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Carlillo

Überwinden psychischer Barrieren

Eigentlich passt mein Thema auch in den sautdechat - Thread,

ich will aber den psychischen Aspekt von Parkour und die Hindernisse die man im Kopf hat auch mal ansprechen.

Also ich hab kein Problem über Geländer oder Mauern zu kommen, wo ich eine relativ aufrechte Position beibehalten kann und die Füsse zwischen die Arme durchziehe bzw. mich mit den Händen auch vorher abstoßen kann.

Seit einiger Zeit übe ich den "split foot - Absprung" über Parktische (quer, nicht in Längsrichtung).

Der Absprung mit dem linken Bein gelingt mir gut, ich nehme mit dem rechten Bein Schwung nach hinten um meinen Körper in eine waagrechte Position zu befördern. Ich springe auch früh genug weg.

Vom Gefühl her ist alles ideal.

Jetzt kommts:

Ich habe Probleme mit der 2. Flugphase.

Ich kann mich nicht dazu überwinden schneller anzulaufen um mehr Schwung in die 2. Flugphase nach dem Abstossen mit den Händen mitzunehmen. Außerdem merke ich dass ich meinen Schwung sogar mit den Armen "abwürge" und mit meinen Füßen immer auf dem Tisch zwischen meinen Händen aufsetze.

Wie´s aussieht hab ich

1. Bedenken bei schnellerem Anlauf den Absprung nicht ideal zu schaffen (...was dann...?) und

2. Panik mich kurzzeitig mit dem Kopf voran frei fliegend in der Luft zu befinden.

Vielleicht hat jemand Tipps, denn mein größtes Problem ist nicht das körperliche, sondern das Überwinden psychischer Barrieren.

lg

Carlillo

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Eigentlich passt mein Thema auch in den sautdechat - Thread,

ich will aber den psychischen Aspekt von Parkour und die Hindernisse die man im Kopf hat auch mal ansprechen.

Also ich hab kein Problem über Geländer oder Mauern zu kommen, wo ich eine relativ aufrechte Position beibehalten kann und die Füsse zwischen die Arme durchziehe bzw. mich mit den Händen auch vorher abstoßen kann.

Seit einiger Zeit übe ich den "split foot - Absprung" über Parktische (quer, nicht in Längsrichtung).

Der Absprung mit dem linken Bein gelingt mir gut, ich nehme mit dem rechten Bein Schwung nach hinten um meinen Körper in eine waagrechte Position zu befördern. Ich springe auch früh genug weg.

Vom Gefühl her ist alles ideal.

Jetzt kommts:

Ich habe Probleme mit der 2. Flugphase.

Ich kann mich nicht dazu überwinden schneller anzulaufen um mehr Schwung in die 2. Flugphase nach dem Abstossen mit den Händen mitzunehmen. Außerdem merke ich dass ich meinen Schwung sogar mit den Armen "abwürge" und mit meinen Füßen immer auf dem Tisch zwischen meinen Händen aufsetze.

Wie´s aussieht hab ich

1. Bedenken bei schnellerem Anlauf den Absprung nicht ideal zu schaffen (...was dann...?) und

2. Panik mich kurzzeitig mit dem Kopf voran frei fliegend in der Luft zu befinden.

Vielleicht hat jemand Tipps, denn mein größtes Problem ist nicht das körperliche, sondern das Überwinden psychischer Barrieren.

lg

Carlillo

einen ähnlichen effekt konnte ich erst gestern beim forum-meeting bei mir entdecken....

ich probierte wieder den

(welcher letzte Woche absolut problemlos funktionierte).... gleich bei einem der ersten Sprünge habe ich total unwillkürlich vor dem Absprung abgebremst und bin (aus mangel an Speed) am Hindernis hängen geblieben.... total strange, obwohl ich mich eigentlich voll konzentriert habe

habe es dann (natürlich) noch ein paar Mal probiert... dann funktionierte es wieder (aber bei weitem nicht so gut/einfach wie letzte Woche)

