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TOM

London 2014 - ParkourGenerations A.D.A.P.T Conference (der Bericht)

Wenn ich wieder ein Zeit-Fenster finde, werde ich den Thread einfach erweitern.. in der Zwischenzeit könnt Ihr gerne Feedback und Fragen einwerfen :]

 

edit: Habe gerade vom Herrn Popovic diesen Input zum Thema Kids & Krafttraining erhalten

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Sehr-sehr-sehr-sehr-... geiler Artikel, Zusammenfassung, review. Ich mag Deine (persönlich gefärbte) Analyse!^^

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Part #2 - Sonntag

 

 
Châu Belle Dinh:
 
Meinen "Erstkontakt" mit Chau hatte ich bereits am Samstag, als ich mit den Jungs die Chainstore Training-Area unsicher machte. Er wanderte den ganzen Samstag in "zivil" (Jeans, etc.) und mit dem Smartphone im Anschlag durch den Chainstore. Er quatschte viel mit Sebastien und beobachtete.... viel.... und intensiv. Ich konzentrierte mich auf mein Training und schaute mir einen recht anspruchsvollen Präzisionssprung von etwa 10 Fuß Distanz in ca. 2.5 Metern Höhe an. Von einer relativ engen Betonkante auf ein schräges Gerüst-Podest, "Blane hat den gemacht" meinte der Alexx nur... kein Sprung den ich ohne ganz genaue Überlegung gemacht hätte.
 

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Ich steh da also oben, analysiere meinen Sprung => Chau stellt sich unten hin und schaut mich an.... und macht _nichts_ Anderes.... für Minuten. Genau in diesem Moment, habe ich mich wieder in meine Anfänge katapultiert gefühlt und ich habe nichts dagegen unternehmen können. Alleine die physische Präsenz von jemandem hat mich aus dem Konzept gebracht... so etwas war mir schon ewig nicht mehr passiert. Plötzlich war ich in Gedanken nicht mehr beim Sprung selbst, sondern machte mir Gedanken wie "Was denkt ER sich jetzt?" & "Glaubt ER ich schaff den? nicht?!" ... bis ich realisierte, wie absurd das eigentlich war.
 
Ohne ein Wort zu wechseln, fühlte ich mich nach einer Weile bereit und machte Ihn... wackelig => Chau's "Todesblick" war somit beendet und er ging wortlos weiter. Ich machte den Sprung dann nachher noch drei mal (für mich) und war mit der Ausführung zufrieden. Der Einzige Sprung mit dem ich technisch nicht zufrieden war, war der Erste bei dem mich (s)ein Blick aus dem Konzept gebracht hatte... Danke Chau, für das Aufspüren dieser Schwachstelle  :).
 
Am Samstag ging es dann aber richtig los. Chau's englisch war eher mäßig, als er allerdings sprach, hätte man eine Nadel fallen hören können. Ich weiß nicht warum, aber für mich strahlte er einen "militärischen Respekt" aus. Er wirkte auf mich wie der Ausbildner im Bundesheer mit dem Du dich lieber nicht anlegen willst, Du in Krisenzeiten allerdings heilfroh bist, wenn er auf Deiner Seite kämpft.

Hier noch ein Zitat von Ihm, aus seinem ziemlich kurzen Talk:
 
"I know you are on different levels. Try to keep your level but go a little bit over it. Push yourself, OK? If you can go over it, do it today. After that, we talk about what you're feeling. If you want to drink, drink now... this is only a warmup, next time we will do real training."
 
