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rocket66

Parkour-Artikel: Selbstvertrauen

Parkour ist keine rein physische Angelegenheit. Mehr als viele glauben wollen, spielt sich im Kopf ab. Dieser Artikel beinhaltet (kurz und knapp angeschnitten) einige mentale Aspekte, mit einem Schlüsselaspekt: Selbstvertrauen.

Klarerweise kann man mit dieser Thematik Bücher füllen, aber dieser Artikel dient rein als Denkanstoß und ist vollkommen subjektiv aus meiner Perspektive geschrieben. Alles in diesem Text kann man auch nicht nur auf Parkour selbst, sondern auf sein komplettes Leben projezieren.

Artikel: Selbstvertrauen


Definition: „Unter Selbstwert (auch: Eigenwert, Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen, Selbstachtung, Selbstkonzept) versteht die Psychologie den Eindruck oder die Bewertung, die man von sich selbst hat. Das kann sich auf die Persönlichkeit und die Fähigkeiten des Individuums, die Erinnerungen an die Vergangenheit und das Ich-Empfinden oder auf das Selbstempfinden beziehen. Äußere Faktoren können das Selbstvertrauen prägen, wenn bei bestimmten Anforderungen hinreichend objektive Gründe gegeben sind, wie zum Beispiel Methodenkompetenz, ausreichende Kenntnisse oder Erfahrungen, wiederholte Tätigkeiten in ähnlichenSituationen oder ähnliches.“

Niemand kennt dich besser, als du selbst

Du kennst deinen Wert (deine Werte), deine Skills, dein Mindset, deinen Körper, deine Erfahrungen, deine Schwachstellen, dein Potenzial, deine Verfassung.. einfach das was dich ausmacht. Du versuchst deine Umgebung kennen zu lernen, ihre Schwachstellen heraus zu finden, deine Fähigkeiten deiner Umgebung anzupassen. Du siehst nicht das Hindernis, du siehst die vielen Varianten das Hindernis zu überwinden. Du siehst dich selbst im Einsatz deiner Fähigkeiten. Du vertraust dir selbst und blickst auf das Hindernis zurück „Was war daran jetzt so schwierig?“

Was hat mich gehindert? Nicht das Hindernis, ich habe mich selbst gehindert.

Du entscheidest im Kopf, ob du die Bewegung schaffst oder nicht. Wenn dein Kopf nicht bereit ist, wird es dein Körper nie sein. Du hast dir die Kraft angeeignet, die Koordinationsfähigkeit, die Erfahrung und dennoch bemerkst du schon beim ersten Schritt des Anlaufs, ob die Bewegung funktionieren wird, oder nicht.

Sei im Moment

Denke nicht an die Zukunft oder Vergangenheit... alles was zählt ist der Moment. Der Moment in dem man sich die Bewegung vorstellt, des ersten Schrittes, des Absprungs, der Durchführung, der Landung... du bist der Moment. Du führst Regie im Moment, du bist der Akteur im Moment... du entscheidest ganz allein, ob es ein guter oder ein schlechter Moment wird. Somit kann dich der Moment nicht überraschen, denn du weißt ganz genau was du mit ihm machen wirst. Selbst wenn du beim Anlauf/Absprung abrutschst, auf eine Flasche trittst, eine Fliege ins Auge kommt, eine Sirene losgeht, ein Hund bellt... du dirigierst ihn, du wolltest es so und nicht anders. Man kann sich zwar vorbereiten und Plan-B oder Plan-C zurecht legen, aber oft hilft nur Plan-X den man nicht vorbereitet hat.

Vorbereitung ist viel, aber Durchführung ist alles.

Vertrauen Anderer

Gruppenzwang ist etwas Schlechtes, Vertrauen anderer ist dagegen ein „positiver Push“. Dir werden Dinge zugetraut, mit denen du nicht gerechnet hättest... wieso trauen Sie dir mehr zu, als du dir selbst? Nimm dieses Vertrauen auf und wandle es in Selbstvertrauen um. Dieses Selbstvertrauen ist der Schlüssel zum Erfolg.

