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Artikel

Parkour-Artikel in der Übersicht

TOM
Parkour - Die Kunst der Effizienten Fortbewegung, begegnet uns in den Medien immer wieder mit verschiedensten (teils sehr kreativen) Namensgebungen. Doch wie schreibt man es nun wirklich richtig? Heisst es nun Parkour, Parcour, Parcours, Parcouring, Parkouring oder Parkuhr und in welchem Zusammenhang steht eigentlich dieses verdammte Freerunning?
Zu dieser komplizierten Fragestellung gibt es eine simple Antwort: Parkour
Parcour, Parcours: Bekannt als allgemeine Benennung von Hindernisparcours (z.B für Tiere - Hunde, Pferde, etc.). Zu dieser Schreibweise meint auch meistens die Rechtschreibprüfung uns zwingen zu müssen, was aber in diesem Zusammenhang nicht korrekt ist. Der Begriff "Parkour" stammt von "Parcours" ab und wird gleich ausgesprochen.
Parcouring: Eine Wortmarke die in Deutschland registriert wurde, um nicht mit der (deutschen) Wortmarke "Parkour" in Konflikt zu kommen. Dies wurde von einer Firma verwendet um ein Eventkonzept auf die Beine zu stellen, welches de-facto nichts mit dem eigentlichen "Parkour" zu tun hat.
Pakour, Pacour, Pacurs, Parkur, Pakur, Parkuhr, Parkouring, Parkour-Running, Parkhour laufen, Streetrunning, Street-Running: Der kreative Prozess der bei vielen einsetzt, wenn Sie versuchen einen Begriff zu verwenden dessen Bedeutung sie nicht ganz kennen
Freerunning, Free-Running: Eine Wort-Erfindung für den englischen Raum (UK), im Zuge der "Jump London" TV-Dokumentation im Jahre 2003 mit Sebastien Foucan. Im Sinne der Yamakasi (erste Gruppe die Parkour ausübte), bedeutet Parkour, Free-Running oder l’art du déplacement das Gleiche. In Internet-Diskussionen entwickelte sich eine Differenzierung zwischen Parkour (effiziente Bewegungen) und Free-Running (akrobatische Elemente).
 
Weitere relevante Begriffe:
Wenn jemand Parkour ausübt, übt er/sie Parkour aus.... er/sie parkourt/parkoured/parkurt nicht.
Es wird auch kein Parkour gesprungen, sondern man trainiert Parkour.
Jemand der Parkour ausübt, nennt sich Traceur ("der den Weg ebnet" - vom französischen Tracer) und nicht Parkourer.
Ein weibliches Geschöpf, welches Parkour ausübt nennt sich "Traceuse" und nicht Tracueurin.
Mehrere Traceure, nennen sich Traceure (ausgesprochen "Trassöre") und nicht "Trassörs"
Ein Ort an dem Traceure gerne Parkour ausüben, nennt sich "Spot".
Der Ort an dem Parkour im urbanen Umfeld entwickelt wurde, nennt sich "Lisses" (Vorort von Paris).
Der "Erfinder" von dem Parkour, wie wir es kennen heisst "David Belle" und sein Vater "Raymond Belle" und nicht Bell (oder so ähnlich).

Unsere Bewegungen heißen "Bewegungen"/"Techniken" und nicht Tricks.
Eine "Mission" (englisch) ist zumeist eine Kletteraufgabe, wo über längere Strecken nicht der Boden berührt werden darf.
Ein "Run" bezeichnet die Aneinanderkettung mehrerer Bewegungen zu einem flüssigen Bewegungsablauf.
Falls einem das Wort "Traceur" zu französisch klingt, der kann uns auch "Parkour-Athleten" nennen, aber bitte nicht Parkour-Artisten...es handelt sich nämlich um keinen Zirkus.
Bei "l'art de deplacement" handelt es sich um einen Überbegriff ("Kunst der Fortbewegung(en)"), welcher Parkour und Freerunning inkludiert.
Die "Art of Motion" (Red-Bull) ist NICHT die Parkour oder Freerunning Weltermeisterschaft. Parkour ist non-competitive und es gibt keine Wettkämpfe darin. Es handelt sich hier um ein Event für die Marke und hat nicht's mit den Werten oder Grundgedanken von Parkour zu tun.

Grund dieses Artikels: 

Personen bei der ernsthaften Recherche zu Parkour behilflich zu sein. Viele Medien verbreitn leider schlecht recherchierte Fehlinformationen und Eigene Wortkreationen. Wir sind bemüht, dass Parkour in der Öffentlichkeit richtig dargestellt und (damit verbunden) auch richtig bezeichnet/geschrieben wird.
martin
Lieber Leser, liebe Leserin,
im Anhang befindet sich die aktuelle Version meines Skriptums zu Parkour in der Jugendarbeit. In den letzten Jahren ist es beständig gewachsen und hat einige Überarbeitungen erfahren (danke für die Anregungen und Diskussionen) und ich möchte in dieser Form meine Erfahrungen teilen.
Der Titel „Parkour -risflecting® - Jugendarbeit. Sprünge wagen und landen.“ deutet schon auf die „Brille“ hin, mit der Parkour in diesem Skriptum besehen wird. Diese Sicht ist stark durch meine persönliche und berufliche Laufbahn geprägt und spiegelt sich im folgend Skriptum wieder. Es handelt sich dabei um eine von vielen Möglichkeiten, das Phänomen Parkour zu betrachten. Aber egal wie ausgefeilt die Betrachtung sein mag – Parkour wird erst im Erleben selbst verstanden und das ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.
Dass ich auf Parkour gestoßen bin, war erstmal ein glücklicher Zufall:
Als frisch gebackener Sozialarbeiter, in der mobile Jugendarbeit mitten in Ottakring gelandet, wurde ich von einem Jugendlichen angesprochen, ob ich nicht Parkour kenne... dieses „von Haus zu Haus springen“ und ihn zu einem Training begleiten könnte?
Damals war auch das Internet noch weniger endlos, Youtube frisch gestartet und Parkour noch kein Begriff der 1,5 Mio Treffer liefert, wenn Google angeworfen wird. So landeten wir schnell beim Forummeeting von Parkour Vienna.
Um eine lange Geschichte kurz zu machen: den Burschen interessierte es bald nicht mehr, aber ich war in den Bann von Parkour geraten und bin es immer noch.
Meine Entwicklung als Traceur war also von Beginn an verbunden mit der Frage ob und wie Parkour und Jugendarbeit zusammenpassen können. Wie könnte eine Verbindung aussehen, die beiden Seiten gerecht wird?
Die letzten Jahre waren eine wundersame Entdeckungsreise, wie sehr beides voneinander profitieren kann. Ganz klar hat sich dabei für mich gezeigt:
Menschen wachsen an Herausforderungen und diese können gestaltet werden.
Ich sehe es als eine der Kernaufgaben der Jugendarbeit, junge Menschen bei der Suche, Bewältigung und Reflexion von Herausforderungen zu begleiten.
Parkour bietet genau das an: Möglichkeiten die eigenen Grenzen zu erfahren und zu erweitern, verbergen sich praktisch überall, es ist nur eine Frage des Suchens.
Der risflecting® Ansatz machte für mich den Brückenschlag zwischen beiden Gebieten. Dabei handelt es sich um ein pädagogisches Modell zur Entwicklung von Rausch- und Risikobalance (www.risflecting.at). Daher spielt er auch im vorliegenden Skriptum, ebenso wie in meinen Praxisprojekten eine wichtige Rolle.
Parkour stellt für mich eine Möglichkeit dar, eigene Grenzen zu erforschen und schließlich zu transzendieren. Gerade in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist Parkour ein Geschenk, da sie nicht erst davon begeistert werden müssen, sondern das „You-Tube Spektakel“ und die damit verbundene Sehnsucht nach Rausch, Risiko und Abenteuer ins reale Leben holen können. Als Pädagogen und Pädagoginnen haben wir die Chance wohlwollende Begleiter und Begleiterinnen zu sein, die Riskoräume schaffen und junge Menschen dabei unterstützen ihre Wege durch die Welt zu finden.
Damit können wir einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit und Entwicklung junger Menschen leisten. Das erfordert von professionellen Begleitern und Begleiterinnen Mut und Haltung zu beweisen, in einer Gesellschaft, die Rausch und Risiko entweder verbietet oder kommerzialisiert. Um es mit den Worten Erwin Ringels zu sagen: „Springen Sie, so oft Sie können, über Ihren Schatten!“
Was findet sich nun im Skriptum?
Es beginnt mit meiner „Definition“ und „Geschichte“ von Parkour, von denen ich weiß, dass sie unvollständig sind und dem Phänomen nicht gerecht werden können und dennoch als grobe Orientierungshilfen dienen können.
Es folgt das Kapitel „Parkour-Philiosophie“ in dem ich auf einige der immer wieder auftauchenden Leitsprüche Bezug nehme und meine Gedanken dazu festhalte.
Im Kapitel „Parkour & risflecting® – Balance in Rausch und Risiko“ finden sich Überlegungen wie mit dem Rauschpotential von Parkour positiv umgegangen werden kann und warum das selbstbestimmte Eingehen von Risiko im Parkourtraining wichtig für die persönliche Entwicklung ist.
„To Be and to Last – Nachhaltigkeit in Parkour“ setzt sich mit der Frage auseinander wie Parkour auf lange Sicht zur Gesundheit beitragen kann und was mögliche Stolpersteine auf diesem Weg sind.
Mit der Wechselwirkung zwischen Traceuren und Traceusen und ihrer Umgebung setzt sich das Kapitel „Parkour und Stadt – Körper und Raum“ auseinander. Da sich Gesellschaft auch immer in der Umwelt abbildet, ist das darauf folgende Kapitel der „Politischen Dimension von Parkour“ gewidmet – etwa der Kritik, dass Städte immer bequemer werden.
Die Kapitel „Parkour als urbanes Jugendphänomen“ und „Parkour und Jugendarbeit“ versuchen eine Antwort auf die Frage zu geben wie Parkour in der Jugendarbeit verantwortungsvoll eingebunden werden kann und stellen Praxisprojekte vor.
An dieser Stelle möchte ich DANKE an meine lieben KollegInnen und FreundInnen von CtC und aus dem risflecting-pool sagen – ohne euch wäre mir die Luft schon lange ausgegangen und so manchen Sprung auf dem Weg in Richtung innere Sicherheit hätte ich wohl nicht gewagt.
Besonders bedanke ich mich bei Tom, Dominik und Alex, die mir bei unserem Parkourtrip nach London einen großen Rucksack an Inspirationen und neuen Ideen mitgegeben haben und immer wieder mal wirre Ideenstürme über sich ergehen lassen ;-)
In diesem Sinne wünsche ich viel Spaß beim Lesen, mutige Sprünge und gelungene Landungen.
Parkour Skriptum 2016 - Dworak.pdf
TOM

By TOM, in Parkour Haupt-Artikel,

Der Einstieg in die Parkour-Welt ist kein leichter. Viele Fragen tun sich anfangs auf, die im Normalfall allerdings recht schnell geklärt werden können. Dieser Artikel für alle gedacht, die mit dem Parkour Training beginnen wollen.
 
 
 
Was ist Parkour?
In unserem Parkour-Info Artikel wird kurz die Geschichte von Parkour und weitere Begriffe rundherum erklärt. Weitere Informationen gibt es z.B. auf Wikipedia.
Wie lerne ich Parkour oder Freerunning?
Im Community Artikel wird ein kleiner Einblick gegeben und z.B. auch auf unser Forum-Meeting verwiesen. Neben dem gratis Forum-Meeting gibt es kostenpflichtige Kurse/Workshops (welche auch Indoor - in Hallen - stattfinden), welche in unserer Workshops & Kurse Liste zusammengefasst wurden. Im Beginner-Guide werden die ersten Schritte erklärt und auch im F.A.Q. gibt es reichlich Informationen, rund um diese Fragestellung.

Wer auf der Suche nach regelmäßigen Parkour Kursen ist, wird auf Parkour Austria fündig.
Gibt es spezielle Angebote für Frauen/Mädchen?
In unserem Frauen-/Mädchen Parkourtraining Artikel geht es um CtC Angebote speziell für Mädchen.
Krafttraining für Parkour?
Im Evening Madness Artikel geht es um ein spezielles Kraft-Training für Parkour. Dies ist genauso wie das Forum-Meeting gratis.
Was hat es mit der Parkour Philosophie auf sich?
Es gibt einige Artikel wie z.B. Public Parkour relations, Je leichter, desto Besser?, Parkour und die Hausdächer - eine Hassliebe oder trockene Fakten, wie der Parkour Terminologie Artikel.
Neben diesen zahlreichen Artikeln gibt es noch massig Informationen im Parkour-Vienna Forum. Falls also tatsächlich noch Fragen offen sind, einfach einen Account erstellen und in's Forum damit! (Im Traceur Development Teil kann man sich z.B. kurz vorstellen und allgemeine Fragen stellen)
TOM
Parkour & Freerunning Workshops/Kurse

Neben unserem regelmäßigem Outdoor-Training (Forum-Meeting) gibt es auch viel Nachfrage nach geleiteten Parkour Kursen bzw. Freerunning Kursen in Wien.

