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Alexx

TrainingszwischenFALL Athen

Eine kleine Geschichte aus dem heutigen Training.

 

Ich bin zur Zeit in Athen und trainiere regelmäßig mit nem guten Freund hier. Nach ner guten Session hat er mich zu sich eingeladen sich die Dachlandschaft von seinem Wohnblock anzusehen. Athener Architektur is sehr eng, nicht immer dem österreichichen TÜV entsprechend und meistens Flachdach mit Sonnenkollektoren und Kabelwirrwarr.

An der Stelle: Das letzte Mal so wirklich auf Dächern trainiert habe ich vor vielen Jahren, da ich es normalerweise meide und schon gar niemandem auf den falschen zeh steigen will.

Aber ja, heute is alles schief gegangen und doch hatte ich riesen Glück, nicht zulletzt hab ich gesehen, dass sich ordentliches Training wirklich auszahlt. Aber dazu mehr in Kürze.

Wir sind also auf 6 Stockwerke Höhe und mein Kollege zeigt mir ein paar der Runs und Challenges oben. Ein Präzi den Blane gemacht hat inklusive (Kotz mich an, hoch und grauslich). Ein andrer Präzi hats mir angetan gehabt.

 

Vom Dach, das in mehreren Ebenen aufgebaut war gings über ne Stahlleiter nochmal ne Ebene hoch auf ne Art Vordach/Aussichtsplatform. Die Platform war gepflastert, etwa1 Meter breit und 3 Meter lang. Auf der rechten Seite Drop 6 Stockwerke mit ner Mauere gegenüber. Links von der Platform gings auf das eigentliche Dach wieder runter (3 Meter) und in etwa 2,5 Meter Entfernung (gute Sprungweite) war etwas niedriger gelegen auch die vorher beschriebene Mauer.

 

Ich fühl mich sicher genug den Präzi zu springen. Ich lehn mich nach vor, Hocke, Absprung.....KRACK und ich falle.

Was is passiert? Das Vordach/die Platform war bepflastert. 2 der Kacheln (von denen ich abspringen wollte) waren schlecht befestigt (klassicher griechischer improvisierter Style, nicht so locker, dass ich es sofort gemerkt habe, aber locker genug). ich spring also ab, der Druck vom Absprung geht glatt durch die Kacheln durch. Die Kacheln brechen und ich fall samt Kachel die 3 Meter runter.

Es is alles ziemlich schnell gegangen, aber ich hab gemerkt, wie in dem Moment das Adrenalin durchgefahren ist, wie die Zeit langsamer verging und wie ich es automatisch irgendwie geschafft hab auf den Beinen zu landen. Nichtmal die Hände zur Landung benutzt, Ballenlandung. Schritt nach vor und ne Milisekunde danach knallt die Kachel hinter mir in 1000 Stücke.

Ohne Parkour hätt ich mir in ner ähnlichen Situation alles mögliche brechen können auch wenn man argumentieren kann, dass ich ohne Parkour wohl nie in diese Situation gekommen wäre (fair enough).

1. IMMER Absprung und Landung checken, wenn möglich.
2. Umsomehr auf Höhe, ich habs vernachlässigt heute und es ging fast in die Hose.

3. Wiederholung zahlt sich aus. Je öfter man was wiederholt umso automatisierter greift man drauf zu. Wenn man fällt zahlt sich jede automatisierte Bewegung aus, seien es Koordination durch Flips oder simple Landetechnik, wie in meinem Fall.
4. Andre Länder andre Sitten und andere Sicherheitsstandards bei Bauten, schaut vielleicht stabil aus, is aber bröselig/brüchig.

 

Ich hatte Glück und werd in Zukunft um einiges bedachter sein.Stay safe. :P
 

martin, sonja and rocket66 like this

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gut, dass nichts passiert ist

 

ersetze 3 meter mit 6 stockwerken und da hilft dir die ganze übung nichts mehr

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gut, dass nichts passiert ist

 

ersetze 3 meter mit 6 stockwerken und da hilft dir die ganze übung nichts mehr

 

gleicher gedankengang bei mir...

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Hi Alexx: mir ist etwas ähnliches passiert als ich nacn einem intensiven Tanztraining Stiegen hinunter steigen wollte. Ich war unkonzentriert. Dann stieg ich mit einem Fuß nicht ganz auf die Treppe auf. In diesem Moment verlangsamte sich das Zeitgefühl auf super slow Zeitlupe, mein Körper reagierte automatisch als wäre plötzlich Autopilot "on" und ich konnte mich dank der automatisierten Körperabläufe wieder in mein Gleichgewicht erfangen und mit ganzem Fuß aufgsteigen anstatt hinzufallen. Meiner Tanzlehrerin fielen die Augen aus dem Kopf und der Mund stand 3 Meter weit offen: "Wie um Gottes willen hast du das gemacht???"

