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TOM

Improvise - Adapt - Overcome: How to reach a goal

Improvise - Improvisation

„Der spontane, praktische Gebrauch von Kreativität, zur Lösung auftretender Probleme.“

 

Adapt - Anpassungsfähigkeit
„Die Fähigkeit zur Veränderung und Reaktion.“

 

Overcome - Überwindung
„Die aktive Anwendung von Anpassungsfähigkeit und Improvisation, zum erreichen von Zielen.“

 

Unser Leben besteht aus improvisieren, anpassen und überwinden. Wir setzen uns Ziele (oder bekommen sie gesetzt) und wollen diese erreichen. Je nachdem wie wertvoll sie uns erscheinen, stecken wir mehr oder weniger Energie in das Erreichen dieser Ziele.

 

Je nach Art des Ziels, müssen wir mit verschiedensten Herangehensweisen experimentieren, um Erkenntnisse zu sammeln, die uns unserem Ziel näher bringen. Zwischen unserem Status-Quo (aktueller Zustand, IST-Zustand) und dem Ziel (gewünschter SOLL-Zustand) stehen immer Hindernisse.

 

Improvisation und Anpassungsfähigkeit hängen mit der Überwindung von Hindernissen unmittelbar zusammen.

 

Improvisation verlangt uns Kreativität ab. Wer mit dem Kopf durch die Wand will, schafft es so lange, bis die Wand stärker als der Kopf wird. Oft werden wir mit unvorhergesehenen Situationen und Sachlagen konfrontiert, für die wir so schnell wie möglich improvisieren (alternative Lösungswege finden) müssen. Wenn wir uns genügend schulen, erlangen wir sogar Reflexe, welche als evolutionäre Anpassung an (Lebens)Bedingungen definiert sind.

 

Ohne Improvisation, sind wir mechanisch und unkreativ, in der Lösungsfindung.

 

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Anpassung lässt uns auf Situationen reagieren. Kleine Veränderungen können große Auswirkungen haben. Für physische Hindernisse stärken wir unseren Körper („Body armor“), gleichzeitig achten wir aber darauf, so flexibel wie möglich zu bleiben.  Reine Kraft oder reine Flexibilität sind niemals so stark, wie Kraft und Flexibilität gemeinsam.

 

Mangelnde Anpassungsfähigkeit wirkt sich zu unserem Nachteil aus.

 

Überwindung ist das Erreichen von Zielen. Oft müssen wir viele Fehlschläge in Kauf nehmen, die aber nichts Negatives beinhalten, solange wir daraus lernen. Überwindung ist of negativ behaftet, da es einen Aufwand bedeutet (mental und/oder physisch), um ein Hindernis zu überwinden (Höhenangst bezwingen, einen Berg erzwingen, den Tod eines Menschen überwinden, eine Prüfung überstehen, …).

 

Unsere körperliche Stärke hat eine Limitierung, die wir mittels Improvisation und Anpassungsfähigkeit enorm erweitern können, um Hindernisse in Richtung Ziel zu überwinden.

 

Goals – Ziele:

 

Ziele machen uns besser, denn sie schaffen Erkenntnis. Sie führen uns unsere Limitierungen (bei der Überwindung von Hindernissen, in Richtung des Ziels) vor Augen. Sie geben uns die Richtung an, wo wir hin und wo wir nicht hin wollen. Erreichte Ziele zeigen uns, dass Limitierungen immer überwindbar sind.

 

Der Aufwand den wir betreiben um ein Ziel zu erreichen, definiert oft den persönlichen Wert eines solchen. Manche Ziele sind (relativ) leicht zu erreichen, andere schwerer. Leichte Ziele können einen genauso wertvollen Lern-Prozess mit sich bringen, wie schwere Ziele. Schwere Ziele haben allerdings die Eigenschaft, dass der Lern-Prozess mehr Zeit in Anspruch nimmt und genau dieser Lern-Prozess macht das Ziel potenziell wertvoller (Kenntnisreicher).

 

Die wirkliche Wertschöpfung aus diesem Prozess ist also nicht der kurze Moment des Erreichens eines Ziels, sondern der langwierige, aufwändige und oft steinige Weg bis dahin („Der Weg ist das Ziel“).

 

Rückblickend sehen wir oft nur erreichte Ziele, aber nicht den harten Erfahrungsaufbau-Prozess dahinter (bzw. davor). Erfahrungen mit Rückschlägen, mit Schmerzen und am Ende mit der Erkenntnis.

 

"SO geht das , SO muss ich dies tun/ausführen, SO ist es richtig."

 

Durch diese Erfahrung können wir folgende Ziele potenziell schneller und effizienter (mit weniger Rückschlägen) erreichen. Wir verbessern uns.

 

Es liegt in unserer Natur, dass wir uns verbessern wollen. Wir wollen immer das haben, was wir momentan nicht haben können (bzw. noch nicht erreicht haben) – Manchmal sogar „unerreichbare“ Ziele.

 

Ziele werden nicht erreicht um überwunden zu sein, sie werden erreicht um neue Ziele zu schaffen.



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[...]

 

Sie geben uns die Richtung an, wo wir hin und wo wir nicht hin wollen.

 

[...]

 

Der Aufwand den wir betreiben um ein Ziel zu erreichen, definiert oft den persönlichen Wert eines solchen.

 

[...]

 

Die wirkliche Wertschöpfung aus diesem Prozess ist also nicht der kurze Moment des Erreichens eines Ziels, sondern der langwierige, aufwändige und oft steinige Weg bis dahin („Der Weg ist das Ziel“).