Ruhig, aber bestimmt sagte er das. Ich vertraute Ihm, hatte aber keinen Durst und dachte mir, dass mein geleerter Liter Orangensaft von vorher für ausreichend Hydration sorgen sollte => Fehler, großer FEHLER
 
Sein Training, war im Prinzip ein Krafttraining für Ober- und Unterkörper. Wir bewegten uns wie im Zirkeltraining im Kreis und es gab immer jeweils eine Übung für den Oberkörper und eine für die Beine bzw. Unterkörper... also immer schön abwechselnd, zum kurzen Ausruhen. Ich hatte zwar keine Uhr dabei, aber nach gefühlten 20-25 Minuten, kam ich ganz gut in's Schwitzen. 20 weitere Minuten später, musste ich einen Abstecher zu Blane am Tresen machen und um einen Liter Wasser bitten, da mir schon fast schwarz vor Augen und schwindelig wurde.

Ich war so motiviert weiter zu machen, dass ich irgendwann keinen Einzigen Pull-Up mehr machen konnte... und diesen einen Pull-Up (von 11 geforderten pro Durchlauf), habe ich nicht weniger als 13x neu ansetzen müssen, bis ich Ihn EINEN davon schaffte. Chau ist knapp 10 Jahre älter als ich und hat mich 3x überrundet. Er machte keine einzige Pause oder verlangsamte ernsthaft seine Pace... ich war einfach nur beeindruckt von dieser Kraft. Es war nicht so, dass ich mich mit Anderen oder Ihm verglichen hätte, ich war einfach nur ehrlich beeindruckt von der Willensstärke und seinem Antrieb. Irgendwie überlebte ich diese Stunde Krafttraining (Korrektur: Warmup) und er machte wahr, was er ankündigte. "Tell me what you're thinking, right now". Das erste was mir eingefallen war "impressed", deeply fucking impressed.
 
Es war sicher nicht das technisch anspruchsvollste Training, noch eines mit besonderen neuen Techniken.... es war einfach das anstrengendste Training mit der meisten Motivation, dass ich jemals hatte. Ich wollte einfach nicht pausieren, ich wollte zumindest durchhalten und mir nachher nicht vorwerfen, wieso ich nicht 100% gegeben hätte... mein Ziel habe ich erreicht und -  boy, I'm looking forward to that real training, if this was only a 'warmup'.
 
Quickfire Speakers:
 
Hierbei handelte es sich um eine Handvoll von Talkern, die jeweils ein paar Minuten für ein selbst gewähltes Thema hatten. Dan Edwardes sprach über unsere urbane Umgebung und wie sie uns bis 2050 beeinflussen wird, Andy 'Kiell' Day sprach über ungesunde Ernährung (Zucker, Energy-Drinks, Fast-Food, etc.), Chris Kneighley (ParkourGenerations) sprach über Frauen in Parkour und so weiter. Es war ein interessanter Ansatz, denn nachher konnte in der großen Runde alle frei darüber diskutieren.
 
Wir hatten somit nicht nur ein Thema, sondern viele verschiedene zur Auswahl. Wir konnten so zu Themen die uns wichtig/interessant erschienen Feedback geben, unsere Erfahrungen einbringen und Fragen in den Raum stellen... eine sehr produktive Runde und wohl das Einzige Mal, wo uns merklich die Zeit ausging... aber ohne Limitierung hätten wir über diese Themen wohl ein ganzes Wochenende alleine diskutieren können.
 
Es war eine angenehme, informative und ideenreiche Atmosphäre und genau dies hatte ich mir (insgeheim also doch ein wenig, obwohl ich mir vornahm ohne Erwartungen zu kommen) von diesem Wochenende erhofft. Es kamen auch interessante Informationen an's Tageslicht, zum Beispiel (habe ich noch nicht gecheckt, ob es so stimmt - finde den Ansatz allerdings interessant) dass ADHS bei Kids in Frankreich angeblich nicht existent sein soll.... Frankreich ist übrigens auch das Einzige Land, wo Red-Bull sehr lange nicht erlaubt war bzw. stark zuckerhaltiges Essen. Generell wurden viele Erfahrungswerte rund um verhaltensauffällige Kids und deren Nahrungsmittel-Umstellung genannt. Dies soll enorme Auswirkungen auf deren Konzentrationsfähigkeit gehabt haben - leuchtet ja auch ein irgendwie.
 
