie nicht ganz kennen
    Freerunning, Free-Running: Eine Wort-Erfindung für den englischen Raum (UK), im Zuge der "Jump London" TV-Dokumentation im Jahre 2003 mit Sebastien Foucan. Im Sinne der Yamakasi (erste Gruppe die Parkour ausübte), bedeutet Parkour, Free-Running oder l’art du déplacement das Gleiche. In Internet-Diskussionen entwickelte sich eine Differenzierung zwischen Parkour (effiziente Bewegungen) und Free-Running (akrobatische Elemente).
     
    Weitere relevante Begriffe:
    Wenn jemand Parkour ausübt, übt er/sie Parkour aus.... er/sie parkourt/parkoured/parkurt nicht.
    Es wird auch kein Parkour gesprungen, sondern man trainiert Parkour.
    Jemand der Parkour ausübt, nennt sich Traceur ("der den Weg ebnet" - vom französischen Tracer) und nicht Parkourer.
    Ein weibliches Geschöpf, welches Parkour ausübt nennt sich "Traceuse" und nicht Tracueurin.
    Mehrere Traceure, nennen sich Traceure (ausgesprochen "Trassöre") und nicht "Trassörs"
    Ein Ort an dem Traceure gerne Parkour ausüben, nennt sich "Spot".
    Der Ort an dem Parkour im urbanen Umfeld entwickelt wurde, nennt sich "Lisses" (Vorort von Paris).
    Der "Erfinder" von dem Parkour, wie wir es kennen heisst "David Belle" und sein Vater "Raymond Belle" und nicht Bell (oder so ähnlich).

    Unsere Bewegungen heißen "Bewegungen"/"Techniken" und nicht Tricks.
    Eine "Mission" (englisch) ist zumeist eine Kletteraufgabe, wo über längere Strecken nicht der Boden berührt werden darf.
    Ein "Run" bezeichnet die Aneinanderkettung mehrerer Bewegungen zu einem flüssigen Bewegungsablauf.
    Falls einem das Wort "Traceur" zu französisch klingt, der kann uns auch "Parkour-Athleten" nennen, aber bitte nicht Parkour-Artisten...es handelt sich nämlich um keinen Zirkus.
    Bei "l'art de deplacement" handelt es sich um einen Überbegriff ("Kunst der Fortbewegung(en)"), welcher Parkour und Freerunning inkludiert.
    Die "Art of Motion" (Red-Bull) ist NICHT die Parkour oder Freerunning Weltermeisterschaft. Parkour ist non-competitive und es gibt keine Wettkämpfe darin. Es handelt sich hier um ein Event für die Marke und hat nicht's mit den Werten oder Grundgedanken von Parkour zu tun.

    Grund dieses Artikels: 

    Personen bei der ernsthaften Recherche zu Parkour behilflich zu sein. Viele Medien verbreitn leider schlecht recherchierte Fehlinformationen und Eigene Wortkreationen. Wir sind bemüht, dass Parkour in der Öffentlichkeit richtig dargestellt und (damit verbunden) auch richtig bezeichnet/geschrieben wird.
  7. GGab liked a artikel by TOM, Parkour Terminologie - Nicht Parcour, Parcours, Parcouring, Parkouring, Parkuhr, etc.   
    Parkour - Die Kunst der Effizienten Fortbewegung, begegnet uns in den Medien immer wieder mit verschiedensten (teils sehr kreativen) Namensgebungen. Doch wie schreibt man es nun wirklich richtig? Heisst es nun Parkour, Parcour, Parcours, Parcouring, Parkouring oder Parkuhr und in welchem Zusammenhang steht eigentlich dieses verdammte Freerunning?
    Zu dieser komplizierten Fragestellung gibt es eine simple Antwort: Parkour
    Parcour, Parcours: Bekannt als allgemeine Benennung von Hindernisparcours (z.B für Tiere - Hunde, Pferde, etc.). Zu dieser Schreibweise meint auch meistens die Rechtschreibprüfung uns zwingen zu müssen, was aber in diesem Zusammenhang nicht korrekt ist. Der Begriff "Parkour" stammt von "Parcours" ab und wird gleich ausgesprochen.
    Parcouring: Eine Wortmarke die in Deutschland registriert wurde, um nicht mit der (deutschen) Wortmarke "Parkour" in Konflikt zu kommen. Dies wurde von einer Firma verwendet um ein Eventkonzept auf die Beine zu stellen, welches de-facto nichts mit dem eigentlichen "Parkour" zu tun hat.
    Pakour, Pacour, Pacurs, Parkur, Pakur, Parkuhr, Parkouring, Parkour-Running, Parkhour laufen, Streetrunning, Street-Running: Der kreative Prozess der bei vielen einsetzt, wenn Sie versuchen einen Begriff zu verwenden dessen Bedeutung sie nicht ganz kennen
    Freerunning, Free-Running: Eine Wort-Erfindung für den englischen Raum (UK), im Zuge der "Jump London" TV-Dokumentation im Jahre 2003 mit Sebastien Foucan. Im Sinne der Yamakasi (erste Gruppe die Parkour ausübte), bedeutet Parkour, Free-Running oder l’art du déplacement das Gleiche. In Internet-Diskussionen entwickelte sich eine Differenzierung zwischen Parkour (effiziente Bewegungen) und Free-Running (akrobatische Elemente).
     
    Weitere relevante Begriffe:
    Wenn jemand Parkour ausübt, übt er/sie Parkour aus.... er/sie parkourt/parkoured/parkurt nicht.
    Es wird auch kein Parkour gesprungen, sondern man trainiert Parkour.
    Jemand der Parkour ausübt, nennt sich Traceur ("der den Weg ebnet" - vom französischen Tracer) und nicht Parkourer.
    Ein weibliches Geschöpf, welches Parkour ausübt nennt sich "Traceuse" und nicht Tracueurin.
    Mehrere Traceure, nennen sich Traceure (ausgesprochen "Trassöre") und nicht "Trassörs"
    Ein Ort an dem Traceure gerne Parkour ausüben, nennt sich "Spot".
    Der Ort an dem Parkour im urbanen Umfeld entwickelt wurde, nennt sich "Lisses" (Vorort von Paris).
    Der "Erfinder" von dem Parkour, wie wir es kennen heisst "David Belle" und sein Vater "Raymond Belle" und nicht Bell (oder so ähnlich).

    Unsere Bewegungen heißen "Bewegungen"/"Techniken" und nicht Tricks.
    Eine "Mission" (englisch) ist zumeist eine Kletteraufgabe, wo über längere Strecken nicht der Boden berührt werden darf.
    Ein "Run" bezeichnet die Aneinanderkettung mehrerer Bewegungen zu einem flüssigen Bewegungsablauf.
    Falls einem das Wort "Traceur" zu französisch klingt, der kann uns auch "Parkour-Athleten" nennen, aber bitte nicht Parkour-Artisten...es handelt sich nämlich um keinen Zirkus.
    Bei "l'art de deplacement" handelt es sich um einen Überbegriff ("Kunst der Fortbewegung(en)"), welcher Parkour und Freerunning inkludiert.
    Die "Art of Motion" (Red-Bull) ist NICHT die Parkour oder Freerunning Weltermeisterschaft. Parkour ist non-competitive und es gibt keine Wettkämpfe darin. Es handelt sich hier um ein Event für die Marke und hat nicht's mit den Werten oder Grundgedanken von Parkour zu tun.

    Grund dieses Artikels: 

    Personen bei der ernsthaften Recherche zu Parkour behilflich zu sein. Viele Medien verbreitn leider schlecht recherchierte Fehlinformationen und Eigene Wortkreationen. Wir sind bemüht, dass Parkour in der Öffentlichkeit richtig dargestellt und (damit verbunden) auch richtig bezeichnet/geschrieben wird.
  8. martin liked a artikel by TOM, Forum-Meeting Instruktor Workshop 3   
    Bereits im August 2006 startete das wöchentliche Forum-Meeting und 2013 haben wir uns dazu entschlossen, den ersten Forum-Meeting Instruktor Workshop durchzuführen. Begeistert durch die motivierten TeilnehmerInnen gab es im Jahr darauf den zweiten Instruktor-Workshop. Mit einem Jahr Pause (bedingt durch unser 11 Jahre Parkour-Vienna Wochenende) haben wir nun den dritten Forum-Meeting Instruktor Workshop organisiert, welcher von 02. - 03.07.2016 mit sieben tollen TeilnehmerInnen stattfand.

    Durch die Erfahrung der letzten Instruktor-Ausbildungen und der A.D.A.P.T. qualification, welche wir 2015 in Wien durchgeführt haben, konnte wir den TeilnehmerInnen ein rundes Programm aus Theorie und Praxis bieten. Diese Themen waren die Eckpunkte des Instruktor-Wochenendes:
     
    Allgemeine Informationen (Parkour-Vienna, Forum-Meeting, Evening-Madness, Connect the Community) Parkour Philosophie & Werte Erste Hilfe Warmup & Cooldown Coaching Karussell (Erfahrungsweitergabe & Themenworkshops von erfahrenen Coaches) Theoretische Vorbereitung/Planung von Trainings Umgang mit Gruppen, Anrainern, Polizei und Security Praktische Ausführung von Warmups, Beginner- und Advanced-Workshop Leitung des Forum-Meetings mit Feedback durch erfahrene Coaches  

    Bei den TeinehmerInnen des Workshops handelte es sich um langjährige Community-Mitglieder:

    Fred (fanatic)
    Martin (mleitner)
    Martina (radieschen)
    Leon (RealLee)
    Danillo (Dranord)
    Flo (Flo G)
    Dominik (theSuess)



    Wir hoffen mit diesem Event wieder unseren Beitrag zur Qualitätssicherung, dieser "self-teaching community" beisteuern zu können. Erfahrene Coaches geben ihr Know-How an motivierte Neo-InstruktorInnen ab, welche nun Ihren eigenen Weg gehen dürfen. Wir freuen uns über viel kreativen Input bei den Forum-Meetings am Sonntag.




    Danke an die CtC-Mitglieder für's Organisieren. Hier gibt's die Bilder vom FMI #16.
  9. martin liked a artikel by TOM, Forum-Meeting Instruktor Workshop 3   
    Bereits im August 2006 startete das wöchentliche Forum-Meeting und 2013 haben wir uns dazu entschlossen, den ersten Forum-Meeting Instruktor Workshop durchzuführen. Begeistert durch die motivierten TeilnehmerInnen gab es im Jahr darauf den zweiten Instruktor-Workshop. Mit einem Jahr Pause (bedingt durch unser 11 Jahre Parkour-Vienna Wochenende) haben wir nun den dritten Forum-Meeting Instruktor Workshop organisiert, welcher von 02. - 03.07.2016 mit sieben tollen TeilnehmerInnen stattfand.

    Durch die Erfahrung der letzten Instruktor-Ausbildungen und der A.D.A.P.T. qualification, welche wir 2015 in Wien durchgeführt haben, konnte wir den TeilnehmerInnen ein rundes Programm aus Theorie und Praxis bieten. Diese Themen waren die Eckpunkte des Instruktor-Wochenendes:
     
    Allgemeine Informationen (Parkour-Vienna, Forum-Meeting, Evening-Madness, Connect the Community) Parkour Philosophie & Werte Erste Hilfe Warmup & Cooldown Coaching Karussell (Erfahrungsweitergabe & Themenworkshops von erfahrenen Coaches) Theoretische Vorbereitung/Planung von Trainings Umgang mit Gruppen, Anrainern, Polizei und Security Praktische Ausführung von Warmups, Beginner- und Advanced-Workshop Leitung des Forum-Meetings mit Feedback durch erfahrene Coaches  

    Bei den TeinehmerInnen des Workshops handelte es sich um langjährige Community-Mitglieder:

    Fred (fanatic)
    Martin (mleitner)
    Martina (radieschen)
    Leon (RealLee)
    Danillo (Dranord)
    Flo (Flo G)
    Dominik (theSuess)



    Wir hoffen mit diesem Event wieder unseren Beitrag zur Qualitätssicherung, dieser "self-teaching community" beisteuern zu können. Erfahrene Coaches geben ihr Know-How an motivierte Neo-InstruktorInnen ab, welche nun Ihren eigenen Weg gehen dürfen. Wir freuen uns über viel kreativen Input bei den Forum-Meetings am Sonntag.




    Danke an die CtC-Mitglieder für's Organisieren. Hier gibt's die Bilder vom FMI #16.
  10. martin liked a artikel by TOM, Forum-Meeting Instruktor Workshop 3   
    Bereits im August 2006 startete das wöchentliche Forum-Meeting und 2013 haben wir uns dazu entschlossen, den ersten Forum-Meeting Instruktor Workshop durchzuführen. Begeistert durch die motivierten TeilnehmerInnen gab es im Jahr darauf den zweiten Instruktor-Workshop. Mit einem Jahr Pause (bedingt durch unser 11 Jahre Parkour-Vienna Wochenende) haben wir nun den dritten Forum-Meeting Instruktor Workshop organisiert, welcher von 02. - 03.07.2016 mit sieben tollen TeilnehmerInnen stattfand.

    Durch die Erfahrung der letzten Instruktor-Ausbildungen und der A.D.A.P.T. qualification, welche wir 2015 in Wien durchgeführt haben, konnte wir den TeilnehmerInnen ein rundes Programm aus Theorie und Praxis bieten. Diese Themen waren die Eckpunkte des Instruktor-Wochenendes:
     
    Allgemeine Informationen (Parkour-Vienna, Forum-Meeting, Evening-Madness, Connect the Community) Parkour Philosophie & Werte Erste Hilfe Warmup & Cooldown Coaching Karussell (Erfahrungsweitergabe & Themenworkshops von erfahrenen Coaches) Theoretische Vorbereitung/Planung von Trainings Umgang mit Gruppen, Anrainern, Polizei und Security Praktische Ausführung von Warmups, Beginner- und Advanced-Workshop Leitung des Forum-Meetings mit Feedback durch erfahrene Coaches  

    Bei den TeinehmerInnen des Workshops handelte es sich um langjährige Community-Mitglieder:

    Fred (fanatic)
    Martin (mleitner)
    Martina (radieschen)
    Leon (RealLee)
    Danillo (Dranord)
    Flo (Flo G)
    Dominik (theSuess)



    Wir hoffen mit diesem Event wieder unseren Beitrag zur Qualitätssicherung, dieser "self-teaching community" beisteuern zu können. Erfahrene Coaches geben ihr Know-How an motivierte Neo-InstruktorInnen ab, welche nun Ihren eigenen Weg gehen dürfen. Wir freuen uns über viel kreativen Input bei den Forum-Meetings am Sonntag.




    Danke an die CtC-Mitglieder für's Organisieren. Hier gibt's die Bilder vom FMI #16.
  11. wasim H.A liked a artikel by TOM, Forum-Meeting Informationen   
    Was ist das Forum-Meeting:
    Das Parkour-Vienna Forum-Meeting ist ein Treffen von Traceuren aus dem Parkour-Vienna.at Online-Forum und darüber hinaus. Generell treffen sich zwischen 10-60 Personen im Alter zwischen 14-45+ Jahren, um gemeinsam zu trainieren und Spaß an Parkour zu haben.
    Interessierte und engagierte Leute sind immer gerne gesehen. Wer sich das Ganze nur einmal ansehen will, kann auch gerne kommen. Keiner wird zu irgendetwas gezwungen, was er nicht will. Das Forum-Meeting ist klarerweise komplett unentgeltlich/gratis und "Neulinge" sind mit offenen Armen willkommen.
    Auch Frauen sind natürlich gerne und oft gesehen.
     