Dies ist eine Auflistung von empfohlenen Parkour & Freerunning Workshops bzw. Kursen, die regelmäßig stattfinden. Diese Kurse werden jeweils von erfahrenen Trainern unter professionellen Bedingungen durchgeführt. Bei Fragen zu den Kursen, bitte dem jeweiligen Link folgen und direkt bei den Organisatoren in Erfahrung bringen - Parkour-Vienna ist hier nicht Veranstalter.
 
 
 
Parkour Austria, Wien - Parkour-Kurse
https://www.parkour-austria.at/coaching/#kurse
Kursleiter: Thomas Stoklasa, Alexandros Charos Kursart: Geleitetes Training Regelmäßigkeit: mehrmals wöchentlich Zielgruppe: Anfänger und Fortgeschrittene Ort: Wien, genaue Location wechselt (siehe Website) Alter: ab 14 Jahre (jünger auf Anfrage) Preis: siehe Link
Marswiese, Wien - Parkour-Workshops für Jugendliche
www.marswiese.at/parkourkurs/
Kursleiter: Peter Supan, Felix Neudeck, Kathi Prager, Marc Zobel Kursart: Geleitetes Training Regelmäßigkeit: wöchentlich während des Semesters, siehe Link Zielgruppe: Anfänger Ort: Sportzentrum Marswiese (Neuwaldeggerstrasse 57a) Alter: 7-15 Jahre Preis: siehe Link
Sportunion, Tulln - Parkour & Freerunning Kurs
tulln.sportunion.at
Kursleiter: Philip Sanjath Kursart: Geleitetes Training mit Möglichkeit für freies Training Regelmäßigkeit: wöchentlich 2 Termine, siehe Link Zielgruppe: Anfänger und Fortgeschrittene je in einer Gruppe Ort: SHS Halle (Eingang Bonvicinistrasse), Tulln Alter: ab 12 Jahre Preis: siehe Link Urban Playground, Klagenfurt - Parkour & Freerunning Kurs
www.urban-playground.at/
Kursleiter: Markus Krasser, Peter Piuk, David Schessl Kursart: Freies Training mit Möglichkeit zur geleitetem Training Regelmäßigkeit: zu Schulzeiten wöchentlich Zielgruppe: Anfänger und Fortgeschrittene Ort: Südhalle, Polytechnische Schule Klagenfurt (Ecke Sterneckstraße/Lerchenfeldstraße) oder Benediktinerschule Klagenfurt (Benediktinerplatz 1), 9020 Klagenfurt Alter: Ab 13 bzw. ab 16 Jahren Preis: Schnuppern kostenlos, ansonsten Jahresbeitrag (siehe Link)  
Dominik Simon
Dies ist eine Zusammenfassung der Studienlage zum Thema Parkour/Freerunning und soll die Recherche für zukünftige wissenschaftliche Arbeiten erleichtern. Wissenschaft kann immer nur den aktuell bekannten Wissenstand darstellen, daher kann dieses gesammelte Wissen als Ausgangspunkt für die Zukunft gesehen werden.
Momentan deckt die Studienlage Bereiche wie Gesundheit, Verletzungsrisiko, Soziale/Kulturelle Strukturen, Wahrnehmung und Architektur ab. Wir sind gespannt was noch erforscht wird.
Es wurden alle Studien die kostenlos verfügbar sind eingebunden.
Bei manchen ist nur das Abstract beigefügt, jedoch sind diese oft über universitäre Netzwerke verfügbar - Bei weiteren Fragen bitte in diesem Thread melden.


Gesundheit / Technik
"Ground reaction forces and loading rates associated with parkour and traditional drop landing techniques" (Ground reaction forces)
-> Bodenreaktionskraft wird von unterschiedlichen Sportlern gemessen. Es stellte sich heraus, dass Prezisionssprunglandung und Rolle weniger Boden-Reaktions-Kraft also Traditionelle Landungen (Mit Fersen Kontakt) erzeugen

 

"A Comparison of the Habitual Landing Strategies from Differing Drop Heights of Parkour Practitioners (Traceurs) and Recreationally Trained Individuals" (Comparison of habitual landing strategies )
-> Unterschiedliche Landetechniken werden über Bodenreaktionskraft, Lautstärke, Zeit bis Maximales Gewicht übertragen wurde überprüft


 
"Performance characteristics of Parkour practitioners: Who are the traceurs?" (Who are the traceurs)
-> Es wurde in der französischen Community überprüft wer hauptsächlich Parkour ausübt (Alter, Geschlecht,...), wie oft sie durchschnittlich trainieren in der Woche und wie unterschiedliche Sprungtechniken im Vergleich zu anderen Sprungsportarten abschneiden.


 

 
"Evidence of dynamic postural control performance in parkour landing" (Postural Control)
-> Parkour tranierte Person haben eine bessere Voraktivierung der Rumpfmuskulatur bei einer Landung, als eine untrainierte Personen
Biomechanics of Parkour: The Vertical Wall-Run Technique (Wall Run)
-> Video- und Kraftmessplattenanalyse der Wall-Run Technik. Höhengenerierung mit Fußaufsatz an Wand.
Verletzungsrisiko
"Injury Rates von 150 New Zealand Traceurs" (Website Umfrage in Neuseeland 2013)
-> Es wurde befragt wie oft sich Personen die Parkour ausüben verletzten, wo genau und was sie als Grund dafür angeben


 
"Parkour – „Kunst der Fortbewegung“ und ihr Verletzungsrisiko" (Verletzungsrisiko Thieme)
-> Ein Online Fragebogen wurde in Deutschland erhoben. Versucht wurde das Verletzungsrisiko bei Parkour einzuschätzen.
Parkour One - Trust (Trust PK One)
-> Verletzungsrisiko in Parkour One Einheiten von 2009-2016
Wahrnehmung / Architektur
 
"When walls are no longer barriers: perception of wall height in parkour" (Perception Wallsize)
-> Veränderung der Wahrnehmung von Objekten (z.B. Mauern bei Überwindung) 
 
"Tracing the Path of Power through the Fluidity of Freedom: The Art of Parkour in Challenging the Relationship of Architecture and the Body and Rethinking the Discursive Limits of the City" (Tracing the Path)
-> Philosophie Doktorarbeit über Urbanlife und den Bezug von Traceur zu Architectur
 
"PARKOUR: CREATING LOOSE SPACES?" (Parkour - Creating Loose Space)
-> In zwei Finnischen Städten wurden Traceure zum Thema Urban public spaces und das Bewegen in diesen befragt
 
"Everyday aesthetics in action: Parkour eyes and the beauty of concrete walls" (Parkour Eyes)
-> Finnische Studie über urbane Landschaften und die Wahrnehmung dessen 
 
Sozial / Kultur
 
"Playing with fear: parkour and the mobility of emotion" (Playing with fear)
-> Parkour - Umgang mit Angst 
 
"Personality, self-efficacy and risk-taking in parkour (free-running)" (Personality, seld-efficacy and risk-taking in Parkour)
-> Psychologische Analyse von Parkourausübenden
 
"Le Parkour – Entstehung und Entwicklung einer Trendsportart" (Le-Parkour)
-> Analyse der Sportart Parkour
 
Sozial / Kultur - Österreich
 
"Parkour in Wien" (Parkour Vienna Artikel ->PDF: Parkour in Wien)
->  Interviews und Beobachtung: Tiefer Einblick in die Parkour-Vienna Community
 
"Freerunning - Sportbiographien und Beweggründe von Teilnehmern des USI-Kurses "Freestyle-Moves" sowie von Mitgliedern des Vereins "Ape Connection" (Sportbiographie Ape Connection)
-> Analyse Usi Kurs "Freestyle Moves"
„Be strong to be useful“ - Beweggründe, Selbstverständnis und Vermittlungskonzepte von Instruktoren in Parkour“ (Beweggründe, Selbstverständnis und Vermittlungskonzepte von Instruktoren in Parkour)
-> Interviews von Österreichischen Parkour/Freerunning TrainerInnen
 
TOM
Was ist das Forum-Meeting:
Das Parkour-Vienna Forum-Meeting ist ein Treffen von Traceuren aus dem Parkour-Vienna.at Online-Forum und darüber hinaus. Generell treffen sich zwischen 10-60 Personen im Alter zwischen 14-45+ Jahren, um gemeinsam zu trainieren und Spaß an Parkour zu haben.
Interessierte und engagierte Leute sind immer gerne gesehen. Wer sich das Ganze nur einmal ansehen will, kann auch gerne kommen. Keiner wird zu irgendetwas gezwungen, was er nicht will. Das Forum-Meeting ist klarerweise komplett unentgeltlich/gratis und "Neulinge" sind mit offenen Armen willkommen.
Auch Frauen sind natürlich gerne und oft gesehen.
 
 
Wann & wo findet es statt:

 
Treffpunkt ist jeden Sonntag um 13:00 bei den Sitzbänken am Schwedenplatz (zwischen den zwei U1 Aufgängen - siehe Google-Maps). Zu erkennen sind wir meistens an unseren Parkour-Vienna T-Shirts/Pullovern bzw. an unseren Rucksäcken und den Jogginghosen/Laufschuhen. Wenn ihr uns seht, habt keine Scheu uns anzusprechen... bis jetzt wurde noch niemand gebissen .

Parkour wird unter freiem Himmel betrieben und meistens wird vor Ort entschieden, wo wir für das eigentliche Training hingehen (z.B. Donauinsel, Kagran, Wasserwelten, Karlsplatz, etc.). Es besteht jedoch die Möglichkeit, schon vorab im Forum an der Spotauswahl mitzuwirken, indem man Ideen einwirft oder Präferenzen angibt.
 
Meist wird nicht lange gewartet (normalerweise bis 13:10), bevor wir zum Trainings-Spot aufbrechen, daher bitte pünktlich sein. Das Forum-Meeting ist "open end", d.h. jeder trainiert so lange er möchte und kann gehen, wann er will. In der Regel löst sich das Meeting gegen 16:00 auf.
Das Forum-Meeting findet jeden Sonntag statt (auch im Winter, bei Regen, bei Schnee, etc.)
 
Wie läuft ein Forum-Meeting ab:
Das Forum-Meeting ist prinzipiell ein freies Training, bei dem jedoch immer Traceure mit vielen Jahren Erfahrung vor Ort sind, um den Einstieg in die Parkour-Welt zu erleichtern. Es gibt meist ein paar einleitende Worte, um z.B. auf Besonderheiten des Spots hinzuweisen oder bestimmte Aspekte von Parkour kurz in den Fokus zu rücken. Danach wird gemeinsam unter Anleitung aufgewärmt und dann werden interessierte Neulinge in kleinen Gruppen mit den ersten Basic-Techniken vertraut gemacht. Komplette Anfänger sind klarerweise herzlich willkommen.
 

Was sollte ich dabei haben:

Passende Schuhe (z.B. Laufschuhe oder anderes bequemes Schuhwerk -> siehe Artikel über Ausrüstung), auf jeden Fall Wasserflasche, Erste Hilfe Ausrüstung (oder zumindest ein paar Pflaster)
 
Wieviel kostet die Teilnahme am Forum-Meeting:
Die Teilnahme am Forum-Meeting ist komplett kostenlos. Auch die Einführung in die Basic-Techniken ist (sowohl für die Teilnehmer als auch für die Forum-Meeting Instruktoren) freiwillig und unentgeltlich. Es wird einfach unverbindlich gemeinsam trainiert.
 