Andy "Kiell" Day:
 
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Ich kannte Andy's Bilder gut, wusste aber ehrlich gesagt nicht wie er live aussieht. Er ist professioneller Fotograf und auch schon sehr sehr lange bei der Szene dabei. Eigentlich klettert/bouldert er, es zieht Ihn aber auch immer wieder in Parkour-Richtung. Sein Talk war eindeutig der mit den meisten Lachern, obwohl er ein recht ernstes Thema hatte. Im Prinzip ging es um Narzissmus in Parkour und auch das schwierige Thema der "Rooftop culture" bzw. generell das (illegale) klettern auf Hausdächer, für tolle Bilder und dergleichen.
 
Sein Talk ging um ein Fotoshooting auf einem Krankenhaus-Dach, wofür Sie (mit Pip Anderson und noch einem weiteren englischen Tracuer) im Winter einen Baukran hochkletterten, um dort in der Nacht Bilder zu machen. Während des gesamten Talks fühlte ich mich eher unwohl, weil es für mich den Eindruck hatte, dass diese offensichtlich illegale Tätigkeit eher als nebensächlich angesehen wurde und es eher um das Resultat (das fertige Bild) ging. Lange lag bei Ihm der Fokus auf der Gefahr des Auf- und Abstiegs (wurde sehr lange und intensiv mit Unterstützung von Bildmaterial erläutert).
 
Generell fand ich gut, dass (bzw. wie) er das Thema des Narzissmus ansprach, doch zufrieden war ich ehrlich gesagt nicht. Erst nach dem Talk, als die Fragen rund um die Legalität etc. aufkamen, war ich von seinen Antworten recht beeindruckt und irgendwo auch zufrieden gestellt. Julie und Andy haben hier eine recht ähnliche Einstellung und im Prinzip meinen Beide, dass diese extremen Bilder auf Hausdächern nur einen winzigen Teil von Parkour zeigen und niemals Parkour als Ganzes. Parkour kann man nämlich nicht in ein Bild zwängen, dafür ist es inhaltlich viel zu "breit". Hierbei handelt es sich nur um einen winzigen, aber laut schreienden/auffälligen Part, der für die Medien und vor allem "Aussenstehende" besonders aufmerksamkeitserregend und Markant ist.
 
 - Generell habe ich es mir durch die Erfahrungen dieses Wochenendes zur Aufgabe gestellt, offener zu sein und die Scheuklappen wieder ein wenig runter zu nehmen. Andere Meinungen und Interpretationen auf mich wirken zu lassen, bevor ich gleich mit Gegen-Argumenten zu Kontern versuche, nur weil dies nicht meiner Überzeugung entspricht. Kein leichter Task für mich, aber eine weitere Hürde an der ich arbeiten will und werde -
 
ParkourUK:
 
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Hierbei handelte es sich wohl um den kontroversesten Talk des ganzen Wochenendes. ParkourUK ist sozusagen der "government-body" Hut, über Parkour in England. Also im Prinzip ein Beamter, welcher Parkour als Sportart definiert und dies nach Innen und Aussen vertritt. Natürlich wurde Sport vom ParkourUK-Redner genau definiert und es stellte sich heraus, NUR in England (sonst angeblich nirgendwo in der EU), ist Sport nicht zwingend mit Wettkampf verbunden (sondern nur optional).
 
Er brachte einige nette Argumente, wie z.B. dass Massensportarten schon seit langer Zeit an Mitgliedern verlieren und somit laut Statistiken immer weniger Leute Sport treiben... da neue "Trendsportarten" wie Parkour, Slackline etc. allerdings bisher nicht als Sport zählten, tauchen diese dort stark ansteigenden Mitglieds-Zahlen einfach nicht auf. Kaum ein "Sport" wächst so stark, wie Parkour.... und genau das brauchen Sie, für mehr Akzeptanz und Geld, vom Staat.