     
    Wann & wo findet es statt:

     
    Treffpunkt ist jeden Sonntag um 13:00 bei den Sitzbänken am Schwedenplatz (zwischen den zwei U1 Aufgängen - siehe Google-Maps). Zu erkennen sind wir meistens an unseren Parkour-Vienna T-Shirts/Pullovern bzw. an unseren Rucksäcken und den Jogginghosen/Laufschuhen. Wenn ihr uns seht, habt keine Scheu uns anzusprechen... bis jetzt wurde noch niemand gebissen .

    Parkour wird unter freiem Himmel betrieben und meistens wird vor Ort entschieden, wo wir für das eigentliche Training hingehen (z.B. Donauinsel, Kagran, Wasserwelten, Karlsplatz, etc.). Es besteht jedoch die Möglichkeit, schon vorab im Forum an der Spotauswahl mitzuwirken, indem man Ideen einwirft oder Präferenzen angibt.
     
    Meist wird nicht lange gewartet (normalerweise bis 13:10), bevor wir zum Trainings-Spot aufbrechen, daher bitte pünktlich sein. Das Forum-Meeting ist "open end", d.h. jeder trainiert so lange er möchte und kann gehen, wann er will. In der Regel löst sich das Meeting gegen 16:00 auf.
    Das Forum-Meeting findet jeden Sonntag statt (auch im Winter, bei Regen, bei Schnee, etc.)
     
    Wie läuft ein Forum-Meeting ab:
    Das Forum-Meeting ist prinzipiell ein freies Training, bei dem jedoch immer Traceure mit vielen Jahren Erfahrung vor Ort sind, um den Einstieg in die Parkour-Welt zu erleichtern. Es gibt meist ein paar einleitende Worte, um z.B. auf Besonderheiten des Spots hinzuweisen oder bestimmte Aspekte von Parkour kurz in den Fokus zu rücken. Danach wird gemeinsam unter Anleitung aufgewärmt und dann werden interessierte Neulinge in kleinen Gruppen mit den ersten Basic-Techniken vertraut gemacht. Komplette Anfänger sind klarerweise herzlich willkommen.
     

    Was sollte ich dabei haben:

    Passende Schuhe (z.B. Laufschuhe oder anderes bequemes Schuhwerk -> siehe Artikel über Ausrüstung), auf jeden Fall Wasserflasche, Erste Hilfe Ausrüstung (oder zumindest ein paar Pflaster)
     
    Wieviel kostet die Teilnahme am Forum-Meeting:
    Die Teilnahme am Forum-Meeting ist komplett kostenlos. Auch die Einführung in die Basic-Techniken ist (sowohl für die Teilnehmer als auch für die Forum-Meeting Instruktoren) freiwillig und unentgeltlich. Es wird einfach unverbindlich gemeinsam trainiert.
     
    Hintergrund des Forum-Meetings:
    Die Forum-Meetings waren eine Idee von einem Forum-Member, um sich einmal besser kennen lernen zu können. Das erste fand am 1.7.2006 mit 6 Personen statt. Inzwischen wurde es zu einem sehr wichtigen Aspekt von Parkour-Vienna. Vielen Interessierten wird hier einerseits eine Möglichkeit geboten, Tipps für die "ersten Schritte" im Parkour zu bekommen, andererseits sehr schnell und unkompliziert Gleichgesinnte für's gemeinsame Training kennen zu lernen.
    Hier unsere Gruppenbilder.
    Für TeilnehmerInnen unter 14 Jahren benötigen wir eine ausgefüllte Einverständniserklärung, unterschrieben vom Erziehungsberechtigten:
    einverständniserklärung_forum_meeting_u14.pdf
     
    Es wird darauf hingewiesen, dass wir keine Verantwortung oder Haftung für Teilnehmer des Forum-Meetings oder der Einführung in die Basic-Techniken übernehmen, auch nicht für Minderjährige. Das Mindestalter für die Teilnahme ist 14 Jahre, darunter müssen die Eltern oder eine Aufsichtsperson mit dabei sein, wir übernehmen keine Aufsichtspflicht.
  12. c007blade liked a artikel by TOM, Lesen verboten!   
    „Ein Verbot ist eine Anweisung zur Unterlassung einer Handlung. Verbote beschränken die Freiheit und die Autonomie einer Person beim Entscheiden bzw. Handeln.“
    Lesen verboten – frei denken und handeln sowieso
    Verbote haben auf uns schon immer einen gewissen Reiz ausgeübt. Wer hatte nicht als Kind eine Lade oder einen Schrank, wo wir „nichts zu suchen“ hatten und es verboten war, darin herum zu kramen? Wer hat nicht einmal gesagt bekommen, dass Dieses oder Jenes nicht zu tun ist.... und gerade deswegen übte es einen speziellen Reiz aus, um unsere wahren Grenzen zu ermitteln?
    Ich gebe zu, ich habe es getan und jeder der hier gerade liest, tut es auch.
    Ich denke es liegt ein bisschen an unserem Mindset ("Querdenker"), denn wir haben gelernt dass unser Kopf schon lange vorher sagt „tu das nicht!“, obwohl wir es körperlich problemlos könnten. Wir schätzen unsere eigenen körperlichen Grenzen oft falsch ein, wieso sollten also Andere nicht auch Grenzen und somit Verbote „falsch“ für uns setzen?
    Zugegeben, ein bisschen gesunder Menschenverstand ist natürlich Vorraussetzung, dass dies nicht schief geht. Mein Kredo ist, dass ich nichts und niemandem damit schaden will und ich halte dies für eine gute und wichtige Einschränkung, die ich mir selbst setze.
    Der Mensch strebt nach Freiheit und will sich darin nicht beschnitten fühlen, dennoch brauchen wir Gebote und Verbote, damit das Leben in Gesellschaften funktionieren kann. Dies ist eine uralte Thematik und durchaus auch Problematik, denn einige scheren sich nicht um die Freiheiten und Rechte von Anderen.
    Wer sich nicht an die Spielregeln hält, der bekommt dies von der Gesellschaft in Rechnung gestellt. Für meine letzten drei Jobs musste ich z.B. via Leumundszeugnis von der Polizei belegen können, dass ich kein „Strizzi“ bin und man mir vertrauen kann, da ich (unter anderem) viel mit persönlichen Daten hantiere. Hier tritt wieder meine persönliche Qualitätssicherung in Kraft, denn ich will keiner Menschenseele schaden, genau sowenig wie ich möchte dass mir geschadet wird.
    Wenn ich mich heute frei bewegen will, stosse ich beinahe ununterbrochen an vorgegebene Grenzen. Wer sich draussen bewegt und die Augen öffnet, weiss genau was ich damit meine. Ein Verbotsschilderwald beschränkt uns immer mehr und mehr und es macht für mich den Eindruck, dass es schon bald einfacher wäre stattdessen anzugeben was erlaubt ist, denn diese Liste wird scheinbar immer kürzer und kürzer.
    Meinem subjektiven Gefühl nach, wird die Anzahl der öffentlichen Plätze immer geringer und selbst dort gibt es starke Einschränkungen, was gesellschaftlich akzeptiert ist und was nicht. Es gibt scheinbar kaum noch vertrauen in den gesunden Menschenverstand und den eigenen Werten bzw. Selbstregulierung.
    Fühlen wir uns wirklich sicherer/wohler und freier, durch diese eklatante Zunahme an Verboten und Einschränkungen, oder können wir den Menschen in unserer Gesellschaft mehr vertrauen?
    In den letzten Tagen versuchte ich mich möglichst frei zu bewegen und ein bisschen die Umgebung zu erforschen. Ich konnte mich keine 5 Minuten bewegen, ohne mich eingeschränkt zu fühlen. Ich sah die traurigsten Privat-Spielplätze, auf denen nie Kinderlachen zu hören war. Die rudimentäre Ausstattung wird sicher einen guten Anteil daran haben, aber sobald Kinder einen eigenen Schlüssel brauchen um in Ihren Spielplatz vor der Tür zu gelangen, wird das Wort Spielplatz für mich ein bisschen ad absurdum geführt.
    Bedingt durch meine Arbeitstätigkeit, lässt mich dieses Thema auch in Bezug auf Überwachung nicht kalt. Im speziellen meine ich damit die Einschränkungen unserer Freiheiten und unseres Privatlebens durch „mass surveillance„ (Datenschutz). Wenn ich mich draussen bewege und eine Sicherheitskamera nach der Anderen entdecke, bekomme ich hier evtl. sogar ein direktes Feedback. Zum Beispiel durch eine Sicherheitskraft die einen anschnauzt „Was machst Du da? Schleich Dich, aber hurtig.... sonst....!“.
    Dieses direkte Feedback fehlt im heutigen Kommunikationszeitalter oft. Unsere Daten werden gesammelt, bis sie gegen uns verwendet werden können. Jeder der jetzt meint, dass er oder sie nichts zu verbergen hat und eh nur die „Strizzis“ etwas zu befürchten haben irrt, aus meiner Sicht. Diese persönlichsten Daten die gesammelt werden... unsere sexuellen Vorlieben, unser sozialer Kreis, unsere Ansichten, unsere freien Meinungen und vieles mehr, kann in den falschen Händen negative Auswirkungen auf uns haben.
    Regierungen und andere Institutionen die auf diese Daten zugreifen können, mögen momentan in unserem besten Willen handeln, aber die Daten gehen ja über die Zeit nicht verloren. Was, wenn plötzlich eine Regierung an der Macht ist, die nicht unbedingt unser Bestes im Sinn hat? Ein konkretes (warnendes) Beispiel aus der Vergangenheit ist hier für mich das Dritte Reich, die auf die gesammelten Daten der Niederländer zugegriffen haben und somit leichtes Spiel hatten, bestimmte ethnische Gruppen zu identifizieren (Judenkartei). Der Rest ist Geschichte. Keiner dachte beim Aufnehmen der Daten damals, dass Diese irgendwann jemandem schaden könnten, aber in den falschen Händen ist dies durchaus möglich.
    In heutigen Zeiten hätte ich gehofft, dass wir aus der Vergangenheit lernen.
    Gerade in heutigen Zeiten, wo rechte Parteien auf Platz1 der Umfragen stehen und vielleicht sogar unsere nächste Regierung bilden könnten.
    Bereits im sechsten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung, hat ein legendärer Philosoph namens Laozi diese Botschaft für uns verewigt:
    "Je mehr Verbote, umso ärmer das Volk." - Laozi
    Nur was ist nun mit unserer strebsamen Freiheit und was sollte verboten werden, damit wir Diese Freiheit auch ausleben dürfen?
    Im Bezug auf möglichst großer Freiheit im digitalen Raum, fällt mir als spontanes Beispiel 4chan ein. Bei 4chan handelt es sich um ein „Imageboard“, welches (vom Prinzip her) komplett anonym verwendet werden darf. Die Daten werden nicht gespeichert, jeder darf teilnehmen und es gibt (auch vom Prinzip her) keine Moderation. Auf 4chan sind täglich hunderttausende Menschen unterwegs und geben ungefiltert Ihre persönlichen Meinungen, Ansichten und Kreationen ab.
    Ohne 4chan wäre das Internet nicht das, was es heute ist. Wir hätten keine lustigen Katzenbilder (lolcat), es gäbe kein humoristisches Rickrolling, oder auch wichtige Statements gegen fehlführende Sekten wie Scientology (Chanology).
    Leider zieht diese Anonymität aber auch Personenkreise an, die verbotenes im Sinn haben. Kinderpornos und rechte Inhalte, möchte ich hier als Negativ-Beispiele nennen. Der aktuelle celebrity picture leak („Thefappening“) hat 4chan wieder einmal in das Zentrum der Öffentlichkeit gerückt und die Medien ziehen über diese unerlaubten Aktionen her. Selbst 4chan kann diesem öffentlichen Druck nicht ganz widerstehen und muss vermehrt moderieren. Wer weiss, vielleicht wird den 4chan-Verantwortlichen bald das selbe Schicksal blühen, wie den Piratebay-Gründern? (Piratebay raid & Piratebay-Gründer hinter Gitten).
    Für mich ist dies ein guter Spiegel der Wirklichkeit und eine warnendes Beispiel.
    Sobald wir möglichst viele Freiheiten haben, ist dies ein Magnet für kreative Köpfe, aber auch für Idioten.
    Meinem Gefühl nach, steht die Zahl der kreativen Köpfe in keinem Verhältnis zur minimalen Zahl an problemhaften Spezialfälle – doch diese erreichen oft die größte öffentliche Wahrnehmung.
    Freiheit ist wichtig!
    Wir sollten unsere Freiheiten mehr schätzen lernen und uns nicht immer weiter und weiter einschränken lassen, denn wir leben eingeschränkt genug. Die Rechte aller zu beschneiden (wegen ein paar wenigen) ist das, was wir heute mit Massenüberwachungen und Verboten in jede Himmelsrichtung live erleben. Nur wenige werden es direkt merken, aber dieses Damoklesschwert über uns droht jederzeit herunter zu kommen... oft fehlt nur eine kleiner Ruck.
    Nennt mich naiv, wenn ich auf den gesunden Menschenverstand der Masse vertraue/hoffe.... aber ich glaube daran.
    Ich glaube, dass die große Menge an kreativen und gesunden Köpfen immer mehr zu sagen haben wird, als die kleine Gruppe an Unruhestiftern.
    Laozi hat übrigens noch einen weisen Satz von sich gegeben:
    "Auch der längste Marsch beginnt mit dem ersten Schritt." - Laozi
    Machen wir diesen ersten Schritt in die richtige Richtung, aber bitte lasst uns die Freiheit diesen Schritt auch zu machen!
  13. GGab liked a artikel by TOM, Beginner Guide   
    Dieser Beginner-Guide soll Parkour-Einsteigern ein bisschen helfen, auf was sie am Anfang ihrer Parkour-Tätigkeit besonders achten sollten. Wer also Parkour erlernen will, sollte sich zuerst in die Materie einlesen, Videos ansehen und versuchen zu verstehen, dass es hier nicht um coole Tricks und möglichste tiefe Drops geht. Es geht darum, sich mit seinem Körper ausdrücken und anpassen zu können. Sich in seiner Umgebung möglichst schnell und effizient bewegen zu können und für Extremsituationen gefeilt zu sein. In diesem Artikel werden einige Aspekte angesprochen, die einen Bruchteil von Parkour zeigen und mit denen man sich einmal in Ruhe beschäftigen sollte.
     

     
    Wer?
    Ich persönlich betreibe Parkour gerne in einer Gruppe. Andere schwören darauf, alleine zu trainieren. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile.