Gib Anderen auch Vertrauen, wenn sie es nötig haben. Kenne aber die Personen, denen du Vertrauen schenkst, denn falsches Vertrauen führt zu Schmerz.

Sei offen

Sei offen für Neues, für Einflüsse, für Alternativen. Beschäftige dich mit anderen Dingen die dir helfen könnten. Sieh alles einmal aus einer anderen Perspektive. Unterschiedliche Sichtweisen bzw. Erfahrungen, bringen frische Ideen und Ansätze. Werte Aussagen nicht, nur weil sie von einer bestimmten Person kommen. Der Mindset bzw. die Aussagen eines „Neulings“ können dich zum kompletten Umdenken anregen, obwohl du bereits mit erfahrenen und respektierten Leuten, über genau die selbe Thematik gesprochen hast. Erfahrungen anderer können dir viel ersparen und sollten zum Denken/Handeln anregen.

Der Fokus

Behalte dein Ziel im Fokus, verliere aber nicht den Überblick. Du bist voll konzentriert auf dich selbst und dein Ziel, solltest aber keinen Tunnelblick entwickeln. Achte auf deine Umgebung und was sie macht. Wenn du sie komplett ausblendest, wird sie dich überraschen. Wenn du ihr zu viel Aufmerksamkeit schenkst, verlierst du das Ziel aus den Augen. Erkenne zum Beispiel, ob jemand deinen Weg kreuzen könnte..... wie diese Person genau aussieht oder was sie denken könnte, ist aber komplett egal für dich in diesem Moment. Vielleicht denkt sie ja, dass du dein Ziel erreichen wirst, selbst wenn sie nicht einmal weiß was du da machst.... aber du strahlst aus, dass du es erreichen willst und wirst.

Du verfolgst dein Ziel, nur für dich und nicht für Andere. Du machst es, weil du es willst und für richtig empfindest. Zu Etwas oder Jemandem nein sagen, benötigt mehr Mut und Selbstvertrauen, als sich zu überwinden und einfach auszuprobieren.

Sieh das Positive

Alles hat einen positiven Aspekt. Selbst bei schlechten/schrecklichen Dingen, kann man später etwas Positives herauskristallisieren oder du bist eine Erfahrung reicher, die dich stärkt. Du beschäftigst dich mit einem Hindernis, stellst dich darauf und lässt die Bewegung vor dem inneren Auge abspielen. Du fühlst dich für das Hindernis bereit, steigst herunter und knickst dabei um... warum? Weil du nicht im Moment warst... du warst in Gedanken schon bei der Bewegung über das Hindernis und nicht beim herunter steigen davon. Fehlern aus denen man nicht lernt, sind nicht wert gemacht zu werden.

Optimierung und Engagement

Optimiere altes, erlerne Neues – erlerne Altes, optimiere Neues

Höre auf deinen Körper, denn nur er sagt dir, was du falsch gemacht hast. Wenn du nichts hörst, hast du nicht richtig hingehört... denn keine Bewegung ist perfekt ausgeführt.

Liebe das was du tust und sei froh dass du es machen kannst. Sei froh, dass du gesund genug dafür bist und denke wie viele Leute das gerne machen würden und einfach nicht können. Nur zu trainieren, weil mal wieder der fixe Trainingszeitpunkt ist und man eigentlich keine Lust hat, ist der falsche Weg.

Zeige Engagement und hilf Anderen, denn auch das kann und wird dir einmal helfen. Irgendwann freust du dich über erreichte Ziele Anderer genauso, wie über eigene Ziele. Zu sehen, dass du anderen helfen kannst und sie froh darüber sind, kann auch wieder dein Selbstvertrauen stärken und dich bei deinen Zielen unterstützen.