Jeder (egal wie er zu Parkour/Freerunning/etc. steht, darf sich ParkourUK kostenlos anschließen und wird von Ihnen vertreten. Sie vertreten somit angeblich Jeden der daran Interesse hat und bei Ihnen landen auch Beschwerden, falls irgendwo einmal etwas passieren sollte (in Richtung Probleme mit Anrainern etc.). ParkourUK war auch maßgeblich beim Leap-Park (einem Parkour-Park in London, später mehr) involviert und hat diesen scheinbar erst so möglich gemacht. Auch für Kurse in Schulen ist ParkourUK für ParkourGenerations scheinbar essenziell wichtig bzw. notwendig.

Generell also scheinbar viele Argumente für den Herren. Er wollte wirklich den Eindruck vermitteln, dass er für UNS da ist und wie toll es nicht ist, was WIR da tun. Er hat den faden Anzug-Job hat und quält sich tagtäglich in Meetings mit anstrengenden Leuten ab, um Ihnen Parkour schmackhaft zu machen. Dies mag alles wahr sein und er wirkte auf mich relativ sympathisch (von der Eloquenz her mit allen Wassern gewaschen). Nur was passiert, wenn er nicht mehr das Ganze leitet, sondern der Nächste?

Was, wenn sein Nachfolger meint mit Wettkämpfen kommen wir doch viel schneller an's Ziel, als sein Vorgänger, der da noch auf die Community horchte.... und so spinnte sich der Gedankengang bei einigen weiter und weiter (was ich auch so an Gesprächen mit manchen Teilnehmern mitbekommen habe). Hier gibt man einen großen Teil der Unabhängigkeit/Selbstbestimmung ab und wird ein wenig zum politischen Spielball degradiert... so zumindest mein persönlicher Eindruck. Es mag viele Argumente dafür geben, aber sicherlich auch Argumente dagegen. Viele davon sind beim Talk gefallen, aber ganz überzeugt wurden merklich nicht Alle im Chainstore.. ein gesundes Level an Skepsis konnte man vor/während und nach dem Talk definitiv gegenüber ParkourUK spüren.
 
 
Chainstore JAM:
 
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Zum Abschluss dieses ereignisreichen Wochenendes fand ein Trainings-Jam im Chainstore statt. Es war ein ausgesprochen angenehmer Flair vorhanden. Jeder passte auf den Anderen auf, keine Jackass-Aktionen, keiner musste sich um irgendwen fürchten (kein "omg, was macht der jetzt?"), keine Show-Off Aktionen.... eine richtig angenehme und kreative-anregende Atmosphäre, wie ich sie selten erlebt habe. Ich habe mir Chau's Ratschlag zu Herzen genommen und fühlte mich nach einem halben Tag Regeneration wieder fit genug, um Gas zu geben und ein bisschen über mein eigenes Level zu gehen.
 
Während des Jams nutzte ich aber auch noch die Gelegenheit und quatschte mit einigen Teilnehmern bzw. Talkern. Sogar Chau brachte ich dazu, relativ selbstständig zu fragen: "How are things in Vienna?".
 
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Ich versuchte wirklich das Ganze so intensiv wie möglich zu nutzen bzw. auszukosten und genau in diesem Kontext endete der Abend dann zu viert (Martin, Dominik, Alexx und ich) ziemlich fertig vor den Türen des Chainstores. Ein phänomenal warmer Abend mit einem Bilderbuch-Sonnenuntergang hinter dem Banken-Viertel Londons.
 
Ein wunderschöner Anblick, bei dem wir für uns das Wochenende noch einmal kurz reflektierten und ich denke alle von uns, einen wichtigen Moment unseres Parkour-bezogenen Lebens gemeinsam teilen durften. Einfach toll!
 