 

Das sind Dinge, die ich mir (und anderen) immer wieder vergegenwärtige, wenn das Gefühl aufsteigt, dass in einer Sache "nichts weitergeht" oder "das Ziel in unerreichbarer Entfernung" ist.

Ziele können und dürfen sich verändern, sie geben finde ich immer nur die momentane Richung vor. 

Gehört für mich auch in die Richtung, "je leichter, desto besser ?!" zu hinterfragen. Es ist ok, sich hohe Ziele zu setzen und es ist genauso ok, daran zu scheitern, solange man trotzdem mit voller Ernsthaftigkeit daran gearbeitet hat. Scheitern ist ein enorm wertvoller Lehrer.

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Das Erreichen von Zielen und die Wege dort hin sind nie statischer Natur.

D.h. es werden die Wege, die Ziele verändert, angepasst, ...

Je nach persönlicher Empfindung, werden Ziele leicht erreicht werden, die anderen schwer fallen und umgekehrt.

 

Retrospektiv betrachtet hilft zwar die Chronologie der Ereignisse oder die geflagten Ziele, vorausschauend aber sind diese Prozesse doch wieder meist überholt, da die Erfahrung (was wünschenswert wäre) und die kognitive Wahrnehmung, das Sammeln und verbinden von Wissen, neue Wege und neue Ziele ermöglicht.

 

Es ist wie das Betrachten dieses Bildes ... wer einmal erkannt hat, was darin verborgen ist, wird es immer wieder sehen, ohne zu wissen, warum und wie er dorthin gelangt ist.

 

optische-Tuschung2.png

 

Will bedeuten, dass die Wege, die gemacht wurden meist von diversen Misserfolgen, Ineffizienzen, etc. geprägt sind. Mit dem gewonnen Wissen daraus, aber zurückblickend leichter, anders, besser zu erreichen gewesen wären. Auch sind tw. diese errreichten Ziele uninteressant geworden. Aber die Erkenntnis daraus, mit welchem Einsatz, welcher Energie, was erreicht werden kann, steigert den Wissenzuwachs, die Erfahrung.

 

Ob man sich jetzt konkret und explizit mit den beschrittenen Wegen oder erreichten Zielen hinterfragend auseinander setzt, oder es "instinktiv" anwendet, hängt imho vom Level der Erfahrung und des Erfahrenden ab. Aber eines gibt es sicher nicht - Es gibt kein allgemein gültiges Schema! Und das ist gut so!

 

Daher ist die Allegorese der Überwindung der Hindernisse in Parkour eine Möglichkeit, sich Ziele im persönlichen, sportlichen, beruflichen und sonstigen Bereichen zu setzen.

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Tom der alte Philosoph :D

 

Fast ein bisschen zu Abstrakt für meinen Geschmack, kann aber alle Gedankengänge nachvollziehen. Sind auch ein paar schöne Zitate dabei z.B.

 

Ziele werden nicht erreicht um überwunden zu sein, sie werden erreicht um neue Ziele zu schaffen.

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Tom der alte Philosoph :D

 

Fast ein bisschen zu Abstrakt für meinen Geschmack, kann aber alle Gedankengänge nachvollziehen. Sind auch ein paar schöne Zitate dabei z.B.

 

In wie fern abstrakt?

Ich hatte in dem Text bereits einige Parkour und Bewegungs-spezifische Beispiele, habe Sie aber dann wieder rausgenommen, um den Artikel schlank und allgemein zu halten.

Ich denke, je allgemeiner gehalten, desto besser kann man ihn als passenden Denkanstoß annehmen und seine eigenen Schlüsse daraus ziehen.

Im Prinzip war dies nur ein Versuch diese bekannten/gebräuchlichen Begriffe zu definieren und nach zu denken, was Sie denn jetzt eigentlich bedeuten (bzw. in welchem Zusammenhang sie stehen).

Habe extra versucht nicht mit abstrakten Erklärungen/Definitionen und Begriffen ("Semiotisches Dreieck" etc.) zurück zu halten :P

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Was ich mit Abstrakt meine ist dass es den Weg beschreibt (außerhalb des Bewusstseinsfeld des Menschen/Traceurs).
 
Also keine Gedanken/Erfahrungen/Eindrücke etc. die man direkt hat sondern viel mehr bietet es ein Grundgerüst auf welches man sich bei Gedanken/Diskussionen berufen kann. Somit ist es sachlich aber auch emotionsloser.
 
Ein Beispiel wäre der Nachbarthread ( http://community.parkour-vienna.at/topic/15624-doparkour-challenge-of-the-week-3/ ):
 
 - die Gedanken zur Gruppendynamik kommen bei mir im Alltag vor. z.B. ich sehe irgendwo Gruppenzwang (ohne dass ich es gedanklich so nenne) und empfinde es in erster Linie als unangehm. Dann versuche ich zu erklären warum das so ist. Ich erlebe es direkt und habe auch Emotionen zu diesen Gedanken.
 
Sätze wie:

Überwindung ist das Erreichen von Zielen. Oft müssen wir viele Fehlschläge in Kauf nehmen, die aber nichts Negatives beinhalten, solange wir daraus lernen.

 gehen selten durch meinen Kopf. Der Satz ist zwar korrekt doch fehlt mir der direkt emotionale Zugang (hehe der Satz erinnert mich grad an bit.ly/3N4Uak ). Also auf einer sachlicheren/fachlicheren Ebene als meine Gedanken...

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