Welcome to Parkour-Vienna

Melde dich jetzt an, um Zugriff auf alle Funktionen zu erhalten. Einmal registriert und angemeldet, kannst du auf dieser Seite Beiträge schreiben und aktiv an der Community teilnehmen. 
Angemeldete Benutzer sehen diese Message nicht.


Auf der Suche nach freien Parkour-Trainings? => Forum-Meeting
Auf der Suche nach regelmäßigen Parkour-Kursen? => Parkour-Austria

martin

CtC
  • Content count

    1,396
  • Joined

  • Last visited

  • Days Won

    55

martin last won the day on January 11

martin had the most liked content!

About martin

  • Rank
    Super Member

Profile Information

  • Gender
    Not Telling
  • Location
    Wien
  1. Danke für den Literaturtipp Jan Böhmermann nimmt sich des Themas Red Bull und Extremsport bitterböse und treffsicher an. Sehr sehenswert:
  2. Parkour erfordert die Kunst scheinbar Gegensätzliches miteinander zu vereinen. Diszipliniertes Training trifft auf spielerischen Umgang mit der Umgebung. Kreativität und Improvisation trifft auf das Streben nach Perfektion. Präzise Selbsteinschätzung trifft auf Bewegungsrausch. Im Buch „Opium bringt Opi um“ beschreibt James Nestor Parkour als eine von „175 Ideen für einen Vollrausch OHNE Drogen“. Wie kann das sein, wenn doch ein vielzitierter Leitspruch lautet: „Power is nothing without control“? „control“ meint in diesem Sinn die Möglichkeit zur Einflussnahme auf die Situation und deren Ausgang. Wer hier nur Logik und rationales Denken meint, wird sehr schnell feststellen, dass diese Ebene alleine schlicht zu langsam und zu wenig motivierend ist um mit den Herausforderungen von Parkour umzugehen. Ebenso wichtig sind die Fähigkeiten seine psychische und physiche Zustand möglichst genau einschätzen und darauf vertrauen zu können. Kurz gesagt, es sind Kopf, Herz und Bauch gefordert. „Your Movement has to be seamless, natural – and the only way for it to be truly natural is for it to happen without too much conscious thought. It has to be instinctive.” (Edwardes 2009 S. 138) Um das Verhältnis von Parkour, Rausch und Risiko besser zu verstehen, hilft es von den Gedanken Abschied zu nehmen, die Welt ließe sich in Sicher und Unsicher teilen und Risiko gelte es auf jeden Fall zu vermeiden. Sicherheit ist ein individuell empfundener Zustand und hat oft nichts mit der realen Gefahr für Leib und Leben zu tun. Selbst mit höchstem Ressourceneinsatz ist absolute Sicherheit nicht zu erreichen. Menschen haben ein Bedürfnis danach sich riskanten Situationen auszusetzen, denn dort wo der Einsatz der eigenen Fähigkeiten den Unterschied zwischen Landung und Sturz macht, wird Selbstwirksamkeit erfahrbar und das Leben wird zum Abenteuer das mitreisst, statt dahinzuplätschern. Im Bewegungsrausch Traceure und Traceusen sprechen immer wieder davon „in den Flow“ zu kommen oder „einen Kick“ zu spüren, wenn sie trainieren. Parkour hat das Potential, unterschiedliche Arten von Rausch hervorzurufen. Kick - „Uh, das war knapp!“ Der Kick ist ein Notfallprogramm des Körpers. In bedrohlichen Situationen werden tiefsitzende Bewegungsprogramme abgerufen, die sich der bewussten Kontrolle entziehen. Darüber nachzudenken wäre in solchen Situationen einfach zu langsam. Gleichzeitig werden Substanzen (z.B. Adrenalin) im Körper frei, die dafür sorgen schnell Leistungsreserven zu mobilisieren. Die Berauschung durch den Kick ist kurzfrisitig und nutzt sich schnell ab. Nach den Leistungsspitzen stellt sich oft Mattheit oder Erschöpfung ein. Flow - „Ich geh mal kurz trainieren.“ ...Stunden später... „Sorry ich hab die Zeit ECHT übersehen.“ Beim Flow handelt es sich um ein rauschhaft erlebtes „Aufgehen im Tun“, bei dem Glück und Lebensfreude empfunden werden. Das Selbst verschmilzt mit dem Handeln und das Zeitgefühl verändert sich. Wenn Traceure und Traceusen in den Flow kommen, verschmelzen sie in ihren Bewegungen mit der Umgebung. Sie erbringen dabei Leistungen, die sie „nüchtern“ nicht erreichen würden. Menschen können im Angesicht einer Herausforderung den Flow finden WENN: sie sich freiwillig dieser stellen die Herausforderung angemessen1 ist und Rückmeldung bietet und sich darauf konzentrieren (vgl. Csikzentmihalyi 2008) Euphorie - „JAAAA!!!!