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Bennoni

Feiyue Review

Feiyue Kampfsportschuhe

Durch bekannte Persönlichkeiten, wie z.B. Daniel Ilabaca bekam der Feiyue Schuh in Parkourkreisen einen gewissen Status, der es für mich interessant gemacht hat, diesen Review zu schreiben.

In sehr vielen Videos von englischen Traceuren und Freerunnern kann man beim genaueren Hinsehen erkennen, dass es sich beim benutzen Schuh um den Feiyue handelt. Auch im deutschsprachigen Raum greifen immer mehr Leute zu dem chinesischen „low budget“ Produkt.

Was macht diesen Schuh so besonders? Inwiefern eignet er sich für parkourorientiertes Training und was hält er wirklich aus?

Bei einem durchschnittlichen Einkaufspreis von 10-15 Euro pro Paar (budoten.com) fällt die Investition in ein Schuhexperiment à la Feiyue nicht allzu schwer. Verständlich also, dass man es sich nicht nehmen lässt den Schuh selbst zu testen.

Mein erster Blick nach dem Auspacken fiel auf die massive Weichgummisohle. Als wichtigster Teil des Schuhs muss die Sohle den härtesten Beanspruchungen (vor allem im Parkour) standhalten. Positiv fiel mir die große Flexibilität der Sohle auf, die sich auch beim ersten Training draußen durch ein gewisses Barfußgefühl bemerkbar machte. Der Sohle ist es auch zuzuschreiben, dass es einem leichter fällt Kontrolle in seine Bewegungen zu bringen, da man dank ihrer Griffigkeit nur schwer abrutscht. Der Grip lässt sich durch die Weichheit des Gummis erklären, gleichzeitig ist diese Weichheit aber auch ein großer Nachteil was die Haltbarkeit des Schuhs betrifft. Nach dem ersten Training muss man schnell feststellen, dass sich gewisse Teile der Sohle bereits bis zur stufenlosen Flachheit abgerieben haben. Die fehlende Dämpfung kann man wiederum gemischt betrachten. Einerseits kann man durch das ungedämpfte Barfußgefühl verstärkt die eigenen Landungen analysieren, andererseits verzeiht eine ungedämpfte Sohle keine Fehler. Eine schlechte Landung macht sich schnell bemerkbar.

Der restliche Aufbau des Schuhs besteht aus leichten Stoffmaterialien und kleinen mit Metall verstärkten Ösen durch die sich die Schnürsenkel winden. Trotz der leichten Materialien ist der Feiyue Schuh im Gesamten schwerer als der herkömmliche Netzstoff-Laufschuh. Wiederum findet sich eine Erklärung dafür bei der massiven Sohle die aus einem einzigen Teil Gummi gegossen wurde.

Der Schuh wurde letztendlich von uns in zweierlei Hinsicht getestet. Einmal in den extremen Bedingungen des outdoor Parkourtrainings, andererseits in einem stabilen Hallenumfeld.

Meine Erfahrung mit dem Schuh hat mir diesbezüglich gezeigt, dass er draußen trotz seiner guten Eigenschaften nicht lange standhält. Eines der beiden Paar Schuhe vernichtete ich innerhalb eines einzigen Tages bis zur völligen Unbrauchbarkeit. Hierbei habe ich den Schuh jedoch (zu seiner Verteidigung) in keinster Weise geschont. Circa 3 Stunden Training, inklusive großer Präzisionssprünge und weiter Armsprünge + hoher Saut de fonds und einer kleinen Show am Abend gaben dem Schuh den Rest. Von diesem Exemplar habe ich leider keine Fotos gemacht.

Ganz anders sieht es dann aber mit der Haltbarkeit in der Halle aus. Verglichen mit anderen Schuhen verschleißt der Feiyue zwar immer noch ungleichmäßig schneller, immerhin aber deutlich langsamer als draußen.

Mein Fazit für diesen Schuh lautet also folgendermaßen:

Die Vorzüge des Feiyue sind offensichtlich. Niedriger Preis + gutes Gefühl im Schuh + Promotion durch bekannte Leute machen den Schuh attraktiv. Geringe Haltbarkeit + null Dämpfung (ob negativ oder positiv) lassen die Frage offen ob sich dieser Schuh wirklich so gut für parkourorientiertes Training eignet. Mein Tipp würde einen gewissen Kompromiss zwischen Brauchbarkeit und Unbrauchbarkeit schließen: Wenn man den Feiyue benutzen möchte so würde ich jedem empfehlen, dass er das auch tun soll. Gewiss jedoch nicht mit der Absicht beim Training an seine Grenzen zu gehen. Ein lockeres Training mit diversen Kraftübungen oder ein sanftes Techniktraining bzw. ein entspanntes Hallentraining sind genau jene Rahmenbedingungen in denen der Feiyue am besten zum Einsatz kommt. Fast alle anderen Absichten machen einen anderen Schuh rentabler und geeigneter.

