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[Dirk]PlayStation the way - Berlin Finale

rssIcon.gif PlayStation the way - Berlin Finale

Author: dirk

... und ich war da!

Meine Reise stellte sich schon am Anreisetag, Freitag 16.11, als stressig heraus. Ich war etwa eine halbe Stunde zu Hause, packte noch rasch die letzten Sachen, und wurde dann von meinem Vater (der gerade seinen Geburtstag feierte) zum Bahnhof gefahren.

Dort traf ich, wie gewünscht, verabredet und erhofft, Christopher, mit dem ich ab und zu einige Trainingszeit in Köln verbringe, und der mich auf meinem Trip für eine Nacht begleiten würde. Er nahm nur an dem Basic-Workshop teil, und trat die Rückreise am Samstagabend, bzw. -nachmittag an. Die Planung für seine Teilnahme war etwas kurzfristig, aber überaus erfolgreich.

Unser Zug fuhr trotz GDL-Bahn-Battle wie geplant und so erreichten wir um etwa 23:30 Berlin, das uns mit seinem Hauptbahnhof und Schietwetter erwartete. Es nieselte, war arschkalt, und der Dönermann konnte uns auch nur Schnitzel im Brot anbieten. Nach Absprache mit dem Bahnpersonal stellte sich heraus, dass wir uns die S-Bahn abschminken konnten, und auf den Bus warten sollten.

Haben wir dann auch getan.

Und der Bus kam, und wir stiegen ein und wollten uns ein Ticket kaufen, aber der Busfahrer war wohl zu faul oder was auch immer. Er meinte, ob der Anfrage eines Tickets bis zur gewünschten Haltestelle, "Ja fahren Sie erstmal so mit, und sie kaufen sich dann auf dem Weg irgendwo eins."

Whatever, free bus ride.

Nach dem Umsteigen auf die Straßenbahn erreichten wir dann schließlich DAS ÜBELSTE BERLINER GHETTO Berlin Kreuzberg. Nachdem uns, auf Erbittung der Hilfe im navigationstechnischen Krisengebiet ("Ähh, 'tschuldigung. Weißt du wo hier das BaxPax-Hostel ist?") zuerst nicht geholfen worden konnte, schafften wir es dann englischsprachigen Kontakt zu einer, der Hauptstadt Ansäßigen, hilfsbereiten Person aufzubauen. Fragt mich nicht, warum sie Englisch sprach UND sich auskannte, denn wir fragten sie nur nach dem Weg.

Als wir erfuhren haben, dass dies bereits die richtige Straße sei, und dort ein Haus mit der Hausnummer [bAXPAXHAUSNUMMER - 1] stand, sahen wir das nicht einladende Schild mit der einladenden Aufschrift "BaxPax Hostel Berlin Kreuzberg" neben einer Toreinfahrt.

Selbst die dubiose Lage konnte uns nicht daran hindern der kontaktierten Person zu danken, und uns ob unser dümmlichen Lage zu entschuldigen, und den Hofeingang genaueren Untersuchungen zu unterziehen. Persönlichen Untersuchungen. Penetrierenden Untersuchungen...

Also durchdragen wir, mit unserem Gepäck und unseren Wenigkeiten, das Tor um auf einen verlassenen Hof zu gelangen, den ein Zaun von einem andern Gründstück abgrenzte. Vielleicht sollte man hier erwähnen, dass ein Schild "Fahrräder abstellen verboten" verkündete, die das Schild umgebende Situation der Aufschrift jedoch spottete: Bestimmt 20 Fahrräder waren über den Zaun verteilt.

Uns wurde, im Zuge der Annäherung an eine Tür, ein weiteres BaxPax Hostel Schild ersichtlich, welches uns mitteilte, dass sich sein Namensträger in diesem Hause befindet. Die Tür sagte uns "Bitte rechts klingeln", in Form eines Papieres welches an ihr befestigt war.

Wir suchten nach der Klingel, waren aber einfach zu blöd sie im Dunkeln zu finden, aber die Tür öffnete sich dennoch mit einem elektrische Surren scheinbar wie von Geisterhand.