“ Parkour bringt Menschen dazu, sich lang und schweißtreibend an einem Hindernis abzumühen. Es unzählige Male "knapp nicht" zu schaffen und sich dabei mit negativen Emotionen (Frust, Verzweiflung, Angst, Wut) konfrontiert zu sehen und trotzdem nicht aufzugeben. Wenn dann plötzlich die scheinbar unüberwindbare Grenze überschritten wird, stellt sich der Mühen Lohn ein. Das Hochgefühl, es endlich geschafft zu haben, durchflutet den ganzen Körper und gibt neue Energie. Den Bewegungsrausch nutzen Der Bewegungsrausch wird in Parkour bewusst kultiviert und als Trainingsmethode genutzt. Traceure und Traceusen suchen gezielt nach dem Flow, um am schmalen Grat zwischen Über- und Unterforderung entlang zu balancieren. Dadurch wachsen die eigenen Fähigkeiten und der eigene Handlungsspielraum erweitert sich. Es wird ein sehr bewusster Umgang mit Risiko praktiziert. Dem Kick stehen viele erfahrene Traceure und Traceusen sehr kritisch gegenüber. (vgl. Edwardes 2010, Rowat 2012) Der Kick lässt sich sehr einfach erreichen, indem man sich selbst gezielt überfordert. Zwar ist er ein unverzichtbares Notfallprogramm, aber ihn bewusst anzustreben führt oft zu Verletzungen und bringt keinen Zugewinn an Fähigkeiten. Euphorische Energie wird oft dazu genutzt das Gelernte zu festigen. Gemäß dem Credo „once is never“ („einmal ist keinmal“) wird etwas nachdem es geschafft wurde, weiter wiederholt und perfektioniert. Die positive Stimmung begünstigt das Lernen und Festigen neuer Bewegungsmuster. Parkour ist also keineswegs eine nüchterne oder gar abstinente Praxis, sondern im Gegenteil, eine großartige Möglichkeit eine eigenverantwortliche Balance in Rausch und Risiko zu entwickeln. Wer mehr über Rausch- und Riskiobalance lesen will: www.risflecting.at Quellen: Csikzentmihalyi, M. (2008). Das flow-Erlebnis. Jenseits von Angst und Langeweile im Tun aufgehen. Stuttgart: Klett-Cotta. Edwardes, D. (2009): The Parkour & Freerunning Handbook. Virgin Books. Ders. (2010). Parkour History. The Birth of (a) Movement. http://www.parkourgenerations.com/articles.php?id_cat=2&idart=2 Koller, Gerald, Rögl, Nicole (2003): Risflecting. Grundlagen, Statements und Modelle zur Rausch und Risikopädagogik. Akzente Suchtprävention. Salzburg. Rowat, C. (2012). A call to arms http://blane-parkour.blogspot.co.uk/2012/11/a-call-to-arms.html 1Angemessen ist eine Herausforderung, wenn die äußeren Anforderungen einer Aufgabe in Balance mit den Fähigkeiten einer Person stehen, diese Anforderungen zu bewältigen. (vgl. Töchterle in Koller, Rögl 2003 S.10)
  3. Super gemacht Tom, danke dafür Die Transparenz in der Sache find ich sehr gut
  4. Ich fall leider aus - meine Schulter ist noch nicht heil
  5. Die Alpenverein Akademie lädt auch dieses Jahr wieder zum Blockheide Parkour Camp. Leiter: Martin Dworak Termin: von 31.08.2017 bis 03.09.2017 Kurzinfo: Ich verstehe Parkour als Weg der persönlichen Entwicklung, der weit über körperliche Anstrengung hinausgeht. Wer Hindernisse nicht meidet, sondern sich bewusst mit ihnen auseinandersetzt, scheitert nicht, sondern wächst an ihnen. Zusätzlich zu Lauf-, Sprung-, Lande- und Klettertechniken, vermittelt das Seminar Prinzipien, wie sich Parkour gesund und nachhaltig betreiben lässt. Theorie und Praxis greifen dabei immer wieder ineinander und werden durch Inputs aus Yoga und risflecting ergänzt. Was erwartet dich? Parkourtraining – Nachhaltig und gesund trainieren Im Laufe des Seminars werden unterschiedliche Parkourtechniken erlernt. Es handelt sich dabei um Lauf-, Sprung-, Lande- und Klettertechniken, die der effizienten Überwindung von Hindernissen dienen. Die Herausforderungen werden individuell an dein Können angepasst und ermöglichen es dir, dich langsam an deine Grenzen heranzutasten und sie zu erweitern. Von einzelnen Techniken ausgehend