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...to be continued
 
(Training in London, Leap Parkour-Park, ... viele viele Bilder :) )

toktok, Käthe and murkas like this

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Das war ein tolles Artikel :) Ich habe es interessant gefunden zu lesen wie du alles gefunden hast und was du als die wichtigste Sachen gefunden hast.

 

Ein paar sehr kleine Korrekturen:

- ParkourUK ist keine "government body", sondern von dem Staat unabhängig. "Sport England" is the government body, as a quasi-autonomous non-governmental organisation (so it's government funded but works non-politically), and they receive funding to work with sports and stuff. The sport governing bodies (ParkourUK, and all other sport ones) are funded by their members and work with Sport England to receive funding. So ParkourUK gets some money as funding from the state, but isn't actually a government body. (Der Mann, der es gemacht hat, war der Eugene, und er hat früher (oder vielleicht arbeitet auch) für ein "local council", das sehr früh viel mit parkour gemacht hat, und er hat auch sich selbst ein bisschen parkour gemacht.

- Bier kostet normalerweise nur ungefähr 3 Pfund pro Pint; London ist aber etwas anders! Um zu vergleichen bezahlt man 10 Pfund, um Teilnehmer in einem PKGen-Class für 2 Stunden zu sein.

- Rechtstypfelher mit Any/Andy für Kiell ganz am Anfang.

außerdem freue ich mich darauf, mehr über eures London-Training zu lesen, und hoffentlich sehen wir uns wieder!
- Alex (aus England der auch dabei war) :)

TOM and Dominik Simon like this

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eine freude zu lesen. erinnert mich wieder an die paar tage! oida und das training mit chau. ich musste ab einem gewissen zeitpunkt eine spur langsamer machen da mir schon schlecht geworden ist und ich mis fast angekotzt hätt

thanks for clearing things up alex.

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Das war ein tolles Artikel :) Ich habe es interessant gefunden zu lesen wie du alles gefunden hast und was du als die wichtigste Sachen gefunden hast.

 

Ein paar sehr kleine Korrekturen:

- ParkourUK ist keine "government body", sondern von dem Staat unabhängig. "Sport England" is the government body, as a quasi-autonomous non-governmental organisation (so it's government funded but works non-politically), and they receive funding to work with sports and stuff. The sport governing bodies (ParkourUK, and all other sport ones) are funded by their members and work with Sport England to receive funding. So ParkourUK gets some money as funding from the state, but isn't actually a government body. (Der Mann, der es gemacht hat, war der Eugene, und er hat früher (oder vielleicht arbeitet auch) für ein "local council", das sehr früh viel mit parkour gemacht hat, und er hat auch sich selbst ein bisschen parkour gemacht.

- Bier kostet normalerweise nur ungefähr 3 Pfund pro Pint; London ist aber etwas anders! Um zu vergleichen bezahlt man 10 Pfund, um Teilnehmer in einem PKGen-Class für 2 Stunden zu sein.

- Rechtstypfelher mit Any/Andy für Kiell ganz am Anfang.

außerdem freue ich mich darauf, mehr über eures London-Training zu lesen, und hoffentlich sehen wir uns wieder!

- Alex (aus England der auch dabei war) :)

 

Danke für die Info/Ausbesserung Alex :) (hoffe wir haben dich im Sommer hier in Wien)

Damn, 3 Pfund? Wir waren scheinbar nur in Edel-Pubs unterwegs (Pics coming in Part #3) :D

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Danke tom für den ausführlichen Bericht - noch verstauben meine notizen aber ich hoffe bald mal was zu deinem Bericht hinzufügen zu können :)

 

Der Besuch hat sich auf alle Fälle gelohnt und ich möcht keine Sekunde davon missen

Dickes Danke auch an unseren Guide Alexx, der uns London von seiner besten Seite gezeigt hat :)

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Part #3 - Montag/Dienstag


London calling/Training:
 