Weiter Schilder im Treppenhaus führten uns auf den zweiten Stock, wo man uns dann willkommen hieß und mit den Worten grüßte "Keine Sorge! Ihr seid nicht die ersten, die die Klingel im Dunkeln nicht finden!". Nachdem wir eingecheckt hatten begutachteten wir unser Zimmer:

Ein Mehrbettzimmer, deren Wände die Farben der französischen Nationalflagge zierten. Etwa zehn Betten standen entlang der Wände, von denen aber bisher nur vier besetzt waren. Von den einzigen Personen, außer uns, die den Raum im Moment bevölkerten. Vier vermutlich italienische, junge Erwachsene, die sich wohl "ready to party" machten.

Schnelldurchlauf!

Wir legten uns schlafen, schliefen gut, erwachten, stellten fest, dass die Italiener nicht zurück sind, wohl aber zwei neue Mitbewohner in ehemals freien Betten schliefen, frühstückten Äpfel, Bananen, Trockenpflaumen, Trockenaprikosen, Trockendatteln und Wasser, Christopher packte sein Zeug um auszuchecken, und wir verließen das Hostel. Rasch noch Wasser beim Türken nebenan gekauft, und in die Straßenbahn.

Normalzeit:

An der Zielhaltestelle ausgestiegen fiel mir ein junger Mann auf, der ärmellos durch die nässenden 4°C schritt. Meine Überlegungen "Den kennste doch!" stellten sich als korrekt heraus, also stellte ich ihm einen Haken um mir einen Spaß zu erlauben. War gut so, war nämlich der Joseph aus Rawstock.

Wir begrüßten uns überschwänglich, wechselten einige Beleidigungen ("Du bist schon krank so ärmellos rumzulaufen, oder?" "Klappe du Assi :D") und begaben uns auf den gemeinsamen Weg zur Halle.

Dort stellte ich fest, dass ich außer Christopher KEINEN EINZIGEN der Teilnehmer persönlich kannte, was mich dazu verleitete mich mit Ole (also peter), der ein paar Fotos machte und zuschaute, auf den Weg zum "Denkmal der Luftbrücke" zu begeben, wo wir auf mehrere Leute des Sonntag-Workshops treffen sollten.

Taten wir nach ein wenig Verlaufen und Telefonieren auch.

Das Training stellte sich als minder erfolgreich aus, was nicht zuletzt an der Nässe und Kälte lag, aber führte dazu, dass Benny aus Reutlingen, Martin aus Furtwangen, Ole aus wo der halt herkommt, und Lorenz aus Hamburg uns bei Max aus da wo er jetzt wohnt (aber ursprünglich Berlin) Spaghetti und Maccaroni zubereiteten, welche uns anschließend zum Opfer fielen. Nachdem wir uns noch einige Videos angeschaut haben, machten Lorenz und ich uns auf den Weg, um uns noch für das "Question & Answer mit den Instruktoren", welches für den Abend angesetzt war, frisch zu machen.

Als ich mich, wieder im Hotel angekommen, daran machte ein paar Sachen im Koffer zu sortieren, bemerkte ich erst spät, das sich doch noch zwei der Italiener (Ein Männlein und ein Weiblein) in dem augenscheinlich leeren Raum befanden, was mich aber nicht daran hinderte eine gewisse Geräuschkulisse an den Tag zu legen (Hallo? 17:00 ist mal ECHT keine Ruhezeit).

Dann geschah folgendes:

Tür auf und eine Gruppe von drei Unbekannten tritt ein. Naja, unbekannt ist falsch, denn einer von ihnen war Lukas (Usagi) aus Essen. "What the hell?" sollen hier als Beschreibung meiner Gedanken genügen.

Nach weiterer überschwänglicher Begrüßung und Vorstellung der beiden mir unbekannten (von denen ich einen Namen bereits wieder vergessen habe), haben wir uns schick gemacht (mein Deo und Haarwachs wechselten häufig den Besitzer) und auf den Weg zum Workshopgelände gemacht, wo sich eine Art Club namens "Cassiopeia" befand.

Wir waren zu früh dran, ich bekam eine SMS von Christopher á la "Alles cool, bin im Zug", und vertrieben uns die Zeit mit Spötteleien an einem draußen-aufgestellten Hinderniskomplex mit Andi aus Landshut (aka Breakerandi).

Der Abend brachte dann einige Fakten hervor:

Leech kann immernoch beatboxen, Parkour ist wie Oma's Karottensuppe (Erläuterung über MSN), ich bin (mit Ausnahme des Berliner-Olis, der mir Paroli bot) ungeschlagen in Virtua Tennis 3, Malzbier enthält Glucose-Frutkose-Sirup (*juck*), Owen kann lustig tanzen und Binh und Mike sind Frauenaufreißer.