    Gruppe:
    Falls die Möglichkeit besteht, wäre es sinnvoll mit jemanden zu trainieren, der schon Erfahrung in Parkour hat. Bei manchen Bewegungen erkennt man oft nicht selbst seine Fehler, aber ein Gruppenmitglied könnte den Fehler entdecken und einen darauf hinweisen (bzw. Tipps geben, um ihn auszubessern). Man sollte allerdings vorsichtig bei der Gruppenwahl sein und sich auf keinen Fall zu Sachen verleiten lassen, welche man sich selbst noch nicht zutraut. Mutproben oder andere kindische Aktionen haben bei Parkour nichts zu suchen und bergen ein hohes Verletzungsrisiko.
    Solo:
    Einige Traceure schwören darauf, alleine zu trainieren (z.B.Sebastien Foucan). Ein klarer Vorteil liegt darin, dass man eher über eine(n) Bewegung/Sprung nachdenkt und sich nicht durch "Gruppenzwang" oder "der hat's geschafft, also muss ich das auch können" zu etwas verleiten lässt. Wenn man alleine unterwegs ist, kann einen natürlich keiner auf Fehler hinweisen (wenn man ihn selbst nicht mitbekommt).  
    Wo?
    Die "Spot-Suche" ist ein wichtiger Aspekt bei Parkour (bzw. beim Parkour-Training). Mit der Zeit bekommt man ein Auge für die (richtigen) Spots und wenn man fleißig trainiert, kann man bei einem Spot wo man vorher nur 1-2 Bewegungen ausführen konnte, später viele Stunden verbringen und fast jede Parkour-Bewegung trainieren. Spaziert einmal in Ruhe durch eure Gegend und seht euch alles genau an.... ihr werdet sehen, dass die Umgebung wesentlich mehr hergibt, als ihr es im Vorhinein dachtet.
    Ansonsten bietet das Internet eine Fülle an sinnvollen Informationen. Tretet in Kontakt mit Traceuren aus eurer Gegend, lasst euch Tipps geben wo man besonders gut trainieren kann. Seht euch Bilder/Videos an und sammelt Ideen, welche Bewegungen ihr bei euren Spots ausführen könnt.
    Wir bieten auch ein Feature, namens Spot-Map an. Dort könnt ihr Spots in eurer Umgebung finden bzw. wenn ihr gute Spots gefunden habt, für Andere eintragen.  
    Was?
    Nun zum eigentlichen Training. Zieht euch "sinnvolle"/bequeme Kleidung an, die genug Bewegungsfreiheit bietet. Die Schuhwahl alleine, macht keinen guten Traceur aus. Schuhe mit sehr guter Dämpfung und exzellentem Grip nehmen euch nicht die Arbeit ab, eure Bewegungen intensiv zu trainieren. Sie helfen euch auch nicht, in kürzester Zeit "superspektakuläre" Sprünge auszuüben, was sowieso nicht euer Ziel sein sollte.
    Bevor ihr mit dem Training beginnt, solltet ihr euch zuerst ausgiebig aufwärmen und kurz dehnen. Dies mindert die Verletzungsgefahr erheblich und ist dringend notwendig.  
    Grund-Bewegungen:

    Präzisionssprung:
    Der Präzisionssprung ist das A+O für jeden Traceur. Diese Bewegung kann man überall ausführen und birgt kaum Verletzungsgefahr. Man sucht sich einfach einen Absprungpunkt und einen Landepunkt. Dies muss anfangs keine Kante o.ä. sein, sondern kann auch einfach am flachen Boden trainiert werden. (Bei Kanten besteht die Gefahr des Umknickens)
    Wenn man diese Bewegung trainiert, merkt man mit der Zeit deutlich, dass die Sprungkraft zunimmt. Messt mit euren Füßen einfach die Sprungweite ab und versucht immer weiter zu kommen. Wichtig ist vor allem eine stabile/sichere Landung. Trainiert diese Bewegung bis ihr keinen Ausfallschritt mehr machen müsst und wirklich auf dem vorher definierten Landepunkt stabil stehen bleiben könnt.
    Macht euch keinen Kopf, wenn ihr Anfangs nicht so weit kommt, wie ihr es eigentlich wolltet (Oder bei anderen Traceuren seht). Wenn ihr anfangs "nur" 5-6 Fuß weit kommt, trainiert einfach bis ihr Fortschritte bemerkt. Gute/Erfahrene Traceure springen (aus dem Stand) problemlos 11 Fuß und landen punktgenau (jahrelanges Training).

    Rolle:
    Die Rolle ist auch eine sehr wichtige Bewegung, welche jeder Traceur im Schlaf können sollte. Sie wird vor allem dienlich, wenn man sich (wesentlich später) an höhere Drops heranwagen will. Sie ist dazu da, um Bewegungsenergie (vertikale Energie) "Gelenks-freundlich" ab zu bauen. Manche schwören darauf, die Rolle sofort auf Beton zu trainieren, da man dort seine Fehler sofort spürt. Einige sind aber auch der Meinung, sie lieber zuerst auf Gras/weichem Untergrund zu erlernen und dann auf Beton zu perfektionieren.
    Hier liegt die Entscheidung bei euch, wie ihr sie erlernen wollt. Die Gefahr besteht darin, wenn man sie auf weichem Untergrund erlernt, könnte man sich Fehler antrainieren, welche auf Beton schmerzhaft werden könnten. Einige machen aber auch schon auf weichem Untergrund Fehler, die zu blauen Flecken führen können, dass es klug wäre einmal die gröbsten Fehler auf weichem Untergrund auszumärzen.