Hintergrund des Forum-Meetings:
Die Forum-Meetings waren eine Idee von einem Forum-Member, um sich einmal besser kennen lernen zu können. Das erste fand am 1.7.2006 mit 6 Personen statt. Inzwischen wurde es zu einem sehr wichtigen Aspekt von Parkour-Vienna. Vielen Interessierten wird hier einerseits eine Möglichkeit geboten, Tipps für die "ersten Schritte" im Parkour zu bekommen, andererseits sehr schnell und unkompliziert Gleichgesinnte für's gemeinsame Training kennen zu lernen.
Hier unsere Gruppenbilder.
Für TeilnehmerInnen unter 14 Jahren benötigen wir eine ausgefüllte Einverständniserklärung, unterschrieben vom Erziehungsberechtigten:
einverständniserklärung_forum_meeting_u14.pdf
 
Es wird darauf hingewiesen, dass wir keine Verantwortung oder Haftung für Teilnehmer des Forum-Meetings oder der Einführung in die Basic-Techniken übernehmen, auch nicht für Minderjährige. Das Mindestalter für die Teilnahme ist 14 Jahre, darunter müssen die Eltern oder eine Aufsichtsperson mit dabei sein, wir übernehmen keine Aufsichtspflicht.
TOM
Geschichte:
Georges Hébert entwickelte Anfang des 20. Jahrhunderts eine Methode zur mentalen und physischen Ausbildung im Einklang mit der Natur ("Méthode Naturelle"). Dies spielt auch in der heutigen Zeit eine Rolle, obwohl das heutige Parkour eher in der urbanen Umgebung betrieben wird.
Raymond Belle (Vater von David Belle) erlernte diese Methode im Vietnam-Krieg und wandte sie an, um vor Feinden effizient flüchten zu können. Er trainierte diese Methode weiter in den Wäldern Nordfrankreichs und brachte sie dort auch seinem Sohn bei.
David Belle zog in den 80ern nach Lisses (ein Pariser Vorort) und entwickelte diese Technik (zusammen mit ein paar Freunden - später "Yamakasi") zu dem Parkour, wie wir es heute kennen.
Sebastien Foucan war einer dieser Freunde von David Belle und war maßgeblich an der Entwicklung der Parkour-Philosophie beteiligt. In der TV-Dokumentation "Jump London" wurde versucht für Parkour einen simplen englischen Begriff zu verwenden und somit wurde der Begriff "Freerunning" ins Leben gerufen.
Primär durch Internet-Diskussionen wurde zwischen Parkour (effizient, schnell, ressourcenschonend Hindernisse überwinden) und Freerunning (akrobatische Elemente, Show-Elemente) unterschieden.
Yamakasi war der Name der ersten "Parkour-Gruppe". Dieser Name wurde durch den gleichnamigen Luc Besson Film aus Frankreich bekannt.
Parkour Terminologie - Begriffe rund um Parkour
Generell:
Parkour ist auch bekannt als "Die Kunst der Fortbewegung". Es geht darum Hindernisse auf seinem Weg effektiv, effizient, flüssig und schnell zu überwinden. Die Philosophie die hinter Parkour steht ist physisch, wie auch psychisch anzuwenden.
In Parkour sollen die Hindernisse ohne Hilfsmittel und ohne Veränderung der Umgebung überwunden werden. Wichtig ist dabei eine gewisse Kreativität und Einfallsreichtum.
"Traceure" werden Personen genannt, die Parkour ausüben. Ein Traceur schlägt andere Wege ein, als jene die ihm auf architektonische Art und Weise vorgegeben sind.
"Spots" werden Orte genannt, die besonders gut für das Parkour-Training geeignet erscheinen. Hiermit sind öffentliche Plätze gemeint und zusätzlich soll auf den respektvollen Umgang, mit Mensch und Umgebung geachtet werden. Privateigentum (fremde Gärten, Autos, etc.) bleiben unangetastet.
In Parkour gibt es keinen Wettkampf und es stehen keine waghalsigen Sprünge von Dach zu Dach im Mittelpunkt.
In Parkour geht es um das Erkennen und achtsame erweitern, seiner eigenen Grenzen ("verlassen der Komfort-Zone").
Zum Thema Parkour und deren Extreme gibt es z.B. diese Artikel, welche dazu etwas mehr ins Detail gehen:
Parkour und die Hausdächer, eine Hassliebe Je leichter, desto Besser? Durch das Parkour-Training wird man relativ schnell an seine Grenzen gelangen (körperlich und/oder geistig) und lernt diese durch langsames herantasten so sicher wie möglich zu überwinden. Dies fordert und fördert die körperliche und geistige Fitness. Für den Einstieg muss man allerdings kein Top-Athlet sein, dies ist für jeden möglich.
Es wird keine spezielle Ausrüstung wie bei vielen anderen Sportarten benötigt. Ein Paar Laufschuhe und bequeme Kleidung sind vollkommen ausreichend, um Parkour auszuüben. (Equipment Artikel)
Mit der Zeit bekommt man einen komplett neuen Blickwinkel auf seine Umgebung und sieht Möglichkeiten, ohne Ende.
Parkour-Vienna:
Parkour-Vienna entstand im Sommer 2004 und wurde "gegründet" von Lorenz "LoLo" Meyer und Thomas "TOM" Stoklasa. Nachdem wir einige Videos von David Belle im Internet sahen wussten wir, dass dies genau das Richtige für uns war. Anfangs drehten wir nur kurze Parkour-Filme und Anfang 2006 entstand diese Website.
Wir versuchen den Traceuren mit diesem Online-Portal eine Basis für Parkour zu bieten. Jede® soll im Forum diskutieren, konstruktive Kritik austauschen und sich zum Trainieren verabreden können. Weiters wird auch versucht mit unseren Videos und Bildern den Leuten Wien aus der Sicht eines Traceurs zu zeigen.
Inzwischen ist Parkour-Vienna eine Anlaufstelle für viele Traceure aus dem gesamten deutsprachigen Raum geworden und bietet viele Informationen für Interessierte bzw. Ausübende. Mit Features wie dem großen Forum, einer Spot & Member-Map, uvm. wird versucht, der Parkour-Community unter die Arme zu greifen.
Wir versuchen auch dafür zu sorgen, dass Parkour in den Medien korrekt dargestellt wird und werden regelmässig bzgl. Interviews angefragt. Unser Anspruch ist hier, ohne Eingriff in die Freiheiten der Redakteure einen inhaltlich korrekten Beitrag zu realisieren.
Unsere primären Ziele:
Interessierten Informationen rund um Parkour bereitstellen Engagierten einen sicheren Einstieg in Parkour zu ermöglichen (Forum-Meeting) Traceuren eine Möglichkeit zum Austausch und Weiterentwicklung zu geben Hinweis: Bei Parkour handelt es sich um eine Belastung für den Körper, an die er sich langsam gewöhnen muss. Wird dies nicht beachtet, kann dies negative gesundheitliche Auswirkungen mit sich ziehen. Tastet Euch langsam heran und lasst Euch nicht von Anderen zu etwas überreden. Arbeitet intensiv an Eurer Technik und versucht bei Möglichkeit, mit erfahrenen Akteuren in Kontakt zu treten.
Weitere Informationen:
Unser Artikel | Unsere Medienarbeit
Michie
Wir freuen uns im Namen des Vereins „Connect the Community“, dass wir in der Wiener Parkour-Szene einen sehr hohen aktiven Frauenanteil beobachten können.
Damit diese positive Entwicklung weiter so bleibt – oder gar noch verstärkt wird – wird es weiterhin Angebote geben, die dies unterstützen sollen. Einerseits soll für interessierte Anfängerinnen im wahrsten Sinne des Wortes die Einstiegshürde möglichst gering gehalten werden, indem es kostenlose oder sehr günstige Trainingsangebote speziell für Mädchen und Frauen gibt. Andererseits sollen genau diese Angebote auch der Vernetzung und gegenseitigen Förderung/Inspiration der bereits aktiven Frauen dienen.
Girl's Jams

In den warmen Monaten des Jahres (April – Okt, exkl. Juli/August) finden jeweils einmal im Monat kostenlose angeleitete Trainings für Mädchen und Frauen statt.

Es handelt sich dabei um ein Trainingsangebot im öffentlichen Raum, bei dem erfahrene weibliche Coaches die Teilnehmerinnen dabei begleiten, die Stadt neu zu entdecken und gemeinsam Herausforderungen zu bewältigen. Oft werden diese Girls Jams mittlerweile sogar von herausragenden Traceusen aus dem In- und Ausland gecoacht.

Das Training erfolgt an bekannten Parkourspots in Wien und findet bei jedem Wetter statt. Es richtet sich gleichermaßen an Anfängerinnen wie Fortgeschrittene.

Die Termine sind jeweils Samstag von 14 – 17 Uhr angesetzt.
Details dazu finden sich jeweils im Kalender, sobald die Trainings festgelegt werden
(Beispiele aus dem Jahr 2015: Girls Jam im März mit Special Coach oder Girls Jam im September mit Überraschungs-Coach)
Facts:
Art: Geleitetes Training / Workshop Ort: Diverse Outdoor-Spots in der Stadt Zeitraum: April, Mai, Juni, September, Oktober Regelmäßigkeit: 1x monatlich, Samstag Nachmittag Kosten: gratis Geeignet für: Anfängerinnen und Fortgeschrittene Nähere Infos im Kalender  
Training in der Halle für Frauen/Mädchen
In den Wintermonaten (Nov – Feb) findet während der Schulzeit einmal wöchentlich ein Parkourtraining in einem Turnsaal statt. Wir wärmen dort gemeinsam auf und gestalten gemeinsam den Hallenaufbau (mit Kästen, Stangen, Seilen, Matten, Trampolin, ...). Jede kann dann selbstständig an ihren Bewegungen und Runs arbeiten. Gegenseitiges Unterstützen, Beibringen, Inspirieren, Fördern und Fordern ist natürlich gewünscht und findet erfahrungsgemäß auch immer statt! Diese Trainingsmöglichkeit richtet sich gleichermaßen an Anfängerinnen wie Fortgeschrittene (man wird nie die einzige Anfängerin dort sein ;-).

Da diese Halle mittlerweile gänzlich ohne öffentliche Förderung von und für Frauen der Community organisiert wird fällt für die Teilnehmerinnen ein kleiner Unkostenbeitrag an (ca. 30€ für alle 4 Monate bzw. 4€ wenn man nur an einzelnen Abenden kommen möchte).

Details zu Ort, Uhrzeit, Unkostenbeitrag usw. finden sich im Kalender bei jedem Eintrag der Frauenhalle.

Facts:
Art: Ungeleitetes Training Ort: Halle Zeitraum: jeweils November - Februar Regelmäßigkeit: 1x wöchentlich, abends (ausser Schulferien) Kosten: ca 30€ Saisonticket oder 4€ pro Abend Geeignet für: Anfängerinnen und Fortgeschrittene Nähere Infos im Kalender
Facebookgruppe „Parkour – Frauentraining Wien“

Begleitend zu den Trainingsangeboten haben wir eine Facebookgruppe eingerichtet: „Parkour – Frauentraining Wien“, um die Vernetzung auch über das Parkour-Vienna Forum hinaus zu ermöglichen (auch wenn das Forum natürlich viel sympathischer ausschaut als Facebook ;-)
Dort findet ihr ausgewählte Infos und Videos, andere Traceurinnen und auch Coaches der oben genannten Trainingsangebote.
 
Weiters...
Infos zur Entstehung der Angebote, wozu es überhaupt spezielle Angebote für Frauen & Mädchen gibt und die Möglichkeit euch aktiv in die Diskussion einzubringen findet ihr hier: Wozu Girl's Jam
 
Weitere Infos zum Verein „Connect the Community“ (CtC) findet ihr auf der CtC-Webseite
 
 

© Meike Blencke, Michie, Amelie
TOM
Breaking the jump - The secret story of Parkour's high-flying rebellion | Exploding into a worldwide phenomenon throughh the film Yamaklasi and viral internet videos, Parkour landed into the mainstream and on all urban landscapes. Now, for the first time, Julie Angel tells Parkour's unknown story.

Seit 2003/04 bewegt sich die Engländerin Julie Angel in der Parkour-Szene und hat mit Ihrer Doktorarbeit Ciné Parkour (2011) bereits eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie Parkour inhaltlich verstanden und viel Zeit damit verbracht hat. "Breaking the jump" ist (im Vergleich zu Ciné Parkour) mit seinen knapp 300 Seiten weit weniger trocken zu lesen, da es sich eben nicht um eine Doktorarbeit handelt. Gespickt mit kleinen Erfahrungsstories und persönlichen Einsichten, liest es sich Kapitel für Kaptiel wirklich interessant und unterhaltsam.

Nicht nur einmal hat das Buch mir während des Lesens wahnsinnige Lust auf das Training gemacht. Einen Effekt den manche Parkour-Ausübende wohl auch verspüren könnten sind die 'ich fühl mich schwach' -Momente. Wenn man bei den schier unmöglichen Wiederholungszahlen des Yamakasi-Trainings vorbeiliest, reibt man sich ungläubig die Augen. Die Jungs sind und waren stark.... sehr stark.
Dies gibt aber auch eine interessante Perspektive auf unser Training heute. Wir trainieren weit technischer, ja wohl auch professioneller und abgerundeter. Die Meisten achten auf Ernährung und generelle Trainingslehre. Damals wurde aus meiner Sicht eher übertrainiert und dem Körper kaum Zeit zum Regenerieren gegeben. Auch in den heutigen Zeiten haben wir unsere Probleme damit, aber wohl nicht in dem Ausmaß, wie die Truppe sich in den 80-ern und 90-ern gequält hat.
Das Buch selbst fängt mit dem Vorwort von Christopher McDougall (Born to Run Autor) leider denkbar schwach an. Aus meiner Sicht kann man das ganze Intro überspringen, es bringt kein neues Wissen und ist eher für den Casual-Leser gedacht der noch nie etwas von Parkour gehört hat. Danach wird auf die Architektur der pariser Vororte eingegangen (Lisses, Evry) und warum diese eigentlich so perfekt für Parkour erbaut wurden.