Die Fotos zeigen meine weißen Feiyue nach 2 Monaten der Benutzung. Nach 2-3 Trainingseinheiten draußen habe ich mich entschieden den Schuh zum Training nicht mehr anzuziehen, weil er sonst möglicherweise nur 1 Woche gehalten hätte. Ich habe den Schuh dann nur mehr als „normalen“ Sommerschuh verwendet und war in diesem Umfeld sehr zufrieden mit ihm. Trotzdem kann man deutlich die Löcher in der Sohle sehen die sich durch „normale“ Abnutzung ergeben haben.

PS: Auf der Suche nach dem Grund warum die Feiyue auf der offiziellen Homepage für ca. 50 Euro und bei Drittanbietern billiger verkauft werden habe ich folgendes gefunden.

„…There are actually 2 different types of Feiyue. The French company you mention did invest in Feiyue, and they produce a fashion version of the shoe for around 50 euros (www.feiyue-shoes.com). They feature different colors on the sides and are generally constructed better. They have more padding on the sole, better rubber on the top and sides and higher quality laces, grommets, etc. The ones that are sold in Chinatown (in unserem Fall im Internet) (at Bok Lei specifically) are more designed for kung fu and martial arts training. They are a bit wider in the toe and are constructed with cheaper materials (hence the $15 price). The $15 ones are incredible comfortable, but don’t expect them to last more than a month with constant use on pavement…”

Ich hoffe das Review war nützlich.

Alex

btw vielleicht schreib ich auch einen kalenji review :)

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He_Said_Riedl likes this

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cool... kleines add von mir

wie lange der schuh hält, kommt natürlich auch sehr drauf an was man mit ihm aufführt.... wenn man draussen lockeres präzi/balance/etc. training macht, hält er auch lange.... sobald es aber an armsprünge/passe murailles/etc. geht, ist der schuh schnell tot

weiters hatte ich nach dem ersten training mit ihnen gscheite schmerzen an der fußsohle.... einfach komplett ungewohnt... da merkt man, wieviel man sich auf die dämpfung verlassen hatte... das gibt sich aber auch schnell und es gibt wohl kaum einen anderen schuh, wo man die technik (landungen, ...) so verbessern kann, weil man richtig spürt ob das gut oder schlecht war

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Hab noch nie ein Review über einen Schuh gelesen....aber es gefällt mir xD

@TOMklingt logisch =)

Ich bin grad auf der Suche nach Schuhe, kannst mir vielleicht einpaar Vörschläge machen? Die Bedingungen sind, dass sie billig und in Wien zu kriegen sein sollen.

Danke

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ja ich denke da sind die feiyue genau das was du suchst will sie mir auch kaufen wenn ich wieder flüssig bin ;)

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als laufschuh würd ich dir den nike commit empfehlen den gibts um 40 euro beim hervis (zumindest wars bis vor kurzem noch so), er ist leicht und hält einiges aus (und wenn ich das sag dann is es wirklich so, denn schuhe halten echt ned lang bei mir...:) )

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haha ned lange ist aber sooo etwas von übertrieben!!

wie lange haben deine letzten kalenjis gehalten 3 Tage?

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@ alexx - ich glaub es liegt an deinen füßen und nicht an den schuhen :-p

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Wie verhalten sich die Feiyue bei der größe im Vergleich zu Kalenji oder Ariake

hab Kalenji große 43 und Ariake in 44

also welche größe würde eurer meinung nach passen ?

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Sehr gut und ausführlich ge/beschrieben. Dickes Plus von mir =D

Ich war mit meinen unlängst im Wald laufen/trainieren, hat den Lamellen auch ziemlich zugesetzt.

@Dave ich hab Kalenji 43 wenn ich mich nicht irre und 43er Fei sind mir nen Winz zu klein. Es geht zwar aber der große Zeh drückt nach ein paar Stunden doch sehr unangenehm. Aber wart besser noch auf andre Meinungen

WahLoamma likes this

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Am besten geeignet (meiner meinung) sind: Kalenji Ekiden 50.

Diese Schuhe sind robust, rutschfest, angenehm zu tragen und die billigsten Runningschuhe. Der Nachteil: Das Sohlenprofil ist nicht eine Sohle, sonder in mehrere gespalten, das bewirkt dass kleinere Sohlenstückchen abfallen können, bervor man sie an der Wand abgenutzt hat.

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