Etwa eine halbe Stunde nach Mitternacht machte ich mich dann mit Andi, nachdem ich mich von den meisten verabschiedet habe, auf den Weg ins Hostel, wo er auch die Nacht verbringen würde.

Dort waren unsere drei Parkourkollegen immernoch wach, zwei der Italiener hingegen schlafend, und weitere Betten unordentlich, was von Neuankömmlingen zeugte.

Andi aß was und legte sich flach auf den Boden, was zu Verwunderung meinerseits führte, aber ihm ging es auf Grund von einigen unnötigen Vorkommnissen des Abends verständlichweise nicht gerade bestens.

Am geilsten war aber, nach der nicht so ganz erholsamen Nacht, seine Bodenschlaf-Begründung : "Ich hab' mich dran erinnert, dass ich das früher voll gerne gemacht habe."

Am nächsten Morgen wurde alles gepackt, angezogen, die letzten Trockenfrüchte verspeist, und Bahn gefahren, zum Workshop.

Diesmal mehr bekannte Gesichter. Alles wurde gegrüßt, Hände wurden geschüttelt, mit dem nackten Finger auf angezogene Leute gezeigt, die letzten beiden Punkte zu einer markanten Geste kombiniert, Leuten vorgehalten wie Scheiße sie doch im Parkour seien (was nicht ernst gemeint war) und nach einigen Runden des "Freerun"-Spiels, in dem man einen Backflip vor einem normalen Sprung lernt, und man sich auf spektakuläre Art und Weise fortbewegen verletzen kann, begann dann auch das Aufwärmen.

Aufgewärmt habe ich mich in Ramons Gruppe, was viel Laufen, sowie verschiedene quadrupedale Bewegungen und Partnerübungen beinhaltete. Bei der Wahl der Instruktoren gesellte ich mich zu Erwan.

KURZER EINSCHUB!

Instruktoren? Wer war denn alles da?

Erwan, Thibaut und Benoît von Shintai bildeten den französischen Kern der Trainertruppe. Linguistisch verwandt mischten sich Oli, Roger, Ramon und Steven (alle ParkourONE) unter die Trainierenden. Weiterhin von ParkourONE waren Dino, Paul, Binh, Mike und Johnny am Start, welche die Deutschen repräsentierten. Leech, als einziger Österreicher, sowie Blake und Cable von den Saiyans aus dem vereinten Königreich waren auch noch von der Partie. Nachtrag: Owen und Luke vom Team Traceur, beide britische Staatsangehörige, waren ebenfalls in Berlin als Trainer im Einsatz.

ENDE KURZER EINSCHUB!

Erwans Gruppe fing das Training draußen an, was uns eigentlich freute, da wir so die Kälte uns Nässe schnell hinter uns haben sollten. Das Training bestand aus Bewegung auf einem etwa zwei Meter hohen, anderthalb Fuß breiten Fensterbrett, welches sich als förderlich für meine Höhenangst herausstellte, mehreren Klettereinlagen, sowie Arm- und Präzisionssprüngen. Die Rutschigkeit der Hindernisse und des Bodens erschwerte das Ganze, was für gutes Training sorgte. Erwan erklärte weiterhin, dass man bei ziemlich weiten Armsprüngen auf rutschige Hindernisse definitiv den Unterarm aufsetzen solle, weil dieser weniger rutscht und so nicht die Gefahr besteht sich die Hand entgegen des Ellbogens zu dehnen, oder sogar zu verrenken. Von der Fensterbank sollten wir auch hinab springen, was zu Stoßatmung und einer "very good" Rolle von mir führte. Unnötig zu erwähnen, dass man sich dabei gnadenlos durch mehrere Pfützen und Schlamm rollte.

Das Training ging voran, und wir übten noch Balance auf allen Vieren, Planche, sowie weitere Präzisionssprünge und Hinderniskombinationen mit Erwan, bevor eine weiter Aufteilung nach Leveln (1 Anfänger bis 3 Fortgeschrittene) stattfand. Ich teilte mich, wie ein Großteil der Leute, in die Gruppe 2 ein, und wurde Cable zugeteilt, dessen Bekanntschaft ich bereits auf dem Essener Workshop machen konnte.

Wir tauschten einige Worte und begannen dann auch das Training.