Es wird das erste Aufeinandertreffen der sich bildenden Yamakasi-Gruppe im Jahre 1987 beschrieben, bei dem man die Hormone der Jugendlichen von damals fast riechen kann. Alte Geschichten die wohl noch nie an die Öffentlichkeit gingen, einem die einzlenen Yamakasi-Mitglieder aber viel persönlicher erscheinen lasssen. Auch die frühen Einflüsse auf Parkour sind gute Bekannte: Bruce Lee, Jackie Chan und Dragon Ball. 

Das Buch ist chronologisch aufgebaut und besteht aus intensiven Erfahrungen der Yamakasi. Beispielsweise kommt ein 14 jähriger Williams Belle vor, der von der restlichen Truppe zurückgehalten werden musste den Manpower-Gap nicht zu springen. Einer der intensivsten Sprünge, selbst für extrem durchtrainierte Athleten. Dies führt einem ein wenig vor Auge wie durchtrainiert und stark die Yamakasi damals bereits im jüngsten Alter waren.

Eine Generation ohne Selfie-Stick oder Smartphone, die für sich trainert hat und enorme körperliche Fortschritte erzielten, ohne es mit der Welt zu teilen.
Auch lebensgefährliche 'Mutproben' kommen vor, die sie heute nicht mehr ausführen würden. Die Freunde haben sich zum Beispiel an den Beinen gehalten und Kopfüber wie Fledermäuse von der 15 Meter Kletterkonstruktion des Dame Du Lac gehalten. Heute kommt ein klares 'that's not parkour' dazu, von den Yamakasi selbst. Damals mussten sie dies erst für sich selbst herausfinden und es war eine weitere Probe um Ihre Stärke zu beweisen.

Stärke die sie in ihrer rauen Umgebung auch brauchten, denn ein ruhiges und behütetes Umfeld waren die pariser Vororte zu den Zeiten sicherlich nicht. Die Gruppe an Freunden trainierte wie verrückt und gingen 1997 bei einer Feuerwehr-Show erstmals an die Öffentlichkeit und zeigten die Ergebnisse ihres Trainings. Von Anfang an machten sie sie einen enormen Eindruck bei den Parkour-Muggels. Kurz darauf folgte das erste TV-Interview für das französische Fernsehen 'Stade2 TV'. Schon hier wird von ersten Spannungen in der Gruppe berichtet, da David Belle klar als Anführer gezeigt wird.
Durch die interessierte Öffentlichkeit ergaben sich die ersten Möglichkeiten mit Parkour Geld zu verdienen und das wurde mit dem Notre-Dame Theaterstück genutzt. Es handelt sich im um eines der erfolgreichsten französioschen Theaterstücke überhaupt, bei dem die Yamakasi zum Beispiel Sprünge von 5-6 Meter auf harten Untergrund vorzeigten.

Im Buch geht die Geschichte dann über aus der Perspektive von Stephane Vigroux, wie er Kontakt zu David Belle aufbaute und als 'Padawan' von Ihm fungierte. Harte Challenges wäre noch nett ausgedrückt, denn bei dieser Trainingsintensität von Früh bis Spät gingen nicht nur einmal die Lichter vor Erschöpfung fühzeitig aus. Auch auf Davids Vater, Raymond Belle wird eingegangen. Keine gute-Nacht Geschichte für Kinder und eher hart zum verdauen.
Es wird gut dargestellt wie und warum sich die Yamakasi langsam auseinanderlebten und durch Situationen wie die Zusammenarbeit mit Luc Besson's 'Yamakasi' komplett von David wegbrechen. Gute Innsights zur preisgekrönten BBC-Werbung 'Rush hour' und den Nike-Werbungen erhält man auch. Ich wusste zum Beispiel nicht dass diese Werbungen den Weg bahnten für Jump London. Der Regisseur dachte sich, dieses Wissens-Vakuum rund um Parkour müsse gefüllt werden, was die internationale Bekanntheit von Parkour in England und weiteren Ländern massiv förderte. 
Es fügten sich im Buch viele Informationspuzzleteile zu einem Ganzen zusammen. Man versteht gut warum die Jungs damals damit begonnen haben und was ihr Antrieb war. Es macht sichtbar wie stark sich Parkour über die Jahrzehnte verändert und 'professionalisiert' hat. Man lebt richtig mit, wie sie herausfinden mussten was wichtig ist und was an Unsinnigkeiten aus dem Training rausgeworfen wurde. Die gefährliche Korruption der Bekanntheit, was viel Kraft und sogar Freundschaften kostete. Freunde die sich buchstäblich ihr Leben anvertraut haben und wegen Geld plötzlich gegeneinander arbeiten.
Breaking the jump ist ein sehr interessantes Buch, dass ich jedem der an Parkour interessiert ist durchaus empfehlen kann. Wer sich nicht mit der Geschichte und den Werten von Parkour beschäftigt, der betreibt aus meiner Sicht kein Parkour, sondern springt nur herum. Hier wurde viel Arbeit reingesteckt und sehr gut in englischer Sprache formuliert, wie dieses herumspringen entstanden ist und warum es mehr als nur das ist.

Meine Kaufempfehlung hat das Buch auf jeden Fall.

TOM
Bereits im August 2006 startete das wöchentliche Forum-Meeting und 2013 haben wir uns dazu entschlossen, den ersten Forum-Meeting Instruktor Workshop durchzuführen. Begeistert durch die motivierten TeilnehmerInnen gab es im Jahr darauf den zweiten Instruktor-Workshop. Mit einem Jahr Pause (bedingt durch unser 11 Jahre Parkour-Vienna Wochenende) haben wir nun den dritten Forum-Meeting Instruktor Workshop organisiert, welcher von 02. - 03.07.2016 mit sieben tollen TeilnehmerInnen stattfand.

Durch die Erfahrung der letzten Instruktor-Ausbildungen und der A.D.A.P.T. qualification, welche wir 2015 in Wien durchgeführt haben, konnte wir den TeilnehmerInnen ein rundes Programm aus Theorie und Praxis bieten. Diese Themen waren die Eckpunkte des Instruktor-Wochenendes:
 
Allgemeine Informationen (Parkour-Vienna, Forum-Meeting, Evening-Madness, Connect the Community) Parkour Philosophie & Werte Erste Hilfe Warmup & Cooldown Coaching Karussell (Erfahrungsweitergabe & Themenworkshops von erfahrenen Coaches) Theoretische Vorbereitung/Planung von Trainings Umgang mit Gruppen, Anrainern, Polizei und Security Praktische Ausführung von Warmups, Beginner- und Advanced-Workshop Leitung des Forum-Meetings mit Feedback durch erfahrene Coaches  

Bei den TeinehmerInnen des Workshops handelte es sich um langjährige Community-Mitglieder:

Fred (fanatic)
Martin (mleitner)
Martina (radieschen)
Leon (RealLee)
Danillo (Dranord)
Flo (Flo G)
Dominik (theSuess)



Wir hoffen mit diesem Event wieder unseren Beitrag zur Qualitätssicherung, dieser "self-teaching community" beisteuern zu können. Erfahrene Coaches geben ihr Know-How an motivierte Neo-InstruktorInnen ab, welche nun Ihren eigenen Weg gehen dürfen. Wir freuen uns über viel kreativen Input bei den Forum-Meetings am Sonntag.




Danke an die CtC-Mitglieder für's Organisieren. Hier gibt's die Bilder vom FMI #16.
Dominik Simon
Der erste Parkour-Geocache für bewegungsfreudige Abenteurer steht nun bereit!
Was ist ein Geocache? -> Wikipedia

UPDATE: Der Geocache ist momentan nicht verwendbar, wir werden ihn in Kürze aktualisieren
 
Kurzinfo:
Es handelt sich um eine Schnitzeljagt, bei der es darum geht Hinweise auf dem vorgegebenen Weg zu finden.
Diese Hinweise zusammengetragen ergeben eine Koordinate und mittels dieser Koordinate und einem Schlussrätsel kann der Cache gefunden werden. Alleine oder mit Freunden, habt Spaß!
 
WICHTIG!!!
Hebt den Cache nur, wenn keine Muggel (ahnungslose Nicht-Geocacher) in der Nähe sind, welche euch beobachten könnten und ebenfalls den Schatz inspizieren.
Muggel wissen nicht was sie mit der gefunden Schatzdose machen sollen und entfernen diese möglicherweise. Dann würde der nächste Schatzsuchende leer ausgehen und das ist nicht Sinn der Sache.
Achtet auch besonders darauf den Cache wieder auf exakt den selben Ort zurückzulegen. Und bitte nicht weitererzählen wo er gefunden wurde, jeder soll selbst den Spaß haben ihn zu finden. SEEEEEEECREEEETTT!
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Kurzfassung
Hierbei handelt es sich um einen nicht ganz so klassischen „Multi“ 
Weglänge: ca. 3.5km. Besser bei Tageslicht machbar.
Dauer: Etwa zwei Stunden
 
Einleitung
Dieser Multicache ist für bewegungsfreudige Sucher und speziell für die Wiener Parkour-Community erstellt worden.
Einerseits werden interessante Plätze in die Suche eingebunden, außerdem gibt es immer wieder Challenges, welche am Weg durchgeführt werden können/sollten. Tu es!
Es wird dringend empfohlen, den Weg ausschließlich bei Tag zu absolvieren, um die Anrainer nicht zu stören. Außerdem gilt: die meisten öffentlichen Innenhöfe sollten zwar auch bei Nacht begehbar sein, aber es kann immer vorkommen, dass die eine oder andere Tür verschlossen wird.
Sollte man einmal hängen, könnten die verschlüsselten Tipps am Ende weiterhelfen, diese jedoch nur im Notfall benützen und gut nachdenken  Einen Kugelschreiber zum Eintrag ins Cacheverzeichnis nicht vergessen.
Achtung beachtet: Stiege = Lava!
So! Druckt euch den Rest am Besten aus und macht euch auf die Suche! Viel Glück!
 
Der Weg
Die Suche beginnt am Versammlungsort, wo sich die Szene wöchentlich trifft, wenn andere in die Kirche gehen(1).
Du solltest dich nun direkt vor einem fröhlichen, fernöstlichen Imbisstand befinden. Wenn du den Blick rund um dich wirfst, wirst du werbetechnisch gut platziert und dem Himmel nahe, ein österreichisches Getränk erblicken (2).
Nimm nun den 5ten Buchstaben des Getränks und wandle ihn in eine Zahl um → Wert Q
Dreh dich nun um 180° und halte Ausschau nach einer Glaskuppel. Bewege dich in diese Richtung. Vorbei an Schnellimbissen und Papierhafen geht es weiter bis zur ältesten Kirche Wiens.

1. Challenge: Versuch die Kirche mit so wenig Schritten wie möglich zu finden.
Nun gilt es diese Kirche zu erreichen, ohne Stiegen zu benützen. Wir erinnern Stiegen=Lava! (Wir empfehlen für erfahrene KlettererInnen die Wand zur linken, nahe des Jazzlands, zu benützen – Die Bäume könnten helfen)
Über dem modischen Eingang zur Kirche suche nach einer italienischen Marke. Der Eingang mag zur blätterträchtigen Jahreszeit schwerer zu finden sein
Nimm die doppelten Buchstaben, wandle sie in Zahlen und errechne die Summe → Wert R
Auf Morgans philosophischen Weg wirst du Frieden finden (zumindest als Mann).
Weiter zum Turm! Mach den Sprung (Grün ist Lava!) und finde die dreistellige Zahl (3).
Nimm die Zahl → Wert S
Gleich in der Nähe (4) befindet sich ein einsamer Flötenspieler. Notiere den Begriff5, der ihn am besten beschreibt.
Zähle die Buchstaben des Begriffs → Wert T
Setze den Weg fort und tauche unter dem Anker6 hindurch.