ich denke, dass hier auch viel von der tagesverfassung abhängt... an manchen tagen funktioniert alles kontrolliert und flüssig.... an schlechten Tagen geht fast garnichts... ich habe mir einfach angewöhnt an solch schlechten Tagen nicht das Glück heraus zu fordern und krampfhaft zu probieren (evtl. Verletzung) und mich eher auf Muskel, Sprungkraft-Training konzentriert => wenn es beim nächsten Training wieder problemlos funkt. passt ja alles

dieses überwinden der psychischen Hindernisse ist meist schwieriger und aufwändiger als das Überwinden der Körperlichen.... der Körper ist zu viel mehr in der Lage als wir uns vorstellen können, nur der Geist muss es erst mal verstehen und richtig einsetzen können

wichtig ist es halt (nach wie vor) sich langsam zu steigern... wenn ich etwas größeres probieren will, dann probier ich dies nicht sofort... sondern probiere vorher ein paar kleinere Übungen um ein "feeling" dafür zu bekommen und um mich langsam herantasten zu können....

Ein Allzweck-Heilmittel kenne ich leider nicht... ich kann nur von mir selbst sagen, dass volle konzentration => den Jump vorher schon etliche Male im Kopf durchgehen (daran denken wo man hängen bleiben könnte bzw. wie man reagiert) => wenn man es sich dann nicht zutraut => lassen

langsam an das Ziel herantasten und nichts erzwingen

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!!!"WOOW"!!! "Dat is ja´n Ding"!

Ja das ist schon alles richtig Tom, danke!

Wenn du aber genau weißt dass es nicht schwer zu machen ist (quer über den Tisch is ja bei weitem nicht so eine große Distanz wie die in deinem Video), ...und du weißt, du kannst es ohne Probleme schaffen, ...weißt auch dass im Grunde nicht viel passieren kann, ...machst aber immer und immer wieder die selben Fehler bzw. traust dich nicht,...

...dann könntst dich schon Hint- reinbeissen.

Is jetz die Frage, siehst du im Kopf vorher die gesamte perfekte "Bewegungslienie",

oder spielst du jede einzelne Bewegung durch, z.B.: Anlauf - Absprung wo - welcher Fuß - anderen Fuß nach hinten werfen - Hände wo auf den Tisch - Beine sind in diesem Moment wo - mit den Armen abstoßen - auf Beine achten - wo landen usw.

Überlegst du auch: wenn etwas nicht perfekt klappt - wo - kann was passieren - was mach du dann - ...

...denn wenn´st den Absprung verhaust, was machst dann mit dem Schwung?

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Ich gehe die Bewegung eher grob durch... auf so sachen wie Absprung (Splitfoot) achte ich gar nicht mehr... das geht schon von alleine

das ist eben auch ein wichtiger aspekt... man muss diese sprünge schon unendlich oft gemacht haben, dann gehen gewisse bewegungn "schon von alleine", ohne dass man sich besonders darauf konzentrieren muss, weil es was (relativ) neues ist

ich checke natürlich vorher auch ein paar "fehlerquellen" ab, wie z.B. wie rutschig die zone ist, wo ich mit den händen aufgreife, ob irgendwas bei der landezone liegt (zerbrochene bierflasche etc.) und je nach hindernis eben ob ich wo hängen bleiben/anstossen könnte usw.

naja... irgendwann gibts halt den "point of no return" ;) => wenn du nicht vorher schon abgebremst hast, hast du so viel schwung dass du _irgendwie_ über das hindernis kommen musst.... wenn man den absprung dann wirklich verhaut, geht das ganze so schnell dass man eh keine zeit mehr zum überlegen, sondern nur mehr zum reagieren hat => in dem fall wäre es eben gut gewesen schon vorher zu wissen, was man im fall der fälle macht

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Is jetz die Frage, siehst du im Kopf vorher die gesamte perfekte "Bewegungslienie",

oder spielst du jede einzelne Bewegung durch, z.B.: Anlauf - Absprung wo - welcher Fuß - anderen Fuß nach hinten werfen - Hände wo auf den Tisch - Beine sind in diesem Moment wo - mit den Armen abstoßen - auf Beine achten - wo landen usw.