Sein Training bestand größtenteils aus ungewohnten Sprungvariaten, die von den bekannten Grundbewegungen abwichen. Verwinkelte Flugkurven, Fassadenklettern, weitere Bewegungen draußen (es stellte sich heraus, dass ich etwa 40% der Trainingszeit draußen war), verschiedene Absprung- und Landevarianten erweiterten mein Parkourverständnis und ermöglichten mir neue Bewegungsarten.

Highlight:

Wir begaben uns auf die vier zentralen Türme, die in der Halle aufgebaut waren. Jeder Turm bestand aus einer etwa 3x3 Meter großen Holzplattenkonstruktion, die von allen vier Eckpunkten mit leiterähnlichen Aufstiegsmöglichkeiten versehen waren. Zwischen den Türmen, von denen sich zwei auf jeweils zwei Meter Höhe erstreckten, einer die Dreimetermarke erreichte, und deren König sich auf stolze vier Meter erhob, waren einige Stangen befestigt, die zu Schwungkombinationen, Balanceakten und Franchissements einluden.

Wir begaben uns auf einen der Zweimetertürme um zum anderen zu balancieren. Der Abstand war etwa 1,8m. Die Höhe machte mir zu schaffen und sorgte für einige Überwindungsarbeit. Es ging aber nach Eingewöhnung dennoch sehr gut, was mir ein Erfolgserlebnis verschaffte, weil ich bereits lange Zeit Angst vor Höhen habe. Beim dritten Durchgang ging es dann noch besser.

Als wir uns somit an den Umgang mit Höhen gewohnt hatten, führte uns Cable in Fünfer-Gruppen auf den höchsten der vier Türme. Von dort aus sollten wir den Sprung auf den nächst-kleineren Turm wagen.

Beim Aufstieg schlug mein Herz immer schneller, was Joseph und Felix (auch da aus'm Norden) mit mir teilten, und als ich oben stand wurde das Wummern immer stärker.

Zu Unrecht: Der Sprung selber war erstaunlicherweise keine große Überwindung, aber ein geniales Gefühl. Der nachfolgende Sprung verschaffte ein ähnlich befreiendes Gefühlserlebnis. Auch das haben wir dreimal wiederholt.

Danach bewegten wir uns noch mit Kombinationen an verschiedenen anderen Hinderniskomplexen und...

MOMENT

Ich habe die Mittagspause vergessen. Große Salatauswahl, die leckeren Säfte, die es schon den ganzen Vormittag gab, Wasser, belegte Brote, Brötchen und Bagels, und jede Menge Obst versorgten uns mit reichlich Vitaminen, Nährstoffen und zu-verwertenden-Biomasse.

weiter im Takt...

wir bewegten uns weiter und weiter, und haten jede Menge Spaß, und das führte uns (nach einem Showcase der Instruktoren, was so war wie immer) zur "Best Solution Challenge".

Soll heißen:

Aus jeder Instruktorengruppe wurden 2-3 Teilnehmer herausgesucht, die vor dem Publikum und zu fetter Musik zeigen sollten, was sie gelernt haben. Von Cable wurden Nico aus Berlin, Marküz aus Berlin und Ich ausgewählt. Ich sollte auch der erste Teilnehmer sein, der den Lauf beschreitet, nachdem die Instruktoren ihre Interpretation gezeigt hatten.

Einbeiniger Präzisionssprung, seitliche Katze zu Rolle, Sprint zu Passement ohne Hände mit Fußaufsetzen, zu Rolle unter einer Stange bildeten einen Lauf, den verschiedene Teilnehmer und Instruktoren als "very nice" oder "schön" bezeichneten.

Dann besann sich auch der Tag eines besseren, und entschied sich zu enden. Ich verabschiedete mich erneut von allen Leuten die ich kannte, und kennenlernte, und fuhr zum Bahnhof.

Dort fraß ich mich so richtig voll, was sich später als halbweise herausstellen sollte (es war lecker, und viel, aber zu viel und nicht gesund) und wartete auf meinen Zug, in dem ich mehrere Male einschlief, aufwachte, und schlußendlich am Endhalt Köln von der Bahnbeamten geweckt wurde, die sicherging, dass so Typen wie ich sich gefälligst aus dem Zug verpissen.

Ich fiel meinen Eltern in die Arme, ins Auto und dann ins Bett. Heute plagen mich Muskelkater, eine Erkältung und Übermüdung.

Also: ES WAR GEEEEEEEEEEEEEIL.

Regeneration!

- Dirk

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Source: progress

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