    Saut de chat (Katzensprung):
    Der Saut de chat (Katzensprung) ist eine oft eingesetzte Bewegung, um niedrige Hindernisse zu überwinden. Überlegt euch schon im Vorhinein den Bewegungs-Ablauf und passt auf. Es besteht vor allem die Gefahr, mit den Beinen am Hindernis hängen zu bleiben und nach vorne zu kippen. Springt vor dem Hindernis ab, zieht die Beine so nah wie möglich an den Körper und stößt euch kräftig mit den Armen ab. Vor dem Absprung kann man mit den Armen eine "Ruder-Bewegung" einbauen, um höher/weiter zu kommen. Generell gilt auch, je höher die Mauer desto mehr sollte man vor dem Absprung in die Knie gehen ("Klappmesser-Effekt").
    Wenn ich einen Katzensprung durchführe, berühren meine Oberschenken den Brustkorb (um wirklich sicher zu gehen, dass ich nicht mit den Beinen hängen bleibe).  
    Krafttraining:
    Bei Parkour ist nicht nur Technik, sondern auch Kraft gefragt. Allerdings sollte man sich weder auf das Eine, noch auf das Andere zu sehr konzentrieren/spezialisieren, sondern beides genügend trainieren.
    Jede Bewegung profitiert von einer guten Technik, viele Bewegungen profitieren von zusätzlicher Kraft. Bewegungen wie der Präzisionssprung trainieren die Beine, Bewegungen wie der Passe muraille trainieren den Oberkörper, etc. Bewegungen wie der Reversé sind erst dann effizient, wenn die Technik sehr ausgefeilt ist.
    Aber auch bei Bewegungen bei denen man annehmen könnte, dass primär die Kraft ausschlaggebend ist, wird man mit der richtigen Technik sein blaues Wunder erleben. Beispielsweise wird sich bei einem Passe muraille selbst ein Body-Builder ohne Technik minutenlang quälen, bis er das Hindernis überwunden hat. Jedoch mit der richtigen Technik (ausnützen von Schwung, richtiges Abdrücken von der Wand) ist dies eine Frage von Sekunden, ohne viel Kraftaufwand.
    Viele erfahrene Traceure trainieren den gesamten Körper mit altbekannten Übungen (Sit-Ups, Liegestütz, etc.). Man muss für sich die goldene Mitte zwischen ausgefeilter Technik und ausreichend Kraft finden. Keiner muss jetzt dafür in's Fitnessstudio gehen und mit Body-Building beginnen.
      Kopfsache
    Parkour betreibt man nicht nur mit dem Körper, sondern auch mit dem Kopf. Viele erfahrene Traceure meinen sogar, dass sich Parkourüberwiegend im Kopf abspielt. Man lernt seinen Körper kennen und der Geist muss ihn steuern. Man sollte keine Angst vor einem Hindernis haben, aber stetig den Respekt bewahren.
    Selbst wenn man einen Sprung schon hunderte Male gemacht hat, muss man immer fokussiert bleiben und darf niemals die Konzentration verlieren. Bei der kleinsten Unachtsamkeit (auch bei kleinen Hindernissen), könnte man sich unnötig verletzen.
      Kontakt mit Anrainern/Security/Polizei
    Parkour ist nicht illegal! Man bewegt sich auf öffentlichen Plätzen und respektiert Privat-Eigentum. Falls es dennoch zu (negativem) Kontakten mit Anrainern/Security/Polizei/etc. kommt, einfach ruhig bleiben und keine sinnlose Diskussion beginnen. Man kann den Leuten in Ruhe erklären was man hier macht und wird dann meistens in Ruhe gelassen.
    Falls man dennoch zum Gehen gebeten wird, sollte man dieser Aufforderung auf jeden Fall folgen. Meistens findet man in unmittelbarer Nähe bereits den nächsten Spot und kann dort in Ruhe weiter trainieren. Einfach davon laufen, oder mit seinem Gegenüber destruktiv diskutieren, bringt niemandem etwas und schadet sogar Parkour.
    Man muss leider akzeptieren, dass viele Menchen nichts mit Parkour anfangen können. Gerade deswegen sollte man besondere Reife an den Tag legen.  
    Zusammenfassend:
    Parkour beinhaltet viel an Technik, welche ihr (gemeinsam, oder alleine) garnicht genug trainieren könnt. Achtet auf euren Körperund überschätzt euch nicht. Macht euch keine Gedanken, wenn es anfangs nicht so klappt wie ihr es euch vorstellt... selbst David Belle wurde nicht mit Flügeln geboren, sondern hat diese Techniken auch nur (extrem lange) trainiert.
    Wagt euch nur in sehr kleinen Schritten vorwärts. Lasst euch nicht zu waghalsigen Bewegungen/Drops verleiten/überreden... es bringt keinem etwas, wenn ihr euch dabei verletzt. Man kann auch bei niedrigen Hindernissen mehr als genug Spass am Training haben.  
    Weitere Informationen gibt es im Parkour-Vienna Forum. Stellt dort einfach Fragen, die auf der Website nicht beantwortet werden.  
    Wichtige Gesundheitshinweise:
    Parkour belastet euren Körper Tastet euch schrittweise heran ("Babysteps") Überschätzt euch nicht Lasst euch von einer Gruppe nicht zu Dingen verleiten, die ihr euch nicht zutraut. Euer Körper braucht Zeit um sich an Belastungen zu gewöhnen. Für Personen die überhaupt noch keinen Sport betrieben haben, hier ein kurzer (PAR-Q Test) Gesundheitscheck
  14. c007blade liked a artikel by TOM, Lesen verboten!   
    „Ein Verbot ist eine Anweisung zur Unterlassung einer Handlung. Verbote beschränken die Freiheit und die Autonomie einer Person beim Entscheiden bzw. Handeln.“
    Lesen verboten – frei denken und handeln sowieso
    Verbote haben auf uns schon immer einen gewissen Reiz ausgeübt. Wer hatte nicht als Kind eine Lade oder einen Schrank, wo wir „nichts zu suchen“ hatten und es verboten war, darin herum zu kramen? Wer hat nicht einmal gesagt bekommen, dass Dieses oder Jenes nicht zu tun ist.... und gerade deswegen übte es einen speziellen Reiz aus, um unsere wahren Grenzen zu ermitteln?
    Ich gebe zu, ich habe es getan und jeder der hier gerade liest, tut es auch.
    Ich denke es liegt ein bisschen an unserem Mindset ("Querdenker"), denn wir haben gelernt dass unser Kopf schon lange vorher sagt „tu das nicht!“, obwohl wir es körperlich problemlos könnten. Wir schätzen unsere eigenen körperlichen Grenzen oft falsch ein, wieso sollten also Andere nicht auch Grenzen und somit Verbote „falsch“ für uns setzen?
    Zugegeben, ein bisschen gesunder Menschenverstand ist natürlich Vorraussetzung, dass dies nicht schief geht. Mein Kredo ist, dass ich nichts und niemandem damit schaden will und ich halte dies für eine gute und wichtige Einschränkung, die ich mir selbst setze.
    Der Mensch strebt nach Freiheit und will sich darin nicht beschnitten fühlen, dennoch brauchen wir Gebote und Verbote, damit das Leben in Gesellschaften funktionieren kann. Dies ist eine uralte Thematik und durchaus auch Problematik, denn einige scheren sich nicht um die Freiheiten und Rechte von Anderen.
    Wer sich nicht an die Spielregeln hält, der bekommt dies von der Gesellschaft in Rechnung gestellt. Für meine letzten drei Jobs musste ich z.B. via Leumundszeugnis von der Polizei belegen können, dass ich kein „Strizzi“ bin und man mir vertrauen kann, da ich (unter anderem) viel mit persönlichen Daten hantiere. Hier tritt wieder meine persönliche Qualitätssicherung in Kraft, denn ich will keiner Menschenseele schaden, genau sowenig wie ich möchte dass mir geschadet wird.
    Wenn ich mich heute frei bewegen will, stosse ich beinahe ununterbrochen an vorgegebene Grenzen. Wer sich draussen bewegt und die Augen öffnet, weiss genau was ich damit meine. Ein Verbotsschilderwald beschränkt uns immer mehr und mehr und es macht für mich den Eindruck, dass es schon bald einfacher wäre stattdessen anzugeben was erlaubt ist, denn diese Liste wird scheinbar immer kürzer und kürzer.
    Meinem subjektiven Gefühl nach, wird die Anzahl der öffentlichen Plätze immer geringer und selbst dort gibt es starke Einschränkungen, was gesellschaftlich akzeptiert ist und was nicht. Es gibt scheinbar kaum noch vertrauen in den gesunden Menschenverstand und den eigenen Werten bzw. Selbstregulierung.
    Fühlen wir uns wirklich sicherer/wohler und freier, durch diese eklatante Zunahme an Verboten und Einschränkungen, oder können wir den Menschen in unserer Gesellschaft mehr vertrauen?
    In den letzten Tagen versuchte ich mich möglichst frei zu bewegen und ein bisschen die Umgebung zu erforschen. Ich konnte mich keine 5 Minuten bewegen, ohne mich eingeschränkt zu fühlen. Ich sah die traurigsten Privat-Spielplätze, auf denen nie Kinderlachen zu hören war. Die rudimentäre Ausstattung wird sicher einen guten Anteil daran haben, aber sobald Kinder einen eigenen Schlüssel brauchen um in Ihren Spielplatz vor der Tür zu gelangen, wird das Wort Spielplatz für mich ein bisschen ad absurdum geführt.
    Bedingt durch meine Arbeitstätigkeit, lässt mich dieses Thema auch in Bezug auf Überwachung nicht kalt. Im speziellen meine ich damit die Einschränkungen unserer Freiheiten und unseres Privatlebens durch „mass surveillance„ (Datenschutz). Wenn ich mich draussen bewege und eine Sicherheitskamera nach der Anderen entdecke, bekomme ich hier evtl. sogar ein direktes Feedback. Zum Beispiel durch eine Sicherheitskraft die einen anschnauzt „Was machst Du da? Schleich Dich, aber hurtig.... sonst....!“.
    Dieses direkte Feedback fehlt im heutigen Kommunikationszeitalter oft. Unsere Daten werden gesammelt, bis sie gegen uns verwendet werden können. Jeder der jetzt meint, dass er oder sie nichts zu verbergen hat und eh nur die „Strizzis“ etwas zu befürchten haben irrt, aus meiner Sicht. Diese persönlichsten Daten die gesammelt werden... unsere sexuellen Vorlieben, unser sozialer Kreis, unsere Ansichten, unsere freien Meinungen und vieles mehr, kann in den falschen Händen negative Auswirkungen auf uns haben.
    Regierungen und andere Institutionen die auf diese Daten zugreifen können, mögen momentan in unserem besten Willen handeln, aber die Daten gehen ja über die Zeit nicht verloren. Was, wenn plötzlich eine Regierung an der Macht ist, die nicht unbedingt unser Bestes im Sinn hat? Ein konkretes (warnendes) Beispiel aus der Vergangenheit ist hier für mich das Dritte Reich, die auf die gesammelten Daten der Niederländer zugegriffen haben und somit leichtes Spiel hatten, bestimmte ethnische Gruppen zu identifizieren (Judenkartei). Der Rest ist Geschichte. Keiner dachte beim Aufnehmen der Daten damals, dass Diese irgendwann jemandem schaden könnten, aber in den falschen Händen ist dies durchaus möglich.
    In heutigen Zeiten hätte ich gehofft, dass wir aus der Vergangenheit lernen.
    Gerade in heutigen Zeiten, wo rechte Parteien auf Platz1 der Umfragen stehen und vielleicht sogar unsere nächste Regierung bilden könnten.
    Bereits im sechsten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung, hat ein legendärer Philosoph namens Laozi diese Botschaft für uns verewigt:
    "Je mehr Verbote, umso ärmer das Volk." - Laozi
    Nur was ist nun mit unserer strebsamen Freiheit und was sollte verboten werden, damit wir Diese Freiheit auch ausleben dürfen?
    Im Bezug auf möglichst großer Freiheit im digitalen Raum, fällt mir als spontanes Beispiel 4chan ein. Bei 4chan handelt es sich um ein „Imageboard“, welches (vom Prinzip her) komplett anonym verwendet werden darf. Die Daten werden nicht gespeichert, jeder darf teilnehmen und es gibt (auch vom Prinzip her) keine Moderation. Auf 4chan sind täglich hunderttausende Menschen unterwegs und geben ungefiltert Ihre persönlichen Meinungen, Ansichten und Kreationen ab.
    Ohne 4chan wäre das Internet nicht das, was es heute ist. Wir hätten keine lustigen Katzenbilder (lolcat), es gäbe kein humoristisches Rickrolling, oder auch wichtige Statements gegen fehlführende Sekten wie Scientology (Chanology).
    Leider zieht diese Anonymität aber auch Personenkreise an, die verbotenes im Sinn haben. Kinderpornos und rechte Inhalte, möchte ich hier als Negativ-Beispiele nennen. Der aktuelle celebrity picture leak („Thefappening“) hat 4chan wieder einmal in das Zentrum der Öffentlichkeit gerückt und die Medien ziehen über diese unerlaubten Aktionen her. Selbst 4chan kann diesem öffentlichen Druck nicht ganz widerstehen und muss vermehrt moderieren. Wer weiss, vielleicht wird den 4chan-Verantwortlichen bald das selbe Schicksal blühen, wie den Piratebay-Gründern? (Piratebay raid & Piratebay-Gründer hinter Gitten).
    Für mich ist dies ein guter Spiegel der Wirklichkeit und eine warnendes Beispiel.
    Sobald wir möglichst viele Freiheiten haben, ist dies ein Magnet für kreative Köpfe, aber auch für Idioten.
    Meinem Gefühl nach, steht die Zahl der kreativen Köpfe in keinem Verhältnis zur minimalen Zahl an problemhaften Spezialfälle – doch diese erreichen oft die größte öffentliche Wahrnehmung.
    Freiheit ist wichtig!
    Wir sollten unsere Freiheiten mehr schätzen lernen und uns nicht immer weiter und weiter einschränken lassen, denn wir leben eingeschränkt genug. Die Rechte aller zu beschneiden (wegen ein paar wenigen) ist das, was wir heute mit Massenüberwachungen und Verboten in jede Himmelsrichtung live erleben. Nur wenige werden es direkt merken, aber dieses Damoklesschwert über uns droht jederzeit herunter zu kommen... oft fehlt nur eine kleiner Ruck.
    Nennt mich naiv, wenn ich auf den gesunden Menschenverstand der Masse vertraue/hoffe.... aber ich glaube daran.
    Ich glaube, dass die große Menge an kreativen und gesunden Köpfen immer mehr zu sagen haben wird, als die kleine Gruppe an Unruhestiftern.
    Laozi hat übrigens noch einen weisen Satz von sich gegeben:
    "Auch der längste Marsch beginnt mit dem ersten Schritt." - Laozi
    Machen wir diesen ersten Schritt in die richtige Richtung, aber bitte lasst uns die Freiheit diesen Schritt auch zu machen!
  15. Baufritz liked a artikel by TOM, Parkour und die Hausdächer, eine Hassliebe   
    Eine der bekanntesten und gleichzeitig ältesten TV-Werbungen mit Parkour-Inhalt ist "rush hour", vom englischen BBC-Channel. Darin kommt einfach alles vor, was angehende Parkour-Athleten (aber auch das sonstige Publikum) interessiert: Ein Mann mit durchschnittlich attraktivem Gesicht, aber einem aussergewöhnlich muskulösen Körper (natürlich ohne Ober-Bekleidung) und noch viel aussergewöhnlichen Bewegungen. Dieses Feuerwerk an graziösen und katzenartigen Bewegungen wird durch das richtige Setting einer anonymen englischen Großstadt erst so richtig in Szene gesetzt. Mit richtigem Setting sind natürlich Häuserschluchten und Hausdächer gemeint, denn nur dort findet sich der wahre Parkour-Athlet wieder und kann sich richtig ausleben.... so zumindest diese Werbung.
    Man könnte jetzt noch viele TV (und sonstige Publikums-intensiven) Werbungen und Kino-Szenen mit Parkour-Inhalten auflisten, aber dies tut eigentlich nicht viel zur Sache. All diese professionellen Drehs mit Dreh-erfahrenen Athleten aus der Parkour-Szene, hatten einen starken Impact auf die Parkour-Communities weltweit. Parkour findet in den Köpfen der meisten Leute auf Hausdächern statt, so wie Vögel immer in der Luft fliegen und Regenwürmer immer unter der Erde zu finden sind... ihre natürliche Umgebung also. Eine Faktum, welches aber selten erwähnt wird: Weder David Belle, noch sonstige Parkour-Athleten tummeln sich nur auf Dächern herum.
    Bei professionellen Drehs, wie oben genanntem, gibt es immer Dreh-Genehmigungen und meist sogar Safety-Equipment wie dicke Flop-Matten und manchmal sogar Wires, für die Darsteller. Bei Drehs wie in James Bond - Casino Royal, kann und will man es sich nicht leisten, dass sich die Darsteller verletzen... ja nicht einmal die Stunt-Doubles (oft Parkour-Athleten) sollten sich verletzen. Dennoch wagen sich täglich immer wieder eifrige Nachwuchs-Stuntmen auf Dächer in der ganzen Welt und wollen diesen tollen Action-Szenen nacheifern.... ohne Safety Equipment, es ist ja Parkour und da trägt man keinen Helm.
    Dass diese harte Realität wenig bis nichts mit der fiktiven Film- und TV-Welt zu tun hat, sollte der gesunde Mensch eigentlich von alleine verstehen, macht aber scheinbar nicht jeder. Noch ein Beispiel: Faustkampf-Szenen, in nahezu jedem guten Action-Film kommen sie (meist mehrfach) vor und dauern oft 10-15 Minuten. Von A bis Z durch-synchronisierte und aufwändig in Szene gesetzte Film-Sequenzen, wo der Held meist mehrfach durch den Raum geschleudert wird und mit dem letzten Atemzug dann doch noch den Bösen spektakulär besiegen kann. Wer schon einmal in der kalten harten Welt draussen eine kassiert hat oder dabei zusehen musste weiss, dass das ganze Spektakel nach wenigen Sekunden mit einer gebrochenen Nase und Gehirnerschütterung im Spital endet. Es ist und bleibt unrealistisch, gestellt, geskriptet und wurde in einer sicheren (bzw. abgesicherten) Umgebung auf Film gebannt.
    Aber zurück zu den Hausdächern. Parkour hat nichts, rein garnichts mit Hausdächern am Hut. Es handelt sich schlicht um ein spektakuläres Setting, damit es eindrucksvoller für die Zuseher wirkt. Kein Parkour-Athlet wird durch seinen ersten Roof-Gap Sprung zum richtigen Traceur, noch nähert er sich damit seinem Idol aus dem Fernsehen. Es gibt aber eine Aussage, die durchaus etwas mit Parkour zu tun hat: "Respektvoll mit sich und seiner Umgebung umgehen". Dieser Respekt bezieht sich genauso auf fremden Privat-Eigentum, was Hausdächer nun meist auch sind.
    Solange also Athleten nicht die ausdrückliche Erlaubnis dazu haben (meist im Rahmen eines professionellen Drehs), haben sie auch rein garnichts auf fremden Dächern zu suchen. Als Negativ-Beispiel möchte ich hier England anführen, wo es inzwischen so weit gekommen ist, dass mit Anti-Climb-Paint und sonstigen Vorrichtungen gegen übereifrige Dach-Athleten vorgegangen wird. Wer Anti-Climb-Paint nicht kennt, dies ist eine schwarze klebrige Masse, die in England an leicht zugängigen Hausdach-Fassaden angebracht wird, um gewisse Personen daran zu hindern, hinauf zu klettern. Wenn die Polizei oder Security jemanden mit schwarzer Farbe an Händen und Bekleidung antrifft, der kommt in argen Argumentations-Notstand, denn diese Farbe lässt sich nur sehr sehr schwer wieder abwaschen. Generell ist Parkour in der englischen Öffentlichkeit meist nicht gerne gesehen und bringt oft Probleme mit sich. Kaum ist man aufgewärmt, schon ist man von Polizei und Security umzingelt und darf diskutieren (oder gleich gehen). Wurde hier in den letzten Jahren ein bisschen zu viel auf und in fremden Eigentum herumgesprungen?
    Dies sind Vorgehensweisen aus einem Land, wo Parkour schon ein paar Jahre länger als in den restlichen Ländern ausserhalb Frankreichs bekannt ist. Ein Negativ-Blick in die Zukunft sozusagen, wo man genau erkennen kann was passiert, wenn man sich nicht an die Spielregeln hält. Probleme mit der Exekutive sind aber noch das geringste Problem, denn die Lebensgefahren solcher Stunts auf Hausdächern braucht man eigentlich garnicht erst näher erläutern. Ja, es sind Stunts... und kein Parkour.
    Zusammenfassend kann man sagen: Hausdächer-Sprünge und Dach-Kletter-Aktionen wie man sie von Athleten (ende nie) auf Youtube (bzw. sonstigen Video-Plattformen), im Fernsehen und im Kino entdecken kann, spiegeln nicht Parkour wieder. Sie spiegeln nicht das wieder, wofür wir eigentlich trainieren (sollten) und sie geben uns auch keine Freiheit, die wir sonst nirgends erreichen können. Dies sollte kein Ziel für uns sein und man sollte lernen zwischen Realität und Fiktion zu differenzieren.
  16. GGab liked a artikel by TOM, Workshops & Kurse: Parkour & Freerunning   
    Parkour & Freerunning Workshops/Kurse

    Neben unserem regelmäßigem Outdoor-Training (Forum-Meeting) gibt es auch viel Nachfrage nach geleiteten Parkour Kursen bzw. Freerunning Kursen in Wien.

    Dies ist eine Auflistung von empfohlenen Parkour & Freerunning Workshops bzw. Kursen, die regelmäßig stattfinden. Diese Kurse werden jeweils von erfahrenen Trainern unter professionellen Bedingungen durchgeführt. Bei Fragen zu den Kursen, bitte dem jeweiligen Link folgen und direkt bei den Organisatoren in Erfahrung bringen - Parkour-Vienna ist hier nicht Veranstalter.
     
     
     
    Parkour Austria, Wien - Parkour-Kurse
    https://www.parkour-austria.at/coaching/#kurse
    Kursleiter: Thomas Stoklasa, Maximilian Wendler, Leon Schwarzäugl, Florian Guggi Kursart: Geleitetes Training Regelmäßigkeit: mehrmals wöchentlich Zielgruppe: Anfänger bis Fortgeschrittene Ort: Wien, genaue Location wechselt (siehe Website) Alter: ab 14 Jahre (jünger auf Anfrage) Preis: siehe Link Parkour Austria, Wien - Parkour Kinder-Kurse
    https://www.parkour-austria.at/coaching/#kidskurs
    Kursleiter: Maximilian Wendler, Leon Schwarzäugl, Florian Guggi Kursart: Geleitetes Training Regelmäßigkeit: 1x pro Woche Zielgruppe: Anfänger bis Fortgeschrittene Ort: Wien, genaue Location wechselt (siehe Website) Alter: ca. 8-13 Jahre (jünger auf Anfrage) Preis: siehe Link
    Sportunion, Tulln - Parkour & Freerunning Kurs
    tulln.sportunion.at
    Kursleiter: Philip Sanjath Kursart: Geleitetes Training mit Möglichkeit für freies Training Regelmäßigkeit: wöchentlich 2 Termine, siehe Link Zielgruppe: Anfänger und Fortgeschrittene je in einer Gruppe Ort: SHS Halle (Eingang Bonvicinistrasse), Tulln Alter: ab 12 Jahre Preis: siehe Link Urban Playground, Klagenfurt - Parkour & Freerunning Kurs
    www.urban-playground.at/
    Kursleiter: Markus Krasser, Peter Piuk, David Schessl Kursart: Freies Training mit Möglichkeit zur geleitetem Training Regelmäßigkeit: zu Schulzeiten wöchentlich Zielgruppe: Anfänger und Fortgeschrittene Ort: Südhalle, Polytechnische Schule Klagenfurt (Ecke Sterneckstraße/Lerchenfeldstraße) oder Benediktinerschule Klagenfurt (Benediktinerplatz 1), 9020 Klagenfurt Alter: Ab 13 bzw. ab 16 Jahren Preis: Schnuppern kostenlos, ansonsten Jahresbeitrag (siehe Link)  
  17. GGab liked a artikel by TOM, Beginner Guide   
    Dieser Beginner-Guide soll Parkour-Einsteigern ein bisschen helfen, auf was sie am Anfang ihrer Parkour-Tätigkeit besonders achten sollten. Wer also Parkour erlernen will, sollte sich zuerst in die Materie einlesen, Videos ansehen und versuchen zu verstehen, dass es hier nicht um coole Tricks und möglichste tiefe Drops geht. Es geht darum, sich mit seinem Körper ausdrücken und anpassen zu können. Sich in seiner Umgebung möglichst schnell und effizient bewegen zu können und für Extremsituationen gefeilt zu sein. In diesem Artikel werden einige Aspekte angesprochen, die einen Bruchteil von Parkour zeigen und mit denen man sich einmal in Ruhe beschäftigen sollte.
     

     
    Wer?
    Ich persönlich betreibe Parkour gerne in einer Gruppe. Andere schwören darauf, alleine zu trainieren. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile.