tasten wir uns an immer komplexere Bewegungsabläufe heran und verbinden sie zu immer längeren Wegen durch die Umgebung. Jede Trainingseinheit wird von intensivem Auf- und Abwärmen begleitet, damit sich dein Körper möglichst gut anpassen kann. Im Laufe des Trainings lernst du Prinzipien kennen, wie du Parkour gesund und nachhaltig betreibst. Im Fokus steht deine individuelle Entwicklung – nicht irgendeine spektakuläre Höchstleistung oder „Mindestweite“. Balance von Rausch und Risiko - risflecting® Neue Wege gehen, Unbekanntes erkunden, Sprünge wagen, Herausforderungen suchen... Adrenalin durch den Körper pumpen fühlen, Aufregung und Angst wahrnehmen und akzeptieren, in den Flow der Bewegung eintauchen... Parkour ist eng mit Rausch und Risiko verbunden. Durch die direkte körperliche Auseinandersetzung mit Hindernissen, werden Rausch und Risiko unmittelbar erlebar und „be-greifbar“. Der risflecting-Ansatz unterstützt dabei eine gesunde Balance zu finden und sie in andere Lebensbereiche zu übertragen. Kreativität, Gemeinschaft und Abenteuer – das innere Kind entdecken Die größten Abenteurer in unserer Gesellschaft sind Kinder – immer bereit Neues zu entdecken und auch lustvoll daran zu scheitern, erproben sie spielerisch ihre Fähigkeiten und Grenzen. Mit spielerischen Elementen im Training, werden wir gemeinsam die „inneren Kinder“ wecken um mit der Umgebung zu „spielen“, eigene Grenzen auszuloten und die „Lust am Scheitern“ zu entdecken. Wissen Wann entstand Parkour? Was ist die Philosophie dahinter? Wo kann ich mehr darüber erfahren? Funktioniert Parkour auch in der Stadt, im Wald,...? Was brauche ich um zu trainieren? Anmeldung Alpenverein - Akademie Termin: von 31.08.2017 bis 04.09.2017 Beginn: 31.08.2017, 17:00 Uhr Ende: 03.09.2017, 15:00 Uhr Ort: Blockheide / Niederösterreich / A Kosten: Mitglieder 407,00 Euro / Nicht-Mitglieder 434,00 Euro / Funktionäre 164,00 Euro WebCode: 17-0185-01
  6. until
    Die Alpenverein Akademie lädt auch dieses Jahr wieder zum Blockheide Parkour Camp. Leiter: Martin Dworak Termin: von 31.08.2017 bis 03.09.2017 Kurzinfo: Ich verstehe Parkour als Weg der persönlichen Entwicklung, der weit über körperliche Anstrengung hinausgeht. Wer Hindernisse nicht meidet, sondern sich bewusst mit ihnen auseinandersetzt, scheitert nicht, sondern wächst an ihnen. Zusätzlich zu Lauf-, Sprung-, Lande- und Klettertechniken, vermittelt das Seminar Prinzipien, wie sich Parkour gesund und nachhaltig betreiben lässt. Theorie und Praxis greifen dabei immer wieder ineinander und werden durch Inputs aus Yoga und risflecting ergänzt. Was erwartet dich? Parkourtraining – Nachhaltig und gesund trainieren Im Laufe des Seminars werden unterschiedliche Parkourtechniken erlernt. Es handelt sich dabei um Lauf-, Sprung-, Lande- und Klettertechniken, die der effizienten Überwindung von Hindernissen dienen. Die Herausforderungen werden individuell an dein Können angepasst und ermöglichen es dir, dich langsam an deine Grenzen heranzutasten und sie zu erweitern. Von einzelnen Techniken ausgehend tasten wir uns an immer komplexere Bewegungsabläufe heran und verbinden sie zu immer längeren Wegen durch die Umgebung. Jede Trainingseinheit wird von intensivem Auf- und Abwärmen begleitet, damit sich dein Körper möglichst gut anpassen kann. Im Laufe des Trainings lernst du Prinzipien kennen, wie du Parkour gesund und nachhaltig betreibst. Im Fokus steht deine individuelle Entwicklung – nicht irgendeine spektakuläre Höchstleistung oder „Mindestweite“. Balance von Rausch und Risiko - risflecting® Neue Wege gehen, Unbekanntes erkunden, Sprünge wagen, Herausforderungen suchen... Adrenalin durch den Körper pumpen fühlen, Aufregung und Angst wahrnehmen und akzeptieren, in den Flow der Bewegung eintauchen... Parkour ist eng mit Rausch und Risiko verbunden. Durch die direkte körperliche Auseinandersetzung mit Hindernissen, werden Rausch und Risiko unmittelbar erlebar und „be-greifbar“. Der risflecting-Ansatz unterstützt dabei eine gesunde