2. Challenge: Du solltest dich zur Abwechslung auf allen Vieren dort hinbewegen.
Unter dem Anker ist ein Tier dem sichelförmigen Mond am nächsten.
Nimm den 3ten Buchstaben des Begriffs und wandle ihn in eine Zahl um → Wert U
Diesmal etwas weiter, aber nicht allzu weit entfernt findest du käufliche Gefährten mit 10 Beinen, 3 Köpfen aber dennoch nur 2 Armen (Wow!).
(7)Bei den Gefährten angekommen kannst du erkennen, dass ein amerikanischer Präsident (8) hier in der Nähe zu Hause ist.
Wie ist der Vorname des Präsidenten? Nimm den 4ten Buchstaben und wandle ihn in eine Zahl um → Wert V
„Quo vadis“* – Dorthin musst du gehen. Hier in der Nähe gibt es auch „kostenlose“ Gefährten mit zwei Rädern.
Ein nahes braun/gelbes Schild leitet dich zur Wohnung eines berühmten Musikers (5a). Ich hoffe die Tore sind für dich geöffnet. (Wenn Tore geschlossen - gehe links außen rum)
3. Challenge: Du könntest den Weg zur Gasse auch springend beschreiten!
Folge dem Weg bis zur BlutGasse und biege ein. Gleich am Beginn, betrachte dich selbst und schau in Richtung deines linken Fußes. Welche Zahl ist hier zu finden?
Nimm die zweite Ziffer → Wert W
Folge der Gasse weiterhin.
 
4. Challenge: Zähle die Passanten auf deinem Weg und mache 2 Liegestütze zum angegeben Zeitpunkt (Villa).
Angela heißt dich willkommen in den kleinen Hof. Gehe durch das Innenhofsystem (nicht vergessen, Stiegen = Lava!) und finde heraus was im Garten verboten ist.
Zähle die Buchstaben auf dem Schild und ziehe 4 davon ab → Wert X
Verlasse den Hof über die nahe liegenden Stiegen. (=Lava)
Gegenüber des Ausgangs findest du eine brusthohe Mauer. Erklimme diese und folge ihr. Hier müsst ihr Mut beweisen, seit vorsichtig! Weiter geht es bergab, Richtung Erde die Mauer entlang.
(7) Welchen Namen trägt die Villa? >Ende 4. Challenge – Liegestütze machen<
Nimm den letzten Buchstaben des Namens und wandle ihn in eine Zahl um → Wert Y
Folge nicht dem Pfad des Heiligen Geistes, sondern wähle die andere Richtung. Bei der nächsten Kreuzung rechts, dann links. Du gelangst an einen Platz, wo ein Löwe Wasser speit. Auf wie vielen Kugeln könnte gestridet (gesprungen) werden? (Tu es! Achtung wacklig. Be safe!)
Nimm die erste Ziffer der Zahl → Wert Z
Auf geht’s nun zur Cachesuche! Die Endkoordinaten findest du recht schnell durch ein paar einfache Rechnungen heraus. Setz dich doch kurz hin und raste dich aus. Sollte die ermittelte Endkoordinate etliche Kilometer weit entfernt liegen, so ist
 
etwas falsch gelaufen. Überprüf doch nochmal die Rechnungen oder die Hinweise. Du hast nun noch ein Stückchen Weg vor dir, aber du schafft das schon! Das Ziel ist zum Greifen nahe!
Q=
R=
S=
T=
U=
V=
W=
X=
Y=
Z=
A = Q –V
B = (R + Y) / 2
C =T –X– 1
D =W
E = (S – 4 * U) – 15
F =Z
 
Füge die Variablen zusammen und gehe zur Endkoordinate:
N48° 12, ABC
E016° 21,DEF
(Koordinatensuche in Google Maps: Bsp.: 43 24.202, 16 10.441)
Du stehst hier auf Lava zwischen Häuserschluchten. (Vorsicht vor losen Steinen, Ziegeln, Glassplittern, etc.) Finde den geheimen Garten. Dort musst du dich ducken, um den Unterschlupf zu finden. Mit ein wenig Kletteraufwand ist der Cache zu erreichen. (9)
Zusätzliche Hinweise:
1) Qnf Sbehz xöaagr jrvgre urysra (jjj.cnexbhe-ivraan.ng)
2) Jraa qvrfrf Trgenrax avpug ireshrtone vfg, fbyygr zna jvrqre anpu Unhfr trura.
3) Qre Anzr qrf Ghezrf fgrug avpug frue jrvgre ragsreag
4) Znapur Rpxra unygra Üoreenfpuhatra orervg
5) Qre Ortevss orvaunygrg rva Gvre
6) Rvar Gbhevfgranggenxgvba
7) Sbytr qrz Trehpu Jvraf
8) Gbhevfgra fvaq uvre ivryr mh svaqra
9) Qvr Zrgnyyyrvghat xöaagr aügmyvpu frva
 
Decryption Key
A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z
(letter above equals below, and vice versa)
 
------------------------------------------------------------------------------------------------------------
 
English version:
Hello hello!
The first Geocache for people who are hungry to move is ready! What is a Geocache? -> http://en.wikipedia.org/wiki/Geocaching
 
Short info:
It is a treasure hunt, which is about finding hints on a given path.
Once all these hints are collected they result in a coordinate. This coordinate and an ultimate quiz are the keys to finding the Cache. Alone or with friends – have fun!
 
IMPORTANT!!!
Only go and open the Cache if no Muggles (cluecless non-Geocachers) are close-by. They could watch you and then go and take a look at the treasure, too.
Muggles don’t know what to do with the found treasure box and might just take it away. The next treasure hunter would go empty, which would be sad because this is not the point of the whole thing.
Please really make sure to put the Cache back into the exact same place. And please do not tell anyone where you found it. Everybody should have the chance to find it himself. SEEEEEECREEEET!
 
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Summary
We deal with a “Multi” here, which is not very common
Pathlength: about 3.5 km. Better do it during daylight times.
Duration: About 2 hrs
Introduction
This Multicache is designed for treasure hunters who like to move, especially for the Viennese Parkour-Community.
 
Interesting places are included into the hunt and there are numerous challenges
planned on the way. Do them!
It is strongly recommended to do the hunt only during the day – otherwise some residents might feel disturbed. Furthermore, most of the public inner courtyards are likely to be open also during night-times, but you cannot rely on it.
In case you are stuck somewhere along the way, the encrypted hints at the end can help you to move on. You should really only use them if you are absolutely clueless – better think twice ; )
Don’t forget a pen in order to write into the Cache-Record.
Attention – watch out: Stairs = Lava!
Alright! Now print the rest of this and start the hunt! Good luck!
 
The path
 
The hunt starts at the gathering place, where the Scene meets every week while others go to church.1
You should now be located directly in front of a happy, far-eastern snack stand. If you take a look around you will discover an Austrian drink, which is placed close to the sky and good for advertisement.2
Take the 5th letter of this drink and turn it into a number -> Value Q
Now turn 180° and try to discover a glass dome. Move into this direction. Go path all the snack stands and the paper-haven, up to the oldest church of Vienna.
1. Challenge: Try to find the church using as few steps as possible.
Now the church has to be approached without using the stairs. (For advanced climbers we recommend using the wall to the left, close to Jazzland – the trees can help)
Look out for an Italian brand above the corny entrance to the church. Leafs could hide the way.
Take the double letters, convert them to numbers and calculate the sum -> Value R
On Morgans philosophical path you will find peace (at least as a male person). Now on to the tower! Do the jump (green is lava!) and find the 3-digit-number.3
Take the number -> Value S
Not far away4 there is a lonesome flute player. Write down the word5 which describes him the best.
Count the number of letters in this word -> Value T
Proceed your way and dive past under the anchor.6
 
1. Challenge: As a change, do this on all fours.
Under the anchor, there is an animal which is closest to the sickle-shaped moon.
Take the 3rd letter of this word and convert it to a number -> Value U
Not so close, but not far away there are buyable companions with 10 legs, 3 heads but only 2 arms (wow!) 7. Once arrived at those companions, you will recognize that an American president8 lives close-by.
What is the first name of the president? Take the 4th letter, convert it into a number -> Value V
“Quo vadis” – this is where you have to go. Not far away there are also „free-of- charge“ companions with two wheels.
A brown/yellow sign not far away will guide you to the flat of a well-known musician (5a). Let’s hope those doors are open for you. (In case they are closed – go around it on the left side)
 
1. Challenge: You could do the path to the next street in a jumping manner!
Follow the way until “Blutgasse” and take a turn. Right at the beginning look at yourself and look into the direction of your left foot. Which number can be found here?
Take the 2nd digit -> Value W
Keep following this street.
Challenge: Count the pedestrians along your way and do 2 push-ups at the give time (Villa).
Angela will welcome you to a little courtyard. Traverse the arrangement of inner courtyards (don’t forget: stairs = lava!) and find out what isn’t allowed in the garden.
Count the number of letters on the sign und reduce by 4 -> Value X
Now exit this courtyard via the stairs close-by (stairs = lava!)
On the opposite side of the exit there is a breast-high wall. Climb it and follow it. Here you have to be brave, be cautious! Proceed downhill, towards the ground, following the wall.
(7) What is the name of the Villa? > End of Challenge 4 – push-ups<
Take the last letter of the name and convert it to a number -> Value Y
Do not follow the path of the holy spirit. Choose the different direction. At the next intersection take a right, then left. You will end up in a place where a lion spew water. How many of those balls could someone stride/jump? (Do it! Attention, they are wobbly. Be safe!)
Take the first digit of this number -> Value Z
Now you can start searching for the Cache! The final coordinates can be easily found via some simple calculations. Sit down for a minute and relax. If the resulting coordinate is several Kilometers away something has gone wrong. Re-check the calculations or the hints. You still have some way ahead of you, but you can do it! You are almost there!
 
Q=
R=
S=
T=
U=
V=
W=
X=
Y=
Z=
A = Q –V
B = (R + Y) / 2
C =T –X– 1
D =W
E = (S – 4 * U) – 15
F =Z
Put all the variables together and walk to the final coordinate:
N48° 12, ABC
E016° 21,DEF
(Enter coordinate in Google Maps: e.g.: 43 24.202, 16 10.441)
You are now located on Lava between house canyons. Pay attention to the loose stones, bricks, broken glass, ...). Find the secret garden and duck down in order to find the shelter. The Cache can be approached using some climbing skills.9
 
Additional hints:
1) GUR SBEHZ PBHYQ URYC LBH URER (JJJ.CNEXBHE-IVRAAN.NG) 2) VG'F N GLCVPNY QEVAX SBE GUR NYCF.
3) GUR ANZR BS GUR GBJRE VF JEVGGRA ABG SNE NJNL
4) FBZR PBEAREF ZVTUG UBYQ FBZR FHECEVFRF SBE LBH
5) GUR JBEQ PBAGNVAF NA NAVZNY
6) N GBHEVFG NGGENPGVBA
7) SBYYBJ GUR FZRYY BS IVRAAN
8) GURER NER ZNAL GBHEVFGF GB OR SBHAQ URER 9) GUR ZRGNY JVER PBHYQ OR HFRSHY
Decryption Key
A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z
(letter above equals below, and vice versa)
Dominik Simon
Teaser Paragraph:
Können wir noch ein bisschen dehnen? - Ja, bitte! Nein, das bringt nichts!
Wann soll ich dehnen? - Vor dem Training! Nein, nach dem Training!
Wie weit soll ich dehnen? - Wie lange soll ich dehnen? - Was bringt das überhaupt? - .....usw.....
Fragen über Fragen! Jeder denkt darüber nach, jeder fragt nach, jeder googelt .... Doch jeder landet bei einem anderen Ergebnis?!
All dies hat mich jetzt dazu veranlasst diesen Artikel zu starten. Prinzipiell kann gesagt werden, dass hier die Meinungen sehr stark ausseinander gehen, aber Grundprinzipien beachtet werden können. Ich halte mich jetzt sehr stark an das Buch "Optimales Training" von Jürgen Weineck und versuche nun einige Dinge so gut wie möglich zusammen zu fassen.
Beweglichkeit? Was ist Beweglichkeit?
"Beweglichkeit ist die Fähigkeit, Bewegungen mit großer Schwingungsweite selbst oder unter dem unterstützenden Einfluss äußerer Kräfte in einem oder in mehreren Gelenken auszuführen zu können."
Beweglichkeit setzt sich durch Gelenkigkeit (Gelenksstrukturen) und der Dehnungsfähigkeit (der Muskeln, Sehnen, Bänder und der Kapsel) zusammen.
Außerdem ist sie stark abhängig von Alter und Geschlecht: Weiblich > Männlich - Jung > Alt

Was bringt Beweglichkeit?
Eine optimale Beweglichkeit führt zu einer Optimierung des Bewegungsflusses und erweitert das Spektrum der möglichen sportartspezifischen Bewegungstechniken.
Sie kann sich positiv auf die konditionellen Faktoren (Kraft, Schnelligkeit und Koordination) einwirken.

Mehr Beweglichkeit = Weniger Kraft?
Kraft und Bewegleichkeit schließen sich NICHT gegenseitig aus. Bei einer größeren Beweglichkeit kann sich sogar der Ausnutzungsgrad der muskulären Kraftleistungsfähigkeit erhöhen (z.B. durch verlängerte Beschleunigungswege).
Verkürzte und unzureichend dehnfähige Muskeln haben eine verringerte Kraft.
Kraft und Beweglichkeit sollten immer parallel trainiert werden.