Überlegst du auch: wenn etwas nicht perfekt klappt - wo - kann was passieren - was mach du dann - ...

...denn wenn´st den Absprung verhaust, was machst dann mit dem Schwung?

Das Problem, wenn man sich alles was schiefgehen könnte überlegt, ist dass du dann nur unnötig verunsicherst. Umso länger du nachdenkst was wie schiefgehen könnte, umso größer ist die Chance, dass es nicht klappt. Ich stell mir bei so einem Sprung einfach, wie du schon gesagt hast, den perfekten Ablauf vor. Wenn dann mal ein Fuß nicht dort ist wo dus dir vorgestellt hast, musst du halt versuchen trotzdem etwas draus zumachen oder notfalls in eine andere Technik übergehen - man muss flexibel sein!

Wie bereitest du dich auf Sprünge vor, bei denen du weißt, dass du dich schwer tust bzw nicht sicher bist ob dus schaffst. Manchmal wirkts schon Wunder, wenn du dich 10 Minuten hinstellst und dich voll konzentrierst - klingt zwar komisch und einige Fragen sich vielleicht was das solange bringen soll, aber ich hab das schon öfter erlebt, dass es danach klappt, zwar nicht immer im Zusammenhang mit Parkour, aber mit diversen anderen, teilweise ähnlichen, Sportarten.

Konzentration und positiv denken, probiers mal ;)

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Das Problem, wenn man sich alles was schiefgehen könnte überlegt, ist dass du dann nur unnötig verunsicherst. Umso länger du nachdenkst was wie schiefgehen könnte, umso größer ist die Chance, dass es nicht klappt.

wenn du verunsichert bist => lass es

wenn ich mir überlege, was schiefgehen könnte gibt es mir (auch wenn es blöd klingt), eine gewisse sicherheit => da ich ca. weiss was meine alternativen sind und wie ich reagieren kann/könnte (flexibilität braucht man sowieso)

[aber is halt mein weg, mich an solche sachen heran zu tasten.... ich denke, dass es da sicher viele wege zum ziel geben wird ]

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Jo, klingt alles sehr vernünftig. Ich mach eigentlich alles instinktiv. Ich weiß nur, dass bevor ich, zum Beispiel für einen Sprung anlaufe, weiß was ich tun will und ab dem Moment des Absprungs kommt’s mir immer so vor, als würde ich außerhalb meines Körpers stehen und mir selbst zusehen, bis zur Landung und dann geht’s wieder normal weiter. Auf Fehler, bzw Stürze, reagiere ich auch automatisch, was wahrscheinlich vom skaten kommt, da es mich regelmäßig aufhaut und ich schon eine gewisse Routine habe, wie ich mich aus solchen Situation noch retten kann.

dere, Flow

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Mokka schreibt:

Ich mach eigentlich alles instinktiv. Ich weiß nur, dass bevor ich, zum Beispiel für einen Sprung anlaufe, weiß was ich tun will und ab dem Moment des Absprungs kommt’s mir immer so vor, als würde ich außerhalb meines Körpers stehen und mir selbst zusehen

Ja, da is was drann.

Vor 3 Tagen beim üben, ich war schon müde und beim letzten Sprung über ein Geländer blieb ich hängen und steuerte Kopfüber Richtung Beton. Ich sah schon meinen Schädel aufschlagen, da meine Hände immer noch das Geländer klammerten. Aber plötzlich tauchte meine rechte Hand auf und verhinderte das schlimmste. Ich war dann auch noch überrascht dass ich abrollte. Sicher technisch nicht schön, aber immerhin habe ich nur geringen Schmerz in der Hand, da ich mit der Handkante aufsetzte.

Ich habe außerdem bemerkt, dass wenn ich beim speed vault weder auf den Absprungplatz noch auf den Platz schaue wo ich meine Hand platziere, sondern irgendwo dazwischen und diese beiden Punkte nur aus den Augenwinkel erfasse irgendwie besser springe.

Ich muss allerdings dazusagen, dass ich speed vault meist auf Parktischen trainiere wo es weniger Rolle spielt ob ich jetzt meine Hand 5 cm weiter vorn oder hinten platziere.

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