    Gruppe:
    Falls die Möglichkeit besteht, wäre es sinnvoll mit jemanden zu trainieren, der schon Erfahrung in Parkour hat. Bei manchen Bewegungen erkennt man oft nicht selbst seine Fehler, aber ein Gruppenmitglied könnte den Fehler entdecken und einen darauf hinweisen (bzw. Tipps geben, um ihn auszubessern). Man sollte allerdings vorsichtig bei der Gruppenwahl sein und sich auf keinen Fall zu Sachen verleiten lassen, welche man sich selbst noch nicht zutraut. Mutproben oder andere kindische Aktionen haben bei Parkour nichts zu suchen und bergen ein hohes Verletzungsrisiko.
    Solo:
    Einige Traceure schwören darauf, alleine zu trainieren (z.B.Sebastien Foucan). Ein klarer Vorteil liegt darin, dass man eher über eine(n) Bewegung/Sprung nachdenkt und sich nicht durch "Gruppenzwang" oder "der hat's geschafft, also muss ich das auch können" zu etwas verleiten lässt. Wenn man alleine unterwegs ist, kann einen natürlich keiner auf Fehler hinweisen (wenn man ihn selbst nicht mitbekommt).  
    Wo?
    Die "Spot-Suche" ist ein wichtiger Aspekt bei Parkour (bzw. beim Parkour-Training). Mit der Zeit bekommt man ein Auge für die (richtigen) Spots und wenn man fleißig trainiert, kann man bei einem Spot wo man vorher nur 1-2 Bewegungen ausführen konnte, später viele Stunden verbringen und fast jede Parkour-Bewegung trainieren. Spaziert einmal in Ruhe durch eure Gegend und seht euch alles genau an.... ihr werdet sehen, dass die Umgebung wesentlich mehr hergibt, als ihr es im Vorhinein dachtet.
    Ansonsten bietet das Internet eine Fülle an sinnvollen Informationen. Tretet in Kontakt mit Traceuren aus eurer Gegend, lasst euch Tipps geben wo man besonders gut trainieren kann. Seht euch Bilder/Videos an und sammelt Ideen, welche Bewegungen ihr bei euren Spots ausführen könnt.
    Wir bieten auch ein Feature, namens Spot-Map an. Dort könnt ihr Spots in eurer Umgebung finden bzw. wenn ihr gute Spots gefunden habt, für Andere eintragen.  
    Was?
    Nun zum eigentlichen Training. Zieht euch "sinnvolle"/bequeme Kleidung an, die genug Bewegungsfreiheit bietet. Die Schuhwahl alleine, macht keinen guten Traceur aus. Schuhe mit sehr guter Dämpfung und exzellentem Grip nehmen euch nicht die Arbeit ab, eure Bewegungen intensiv zu trainieren. Sie helfen euch auch nicht, in kürzester Zeit "superspektakuläre" Sprünge auszuüben, was sowieso nicht euer Ziel sein sollte.
    Bevor ihr mit dem Training beginnt, solltet ihr euch zuerst ausgiebig aufwärmen und kurz dehnen. Dies mindert die Verletzungsgefahr erheblich und ist dringend notwendig.  
    Grund-Bewegungen:

    Präzisionssprung:
    Der Präzisionssprung ist das A+O für jeden Traceur. Diese Bewegung kann man überall ausführen und birgt kaum Verletzungsgefahr. Man sucht sich einfach einen Absprungpunkt und einen Landepunkt. Dies muss anfangs keine Kante o.ä. sein, sondern kann auch einfach am flachen Boden trainiert werden. (Bei Kanten besteht die Gefahr des Umknickens)
    Wenn man diese Bewegung trainiert, merkt man mit der Zeit deutlich, dass die Sprungkraft zunimmt. Messt mit euren Füßen einfach die Sprungweite ab und versucht immer weiter zu kommen. Wichtig ist vor allem eine stabile/sichere Landung. Trainiert diese Bewegung bis ihr keinen Ausfallschritt mehr machen müsst und wirklich auf dem vorher definierten Landepunkt stabil stehen bleiben könnt.
    Macht euch keinen Kopf, wenn ihr Anfangs nicht so weit kommt, wie ihr es eigentlich wolltet (Oder bei anderen Traceuren seht). Wenn ihr anfangs "nur" 5-6 Fuß weit kommt, trainiert einfach bis ihr Fortschritte bemerkt. Gute/Erfahrene Traceure springen (aus dem Stand) problemlos 11 Fuß und landen punktgenau (jahrelanges Training).

    Rolle:
    Die Rolle ist auch eine sehr wichtige Bewegung, welche jeder Traceur im Schlaf können sollte. Sie wird vor allem dienlich, wenn man sich (wesentlich später) an höhere Drops heranwagen will. Sie ist dazu da, um Bewegungsenergie (vertikale Energie) "Gelenks-freundlich" ab zu bauen. Manche schwören darauf, die Rolle sofort auf Beton zu trainieren, da man dort seine Fehler sofort spürt. Einige sind aber auch der Meinung, sie lieber zuerst auf Gras/weichem Untergrund zu erlernen und dann auf Beton zu perfektionieren.
    Hier liegt die Entscheidung bei euch, wie ihr sie erlernen wollt. Die Gefahr besteht darin, wenn man sie auf weichem Untergrund erlernt, könnte man sich Fehler antrainieren, welche auf Beton schmerzhaft werden könnten. Einige machen aber auch schon auf weichem Untergrund Fehler, die zu blauen Flecken führen können, dass es klug wäre einmal die gröbsten Fehler auf weichem Untergrund auszumärzen.

    Saut de chat (Katzensprung):
    Der Saut de chat (Katzensprung) ist eine oft eingesetzte Bewegung, um niedrige Hindernisse zu überwinden. Überlegt euch schon im Vorhinein den Bewegungs-Ablauf und passt auf. Es besteht vor allem die Gefahr, mit den Beinen am Hindernis hängen zu bleiben und nach vorne zu kippen. Springt vor dem Hindernis ab, zieht die Beine so nah wie möglich an den Körper und stößt euch kräftig mit den Armen ab. Vor dem Absprung kann man mit den Armen eine "Ruder-Bewegung" einbauen, um höher/weiter zu kommen. Generell gilt auch, je höher die Mauer desto mehr sollte man vor dem Absprung in die Knie gehen ("Klappmesser-Effekt").
    Wenn ich einen Katzensprung durchführe, berühren meine Oberschenken den Brustkorb (um wirklich sicher zu gehen, dass ich nicht mit den Beinen hängen bleibe).  
    Krafttraining:
    Bei Parkour ist nicht nur Technik, sondern auch Kraft gefragt. Allerdings sollte man sich weder auf das Eine, noch auf das Andere zu sehr konzentrieren/spezialisieren, sondern beides genügend trainieren.
    Jede Bewegung profitiert von einer guten Technik, viele Bewegungen profitieren von zusätzlicher Kraft. Bewegungen wie der Präzisionssprung trainieren die Beine, Bewegungen wie der Passe muraille trainieren den Oberkörper, etc. Bewegungen wie der Reversé sind erst dann effizient, wenn die Technik sehr ausgefeilt ist.
    Aber auch bei Bewegungen bei denen man annehmen könnte, dass primär die Kraft ausschlaggebend ist, wird man mit der richtigen Technik sein blaues Wunder erleben. Beispielsweise wird sich bei einem Passe muraille selbst ein Body-Builder ohne Technik minutenlang quälen, bis er das Hindernis überwunden hat. Jedoch mit der richtigen Technik (ausnützen von Schwung, richtiges Abdrücken von der Wand) ist dies eine Frage von Sekunden, ohne viel Kraftaufwand.
    Viele erfahrene Traceure trainieren den gesamten Körper mit altbekannten Übungen (Sit-Ups, Liegestütz, etc.). Man muss für sich die goldene Mitte zwischen ausgefeilter Technik und ausreichend Kraft finden. Keiner muss jetzt dafür in's Fitnessstudio gehen und mit Body-Building beginnen.
      Kopfsache
    Parkour betreibt man nicht nur mit dem Körper, sondern auch mit dem Kopf. Viele erfahrene Traceure meinen sogar, dass sich Parkourüberwiegend im Kopf abspielt. Man lernt seinen Körper kennen und der Geist muss ihn steuern. Man sollte keine Angst vor einem Hindernis haben, aber stetig den Respekt bewahren.
    Selbst wenn man einen Sprung schon hunderte Male gemacht hat, muss man immer fokussiert bleiben und darf niemals die Konzentration verlieren. Bei der kleinsten Unachtsamkeit (auch bei kleinen Hindernissen), könnte man sich unnötig verletzen.
      Kontakt mit Anrainern/Security/Polizei
    Parkour ist nicht illegal! Man bewegt sich auf öffentlichen Plätzen und respektiert Privat-Eigentum. Falls es dennoch zu (negativem) Kontakten mit Anrainern/Security/Polizei/etc. kommt, einfach ruhig bleiben und keine sinnlose Diskussion beginnen. Man kann den Leuten in Ruhe erklären was man hier macht und wird dann meistens in Ruhe gelassen.
    Falls man dennoch zum Gehen gebeten wird, sollte man dieser Aufforderung auf jeden Fall folgen. Meistens findet man in unmittelbarer Nähe bereits den nächsten Spot und kann dort in Ruhe weiter trainieren. Einfach davon laufen, oder mit seinem Gegenüber destruktiv diskutieren, bringt niemandem etwas und schadet sogar Parkour.
    Man muss leider akzeptieren, dass viele Menchen nichts mit Parkour anfangen können. Gerade deswegen sollte man besondere Reife an den Tag legen.  
    Zusammenfassend:
    Parkour beinhaltet viel an Technik, welche ihr (gemeinsam, oder alleine) garnicht genug trainieren könnt. Achtet auf euren Körperund überschätzt euch nicht. Macht euch keine Gedanken, wenn es anfangs nicht so klappt wie ihr es euch vorstellt... selbst David Belle wurde nicht mit Flügeln geboren, sondern hat diese Techniken auch nur (extrem lange) trainiert.
    Wagt euch nur in sehr kleinen Schritten vorwärts. Lasst euch nicht zu waghalsigen Bewegungen/Drops verleiten/überreden... es bringt keinem etwas, wenn ihr euch dabei verletzt. Man kann auch bei niedrigen Hindernissen mehr als genug Spass am Training haben.  
    Weitere Informationen gibt es im Parkour-Vienna Forum. Stellt dort einfach Fragen, die auf der Website nicht beantwortet werden.  
    Wichtige Gesundheitshinweise:
    Parkour belastet euren Körper Tastet euch schrittweise heran ("Babysteps") Überschätzt euch nicht Lasst euch von einer Gruppe nicht zu Dingen verleiten, die ihr euch nicht zutraut. Euer Körper braucht Zeit um sich an Belastungen zu gewöhnen. Für Personen die überhaupt noch keinen Sport betrieben haben, hier ein kurzer (PAR-Q Test) Gesundheitscheck
  18. GGab liked a artikel by TOM, F.A.Q.   
     
    Was ist Parkour?
    Parkour bzw. Le Parkour ist die "Kunst der Fortbewegung", bei der Läufer (Traceure) ihren eigenen Weg suchen. Es geht primär um Effizienz, Geschwindigkeit und Genauigkeit.  
    Was ist Freerunning?
    Der Begriff "Freerunning" wurde für die Dokumentation "Jump London" erfunden, um einen englischen Begriff für Parkour zu haben. Durch Diskussionen im Internet entstand eine Differenzierung zwischen Parkour und Freerunning, wobei Parkour als effizient und Freerunning als akrobatisch definiert wurde. Die Yamakasi selbst halten nichts von dieser Differenzierung.

      Was ist Effizienz?
    Möglichst wenig Kraftaufwand, verwendete Zeit, Risiko und körperbeeinträchtigende Kräfte.  
    Was brauche ich um mit Parkour zu beginnen?
    Passende Schuhe (z.B. Laufschuhe) und passende Kleidung (genug Bewegungsfreiheit).  
    Wie soll ich beginnen?
    In die Materie einlesen/informieren => im Forum anmelden/nachlesen/nachfragen => zum Forum-Meeting kommen  
    Ist Parkour illegal?
    Nein! Man bewegt sich auf öffentlichem Grund und respektiert privaten Eigentum. Falls man dennoch mit Anwohnern/Polizisten/Security in Kontakt tritt => Freundlich und respektvoll bleiben und bei Bedarf zu Alternativ-Spots trainieren.  
    Wo kann ich am Besten trainieren?
    Mit der Zeit bekommt man ein Auge für die richtigen Spots. Generell sind Parks und öffentliche Plätze sehr geeignet (z.B. Donauinsel, Karlsplatz, Wasserwelten, etc.). Weiters bieten wir ein Feature namens Spot-Map an, wo ihr Parkour-Spots ausfindig machen könnt.  
     
    Was soll ich bei (Gelenks/Muskel)-Schmerzen machen?
    Eine Pause einlegen und mit durchblutungsanregenden Mitteln behandeln (z.B. Perskindol). Sollten die Schmerzen nach zwei/drei Tagen noch immer vorhanden sein, einen Arzt aufsuchen.  
    Wie finde ich Traceure in meiner Umgebung?
    Im Forum unter "Traceur sucht Traceur".  
    Was ist das Forum-Meeting?
    Beim Parkour-Vienna Forum-Meeting treffen sich die Member aus dem Forum wöchentlich, um gemeinsam zu trainieren. Weitere Informationen gibt es hier.  
    Wie lange betreibst du (TOM) Parkour?
    Seit August 2004.  
    Was für Schuhe benutzt du (TOM) ?
    Alle
      Was war dein höchster Drop?
    Irrelevant. Bei Parkour geht es nicht um die Höhe der Drops.  
    Wie bist du auf Parkour gekommen?
    Durch Videos im Internet ("Speedairman" von David Belle).  
    Kann ich bei dir Parkour-Vienna T-Shirts bestellen?
    Der Parkour-Vienna Shop läuft über Spreadshirt.net. Wir haben mit der Bestellung/Abwicklung nichts zu tun. Die Produkte werden direkt zu euch nach Hause geschickt und sind nicht bei uns direkt kaufbar.  
    Ich bin durch die Medien auf Parkour-Vienna aufmerksam geworden, gibt es dazu weitere Informationen?
    Hier könnt Ihr einige Artikel nachlesen und findet weitere Informationen zu unserer Medienarbeit bzw. professionellen Arbeit.  
    Macht ihr regelmäßig Workshops/Kurse?
    Wir veranstalten selbst keine regelmäßigen Workshops oder Kurse. Parkour-Vienna ist eine Internet-Plattform für die deutschsprachige Parkour-Szene, um mit anderen Ausübenden Trainings auszumachen und um Erfahrungen auszutauschen. Wir bieten aber das wöchentliche Forum-Meeting als Einstiegs-Punkt an.  
    Gibt es eine spezielle Ausrüstung/Schutzkleidung für Parkour?
    Nein, die beste Ausrüstung ist der eigene Körper und das Hirn. Schutzkleidung würde einen mehr in der Bewegungsfreiheit einschränken, als helfen. Da man sich sowieso nur in sehr kleinen Schritten und mit viel Training weiterentwickelt, sollte es auch ohne Schutzkleidung nicht zu (gröberen) Verletzungen kommen.  
    Ich würde gerne ein Interview mit dir machen bzw. habe noch Fragen?
    Ich habe hier bereits einige Interviews bzgl. Parkour von und mit mir veröffentlicht, was viele Fragen beantworten sollte (bzw. meine Sicht der Dinge genauer zeigt). Bei weiteren Interview-Anfragen kontaktieren Sie mich bitte direkt. (Diese Interviews dürfen nicht ohne meine ausdrückliche Zustimmung veröffentlicht werden).  
    Gibt es einen Parkour-Weltmeister / Freerunning-Weltmeister?
    Nein, es gibt in Parkour keine Wettbewerbe (non-competitive).  
  19. GGab liked a artikel by TOM, Parkour lernen   
    Der Einstieg in die Parkour-Welt ist kein leichter. Viele Fragen tun sich anfangs auf, die im Normalfall allerdings recht schnell geklärt werden können. Dieser Artikel für alle gedacht, die mit dem Parkour Training beginnen wollen.
     