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Meine Vermutung war ja eigentlich, dass wir nach diesem intensiven Trainings-Wochenende erst wieder einmal normal gehen lernen müssten... dem war aber nicht so. Dies lag sicher zum Großteil daran, mit wem ich dieses Wochennede unterwegs war. Ohne Martin und Dominik hätte ich wohl niemals so intensiv gestretcht/gedehnt und mich "am Tag danach" wohl nicht wieder so fit gefühlt. Generell startete jeder meiner Morgende damit, dass ich Martin in seiner "Yogi-Atemübungs-Stellung" erwischte und wir uns nach dem Aufstehen in Zelle 33 richtig "entfalteten" => gute Dehn-Sessions. Das Wetter draussen war ein wenig kühler geworden (Grau, statt Sonne), aber kein Anzeichen von typischem London-Wetter => Regen.
 




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London wollte ein wenig erkundschaftet werden und nach einem guten Frühstück im Hyde-Park, checkten wir sogar die Peter-Pan Statue dort ab. Generell war mein Verdauungskomplex bei etwa 300% Leistung angekommen und ich konnte fast nicht so viel Essen nachstopfen, wie ich Energie verbrauchte. Lange Spaziergänge führten uns dann letztendlich zu den ersten Trainings-Spots, in der Nähe vom London-Eye. Bei Big-Ben, wurde ein klassiches Gruppenbild gemacht, um etwas zur Erinnerung zu haben, aber bei den Trainings-Sessions selbst habe ich mich mehr auf's Springen, als auf's Bilder machen konzentriert.

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Jeder von uns war motiviert und wir durften so manchen London-Spot intensiv und ohne Probleme nutzen. Nicht einmal kam die Security vorbei oder aufgeregte Passanten kamen uns blöd, nein...  sogar positives Feedback, schön! Den einzigen Spot den wir mit einem weinenden Auge allein lassen mussten (dazu hatten wir uns selbst entschieden), war ein toller Spot direkt vor dem London-Eye. Dieser Platz wurde seit meinem letzten London-Besuch vor ein paar Jahren komplett umgebaut und durch ein _riesiges_ Holz-Gerüst erweitert. Wenn man das Wiener Aspern-Holzgerüst mit dem im Siebensternpark-Gerüst erweiterte, hätte man es noch immer mindestens mal Fünf nehmen müssen, um auf diese geniale Monstrosität zu kommen.
 
Leider war dieses Gerüst aber nur für Kinder bis 11 Jahre "zugelassen", wir wollten keine Troubles mit den Eltern und deren kleinen Kids dort bekommen. Egal, denn London hat so viel mehr geboten und wir haben die Zeit sehr gut genutzt. Wir trainierten an Spots ,die wir aus Videos kannten und die hatten viele typische Wiedererkennungs-Reaktionen, wie: "OMG, wie groß/weit ist das bitte?".
 

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Leap-Park:
 
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Am Montag Nachmittag machten wir uns am Weg zum Leap-Park, dabei handelte es sich um einen Outdoor "Parkour-Park". Ich war interessiert am Aufbau und Ideen, die in der Planung steckten... gereizt haben mich die "richtigen" Spots ehrlich gesagt mehr. Es war aber eine gute Möglichkeit einige Bilder zu machen und als wir ankamen, spürten wir den ersten Nachteil dieser Parks => geschlossen und wir durften nicht rein. Selbst Alexx, der durch ParkourGenerations auf der Liste steht, durfte wegen der Uhrzeit nicht hinein, denn unter der Woche ist der Park erst ab 17 Uhr offen. Dies hat mit Jugend-Bestimmungen zu tun... crap.
 