Balance zu finden und sie in andere Lebensbereiche zu übertragen. Kreativität, Gemeinschaft und Abenteuer – das innere Kind entdecken Die größten Abenteurer in unserer Gesellschaft sind Kinder – immer bereit Neues zu entdecken und auch lustvoll daran zu scheitern, erproben sie spielerisch ihre Fähigkeiten und Grenzen. Mit spielerischen Elementen im Training, werden wir gemeinsam die „inneren Kinder“ wecken um mit der Umgebung zu „spielen“, eigene Grenzen auszuloten und die „Lust am Scheitern“ zu entdecken. Wissen Wann entstand Parkour? Was ist die Philosophie dahinter? Wo kann ich mehr darüber erfahren? Funktioniert Parkour auch in der Stadt, im Wald,...? Was brauche ich um zu trainieren? Anmeldung Alpenverein - Akademie Termin: von 31.08.2017 bis 04.09.2017 Beginn: 31.08.2017, 17:00 Uhr Ende: 03.09.2017, 15:00 Uhr Ort: Blockheide / Niederösterreich / A Kosten: Mitglieder 407,00 Euro / Nicht-Mitglieder 434,00 Euro / Funktionäre 164,00 Euro WebCode: 17-0185-01
  7. danke fürs Interview machen Alex! super wenn sies ohnehin beantwortet hat, ich freu mich aufs lesen
  8. Das Video ist echt empfehlenswert. Adaptability/Anpassungsfähigkeit als zentrales Merkmal von Parkour wird da weit über die Bewegung hinaus angewandt. Danke fürs Posten Michie, das wandert gleich mal in die Linkliste vom Skriptum
  9. der Headcam schnitt ab 1:40 ist super
  10. Gratulation, es ist ein gelungenes Video ich mag den unaufgeregten Ton und die sympathische Stimmung
  11. Ich find der Artikel gibt eine gute kurze Übersicht über die Argumente und die Konfliktlinien. Die Fragen am Schluss als Anregung zur Selbstreflexion stellen sich immer wieder neu, wenn ich so auf die letzten Jahre blicke. Für mich selbst handhab ich es mittlerweile so: Wenn wer Competitions machen will find ich das voll ok, aber ich stecke weder meine Aufmerksamkeit noch meine Arbeit in diese Richtung Organisierte Wettkämpfe sind seit Jahren ein Thema und Teil der Parkour Szene, umso wichtiger finde ich es andere Teile die nicht so spektakulär sind zu pflegen. Konkret versuche ich mit vielen anderen seit Jahren den Zugang zu Parkour möglichst niederschwellig und inklusiv zu gestalten. Mein Eindruck ist, dass diese unterschiedlichen Zugänge nebeneinander stehen können.
  12. @ frage nr 10: ich würde sie breiter formulieren, zB: How can videos contribute to make parkour more accessible and inclusive and how do you feel about the mass of videos that focus mainly on action?
  13. wie gesagt ich kanns leider noch nicht sagen - das wird sich leider erst sehr kurzfristig entscheiden. aber danke für den reminder ;-)
  14. Ich bin gerade über ein Buch gestolpert, dass zum Thema "Heroisierung" interessante Einblicke liefern kann. Bezieht sich zwar auf den Bergsport, aber soviel ich bisher rausgelesen habe, ist es durchaus auch für unsere Disziplin interessant. Titel: Zwischen Flow und Narzismus - Die Psychologie des Bergsteigens http://www.pit-wuhrer.de/buch/bk_14_10_08_Ruoss-zwischen-Flow-und-Narzissmus.html
  15. Ich sehe es als eine logische Entwicklung. Die Disziplin ist nun schon lange genug bekannt, dass es Leute gibt die damit "aufgewachsen" sind. Gleichzeitig ist die Szene weltweit groß genug, dass es mehrere Pros gibt die auf extrem hohem Level unterwegs sind. Wie bei vielen anderen Szenen wird dabei ja auch Gefühl verkauft. Abenteuer - Freiheit - Stärke - etc. werden dann mit den Pros und darüber hinaus mit ihren Schuhen, Kameras, T-Shirts usw. verbunden. Die Parkourszene wäre niemals so groß wenn es dieses Phänomen nicht geben würde. Auch wenn da fleißig vermarktet, geworben und gepusht wird, sehe ich noch viel Platz um Parkour abseits von Großevents zu leben und soviel ich weiß pflegen ja auch einige hier aus dem Forum Freundschaften mit Traceuren aus aller Welt die bereichernd sind.

Parkour-Vienna

Gegründet im Sommer 2004. Mit tausenden registrierten Mitgliedern im Forum, ist es die größte Parkour-Plattform Österreichs und ein Grundstein der österreichischen Community.