     
     
    Was ist Parkour?
    In unserem Parkour-Info Artikel wird kurz die Geschichte von Parkour und weitere Begriffe rundherum erklärt. Weitere Informationen gibt es z.B. auf Wikipedia.
    Wie lerne ich Parkour oder Freerunning?
    Im Community Artikel wird ein kleiner Einblick gegeben und z.B. auch auf unser Forum-Meeting verwiesen. Neben dem gratis Forum-Meeting gibt es kostenpflichtige Kurse/Workshops (welche auch Indoor - in Hallen - stattfinden), welche in unserer Workshops & Kurse Liste zusammengefasst wurden. Im Beginner-Guide werden die ersten Schritte erklärt und auch im F.A.Q. gibt es reichlich Informationen, rund um diese Fragestellung.

    Wer auf der Suche nach regelmäßigen Parkour Kursen ist, wird auf Parkour Austria fündig.
    Gibt es spezielle Angebote für Frauen/Mädchen?
    In unserem Frauen-/Mädchen Parkourtraining Artikel geht es um CtC Angebote speziell für Mädchen.
    Krafttraining für Parkour?
    Im Evening Madness Artikel geht es um ein spezielles Kraft-Training für Parkour. Dies ist genauso wie das Forum-Meeting gratis.
    Was hat es mit der Parkour Philosophie auf sich?
    Es gibt einige Artikel wie z.B. Public Parkour relations, Je leichter, desto Besser?, Parkour und die Hausdächer - eine Hassliebe oder trockene Fakten, wie der Parkour Terminologie Artikel.
    Neben diesen zahlreichen Artikeln gibt es noch massig Informationen im Parkour-Vienna Forum. Falls also tatsächlich noch Fragen offen sind, einfach einen Account erstellen und in's Forum damit! (Im Traceur Development Teil kann man sich z.B. kurz vorstellen und allgemeine Fragen stellen)
  20. GGab liked a artikel by TOM, Parkour Terminologie - Nicht Parcour, Parcours, Parcouring, Parkouring, Parkuhr, etc.   
    Parkour - Die Kunst der Effizienten Fortbewegung, begegnet uns in den Medien immer wieder mit verschiedensten (teils sehr kreativen) Namensgebungen. Doch wie schreibt man es nun wirklich richtig? Heisst es nun Parkour, Parcour, Parcours, Parcouring, Parkouring oder Parkuhr und in welchem Zusammenhang steht eigentlich dieses verdammte Freerunning?
    Zu dieser komplizierten Fragestellung gibt es eine simple Antwort: Parkour
    Parcour, Parcours: Bekannt als allgemeine Benennung von Hindernisparcours (z.B für Tiere - Hunde, Pferde, etc.). Zu dieser Schreibweise meint auch meistens die Rechtschreibprüfung uns zwingen zu müssen, was aber in diesem Zusammenhang nicht korrekt ist. Der Begriff "Parkour" stammt von "Parcours" ab und wird gleich ausgesprochen.
    Parcouring: Eine Wortmarke die in Deutschland registriert wurde, um nicht mit der (deutschen) Wortmarke "Parkour" in Konflikt zu kommen. Dies wurde von einer Firma verwendet um ein Eventkonzept auf die Beine zu stellen, welches de-facto nichts mit dem eigentlichen "Parkour" zu tun hat.
    Pakour, Pacour, Pacurs, Parkur, Pakur, Parkuhr, Parkouring, Parkour-Running, Parkhour laufen, Streetrunning, Street-Running: Der kreative Prozess der bei vielen einsetzt, wenn Sie versuchen einen Begriff zu verwenden dessen Bedeutung sie nicht ganz kennen
    Freerunning, Free-Running: Eine Wort-Erfindung für den englischen Raum (UK), im Zuge der "Jump London" TV-Dokumentation im Jahre 2003 mit Sebastien Foucan. Im Sinne der Yamakasi (erste Gruppe die Parkour ausübte), bedeutet Parkour, Free-Running oder l’art du déplacement das Gleiche. In Internet-Diskussionen entwickelte sich eine Differenzierung zwischen Parkour (effiziente Bewegungen) und Free-Running (akrobatische Elemente).
     
    Weitere relevante Begriffe:
    Wenn jemand Parkour ausübt, übt er/sie Parkour aus.... er/sie parkourt/parkoured/parkurt nicht.
    Es wird auch kein Parkour gesprungen, sondern man trainiert Parkour.
    Jemand der Parkour ausübt, nennt sich Traceur ("der den Weg ebnet" - vom französischen Tracer) und nicht Parkourer.
    Ein weibliches Geschöpf, welches Parkour ausübt nennt sich "Traceuse" und nicht Tracueurin.
    Mehrere Traceure, nennen sich Traceure (ausgesprochen "Trassöre") und nicht "Trassörs"
    Ein Ort an dem Traceure gerne Parkour ausüben, nennt sich "Spot".
    Der Ort an dem Parkour im urbanen Umfeld entwickelt wurde, nennt sich "Lisses" (Vorort von Paris).
    Der "Erfinder" von dem Parkour, wie wir es kennen heisst "David Belle" und sein Vater "Raymond Belle" und nicht Bell (oder so ähnlich).

    Unsere Bewegungen heißen "Bewegungen"/"Techniken" und nicht Tricks.
    Eine "Mission" (englisch) ist zumeist eine Kletteraufgabe, wo über längere Strecken nicht der Boden berührt werden darf.
    Ein "Run" bezeichnet die Aneinanderkettung mehrerer Bewegungen zu einem flüssigen Bewegungsablauf.
    Falls einem das Wort "Traceur" zu französisch klingt, der kann uns auch "Parkour-Athleten" nennen, aber bitte nicht Parkour-Artisten...es handelt sich nämlich um keinen Zirkus.
    Bei "l'art de deplacement" handelt es sich um einen Überbegriff ("Kunst der Fortbewegung(en)"), welcher Parkour und Freerunning inkludiert.
    Die "Art of Motion" (Red-Bull) ist NICHT die Parkour oder Freerunning Weltermeisterschaft. Parkour ist non-competitive und es gibt keine Wettkämpfe darin. Es handelt sich hier um ein Event für die Marke und hat nicht's mit den Werten oder Grundgedanken von Parkour zu tun.

    Grund dieses Artikels: 