Somit fotografierten wir den Park einmal von aussen, futterten in Ruhe und fanden bei unserer Erkundungstour auch noch ein "Anti-climb Paint" Schildchen. Jedes Mal wenn ich in England bei sowas vorbei komme, bin ich heilfroh dass es bei uns (noch?) anders aussieht. In einem Spielplatz, welcher komplett aus Ziegeln gebaut wurde, hatten wir unser Training des Wochenendes. Unglaublich kreativ und spassig gingen wir an unsere Grenzen und holten aus einem relativ unscheinbaren Spot so unglaublich viel raus... sehr genial! Nach einem kurzen Pub-Besuch (Tee mit Milch, what else) ging es nochmals zum Leap-Park, wo wir nach 17 Uhr auch endlich rein durften.
 
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Im Park gleich mal brav fotografiert und was mir gleich aufgefallen ist "damn, ist das alles hoch". Da fängt jede Mauer erst bei 1.70 Meter an, keine niedrigen Mauern auf Hüft-Höhe. Noch bevor wir richtig warm waren fragte ich den Dominik, ob er einen Präzi für ein Bild machen würde... er verweigerte. Also die Kamera ausgeschalten, auf ca. 2 Meter Höhe rauf und mir den Sprung angesehen.... OK, verstehe warum er gezögert hat. Der Sprung war nicht wild, aber die Landefläche vlt. gerade einmal eine Hand breit.
 
Selbstsicher abgesprungen => Zack.... gespürt wie die Bauchmuskeln beansprucht werden und kurz darauf versucht wieder zu atmen, ging aber nicht gleich. Einfach durch die müde/kalte Muskulatur einen Zentimeter zu kurz gesprungen und abgerutscht, mit den Bauchmuskeln den Sturz abgefangen - komplett die Hände ausgelassen, so schnell ging das (gut, dass es nicht ein paar cm weiter oben die Rippen erwischt hat, das wäre schmerzhaft geworden) und leicht das Knie angeschlagen. Minimalste Verletzungen für einen recht wilden Sturz... für mich aber das Zeichen "HOLD IT, regeneration time!" Somit ging ich komplett in den Foto-Modus über und habe auch noch die PkGen Class am Abend gestanzt... Gesundheit geht vor... und am Abend habe ich gemerkt, dass ich sowieso keine 10 Liegestütz mehr gedrückt hätte. (trotzdem ging es im quadruple-walk rückwärts einen Stock rauf zum Duschen - im Hostel abends - Tradition muss sein !)
 

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Touristen-Check:
 
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Am DIenstag waren wir körperlich alle schon gut kaputt, es mussten aber noch typische England-Tasks abgearbeitet werden: Decathlon & Primark Einkaufstour. Auch den Buckingham-Palace haben wir einen Besuch abgestattet, ziemlich unspektakulär muss ich sagen. Rund um den Decathlon wurde nochmals trainiert, die Gegend intensiv erforscht und ein bisschen "Urban-Exploring" betrieben. Martin hat es beim Urban-Exploring sogar auf eine schöne rote Hochzieh-Brücke getrieben. Bei der Themse wurde der Alexx dann verabschiedet und wir kamen auch noch bei unserem kulturellen London-Part vorbei. Somit wurde dieses Wochenende mit einem Theaterbesuch bei Monty Python's "Spamalot" beendet... sehr lustig :D


 

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Das war mein Bericht aus London 2014.
 

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Danke an Alle, Cheers

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Sie zeigte uns ein bisher unveröffentlichtes Video, wobei es um eine Challenge von 1000 Muscle-Ups in 24 Stunden ging. Auch hier zeigte sich, dass Sie nicht einfach schnell Videos am Fließband produziert, sondern dass die Aufnahmen bereits Jahre alt waren und Sie sich sehr viel Zeit mit der Realisierung ließ, da sie hohe künstlerische Ansprüche an sich selbst hat. Sie wollte zum Beispiel nicht zeigen, wer als Erster mit der Challenge fertig war und sich somit viel Arbeit angetan, dies aus einem komplett anderen Blickwinkel zu zeigen.... ein für mich interessanter Ansatz.

 

Und hier ist das besagte Video:

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