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rocket66

Artikel - Erfahrung

Erfahrung ist definiert als Summe an Erlebnissen, die man als Person gehabt hat. Erlebnisse sind Ereignisse im individuellen Leben eines Menschen, die sich vom Alltag so stark unterscheiden, dass man sie lange im Gedächtnis behält.

Nicht jedes Training ist für mich ein Erlebnis, aber mit jedem Training wächst die Erfahrung. Es braucht aber nicht nur viel Training, sondern auch Zeit um gewisse Erlebnisse machen zu können bzw. zu müssen. Man kann aber auch mit viel Training in (relativ) wenig Zeit, viel Erfahrung ansammeln... trotzdem brauchen Körper und Geist Zeit und man kann nichts erzwingen.

Bei einem interessanten Gespräch mit einem sehr erfahrenen (nicht bezogen auf Parkour, sondern im Bereich Kampfsport) Individuum, wurde ich einmal auf die parallelen zwischen Parkour und Bogenschießen aufmerksam gemacht. Auch im Bogenschießen geht es um die absolute Automatisierung der Bewegungen, das „Ausblenden“ seiner Umgebung und ihrer Störeinflüsse. Er hat mich auch darauf hingewiesen, dass „keine Bewegung perfekt ist“, genauso wie „keine Bewegung schlecht“ ist.

Jede Bewegung ist einzigartig und wir werden es nie schaffen zwei Bewegungen 100% gleich auszuführen.

Durch Erfahrung lernen wir aber auch mit Situationen umzugehen, die wir nicht automatisiert haben. Jeder springt einmal zu kurz oder zu lang und dann heisst es richtig zu reagieren. Jeder fällt einmal und jeder wird sich einmal verletzen (in verschiedensten Verletzungsgraden).

Wir sollten daraus lernen und beim nächsten Mal (im besten Fall), anders reagieren. Diese (auf den ersten Blick) negativen Erfahrungen sind genauso wichtig, wie die vermeintlich positiven. Das Gefühl auf Grund einer Verletzung nicht trainieren zu können bzw. zu dürfen und beim ersten Training danach wieder dieses enorme Glücksgefühl der Bewegungen zu verspüren..... unbeschreiblich.

Durch Erfahrung lernen wir unseren Körper besser kennen und schulen unseren Geist, ihn effizienter zu lenken. Wir lernen unser Leistungsmaximum zu erkennen und zu erweitern. Beispielsweise einen Krampf bereits vor dem Eintritt zu erahnen und sich vorher in eine sichere Position zu bringen (und nicht gerade 10m über dem Boden hängend). Man lernt sich Backout-Plans bereit zu legen => „Wie agiere ich, wenn ich zu lang/kurz komme bzw. ist es in dieser Situation überhaupt möglich?“.

Man lernt sich Rituale an, wie das Abputzen der Schuhe oder das Spucken in die Hände, um den Grip zu erhöhen. Man lernt Situationen, Oberflächen und Distanzen besser kennen (bzw. einzuschätzen) und weiss, ob gewisse Bewegungen möglich sind oder nicht. Das bedeutet auch zu wissen, wann man zurückstecken sollte und es nicht einfach zu probieren.

Man lernt viel mehr Möglichkeiten in seiner Umgebung zu erkennen, das Potenzial der Umgebung und sein Eigenes besser auszuschöpfen.

Nehmt euch die Zeit und nutzt sie, um Erfahrung zu sammeln.

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Sehr schöner Artikel :)

Das "enorme Glücksgefühl der Bewegungen" wie du es beschreibst, hab ich jedoch nicht nur beim ersten Training nach längerer Pause - sondern auch oft im "alltäglichen Training". Interessanterweise verspüre ich es öfter wenn ich alleine trainiere. Vermutlich da ich hier weniger abgelenkt bin - und mich mehr auf die Bewegungen/Sinne konzentriere.

Ich habe selbst auch den Fehler gemacht meinem Körper zu wenig Zeit zu lassen, sich soweit zu entwickeln dass er der "Last" gewachsen war. Dies durfte ich mit einer mehrmonatigen Pause bezahlen wodurch mein Fortschritt enorm zurückgeworfen wurde. In Summe hab ich somit allein zeit-technisch betrachtet mehr verloren als gewonnen. Irgendwo hab einmal gelesen: "Es braucht Jahre seinen Körper und Geist aufzubauen, doch nur eine unachtsame Sekunde um es sich bis zum Rest seines Lebens zu verbauen" (oder so ähnlich^^).

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Sehr schöner Artikel :)

Das "enorme Glücksgefühl der Bewegungen" wie du es beschreibst, hab ich jedoch nicht nur beim ersten Training nach längerer Pause - sondern auch oft im "alltäglichen Training". Interessanterweise verspüre ich es öfter wenn ich alleine trainiere. Vermutlich da ich hier weniger abgelenkt bin - und mich mehr auf die Bewegungen/Sinne konzentriere.

Ich habe selbst auch den Fehler gemacht meinem Körper zu wenig Zeit zu lassen, sich soweit zu entwickeln dass er der "Last" gewachsen war. Dies durfte ich mit einer mehrmonatigen Pause bezahlen wodurch mein Fortschritt enorm zurückgeworfen wurde. In Summe hab ich somit allein zeit-technisch betrachtet mehr verloren als gewonnen. Irgendwo hab einmal gelesen: "Es braucht Jahre seinen Körper und Geist aufzubauen, doch nur eine unachtsame Sekunde um es sich bis zum Rest seines Lebens zu verbauen" (oder so ähnlich^^).

Wahre und weise Worte!

Greetz Rocket

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