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Eine ähnliche (weniger gut ausgegangene) geschichte vom Wochenende:

 

Wir hatten Dorffest, hier in Tihany, Ungarn. Ich war mit Frau ind Kinder da, wir haben uns den Markt angeschaut, Bratwurst und Zuckerwatte gegessen usw, und ich hab mir ein Glas Glühwein gegönnt. Soweit nix schlimmes.

 

Aber dann habe ich ein lockenden Geländer entdeckt bei einer Rollstuhlauffahrt, dickes Stahlror, ca. 10 meter lang, leich ansteigend, ganz normale Geländerhöhe, kein besondere Drop. Also warum nicht ransteigen, oder?

 

Nicht mal die Jacke abnehmen, zum Glück schaut auch keiner, ich bin oben, stehe mehr oder weniger in Gleichgewicht, mache langsam Schritte wie zuhause am Slackline. Ich verliere ein bisschen das Gleichgewicht, springe aber nicht ab, sondern versuche zu korrigieren, rutsche aus, BAMM!

Ich komme voll mit der Seite quer am Geländerkante auf, erst danach greif ich mit der Hand hin, setze die Füße ab, kriege keine, aber gar keine Luft.

 

Meine Frau ist Ärtztin, ist mit den Kindern ca. 20 m entfernt am Spielplatz, ich kann nur ganz krumm stehen, ich laufe hin. Immer noch keine Luft, ich kann nichts sagen, sie bemerkt erst gar nicht, dass was los ist. Sie fragt, ich antworte nicht. Ich flüstere sie zu, dass ich gefallen bin, zeige, wo drauf. Sie reagiert, schnell zieht sie mir die Arme hoch, streckt mich aus auch wenn es weh tut, ich soll einatmen, so tief wie möglich. Dann legt sie mich hin, zieht mir die Arme wieder hoch, hält sie fest, langsam wirds besser.

 

Also anscheinend keine Rippen gebrochen, nichts sehr ernstes passiert, die Folge ist aber bestimmt eine Knochenhautenzündung an den unteren Rippen, schlafen ist z.B schwierig da ich nicht richtig liegen und atmen kann. Also Trainingspause von mindestens eine Woche oder so.

 

Also

Normalerweise halte ich mich auch bei den Grundregeln: klare sache, nie ohne Aufwärmen trainieren, nie und nimmer unter Einfluss von Alkohol. Ist mir auch noch in drei Jahren Parkour nichts vergleichbares passiert.

Normalerweise, wenn ich wo hinsteige, schaue ich immer um, merke, wo ich hinspringen will wenn ich falle. Das ist jetzt auch ausgeblieben, und der Geländer war nass, ich hatte nicht meine Parkour-schuhe an, und und und.

 

Und was man noch daraus lernen kann: bei gemeinsame Training kann sehr leicht eine Situation aufkommen, wo jemand fällt und danach kein Atem kriegt und nicht reden kann.

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Danke für die Geschichte, András! Ist in der Tat sehr lehrreich.

Die vielen "und"s, die dazu geführt haben, sind sicherlich ein Teil der Ursache. Aber es liest sich auch, als könntest du den Automatismus noch besser trainieren, der unterscheidet, ob deine Balance noch korrigierbar ist oder du lieber kontrolliert abspringst ;)

Damit möchte ich nicht sagen, dass du es wieder auf so eine Situation ankommen lassen solltest. Sondern: Unser Körper spult gerade unter ungewohnten Umständen ganz archaisch genau die Programme/Bewegungsabläufe ab, die man trainiert hat. Je mehr Training man hat, desto reflexartiger reagiert der Körper richtig.

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, wo jemand fällt und danach kein Atem kriegt und nicht reden kann.

 

Enorm ekelhaft, man denkt man stirbt im moment da man nur einatmen kann, kenn ich zu gut!

Gute besserung!

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lieber andras!

 

gute Besserung, ich hoff du erholst dich gut von dem Sturz und ich bin froh zu lesen dass du ohne Brüche etc. aus der Situation gekommen bist.

danke fürs teilen der Geschichte, die Verlockungen "schnell mal was zu machen" sind manchmal echt schwer zu widerstehen

 

liebe Grüße aus Wien

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Hab grad vorher das Video gesehen und musste da an Deine Story denken.... einfach die Kante komplett weggebrochen, ungut

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ja das hab ich auch gesehen. genau so wars! nur als ich drauf stand hat sich nichts getan. erst durch den druck vom absprung.

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