Beweglichkeit als Verletzungsprophylaxe
Eine geförderte Beweglichkeit führt zu einer hohen Elastizität, Dehnbarkeit und Entspannungsfähigkeit der beteiligten Muskeln und Sehnen und hat damit eine bessere Belastungsverträglichkeit. (vor allem zur Prophylaxe von Muskelzerrungen und Muskelfaserrissen)
Regelmäßiges Dehnen kann langfristig eine Muskelverkürzung (mit dessen negativen Folgen) verhindern.

Was bringt Dehnen?
Beweglichkeitsverbesserung. Wieso die gut ist -> siehe oben.
Muskeltonus (=Muskelspannung) Verminderung -> Entspannung, Verkürzungsprophylaxe
Bessere Durchblutung -> bessere Regeneration

Dehnungsvarianten
Es gibt sehr viele unterschiedliche Dehnungsvarianten (aktiv/passiv - statisch/dynamisch - streching).
Prinzipiell kann gesagt werden:
VT aktives Dehnen - Durch Einsatz der Antagonisten (Gegenspieler des Muskels) wird dieser auch zusätzlich gekräftigt
NT aktives Dehnen - Durch abruptes, schwunghaftes Einwirken des Dehnungsreizes -> höheres Verletzungsrisiko
Prinzipiell kann nicht unbedingt gesagt werden, welche Variante die Beste sein soll. Verschiedenes ausprobieren, nicht nur aktiv und nicht nur passiv dehnen.

Vor dem Dehnen
Nicht direkt mit dem Dehnen anfangen. Leicht aufgewärmt beginnen. Vielleicht 5 min. locker laufen, um den Körper vorzubereiten.

Während dem Dehnen
Ruhig und tief atmen! Keine Pressatmung! Pressatmung erhöht die Spannung, welche durch das Dehnen verringert werden sollte. Regelmäßige und ruhige Atmung hat eine zusätzliche detonisierte (entspannende) Wirkung.
Dehnungspositionen langsam einnehmen (innerhalb von ca. 5 Sekunden)
Statische Dehnpositionen mindestens 10 bis 60 Sekunden halten
Pausen nützen mit Entspannungs- und Lockerungsübungen (z.B. durchschütteln)
Die Intensität der Dehnung sollte im Verlauf zunehmen
Verspüren eines leichten Ziehens im Muskel ist normal -> ACHTUNG: Sollte KEIN Schmerz sein!

Einsatzzeitpunkt - Speziell
Bei Maximalkraft-, Schnelligkeit-, Schnellkraftsportarten (Achtung! Auch Parkour!) hat sich das Stretching VOR dem Wettkampf/Training als negativ herausgestellt. Es kann hierbei zu einer Abnahme der Leistung und des Wachheitszustandes kommen. Es kann weniger Schnellkraft entwickelt werden (z.B. bei Sprüngen). D.h. wenn eine Dehnung gewünscht ist, dann eher dynamisch dehnen (da hier Bewegung initiiert wird) und 15-20 Minuten vor Leistungsabruf - dazwischen noch mit anderen Aufwärmübungen "pushen"!
NACH hochgradiger Überlastung (z.B. 400 m Lauf) nicht lange statisch dehnen, da hierbei Blutgefäße komprimiert werden und die Durchblutung gestört wird. Eher nur eine bis einige Sekunden zur Entspannung dehnen.
NACH intensivem bzw. exzentrischem Training sollte das Dehnen eher vermieden werden, da hierbei aus Mikroverletzungen durch den zusätzlichen Reiz eine Makroverletzung werden kann.

Wann verbessert sich meine Beweglichkeit?
Es gibt eine sofort sichtbare Beweglichkeitsverbesserung, welche bis zu 48 Stunden nach dem Dehnen ersichtlich ist
Eine dauerhafte Erhöhung ist ein Prozess, der mehrere Wochen benötigt
Optimal wäre eine ganzjährige, tägliche Flexibilitätsarbeit

Bewegungstraining sollte nicht vom eigenen Training ausgeschlossen werden und bedarf einer gewissen Aufmerksamkeit!
Mir ist klar, dass ich bestimmte Aspekte nur grob angeschnitten habe (aus Zeit- und Übersichtsgründen).
D.h. falls euch etwas fehlt, bzw. noch näher erläutert werden sollte oder ihr neue Erkenntnisse aus dem Bereich vorzuweisen habt....und ja es könnten sich auch Tippfehler versteckt haben....immer her mit den Kommentaren!!!
Der Text ist dynamisch und kann noch wachsen ;-)
Viel Spaß damit!
lg Dominik
Bild zur Verfügung gestellt von Robert Schild - www.le-traceur.net
TOM

By TOM, in Parkour-Artikel,

 
Was ist Parkour?
Parkour bzw. Le Parkour ist die "Kunst der Fortbewegung", bei der Läufer (Traceure) ihren eigenen Weg suchen. Es geht primär um Effizienz, Geschwindigkeit und Genauigkeit.  
Was ist Freerunning?
Der Begriff "Freerunning" wurde für die Dokumentation "Jump London" erfunden, um einen englischen Begriff für Parkour zu haben. Durch Diskussionen im Internet entstand eine Differenzierung zwischen Parkour und Freerunning, wobei Parkour als effizient und Freerunning als akrobatisch definiert wurde. Die Yamakasi selbst halten nichts von dieser Differenzierung.

  Was ist Effizienz?
Möglichst wenig Kraftaufwand, verwendete Zeit, Risiko und körperbeeinträchtigende Kräfte.  
Was brauche ich um mit Parkour zu beginnen?
Passende Schuhe (z.B. Laufschuhe) und passende Kleidung (genug Bewegungsfreiheit).  
Wie soll ich beginnen?
In die Materie einlesen/informieren => im Forum anmelden/nachlesen/nachfragen => zum Forum-Meeting kommen  
Ist Parkour illegal?
Nein! Man bewegt sich auf öffentlichem Grund und respektiert privaten Eigentum. Falls man dennoch mit Anwohnern/Polizisten/Security in Kontakt tritt => Freundlich und respektvoll bleiben und bei Bedarf zu Alternativ-Spots trainieren.  
Wo kann ich am Besten trainieren?
Mit der Zeit bekommt man ein Auge für die richtigen Spots. Generell sind Parks und öffentliche Plätze sehr geeignet (z.B. Donauinsel, Karlsplatz, Wasserwelten, etc.). Weiters bieten wir ein Feature namens Spot-Map an, wo ihr Parkour-Spots ausfindig machen könnt.  
 
Was soll ich bei (Gelenks/Muskel)-Schmerzen machen?
Eine Pause einlegen und mit durchblutungsanregenden Mitteln behandeln (z.B. Perskindol). Sollten die Schmerzen nach zwei/drei Tagen noch immer vorhanden sein, einen Arzt aufsuchen.  
Wie finde ich Traceure in meiner Umgebung?
Im Forum unter "Traceur sucht Traceur".  
Was ist das Forum-Meeting?
Beim Parkour-Vienna Forum-Meeting treffen sich die Member aus dem Forum wöchentlich, um gemeinsam zu trainieren. Weitere Informationen gibt es hier.  
Wie lange betreibst du (TOM) Parkour?
Seit August 2004.  
Was für Schuhe benutzt du (TOM) ?
Alle
  Was war dein höchster Drop?
Irrelevant. Bei Parkour geht es nicht um die Höhe der Drops.  
Wie bist du auf Parkour gekommen?
Durch Videos im Internet ("Speedairman" von David Belle).  
Kann ich bei dir Parkour-Vienna T-Shirts bestellen?
Der Parkour-Vienna Shop läuft über Spreadshirt.net. Wir haben mit der Bestellung/Abwicklung nichts zu tun. Die Produkte werden direkt zu euch nach Hause geschickt und sind nicht bei uns direkt kaufbar.  
Ich bin durch die Medien auf Parkour-Vienna aufmerksam geworden, gibt es dazu weitere Informationen?
Hier könnt Ihr einige Artikel nachlesen und findet weitere Informationen zu unserer Medienarbeit bzw. professionellen Arbeit.  
Macht ihr regelmäßig Workshops/Kurse?
Wir veranstalten selbst keine regelmäßigen Workshops oder Kurse. Parkour-Vienna ist eine Internet-Plattform für die deutschsprachige Parkour-Szene, um mit anderen Ausübenden Trainings auszumachen und um Erfahrungen auszutauschen. Wir bieten aber das wöchentliche Forum-Meeting als Einstiegs-Punkt an.  
Gibt es eine spezielle Ausrüstung/Schutzkleidung für Parkour?
Nein, die beste Ausrüstung ist der eigene Körper und das Hirn. Schutzkleidung würde einen mehr in der Bewegungsfreiheit einschränken, als helfen. Da man sich sowieso nur in sehr kleinen Schritten und mit viel Training weiterentwickelt, sollte es auch ohne Schutzkleidung nicht zu (gröberen) Verletzungen kommen.  
Ich würde gerne ein Interview mit dir machen bzw. habe noch Fragen?
Ich habe hier bereits einige Interviews bzgl. Parkour von und mit mir veröffentlicht, was viele Fragen beantworten sollte (bzw. meine Sicht der Dinge genauer zeigt). Bei weiteren Interview-Anfragen kontaktieren Sie mich bitte direkt. (Diese Interviews dürfen nicht ohne meine ausdrückliche Zustimmung veröffentlicht werden).  
Gibt es einen Parkour-Weltmeister / Freerunning-Weltmeister?
Nein, es gibt in Parkour keine Wettbewerbe (non-competitive).  
TOM

By TOM, in Parkour-Artikel,

Dieser Beginner-Guide soll Parkour-Einsteigern ein bisschen helfen, auf was sie am Anfang ihrer Parkour-Tätigkeit besonders achten sollten. Wer also Parkour erlernen will, sollte sich zuerst in die Materie einlesen, Videos ansehen und versuchen zu verstehen, dass es hier nicht um coole Tricks und möglichste tiefe Drops geht. Es geht darum, sich mit seinem Körper ausdrücken und anpassen zu können. Sich in seiner Umgebung möglichst schnell und effizient bewegen zu können und für Extremsituationen gefeilt zu sein. In diesem Artikel werden einige Aspekte angesprochen, die einen Bruchteil von Parkour zeigen und mit denen man sich einmal in Ruhe beschäftigen sollte.
 

 
Wer?
Ich persönlich betreibe Parkour gerne in einer Gruppe. Andere schwören darauf, alleine zu trainieren. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile.

Gruppe:
Falls die Möglichkeit besteht, wäre es sinnvoll mit jemanden zu trainieren, der schon Erfahrung in Parkour hat. Bei manchen Bewegungen erkennt man oft nicht selbst seine Fehler, aber ein Gruppenmitglied könnte den Fehler entdecken und einen darauf hinweisen (bzw. Tipps geben, um ihn auszubessern). Man sollte allerdings vorsichtig bei der Gruppenwahl sein und sich auf keinen Fall zu Sachen verleiten lassen, welche man sich selbst noch nicht zutraut. Mutproben oder andere kindische Aktionen haben bei Parkour nichts zu suchen und bergen ein hohes Verletzungsrisiko.
Solo:
Einige Traceure schwören darauf, alleine zu trainieren (z.B.Sebastien Foucan). Ein klarer Vorteil liegt darin, dass man eher über eine(n) Bewegung/Sprung nachdenkt und sich nicht durch "Gruppenzwang" oder "der hat's geschafft, also muss ich das auch können" zu etwas verleiten lässt. Wenn man alleine unterwegs ist, kann einen natürlich keiner auf Fehler hinweisen (wenn man ihn selbst nicht mitbekommt).  
Wo?
Die "Spot-Suche" ist ein wichtiger Aspekt bei Parkour (bzw. beim Parkour-Training). Mit der Zeit bekommt man ein Auge für die (richtigen) Spots und wenn man fleißig trainiert, kann man bei einem Spot wo man vorher nur 1-2 Bewegungen ausführen konnte, später viele Stunden verbringen und fast jede Parkour-Bewegung trainieren. Spaziert einmal in Ruhe durch eure Gegend und seht euch alles genau an.... ihr werdet sehen, dass die Umgebung wesentlich mehr hergibt, als ihr es im Vorhinein dachtet.
Ansonsten bietet das Internet eine Fülle an sinnvollen Informationen. Tretet in Kontakt mit Traceuren aus eurer Gegend, lasst euch Tipps geben wo man besonders gut trainieren kann. Seht euch Bilder/Videos an und sammelt Ideen, welche Bewegungen ihr bei euren Spots ausführen könnt.
Wir bieten auch ein Feature, namens Spot-Map an. Dort könnt ihr Spots in eurer Umgebung finden bzw. wenn ihr gute Spots gefunden habt, für Andere eintragen.  
Was?
Nun zum eigentlichen Training. Zieht euch "sinnvolle"/bequeme Kleidung an, die genug Bewegungsfreiheit bietet. Die Schuhwahl alleine, macht keinen guten Traceur aus. Schuhe mit sehr guter Dämpfung und exzellentem Grip nehmen euch nicht die Arbeit ab, eure Bewegungen intensiv zu trainieren. Sie helfen euch auch nicht, in kürzester Zeit "superspektakuläre" Sprünge auszuüben, was sowieso nicht euer Ziel sein sollte.
Bevor ihr mit dem Training beginnt, solltet ihr euch zuerst ausgiebig aufwärmen und kurz dehnen. Dies mindert die Verletzungsgefahr erheblich und ist dringend notwendig.  
Grund-Bewegungen:

Präzisionssprung:
Der Präzisionssprung ist das A+O für jeden Traceur. Diese Bewegung kann man überall ausführen und birgt kaum Verletzungsgefahr. Man sucht sich einfach einen Absprungpunkt und einen Landepunkt. Dies muss anfangs keine Kante o.ä. sein, sondern kann auch einfach am flachen Boden trainiert werden. (Bei Kanten besteht die Gefahr des Umknickens)
Wenn man diese Bewegung trainiert, merkt man mit der Zeit deutlich, dass die Sprungkraft zunimmt. Messt mit euren Füßen einfach die Sprungweite ab und versucht immer weiter zu kommen. Wichtig ist vor allem eine stabile/sichere Landung. Trainiert diese Bewegung bis ihr keinen Ausfallschritt mehr machen müsst und wirklich auf dem vorher definierten Landepunkt stabil stehen bleiben könnt.
Macht euch keinen Kopf, wenn ihr Anfangs nicht so weit kommt, wie ihr es eigentlich wolltet (Oder bei anderen Traceuren seht). Wenn ihr anfangs "nur" 5-6 Fuß weit kommt, trainiert einfach bis ihr Fortschritte bemerkt. Gute/Erfahrene Traceure springen (aus dem Stand) problemlos 11 Fuß und landen punktgenau (jahrelanges Training).

Rolle:
Die Rolle ist auch eine sehr wichtige Bewegung, welche jeder Traceur im Schlaf können sollte. Sie wird vor allem dienlich, wenn man sich (wesentlich später) an höhere Drops heranwagen will. Sie ist dazu da, um Bewegungsenergie (vertikale Energie) "Gelenks-freundlich" ab zu bauen. Manche schwören darauf, die Rolle sofort auf Beton zu trainieren, da man dort seine Fehler sofort spürt. Einige sind aber auch der Meinung, sie lieber zuerst auf Gras/weichem Untergrund zu erlernen und dann auf Beton zu perfektionieren.
Hier liegt die Entscheidung bei euch, wie ihr sie erlernen wollt. Die Gefahr besteht darin, wenn man sie auf weichem Untergrund erlernt, könnte man sich Fehler antrainieren, welche auf Beton schmerzhaft werden könnten. Einige machen aber auch schon auf weichem Untergrund Fehler, die zu blauen Flecken führen können, dass es klug wäre einmal die gröbsten Fehler auf weichem Untergrund auszumärzen.

Saut de chat (Katzensprung):
Der Saut de chat (Katzensprung) ist eine oft eingesetzte Bewegung, um niedrige Hindernisse zu überwinden. Überlegt euch schon im Vorhinein den Bewegungs-Ablauf und passt auf. Es besteht vor allem die Gefahr, mit den Beinen am Hindernis hängen zu bleiben und nach vorne zu kippen. Springt vor dem Hindernis ab, zieht die Beine so nah wie möglich an den Körper und stößt euch kräftig mit den Armen ab. Vor dem Absprung kann man mit den Armen eine "Ruder-Bewegung" einbauen, um höher/weiter zu kommen. Generell gilt auch, je höher die Mauer desto mehr sollte man vor dem Absprung in die Knie gehen ("Klappmesser-Effekt").
Wenn ich einen Katzensprung durchführe, berühren meine Oberschenken den Brustkorb (um wirklich sicher zu gehen, dass ich nicht mit den Beinen hängen bleibe).  
Krafttraining:
Bei Parkour ist nicht nur Technik, sondern auch Kraft gefragt. Allerdings sollte man sich weder auf das Eine, noch auf das Andere zu sehr konzentrieren/spezialisieren, sondern beides genügend trainieren.
Jede Bewegung profitiert von einer guten Technik, viele Bewegungen profitieren von zusätzlicher Kraft. Bewegungen wie der Präzisionssprung trainieren die Beine, Bewegungen wie der Passe muraille trainieren den Oberkörper, etc. Bewegungen wie der Reversé sind erst dann effizient, wenn die Technik sehr ausgefeilt ist.
Aber auch bei Bewegungen bei denen man annehmen könnte, dass primär die Kraft ausschlaggebend ist, wird man mit der richtigen Technik sein blaues Wunder erleben. Beispielsweise wird sich bei einem Passe muraille selbst ein Body-Builder ohne Technik minutenlang quälen, bis er das Hindernis überwunden hat. Jedoch mit der richtigen Technik (ausnützen von Schwung, richtiges Abdrücken von der Wand) ist dies eine Frage von Sekunden, ohne viel Kraftaufwand.
Viele erfahrene Traceure trainieren den gesamten Körper mit altbekannten Übungen (Sit-Ups, Liegestütz, etc.). Man muss für sich die goldene Mitte zwischen ausgefeilter Technik und ausreichend Kraft finden. Keiner muss jetzt dafür in's Fitnessstudio gehen und mit Body-Building beginnen.
  Kopfsache
Parkour betreibt man nicht nur mit dem Körper, sondern auch mit dem Kopf. Viele erfahrene Traceure meinen sogar, dass sich Parkourüberwiegend im Kopf abspielt. Man lernt seinen Körper kennen und der Geist muss ihn steuern. Man sollte keine Angst vor einem Hindernis haben, aber stetig den Respekt bewahren.
Selbst wenn man einen Sprung schon hunderte Male gemacht hat, muss man immer fokussiert bleiben und darf niemals die Konzentration verlieren. Bei der kleinsten Unachtsamkeit (auch bei kleinen Hindernissen), könnte man sich unnötig verletzen.
  Kontakt mit Anrainern/Security/Polizei
Parkour ist nicht illegal! Man bewegt sich auf öffentlichen Plätzen und respektiert Privat-Eigentum. Falls es dennoch zu (negativem) Kontakten mit Anrainern/Security/Polizei/etc. kommt, einfach ruhig bleiben und keine sinnlose Diskussion beginnen. Man kann den Leuten in Ruhe erklären was man hier macht und wird dann meistens in Ruhe gelassen.
Falls man dennoch zum Gehen gebeten wird, sollte man dieser Aufforderung auf jeden Fall folgen. Meistens findet man in unmittelbarer Nähe bereits den nächsten Spot und kann dort in Ruhe weiter trainieren. Einfach davon laufen, oder mit seinem Gegenüber destruktiv diskutieren, bringt niemandem etwas und schadet sogar Parkour.
Man muss leider akzeptieren, dass viele Menchen nichts mit Parkour anfangen können. Gerade deswegen sollte man besondere Reife an den Tag legen.  
Zusammenfassend:
Parkour beinhaltet viel an Technik, welche ihr (gemeinsam, oder alleine) garnicht genug trainieren könnt. Achtet auf euren Körperund überschätzt euch nicht. Macht euch keine Gedanken, wenn es anfangs nicht so klappt wie ihr es euch vorstellt... selbst David Belle wurde nicht mit Flügeln geboren, sondern hat diese Techniken auch nur (extrem lange) trainiert.
Wagt euch nur in sehr kleinen Schritten vorwärts. Lasst euch nicht zu waghalsigen Bewegungen/Drops verleiten/überreden... es bringt keinem etwas, wenn ihr euch dabei verletzt. Man kann auch bei niedrigen Hindernissen mehr als genug Spass am Training haben.  
Weitere Informationen gibt es im Parkour-Vienna Forum. Stellt dort einfach Fragen, die auf der Website nicht beantwortet werden.  
Wichtige Gesundheitshinweise:
Parkour belastet euren Körper Tastet euch schrittweise heran ("Babysteps") Überschätzt euch nicht Lasst euch von einer Gruppe nicht zu Dingen verleiten, die ihr euch nicht zutraut. Euer Körper braucht Zeit um sich an Belastungen zu gewöhnen. Für Personen die überhaupt noch keinen Sport betrieben haben, hier ein kurzer (PAR-Q Test) Gesundheitscheck
TOM
Ciné Parkour - „A cinematic and theoretical contribution to the understanding of the practice of parkour“ ist ein, als Doktor-Arbeit „getarntes“ Werk, über die Künste der Fortbewegung. Verfasst von Julie Angel, welche sich selbst als unabhängige Filmemacherin, Künstlerin, Akademikerin und Schriftstellerin bezeichnet (und wohl auch ist).
Diese wissenschaftliche Arbeit hat ganze 7 Jahre Lebenszeit in Anspruch genommen und ist gespickt mit genauen Quellenangaben und Referenzen. Dies macht dieses Buch zu einer wesentlich wertvolleren Informationsquelle, als das „Hören-Sagen“ des Internets (wie zum Beispiel Wikipedia). Die Informationen dieser Literatur stammen von Interviews aus erster Hand, mit der ersten und zweiten Generation von Parkour-Ausübenden. Auch durch die direkte und intensive Zusammenarbeit in Zuge von Dokumentations-Filmen und Werbe-Drehs, hat Julie Angel einen unverwässerten Einblick in diese Szene erlangt.
Julie ist heute keine unbekannte mehr in der Szene, denn spätestens mit Ihrem Youtube Channel (Slamcamspam) hat Sie hundert-tausenden Interessierten eine direkte Einsicht und erleichtertes Verständnis dieser Kunst anbieten können. Auf Youtube gab es vor einigen Jahren sogar eine spezielle Aktion, an der ein Tag lang nur Videos von Ihrem Video-Channel auf der Frontpage der Video-Plattform zu sehen waren.
Das Buch selbst ist in englisch geschrieben (es gibt keine deutsche Übersetzung) und beinhaltet insgesamt etwa 300 Seiten. Davon sind ca. 230 Seiten Text, 70 Seiten Referenzen & Bewegungsbeispiele, aber auch einige (schwarz/weiss) Bilder bzw. Bilder-Serien lockern zwischendurch immer wieder auf bzw. erklären optisch beschriebene Situationen. Ganz am Ende befindet sich eine Timelime („Terminology Timeline“ & „Parcour Timeline („key-events“)), die für mich persönlich sehr aufschlussreich war.
Dieses Buch basiert auf Interviews mit den Wurzeln der Parkour-Geschichte, also David Belle und weiteren Mitgliedern der Yamakasi Gruppe, aber auch weiteren Traceuren der sogenannten „2nd Generation“. Als besonders starke Informationsquelle kristallisiert sich die Zusammenarbeit mit Parkour Generations (ParkourUK) und deren Mitglieder heraus, was Julie Angel selbst auch als „Eureka moment“ beschrieb. Sie hat sich in diese Szene vertieft und ein starkes Verständnis entwickelt, welches Sie in diesem Werk teilt.
Generell handelt es sich um die Beschreibung/Interpretationen von Ereignissen und Momenten der persönlichen Parkour-Erfahrungen einer Person, die anfangs keine wirkliche Ahnung der Thematik hat – so wie jeder von uns, der mit Neuem konfrontiert wird. Für Erklärungen wird oft auf weitere wissenschaftliche Arbeiten bzw. Texte referenziert, es bleibt aber immer genügend Luft, für eigene Interpretationen und Ansichten.
Es zeigt den Weg einer Künstlerin, die sich professionell und möglichst objektiv mit dem Thema auseinandersetzt und auch nicht davor zurückschreckt, es selbst aktiv auszuüben. Sie selbst gibt auch an, nur durch die aktive Ausübung einen kompletteren Eindruck darüber erhalten zu haben und auch mit der Zeit einige Erfahrungen und Bekanntschaften (bzw. deren Einstellung bei gewissen Themen) in Frage gestellt zu haben, die Sie anfangs als gegebenes Faktum sah.
Le parcours, l'art du déplacement, parkour and freerunning, a historcal overview (Seite 9-45)
Anfangs wird versucht zu erklären, wie es zur Entstehung dieses kulturellen Phänomens kam. Diese Entwicklung, die bereits 1986/87 startete und sehr stark mit David Belle und der Beziehung zu seinem Vater in Verbindung stand. Geschichten von seinem Vater (Raymond Belle), welcher als 'force of nature' (von weiteren Familien-Mitgliedern) beschrieben wurde und das Ziel von David, hier eine zeitlose Verbindung mit Ihm zu schaffen.
Die Einflüsse der Méthode naturelle („be strong to be useful“), die Einstellung der jungen (sehr kleinen/exklusiven) Gruppe der Ausübenden, die Entwicklung von Einzelbewegungen zu Kombinationen und deren anfangs besonders „harten“ Trainings-Methoden. Auch Fantasie und Vorstellungsvermögen hatten damals einen enorm starken Einfluss auf die Entstehung, neben dem physischen Aufbau des Körpers, was Ihnen in Ihrem harten Umfeld der Pariser Vororte einen wertvollen Vorteil brachte.
 