    Personen bei der ernsthaften Recherche zu Parkour behilflich zu sein. Viele Medien verbreitn leider schlecht recherchierte Fehlinformationen und Eigene Wortkreationen. Wir sind bemüht, dass Parkour in der Öffentlichkeit richtig dargestellt und (damit verbunden) auch richtig bezeichnet/geschrieben wird.
  21. c007blade liked a artikel by TOM, Lesen verboten!   
    „Ein Verbot ist eine Anweisung zur Unterlassung einer Handlung. Verbote beschränken die Freiheit und die Autonomie einer Person beim Entscheiden bzw. Handeln.“
    Lesen verboten – frei denken und handeln sowieso
    Verbote haben auf uns schon immer einen gewissen Reiz ausgeübt. Wer hatte nicht als Kind eine Lade oder einen Schrank, wo wir „nichts zu suchen“ hatten und es verboten war, darin herum zu kramen? Wer hat nicht einmal gesagt bekommen, dass Dieses oder Jenes nicht zu tun ist.... und gerade deswegen übte es einen speziellen Reiz aus, um unsere wahren Grenzen zu ermitteln?
    Ich gebe zu, ich habe es getan und jeder der hier gerade liest, tut es auch.
    Ich denke es liegt ein bisschen an unserem Mindset ("Querdenker"), denn wir haben gelernt dass unser Kopf schon lange vorher sagt „tu das nicht!“, obwohl wir es körperlich problemlos könnten. Wir schätzen unsere eigenen körperlichen Grenzen oft falsch ein, wieso sollten also Andere nicht auch Grenzen und somit Verbote „falsch“ für uns setzen?
    Zugegeben, ein bisschen gesunder Menschenverstand ist natürlich Vorraussetzung, dass dies nicht schief geht. Mein Kredo ist, dass ich nichts und niemandem damit schaden will und ich halte dies für eine gute und wichtige Einschränkung, die ich mir selbst setze.
    Der Mensch strebt nach Freiheit und will sich darin nicht beschnitten fühlen, dennoch brauchen wir Gebote und Verbote, damit das Leben in Gesellschaften funktionieren kann. Dies ist eine uralte Thematik und durchaus auch Problematik, denn einige scheren sich nicht um die Freiheiten und Rechte von Anderen.
    Wer sich nicht an die Spielregeln hält, der bekommt dies von der Gesellschaft in Rechnung gestellt. Für meine letzten drei Jobs musste ich z.B. via Leumundszeugnis von der Polizei belegen können, dass ich kein „Strizzi“ bin und man mir vertrauen kann, da ich (unter anderem) viel mit persönlichen Daten hantiere. Hier tritt wieder meine persönliche Qualitätssicherung in Kraft, denn ich will keiner Menschenseele schaden, genau sowenig wie ich möchte dass mir geschadet wird.
    Wenn ich mich heute frei bewegen will, stosse ich beinahe ununterbrochen an vorgegebene Grenzen. Wer sich draussen bewegt und die Augen öffnet, weiss genau was ich damit meine. Ein Verbotsschilderwald beschränkt uns immer mehr und mehr und es macht für mich den Eindruck, dass es schon bald einfacher wäre stattdessen anzugeben was erlaubt ist, denn diese Liste wird scheinbar immer kürzer und kürzer.
    Meinem subjektiven Gefühl nach, wird die Anzahl der öffentlichen Plätze immer geringer und selbst dort gibt es starke Einschränkungen, was gesellschaftlich akzeptiert ist und was nicht. Es gibt scheinbar kaum noch vertrauen in den gesunden Menschenverstand und den eigenen Werten bzw. Selbstregulierung.
    Fühlen wir uns wirklich sicherer/wohler und freier, durch diese eklatante Zunahme an Verboten und Einschränkungen, oder können wir den Menschen in unserer Gesellschaft mehr vertrauen?
    In den letzten Tagen versuchte ich mich möglichst frei zu bewegen und ein bisschen die Umgebung zu erforschen. Ich konnte mich keine 5 Minuten bewegen, ohne mich eingeschränkt zu fühlen. Ich sah die traurigsten Privat-Spielplätze, auf denen nie Kinderlachen zu hören war. Die rudimentäre Ausstattung wird sicher einen guten Anteil daran haben, aber sobald Kinder einen eigenen Schlüssel brauchen um in Ihren Spielplatz vor der Tür zu gelangen, wird das Wort Spielplatz für mich ein bisschen ad absurdum geführt.
    Bedingt durch meine Arbeitstätigkeit, lässt mich dieses Thema auch in Bezug auf Überwachung nicht kalt. Im speziellen meine ich damit die Einschränkungen unserer Freiheiten und unseres Privatlebens durch „mass surveillance„ (Datenschutz). Wenn ich mich draussen bewege und eine Sicherheitskamera nach der Anderen entdecke, bekomme ich hier evtl. sogar ein direktes Feedback. Zum Beispiel durch eine Sicherheitskraft die einen anschnauzt „Was machst Du da? Schleich Dich, aber hurtig.... sonst....!“.
    Dieses direkte Feedback fehlt im heutigen Kommunikationszeitalter oft. Unsere Daten werden gesammelt, bis sie gegen uns verwendet werden können. Jeder der jetzt meint, dass er oder sie nichts zu verbergen hat und eh nur die „Strizzis“ etwas zu befürchten haben irrt, aus meiner Sicht. Diese persönlichsten Daten die gesammelt werden... unsere sexuellen Vorlieben, unser sozialer Kreis, unsere Ansichten, unsere freien Meinungen und vieles mehr, kann in den falschen Händen negative Auswirkungen auf uns haben.
    Regierungen und andere Institutionen die auf diese Daten zugreifen können, mögen momentan in unserem besten Willen handeln, aber die Daten gehen ja über die Zeit nicht verloren. Was, wenn plötzlich eine Regierung an der Macht ist, die nicht unbedingt unser Bestes im Sinn hat? Ein konkretes (warnendes) Beispiel aus der Vergangenheit ist hier für mich das Dritte Reich, die auf die gesammelten Daten der Niederländer zugegriffen haben und somit leichtes Spiel hatten, bestimmte ethnische Gruppen zu identifizieren (Judenkartei). Der Rest ist Geschichte. Keiner dachte beim Aufnehmen der Daten damals, dass Diese irgendwann jemandem schaden könnten, aber in den falschen Händen ist dies durchaus möglich.
    In heutigen Zeiten hätte ich gehofft, dass wir aus der Vergangenheit lernen.
    Gerade in heutigen Zeiten, wo rechte Parteien auf Platz1 der Umfragen stehen und vielleicht sogar unsere nächste Regierung bilden könnten.
    Bereits im sechsten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung, hat ein legendärer Philosoph namens Laozi diese Botschaft für uns verewigt:
    "Je mehr Verbote, umso ärmer das Volk." - Laozi
    Nur was ist nun mit unserer strebsamen Freiheit und was sollte verboten werden, damit wir Diese Freiheit auch ausleben dürfen?
    Im Bezug auf möglichst großer Freiheit im digitalen Raum, fällt mir als spontanes Beispiel 4chan ein. Bei 4chan handelt es sich um ein „Imageboard“, welches (vom Prinzip her) komplett anonym verwendet werden darf. Die Daten werden nicht gespeichert, jeder darf teilnehmen und es gibt (auch vom Prinzip her) keine Moderation. Auf 4chan sind täglich hunderttausende Menschen unterwegs und geben ungefiltert Ihre persönlichen Meinungen, Ansichten und Kreationen ab.
    Ohne 4chan wäre das Internet nicht das, was es heute ist. Wir hätten keine lustigen Katzenbilder (lolcat), es gäbe kein humoristisches Rickrolling, oder auch wichtige Statements gegen fehlführende Sekten wie Scientology (Chanology).
    Leider zieht diese Anonymität aber auch Personenkreise an, die verbotenes im Sinn haben. Kinderpornos und rechte Inhalte, möchte ich hier als Negativ-Beispiele nennen. Der aktuelle celebrity picture leak („Thefappening“) hat 4chan wieder einmal in das Zentrum der Öffentlichkeit gerückt und die Medien ziehen über diese unerlaubten Aktionen her. Selbst 4chan kann diesem öffentlichen Druck nicht ganz widerstehen und muss vermehrt moderieren. Wer weiss, vielleicht wird den 4chan-Verantwortlichen bald das selbe Schicksal blühen, wie den Piratebay-Gründern? (Piratebay raid & Piratebay-Gründer hinter Gitten).
    Für mich ist dies ein guter Spiegel der Wirklichkeit und eine warnendes Beispiel.
    Sobald wir möglichst viele Freiheiten haben, ist dies ein Magnet für kreative Köpfe, aber auch für Idioten.
    Meinem Gefühl nach, steht die Zahl der kreativen Köpfe in keinem Verhältnis zur minimalen Zahl an problemhaften Spezialfälle – doch diese erreichen oft die größte öffentliche Wahrnehmung.
    Freiheit ist wichtig!
    Wir sollten unsere Freiheiten mehr schätzen lernen und uns nicht immer weiter und weiter einschränken lassen, denn wir leben eingeschränkt genug. Die Rechte aller zu beschneiden (wegen ein paar wenigen) ist das, was wir heute mit Massenüberwachungen und Verboten in jede Himmelsrichtung live erleben. Nur wenige werden es direkt merken, aber dieses Damoklesschwert über uns droht jederzeit herunter zu kommen... oft fehlt nur eine kleiner Ruck.
    Nennt mich naiv, wenn ich auf den gesunden Menschenverstand der Masse vertraue/hoffe.... aber ich glaube daran.
    Ich glaube, dass die große Menge an kreativen und gesunden Köpfen immer mehr zu sagen haben wird, als die kleine Gruppe an Unruhestiftern.
    Laozi hat übrigens noch einen weisen Satz von sich gegeben:
    "Auch der längste Marsch beginnt mit dem ersten Schritt." - Laozi
    Machen wir diesen ersten Schritt in die richtige Richtung, aber bitte lasst uns die Freiheit diesen Schritt auch zu machen!
  22. c007blade liked a artikel by TOM, Lesen verboten!   
    „Ein Verbot ist eine Anweisung zur Unterlassung einer Handlung. Verbote beschränken die Freiheit und die Autonomie einer Person beim Entscheiden bzw. Handeln.“
    Lesen verboten – frei denken und handeln sowieso
    Verbote haben auf uns schon immer einen gewissen Reiz ausgeübt. Wer hatte nicht als Kind eine Lade oder einen Schrank, wo wir „nichts zu suchen“ hatten und es verboten war, darin herum zu kramen? Wer hat nicht einmal gesagt bekommen, dass Dieses oder Jenes nicht zu tun ist.... und gerade deswegen übte es einen speziellen Reiz aus, um unsere wahren Grenzen zu ermitteln?
    Ich gebe zu, ich habe es getan und jeder der hier gerade liest, tut es auch.
    Ich denke es liegt ein bisschen an unserem Mindset ("Querdenker"), denn wir haben gelernt dass unser Kopf schon lange vorher sagt „tu das nicht!“, obwohl wir es körperlich problemlos könnten. Wir schätzen unsere eigenen körperlichen Grenzen oft falsch ein, wieso sollten also Andere nicht auch Grenzen und somit Verbote „falsch“ für uns setzen?
    Zugegeben, ein bisschen gesunder Menschenverstand ist natürlich Vorraussetzung, dass dies nicht schief geht. Mein Kredo ist, dass ich nichts und niemandem damit schaden will und ich halte dies für eine gute und wichtige Einschränkung, die ich mir selbst setze.
    Der Mensch strebt nach Freiheit und will sich darin nicht beschnitten fühlen, dennoch brauchen wir Gebote und Verbote, damit das Leben in Gesellschaften funktionieren kann. Dies ist eine uralte Thematik und durchaus auch Problematik, denn einige scheren sich nicht um die Freiheiten und Rechte von Anderen.
    Wer sich nicht an die Spielregeln hält, der bekommt dies von der Gesellschaft in Rechnung gestellt. Für meine letzten drei Jobs musste ich z.B. via Leumundszeugnis von der Polizei belegen können, dass ich kein „Strizzi“ bin und man mir vertrauen kann, da ich (unter anderem) viel mit persönlichen Daten hantiere. Hier tritt wieder meine persönliche Qualitätssicherung in Kraft, denn ich will keiner Menschenseele schaden, genau sowenig wie ich möchte dass mir geschadet wird.
    Wenn ich mich heute frei bewegen will, stosse ich beinahe ununterbrochen an vorgegebene Grenzen. Wer sich draussen bewegt und die Augen öffnet, weiss genau was ich damit meine. Ein Verbotsschilderwald beschränkt uns immer mehr und mehr und es macht für mich den Eindruck, dass es schon bald einfacher wäre stattdessen anzugeben was erlaubt ist, denn diese Liste wird scheinbar immer kürzer und kürzer.
    Meinem subjektiven Gefühl nach, wird die Anzahl der öffentlichen Plätze immer geringer und selbst dort gibt es starke Einschränkungen, was gesellschaftlich akzeptiert ist und was nicht. Es gibt scheinbar kaum noch vertrauen in den gesunden Menschenverstand und den eigenen Werten bzw. Selbstregulierung.
    Fühlen wir uns wirklich sicherer/wohler und freier, durch diese eklatante Zunahme an Verboten und Einschränkungen, oder können wir den Menschen in unserer Gesellschaft mehr vertrauen?
    In den letzten Tagen versuchte ich mich möglichst frei zu bewegen und ein bisschen die Umgebung zu erforschen. Ich konnte mich keine 5 Minuten bewegen, ohne mich eingeschränkt zu fühlen. Ich sah die traurigsten Privat-Spielplätze, auf denen nie Kinderlachen zu hören war. Die rudimentäre Ausstattung wird sicher einen guten Anteil daran haben, aber sobald Kinder einen eigenen Schlüssel brauchen um in Ihren Spielplatz vor der Tür zu gelangen, wird das Wort Spielplatz für mich ein bisschen ad absurdum geführt.
    Bedingt durch meine Arbeitstätigkeit, lässt mich dieses Thema auch in Bezug auf Überwachung nicht kalt. Im speziellen meine ich damit die Einschränkungen unserer Freiheiten und unseres Privatlebens durch „mass surveillance„ (Datenschutz). Wenn ich mich draussen bewege und eine Sicherheitskamera nach der Anderen entdecke, bekomme ich hier evtl. sogar ein direktes Feedback. Zum Beispiel durch eine Sicherheitskraft die einen anschnauzt „Was machst Du da? Schleich Dich, aber hurtig.... sonst....!“.
    Dieses direkte Feedback fehlt im heutigen Kommunikationszeitalter oft. Unsere Daten werden gesammelt, bis sie gegen uns verwendet werden können. Jeder der jetzt meint, dass er oder sie nichts zu verbergen hat und eh nur die „Strizzis“ etwas zu befürchten haben irrt, aus meiner Sicht. Diese persönlichsten Daten die gesammelt werden... unsere sexuellen Vorlieben, unser sozialer Kreis, unsere Ansichten, unsere freien Meinungen und vieles mehr, kann in den falschen Händen negative Auswirkungen auf uns haben.
    Regierungen und andere Institutionen die auf diese Daten zugreifen können, mögen momentan in unserem besten Willen handeln, aber die Daten gehen ja über die Zeit nicht verloren. Was, wenn plötzlich eine Regierung an der Macht ist, die nicht unbedingt unser Bestes im Sinn hat? Ein konkretes (warnendes) Beispiel aus der Vergangenheit ist hier für mich das Dritte Reich, die auf die gesammelten Daten der Niederländer zugegriffen haben und somit leichtes Spiel hatten, bestimmte ethnische Gruppen zu identifizieren (Judenkartei). Der Rest ist Geschichte. Keiner dachte beim Aufnehmen der Daten damals, dass Diese irgendwann jemandem schaden könnten, aber in den falschen Händen ist dies durchaus möglich.
    In heutigen Zeiten hätte ich gehofft, dass wir aus der Vergangenheit lernen.
    Gerade in heutigen Zeiten, wo rechte Parteien auf Platz1 der Umfragen stehen und vielleicht sogar unsere nächste Regierung bilden könnten.
    Bereits im sechsten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung, hat ein legendärer Philosoph namens Laozi diese Botschaft für uns verewigt:
    "Je mehr Verbote, umso ärmer das Volk." - Laozi
    Nur was ist nun mit unserer strebsamen Freiheit und was sollte verboten werden, damit wir Diese Freiheit auch ausleben dürfen?
    Im Bezug auf möglichst großer Freiheit im digitalen Raum, fällt mir als spontanes Beispiel 4chan ein. Bei 4chan handelt es sich um ein „Imageboard“, welches (vom Prinzip her) komplett anonym verwendet werden darf. Die Daten werden nicht gespeichert, jeder darf teilnehmen und es gibt (auch vom Prinzip her) keine Moderation. Auf 4chan sind täglich hunderttausende Menschen unterwegs und geben ungefiltert Ihre persönlichen Meinungen, Ansichten und Kreationen ab.
    Ohne 4chan wäre das Internet nicht das, was es heute ist. Wir hätten keine lustigen Katzenbilder (lolcat), es gäbe kein humoristisches Rickrolling, oder auch wichtige Statements gegen fehlführende Sekten wie Scientology (Chanology).
    Leider zieht diese Anonymität aber auch Personenkreise an, die verbotenes im Sinn haben. Kinderpornos und rechte Inhalte, möchte ich hier als Negativ-Beispiele nennen. Der aktuelle celebrity picture leak („Thefappening“) hat 4chan wieder einmal in das Zentrum der Öffentlichkeit gerückt und die Medien ziehen über diese unerlaubten Aktionen her. Selbst 4chan kann diesem öffentlichen Druck nicht ganz widerstehen und muss vermehrt moderieren. Wer weiss, vielleicht wird den 4chan-Verantwortlichen bald das selbe Schicksal blühen, wie den Piratebay-Gründern? (Piratebay raid & Piratebay-Gründer hinter Gitten).
    Für mich ist dies ein guter Spiegel der Wirklichkeit und eine warnendes Beispiel.
    Sobald wir möglichst viele Freiheiten haben, ist dies ein Magnet für kreative Köpfe, aber auch für Idioten.
    Meinem Gefühl nach, steht die Zahl der kreativen Köpfe in keinem Verhältnis zur minimalen Zahl an problemhaften Spezialfälle – doch diese erreichen oft die größte öffentliche Wahrnehmung.
    Freiheit ist wichtig!
    Wir sollten unsere Freiheiten mehr schätzen lernen und uns nicht immer weiter und weiter einschränken lassen, denn wir leben eingeschränkt genug. Die Rechte aller zu beschneiden (wegen ein paar wenigen) ist das, was wir heute mit Massenüberwachungen und Verboten in jede Himmelsrichtung live erleben. Nur wenige werden es direkt merken, aber dieses Damoklesschwert über uns droht jederzeit herunter zu kommen... oft fehlt nur eine kleiner Ruck.
    Nennt mich naiv, wenn ich auf den gesunden Menschenverstand der Masse vertraue/hoffe.... aber ich glaube daran.
    Ich glaube, dass die große Menge an kreativen und gesunden Köpfen immer mehr zu sagen haben wird, als die kleine Gruppe an Unruhestiftern.
    Laozi hat übrigens noch einen weisen Satz von sich gegeben:
    "Auch der längste Marsch beginnt mit dem ersten Schritt." - Laozi
    Machen wir diesen ersten Schritt in die richtige Richtung, aber bitte lasst uns die Freiheit diesen Schritt auch zu machen!
  23. martin liked a artikel by TOM, Forum-Meeting Instruktor Workshop 2   
    Im Jahr 2013 organisierten wir den ersten Forum-Meeting Instruktor Workshop (hier der Artikel) und waren begeistert vom Ergebnis. Wegen dieser enorm positiven Entwicklung und dem Fakt, dass einige Teilnehmer vom letzten Jahr in's Ausland gegangen sind, wollten wir den Pool an Forum-Meeting Instruktoren wieder erweitern. Kurz nach Veröffentlichung des zweiten Instruktor-Workshop Termins, meldeten sich wieder 6 interessierte TeilnehmerInnen bei uns.
    Durch die Erfahrung des letzten Jahres konnten wir einige Schwachpunkte im Programm beseitigen und Kanten die den Ablauf störten, einfach abrunden. Unterstützt wurden wir wieder tatkräftig vom Institut für Freizeitpädagogik (IFP), welche uns von 13. - 14.09.2014 wieder eine toll ausgestattete Location zur Verfügung stellen konnten.
    Bei den Workshop-Teilnehmern selbst handelte es sich um 6 junge Männer und Frauen aus der Community, die bereits längere Zeit oft beim Forum-Meeting mit dabei waren und teilweise auch schon tatkräftig (bei Forum-Meeting oder Evening-Madness) mitgewirkt haben.

    Konkret geht es beim Aufgabengebiet der Forum-Meeting Instruktoren um Dinge wie: Organisation (Gruppe anleiten, zum Spot führen, bei Fragen zur Verfügung stehen, etc.)
    Kurze Diskussion vor dem Meeting zu Themen wie Philosophie, Verletzungsvorkehrungen, Achtsamkeit, Respekt, etc.
    Leitung des gemeinsamen Aufwärmens
    "Einstiegs-Workshop" für Teilnehmer die das erste Mal dabei sind (erklären der ersten Techniken/Einstiegshilfe)
    Ansprechpersonen für Dritte (Anrainer, Polizei, Security, usw.)




    Das Workshop-Wochenende war gepackt mit Vorträgen und praktischen Übungen zu wichtigen Themen wie:
    Allgemeine Informationen zu Parkour-Vienna, Connect the Community, Evening Madness
    Parkour-Philosophie für Anfänger
    Parkour Geschichte für Anfänger
    Forum-Meeting Informationen (historische Background Infos, Erfahrungsberichte, best practices, usw.)
    How-To Warmup
    Vermittlung von Grundtechniken (mit der Unterstützung von Alexandros Charos - vielen Dank!)
    Dehnen & Cooldown
    Risiko & Bewegung
    Umgang mit Gruppen
    Umgang mit Dritten (Anrainern, Polizei, Security, usw.)
    Anatomie
    Unterstützte Leitung des Forum-Meetings mit Feedback und Verbesserungsvorschlägen




    Es wurde darauf hingewiesen, dass es sich bei diesem Workshop nicht um eine Trainer-Ausbildung handelt. Selbst mit viel Parkour-Erfahrung sind wir der Meinung, dass man niemanden innerhalb eines Wochenendes zum Parkour-Trainer ausbilden kann.

    Von 10:00 bis 18:00 Uhr über zwei Tage, haben wir versucht gemeinsam Themen zu erarbeiten, Erfahrungen ein zu bringen und für spezielle Themen professionelle Hilfe bereit zu stellen. Es wurde gemeinsam viel gelernt, gelacht und auch gesund gekocht. Wir sind sehr stolz, dass wir den TeilnehmerInnen den Workshop gratis anbieten konnten und er sehr positiv und interessiert angenommen wurde. Nun wird es für die "neuen" Forum-Meeting Instruktoren Zeit Praxis-Erfahrung zu sammeln und diese Punkte nicht nur theoretisch zu besprechen, sondern praktisch an zu wenden.Beim Forum-Meeting (am 14.09.2014) wurden die Forum-Meeting Instruktoren den Forum-Meeting Teilnehmern vorgestellt und durften gleich Ihr erstes Forum-Meeting gemeinsam planen/organisieren und durchführen. Dabei handelte es sich um:
    Ella ((H)ella)
    Miriam (miriam!)
    Felix (Sushi)
    Maja (navrhbrdavrbamrda)
    Felix Burger (FelixBe)
    Thomas Volfing (thomas)

    Wir hoffen hier wieder auf eine wundervolle Hebelwirkung in der Community, da wir mit dieser Know-How Weitergabe an ein paar Wenige, sehr viele erreichen und positiv unterstützen können.






    Neben dem Dank an die vielen engagierten Teilnehmer, noch einen großen Dank an Martin Dworak, Dominik Simon, Alexandros Charos, Katja Haslinger, Michaela Weingant, Leander Aquila und Kathi Prager für die tatkräftige Unterstützung.