Wahres Selbstvertrauen

Selbstvertrauen ist ein Schlüssel. Dieser Schlüssel öffnet dir viele Türen, viele Techniken, viele Erfahrungen. Gespieltes Selbstvertrauen wird dich irgendwann als Bumerang treffen, zum denkbar unpassendsten Zeitpunkt und vollkommen unerwartet. Arbeite am wahren Selbstvertrauen, werde aber nicht eingebildet. Wende dieses Selbstvertrauen überall an.

Lebe das Selbstvertrauen... in jedem Moment!

"Sobald du dir vertraust, sobald weißt du zu leben." - Johann Wolfgang von Goethe, Faust I

discuss :]

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geniale gedanken!! ;)

....erinnert mich extremst an andis buch!

(ich weiss das du es nicht abgeschrieben hast :P ....ich finde nur die parallelen arg)

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nicht nur für anfänger.

ganz im ernst tom, bin schwer beeindruckt.

(ich steh schon jeden tag vor dem spiegel und steh dazu: ICH BIN UNFÖRMIG^^)

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Gefällt mir. Selbstvertrauen ist ne tolle Sache, an und für sich mangelt es mir nicht daran, aber durch diesen Artikel ist mir klar geworden wo es mir doch noch fehlt.

2 Daumen gen Himmel von mir (:

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dein schreibstil gefällt mir - ich finde du hast die gedanken gut und verständlich zu papier gebracht, vielen dank :)

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Hast einen guten (philosophischen) Tag erwischt, ist nicht leicht so was zu schreiben.

Und das schöne daran ist, wenn Du Dir (jeder) über die Punkte nicht mehr Gedanken machen musst - dann hast Du es geschafft!

Viel Wahres steckt in dem Artikel - aber nichts Neues (Ich lebe schon Jahrzehnte lang nach gleichen/ähnlichen Gesichtspunkten).

Das soll jetzt die Sinnhaftigkeit oder die (Gedanken)Arbeit (von TOM) absolut nicht mindern, ganz im Gegenteil - schön, wenn man Gedanken, Gefühle niederschreiben und anderen bei Ihrer (wasauchimmer)Findung helfen kann.

Btw. Es gäbe sicher noch zig. Ergänzungen dazu - z.B. (Selbst)Kritik, Werte, Bereitschaft (Courage), ...

Aber das würde dann Bücher füllen, wie TOM eingangs schon erwähnte!

Daher kann ich jeden (nicht nur Anfängern) empfehlen, sich diesen Artikel als Grundlage seines Denkens heranzuziehen. Egal welche Schlüsse daraus gezogen werden!

Greetz Rocket

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lol .. ich schließ mich benni an... habe das Buch von Andi auch gelesen und der Artikel ist wie eine kurze Zusammenfassung von ein paar Themen, allerdings braucht es mehr als so einen Artikel um wirklich dauerhaft was zu ändern. Vielleicht gibt es den Leuten einen kurzen Schub, aber fast jeder wird es bald vergessen haben.

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find ich gut... hab keine zeile aus andis buch gelesen, mich zwei abende hingesetzt und einiges offenbar auf den punkt gebracht

ob leute damit was anfangen oder nicht, ist deren entscheidung... ich hab meine entscheidung getroffen und handle danach

ich will und kann keinem vorgeben, was er denken soll... ist schlicht meine subjektive sicht, die ich frei veröffentliche... (um)denken muss nämlich jeder für sich selbst... manche schaffen es allein, manche müssen angestoßen werden und wieder andere lassen sich von a-z vorgeben was sie denken sollen... jeder geht seinen weg, ich bin mit meinem glücklich

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ich will und kann keinem vorgeben, was er denken soll... ist schlicht meine subjektive sicht, die ich frei veröffentliche... (um)denken muss nämlich jeder für sich selbst... manche schaffen es allein, manche müssen angestoßen werden und wieder andere lassen sich von a-z vorgeben was sie denken sollen... jeder geht seinen weg, ich bin mit meinem glücklich

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