  24. BeeJay liked a artikel by TOM, Parkour-Fotografie - How to (in a nutshell)   
    „Die Photographie ist eine wunderbare Entdeckung, eine Wissenschaft, welche die größten Geister angezogen, eine Kunst, welche die klügsten Denker angeregt – und doch von jedem Dummkopf betrieben werden kann“ - Shiv Nadar
    Künste ansprechend miteinander zu kombinieren, ist manchmal kein simples Unterfangen. Die Kunst der Fortbewegung mit der Kunst der Fotografie zu verbinden, ist (mit ein wenig Übung) allerdings kein Ding der Unmöglichkeit und für jeden erlernbar. Die frühe Verbreitung von Parkour wurde auch durch stille und bewegte Bilder weltweit forciert, hier will ich allerdings explizit auf die Fotografie und nicht auf das Filmen von Parkour-Videos eingehen.
    Zuerst der klare Hinweis, dass dies hier kein Tutorial für Fotografie selbst ist. Wer sich ernsthaft mit Fotografie beschäftigt und nicht Instagram-Filter als Bildbearbeitung bezeichnet, der sollte wissen was es mit Begriffen wie: ISO, Blende, Schärfentiefe, Verschlusszeit, etc. auf sich hat und wie diese im Verhältnis miteinander stehen. Wer davon keine Ahnung hat, findet im Internet viele Informationen/Tutorials, oder sollte evtl. einen praktischen Kurs besuchen.
    Dies hier ist ein Artikel, der die Erfahrung von vielen Parkour-Fotoshootings mit vielen verschiedenen Fotografen in verschiedensten Settings zu einer knappen, aber hoffentlich hilfreichen Liste zusammenfasst => "In a nutshell"
     

    Das Dream-Team:
    Die Zusammenarbeit zwischen Akteur und Fotografen ist wichtig, bei der Entstehung eines ansprechenden Parkour-Bildes. Einfach Bewegungen abspulen, ohne Kommunikation mit dem Fotografen funktioniert meist nicht. Für viele Fotografen ist Parkour absolutes Neuland, manche haben überhaupt wenig Erfahrung mit schneller Sport-Fotografie und sind gewohnt im Studio zu stehen, Portraits zu schießen oder Architektur zu fotografieren. Die Dynamik zwischen Athlet und Fotografen muss einfach passen und hier ist der Protagonist in der Rolle, den Fotografen optimal in die Hände zu spielen und der Fotograf muss mitteilen können, was er sich wie vorstellt. Den Fotografen mit Parkour-Begriffen zu bombardieren ("Ich könnte einen Saut de Chat hier ausführen, dort wäre noch ein Reversé möglich und da oben ein Laché...") ist nicht zielbringend. Vorzeigen und Mitdenken ist hier angesagt.
     
    Eine Thema das hier dazu gehört ist das Location-Scouting. Generell werden die Parkour-Athleten vorgeben können, wo Bewegungen für Sie möglich sind und die Fotografen meist an die körperlichen Grenzen kommen, um interessante Stellen für die Motive erreichen zu können. Hintergrund-Vorschläge der Fotografen geben nicht immer ein optimales Setup für Parkour-Bewegungen her und umgekehrt sind nicht alle "altbekannten Trainingsspots" für Fotografen interessant.
    Wiederholen, wiederholen, wiederholen...
    Für Parkour-Fotografie sind so viele Wiederholungen wie (sicher) möglich, notwendig. Einige Bewegungen wird man aus guten Gründen auch nur wenige oder gar nur einmal ausführen: An solche Bilder sollte man sich allerdings erst heranwagen, wenn das Fotograf/Akteur-Team im Laufe eines Shootings bereits richtig eingespielt ist. Diese vielen Wiederholungen können sehr anstrengend werden, deswegen sollte man als Akteur Bewegungen suchen, die angenehm durchführbar sind. Den Unterschied zwischen persönlichen Maximal-Distanzen und angenehm/lockeren Sprüngen erkennt man auf Bildern eher selten und sind mit Änderung der Perspektive bzw. Know-How des Fotografs sehr leicht "kaschierbar". Man kann sich hier das Leben mit simplen Mitteln erheblich erleichtern. Wichtig ist allerdings, bei jedem Sprung alles zu geben und vollste Konzentration an den Tag zu legen, selbst wenn der Sprung nicht an der persönlichen Maximal-Distanz kratzt.
    Bei Location-Wechseln nicht einfach drauf losspringen, sondern wieder bewusst aufwärmen und fokussieren. Die besten Shootings sind nicht unbedingt die, bei denen das beste Bild herauskommt, sondern bei dem Fotograf, Akteur (und evtl. auch das Equipment) unbeschadet bleiben.
    Amateure und Profis:
     
    Wirkliche Parkour-Fotografen mit jahrelanger Erfahrung, gibt es relativ wenige. Hobby-Fotografen mit teurem Equipment, aber ohne Gespür für ein schönes Motiv, gibt es viele. Für Fotograf und Akteur gilt: Du solltest Dein Handwerk verstehen und jederzeit versuchen, es zu verbessern. Anstrengende Bewegungen wegen Bedienungsfehlern der Kamera zu wiederholen sind ärgerlich und verschwenden begrenzte Ressourcen (Energie-Level des Athleten).
    "Just like parkour, there are no secrets. Just training." - Kiell.com / Andy Day
    Üben, üben, üben... das Kredo in Parkour gilt hier auch für die Parkour-Fotografie. Diese explosionsartige Dynamik eines Traceurs muss live erlebt werden, damit die Millisekunden Unterschied bemerkbar werden, die zwischen einem ansprechenden Bild und einer Datei für den Papierkorb unterscheiden.
    Das Equipment:
    Teures Equipment macht nicht automatisch schöne Bilder. Foto-Sessions mit Assistenz, Blitz-Equipment, Reflektoren, Lichtboxen, etc. sind kein Garant, für ansprechende Bilder. Der Vorteil von "travel light", ohne aufwändigem Blitz-Equipment und Assistenz, ist die Erreichbarkeit, Flexibilität und Agilität bei Spots. Um ungewöhnliche Stellen zu erreichen bzw. ungewöhnliche Perspektiven zu erlangen, ist Anpassungsfähigkeit ein Muss. Dies gibt einem Bild oft erst "das gewisse Extra".
    Für spezielle Settings macht es Sinn mit mehr Equipment unterwegs zu sein (z.B. große Blitzanlagen), hier sollten die Locations allerdings besonders gut ausgewählt werden und Genehmigungen vorab organisiert werden. Wenn erst einmal alles aufgebaut und eingestellt wurde, tut es noch mehr weh, von einem Spot vertrieben zu werden.
    Dieses Beispiel-Bild in Graz wurde mit einer älteren Spiegelreflex-Kamera gemacht, ohne jegliche Beleuchtung oder Assistenz. Durch ein eingespieltes Team und ohne teures Equipment entstand hier ein interessantes Bild, in einer schönen Flugphase kurz vor der Landung (Streckphase). Wäre der Auslöser nur Millisekunden früher/später betätigt worden, wäre eine uninteressante Flug-Haltung oder bereits die eher uninteressante Lande-Phase das Ergebnis gewesen.
    Das ansprechende Bild:
     
    Die interessanten Phasen einer Bewegung sind grob in Absprung, Flugphase (oft kompakt), Landephase (gestreckt) und Landung zu unterteilen. Meist sind nur diese vier Phasen relevant und alles dazwischen optisch eher wenig ansprechend. Beim Absprung ist der komplette Körper unter Spannung, in der Flugphase meistens eine kurze kompakte Position, in der Landephase wieder komplette Körperspannung und bei der Landung ein kurzer Moment vor dem Erreichen des Ziels.
    Diese kurzen Momente sind meist die Interessantesten und oft das Ziel, für Parkour-Bilder. Es gibt allerdings auch Situationen, bei denen sich der Körper in der Luft bewegt und man sich am Bild wundert "Was ist das für eine Bewegung?". Diese sind eher schwer zu forcieren bzw. ein nettes Zufallsprodukt.
     
    Das uninteressante Bild:
    Bei diesen Beispielen eines Amateur-Fotografen, wurden genau die Phasen zwischen den interessanten Posen festgehalten. Der Körper ist gerade dabei sich auszurichten, der Bild-Ausschnitt eher uninteressant und das komplette Motiv (Hintergrund) uninteressant. Ein gutes Bild ist meist die Kombination aus ansprechender Umgebung und einer interessanten Flugphase bzw. Körperspannung. Im Idealfall sollte das Bild selbst ohne Parkour-Bewegung bereits sehr ansprechend aussehen und die Dynamik der Parkour-Bewegung noch das "I-Tüpfelchen" oben drauf sein. Im Optimalfall sollte der Fotograf also bereits einen ansprechenden Bild-Ausschnitt im Sinn/Fokus haben, welcher mit einer interessanten Bewegung gefüllt wird und nicht umgekehrt.
     
    In a nutshell:
    Zusammenarbeit zwischen Akteur und Fotograf ("Reden bringt die Leute zusammen" & Ein Sprung sagt mehr, als tausend Beschreibungen) Location scouting/Auswahl (Womit können Fotograf und Akteur gut arbeiten?) Viele Bilder machen (Speicherplatz ist billig beschafft, Bewegungen kosten Energie) RAW-Bilder bei schwierigen Licht-Verhältnissen in Erwägung ziehen (Bildbearbeitung - post production) Perspektiven von unten sind meist Perspektiven von oben vorzuziehen (Gefühl für Höhen geht verloren) Unter dem Akteur genug Platz im Bild lassen (besseres Gefühl für die Höhe) Weitwinkel-Linsen verwenden Schnelle Verschlusszeiten/Vor-Fokussieren  
    Zum Abschluss noch Tipps von einem erfahrenen Parkour-Fotografen.
    Stefan Sietzen:
    Da es bei Parkourfotos meistens darum geht, einen Sprung oder ähnliches möglichst spektakulär/schwierig/weit aussehen zu lassen, ist es vor allem wichtig, die richtige Perspektive zu finden. Ich verwende dazu meistens ein Weitwinkel-Objektiv (17mm), und versuche wenn möglich den Sprung von unten zu fotografieren. Da das Weitwinkel Objektiv die Tiefe des Bildes verstärkt, wirkt der Sprung dadurch höher. Im diesem Beispielbild hat es auch geholfen, den Traceur eher am Rand zu positionieren, weil die Sprungweite durch die Verzerrung, die am Rand von Weitwinkelobjektiven auftritt weiter erscheint. Der gleiche Sprung aus einer anderen Perspektive schaut wesentlich unspektulärer aus (obwohl er wirklich recht weit ist). Hochhäuser im Hintergrund sind natürlich auch immer nett. Wichtig ist natürlich beim fotografieren generell auch das Licht, am Besten bei tiefer Sonne fotografieren. Wenn man einen Blitz verwendet, sollte dieser auf jeden Fall von einer anderen Position als die der Kamera blitzen, sonst bekommt man eine sehr flache Ausleuchtung.
    Bildquellen/Fotografen: Ben Leitner, Karl Michalski, Dominik Gubi, Dominik Simon, Stefan Sietzen, Miriam Schalamun
  25. Sushi liked a artikel by TOM, Public Parkour relations (Öffentlichkeitsarbeit in Parkour)   
    Nahezu jeder wird schon einmal von „PR“-Abteilungen großer Firmen gehört haben. Hinter P-R, oder ausgeschrieben „Public Relations“ stecken Personen, die sich um öffentliche Anspruchsgruppen kümmern. Eine Firma will sich klarerweise möglichst professionell und vorteilhaft darstellen, da es andererseits sogar sehr negative Auswirkungen für Sie haben kann, wenn Sie hier (öffentlichkeitswirksam) ins Fettnäpfchen treten. In PR-Abteilungen sitzen (in der Regel) gut ausgebildete Menschen, die genau wissen müssen, wen oder was sie da eigentlich öffentlich vertreten.
    Genau so etwas gibt es nämlich nicht in Parkour. Es gibt keine PR-Abteilungen mit einem schwindelerregenden Budget und auch keine Top-ausgebildeten Meinungsvertreter die am Ende des Tages die Zeitkarte stempeln und am Abend wieder von Arbeit in's Privatleben umschalten. Hier läuft es anders....denn JEDE-R der in der Öffentlichkeit Parkour betreibt, ist gleichzeitig für die Public-Relations mitverantwortlich (ob Er oder Sie will, oder nicht). Man wird automatisch zum Aushängeschild, Ansprechpartner, Kontaktperson... ja, sogar manchmal zum vermeintlichen Straftäter. Man bekommt unfreiwillig ein Extra-Packerl an Verantwortung umgehängt und ich denke, vielen ist das gar nicht so bewusst.
    Manche können nicht gut mit Verantwortung umgehen und meinen, dass es Ihnen egal ist was Andere meinen/sagen/tun... Sie betrifft das nicht und es wird einfach „das eigene Ding“ durchgezogen. Manche sind keine guten Redner, wieder Andere von der emotionalen Sorte... alles keine guten Vorraussetzungen für PR-Leute, doch darum geht es doch gar nicht. Hier wird keine Marke, kein Produkt oder Firmenname vertreten, sondern das was alle von uns lieben... sonst würden wir es nicht tun und uns nicht so intensiv in unserer Freizeit damit beschäftigen.
    Wenn wir etwas lieben und es uns am Herzen liegt, dann verteidigen wir es. Wir zeigen es von seiner besten Seite, zeigen die Vorteile auf und werden es doch nicht in ein schlechtes Licht rücken. Wir überwinden unsere eigenen Schwächen und beharren auf unseren Stärken, mit dem Ziel das Beste heraus zu holen.
    Das sind keine Anforderungen an eine PR-Person, sondern an jemanden der Engagement zeigt.... und wenn jemand kein Engagement aufbringen kann, sollte er Parkour sowieso bleiben lassen.
    Wir sollten uns ins Gedächtnis rufen, dass wir Parkour in jeder Lebenslage vertreten und verkörpern. Wir sollten die Werte von Parkour vertreten und respektvoll mit anderen Menschen umgehen, sogar (oder sogar besonders) mit Menschen die Parkour gegenüber nicht respektvoll entgegnen. Jeder Schritt zum Training, jeder Schritt beim Training und auch die Schritte nach dem Training sind öffentlichkeitswirksam.
    Je höher die Reichweite, desto größer die Verantwortung. Bilder in sozialen Netzwerken, Videos, Auftritte, Medien und und und.... mit jeder Aussage und Aktion die wir tätigen, haben wir Einfluss auf die öffentliche Akzeptanz von Parkour – im positiven, wie im negativen.
    Von dieser öffentlichen Akzeptanz sind wir abhängig und ohne die, können wir unsere Passion nicht frei ausleben. Es führt kein Weg an der Verantwortung vorbei und je besser wir mit dieser Situation zurecht kommen, desto besser wird die Situation für jeden von uns. Es wird immer Meinungsverschiedenheiten geben, doch Meinungsvielfalt ist eine Bereicherung und keine Bürde. Wichtig ist, wie man mit diesen Themen umgeht und den Respekt voreinander bewahrt.
    Die Menschen diskutieren und streiten schon seit tausenden von Jahren, was denn nun wirklich der richtige Weg ist.... eines kann ich Euch sagen, Parkour ist es auch nicht –
    aber oft ist der Weg das Ziel.

Parkour-Vienna

Gegründet im Sommer 2004. Mit tausenden registrierten Mitgliedern im Forum, ist es die größte Parkour-Plattform Österreichs und ein Grundstein der österreichischen Community.