Schon hier beginnt das Infragestellen von bestimmten Definitionen und Begriffen rund um den Begriff „Parkour“.
(...)of this relatively new activity and cultural phenomena that began to evolve circa 1986/7 (Seite 10)
David heard his grandfather's stories: „Your father is a 'force of nature', he did some incredible things“. (…) the hero-figure with super-human abilities was very present in David's imagination through his interests and information regarding his father (…) (Seite 17)
You maybe able to do a jump when you have warmed up or are comfortable he told his son, but will you be able to perform the same jump with no preparations under duress? This was the mental and physical preparation, „be strong to be useful“ (Seite 20)
The group believed that if faced with two options, one should take the hardest route as nothing will be learnt from taking the easy route (Seite 23)
Yann Hnautra, David and Williams Belle all compare this stage of learning to that of a child first learning to speak, then progression to sentences, stories and finally the creative application of these skills to formulate poetry. This art was not only a method of exploring the self, it was also a tool for self-expression. (Seite 25)
Yann reflected that they wasted a lot of time in their training and could have been 'softer' in what they're doing. (Seite 26)
Stephane Vigroux also recalls that in this very early period the levels of risk they undertook were akin to madness; claiming they could have died at least ten times a day. (…) However, for all the potentially fatal risks they took, they were never seriously injured beyond cuts, bruises and strains.
(...)it was not enough to be able to do it, it was 'do it, do it well, do it well and fast' (Seite 27)
(…) despite the repetition of severe levels of impact there are no knee or joint injuries among them. They are all active and are still training in varying degrees. (Seite 30)
Chau Belle-Dinh: „You do parkour, l'art du déplacement, motion art, freerunning, it's the same thing, your heart, your 'way' is very important“ (Seite 37)
Documenting Movement: a shared participatory ciné parkour (Seite 45-123)
In diesem Teil des Buchs handelt es sich um den Einstieg in die cineastische Perspektive von Parkour, mit den ersten öffentlichen Bildern dieser Fortbewegungsform. Für mich selbst war es zum Beispiel neu, dass es sich um das erste Video welches ich im Zusammenhang mit Parkour gesehen habe („Speed Air Man“ – mit ersten Aufnahmen in 1998) um ein Showreel handelte, für die Teilnahme am Hollywood-Film Spiderman aus 2002. Angeblich war es nie geplant, dass dieses Showreel veröffentlich wird und es hat selbst seinen Einfluss auf die generelle Verwirrung verursacht, wieso bei einem als „Parkour“ in Zusammenhang gebrachten Video vom „Erschaffer“ selbst akrobatische Elemente zu sehen waren.
Es wird beschrieben wie es zum Begriff „Freerunning“ kam, warum ihn Sébastien Foucan statt Parkour verwendete, wie der Regisseur von Jump London und Jump Britain (Mike Christie) seine Dokumentationen sieht, wie Julie Angel's erste Eindrücke von Parkour waren, usw.
Besonders der Unterschied von kommerziellen Produktionen, im Vergleich zum täglichen Training werden hier genau vor Augen geführt. Die Sicht der Öffentlichkeit, welche meist nur die kurzen spektakulären Action-Sequenzen kennt und eigene Erfahrungen beim Einsteig in diese eigene Kultur/Gesellschaft.
Der enorme Einfluss auf das öffentliche Bild von Parkour, in Bezug auf die schieren Massen an Videos, welche tagtäglich auf Video-Portalen hochgeladen werden und im Gegenzug dazu, die reservierte Haltung von (teilw.) introvertierten Traceuren der ersten Stunde(n). Julie geht auch genau auf die Entstehung und Wirkung Ihrer Dokumentationen wie z.B. „Jump Westminster“ ein, womit Sie auch einiges an Aufsehen erregte.
 
The video Speed Air Man was an attempt to be involved in the 2002 film Spiderman (Seite 37) created in 1998 (Seite 54)
The source of the initial conflict seems to stem from acrobatics being seen as a fun and optional act that does not align itself with the functionality and utilitarian ideal of being 'strong ti be useful' (Seite 37)
David Belle: „There are not different kinds of parkour: someone who can fight – a real fighter – can fight on the ground, small, big, anywhere, parkour is the same; you must adapt. You adapt to everything that's around us here. There are not derivatives, then acrobatics are different, you can do it here but you can't do it for an hour, but you can do parkour and discover your surroundings for a long time“ (Seite 39)
Sébastien Foucan, used the term parkour for several years then chose to create freerunning after appropriating the term that had been used a s a direct translation for parkour in the documentary Jump London. (Seite 39)
Mike Christie, the writer and director of Jump London, exemplified this commercial approach when he discussed some of the constraints and realities of his documentary. He stated that, with regards to what was shown and the locations and structures where traceurs did parkour for the benefit of the documentary, if the traceurs had their own way.“they wouldn't have been doing parkour on them“ (Seite 53)
(…) Jump London was an example of the mainstream media's perspective of parkour, representations of parkour within it's own culture were equally spectacle and performance led (…) (Seite 54)
Ruby:„The agendas of people representing a culture in which they are native have to be different from those who are not. Once it is acknowledged that no one can speak for or represent a culture, but only his or her relationship to it, then a multiplicity of viewpoints is possible and welcome – some from within and all the marvelously grey areas in between“ (Seite 54)
Seeing parkour first-hand was disappointing. After all, I had only witnessed the stylized television spectacle of the skills demonstrated by the first and second generation French traceurs in Jump London and Rush Hour. (Seite 56)
Julie Angel: During my participation in parkour over the past six years I have suffered one injury; a sprained ankle that was caused from slipping on a mat in an indoor training session. (Seite 67)
As a result of doing (at a constantly low level) and observing parkour, I acquired parkour vision and experienced an increase of personal confidence as well as changes in my perception and relationship to my environment. I had never before felt enthusiasm for railings, the placement of small walls in alignment with other walls, whether the height of a wall was sufficient for me to attempt and work towards completing a wall run. Areas I previously avoided , associating them with crime and anti-social behavior , were now havens of activity, possibility, challenges, effort, engagement, concentration and joy, replacing fear and passivity with positive emotions and activity. (Seite 70)
The concern of the moments of relevance became clearer the more I experienced parkour. The sound of the movements and landings in particular were important indicators of the skill and competence of the traceur. (Seite 71)
In my experience of being involved with commercial parkour productions, I saw many accidents occur due the use of crash mats, not directly because of the risk of parkour. The soft landings and slippery surface of the mats make it easy for people to twist their ankles of slip on landing. Rarely did the traceurs ask for a crash mat on commercial productions, if they did, it was because they were tired and having to perform the move as part of their job. Traceurs do not take unnecessary risks, it is not in their interest to want to injure themselves. (Seite 75)
There had been a great increase in the number of videos posted on the internet of people showing their biggest most impressive jumps. Stephane and many of the experienced French traceurs saw this as reckless and dangerous. Their motivation for doing parkour and their vision for it hat not stemmed from a desire to impress or share with the world on the internet their most recent achievements. They had to gradually built up their skills over a long period of time. (Seite 86)
He (Stephane Vigroux) was also heavily influenced by Williams Belle wo had shown him a more compassionate and inclusive approach to training and teaching the discipline, promoting the idea of a 'non violent' way, compared to David Belle's. (Seite 87)
(…) a video tagged with the word „parkour“ is currently (2009) uploaded every 20-30 minutes (Youtube). (Seite 94)
Jump Westminster: The project was the first of its kind in the country and Forrest and Dan were keen to demonstrate how parkour could be a positive force for change in their lives of these young people, countering parkour's media identity as an activity of dramatic roof-jumping and wreck less stunts. (Seite 97)
Jump Westminster: (…) As a result of this, substantial funds have been secured for a permanent parkour park built in Westminster in 2011 and the creation of National Governing Body, ParkourUK; Eugene Minogue, Stephane Vigroux, Dan and Forrest are all involved. (Seite 99)
Visions (film): One sees a challenge – nobody is sure if it's achievable – but they all attempt it and contribute to finding solutions for it. Slowly each attempt enforces the reality that the challenge is achievable, guiding and helping one another until eventually it is accomplished. (Seite 103)
Through my extended exposure to the experienced traceurs I became increasingly aware of the elements of suffering and hard work that existed in their practice. It was always, when outside of their comfort zone, that they felt their training began. (Seite 107)
Whilst I intended for the films to be parkour led , this was not achieved until I had a more complete understanding of the discipline. (Seite 118)
Theorising the practice of parkour (Seite 123-195)
In diesem Part gibt es einen tieferen Einblick in Parkour und das Verständnis dahinter. Es haben sich bereits viele Kluge Köpfe mit Trend-, Extrem-, und Nischen-Sportarten beschäftigt, auf die regelmässig referenziert wird. Aktiven wird hier ein wenig vor Augen geführt, wie sie von aussen gesehen werden und dies bietet viel Potenzial zur Reflektion.
Hier ist besonders das gute Verständnis dieser Kunst erkennbar, welches Julie über die vielen Jahre entwickeln konnte. Das (positive) Verhältnis von Akteur zur Umgebung kommt hier genauso vor, wie die eher kontroverse („No ball games culture“) Einstellung der Gesellschaft. Viele Zitate von Stephane Vigroux zeugen auch von seiner ausgeglichenen Einstellung (und viel Know-How) zu Parkour und werten teilweise eher trocken-nüchtern wissenschaftliche gehaltene Teile wieder sehr auf.
Interessant fand ich persönlich zum Beispiel den Vergleich von Parkour mit 'pre-modern sports', bei dem Versuch es ein wenig zu kategorisieren. Bekannte Begriffe wie zum Beispiel die sogenannte 'parkour-vision' werden erklärt und auch für Aussenstehende verständlich wiedergegeben.
Historically parkour is part of a larger tradition if practical alterity or a culture of 'otherness'; expressions that could be interpreted as physical, spatial, emotional and social resistance in urban practices; subversions that make us use of spaces and architecture in ways which they were not originally intended. (Seite 124)
The environment is the friend, the challenger, and co-player in the parkour game , aiding the exploration of the limitations of body and mind. (Seite 136)
Traceurs do not see their actions as destructive or threatening, they feel it is their right to move freely and they should not be limited to the existing routes and see their relationship with the environment as a positive one. (Seite 143)
As well as a general philosophy of parkour being non-destructive and not affecting the built form, it is their aim to form a harmonious relationship with the environment. (Seite 143)
With the heightened awareness of the environment for their own use, traceurs feel somewhat misunderstood by the public when their actions are deemed to be destructive. (143)
 
The „No ball games“ culture (Seite 149)
The traceur is a continual work in progress recreating themselves through a constant process of creativity and invention. Parkour can be seen as a transformative lifestlye; set of ethics or an art (Seite 153)
Stephane Vigroux expressed that for him, parkour was an art with the ability to create something from nothing (…) (Seite 153)
Dan Edwardes believes, „You can't hide in parkour, you can't fake it really, you can't hide from yourself when you are training. When you go out and train, every single time it's like looking at yourself in the mirror and immediately getting feedback, on where you are that particular day; where you are physically, mentally, if you are injured, feeling sick, if you're not quite up for it. It really tests you every time you train.“ (…) (Seite 154)
As Stephane Vigroux stated in Le Singe est de Retour, the jumps he has to do now to experience the same kind of feelings he had when he was starting parkour need to be much larger, constantly challenging his fears and physicality in the act of parkour. (Seite 157)
Parkour is a means of dialogue, a way of thinking, experiencing and being in a connection of the external world and connection to a parkour tradition, lineage and culture of parkour peers and fellow practitioners, regardless of how young the discipline is. (Seite 169)
Marano: „The opposite of play isn't work, it's depression“ (Seite 178)
According to Guttmann's categories, parkour is a 'pre-modern sport' born out of modern times that chooses the environment and self to be a co-player in the activity. (Seite 185)
The Parkour Paradox, co-option for spectacle and institunalisation( Seite 195-231)
 
Im letzten großen Teil wird auf Parkour als 'performance-spectacle' eingegangen. Heisse Themen wie Competitions und große Events werden hier genauso thematisiert, wie speziell gebaute Parkour-Parks (mit einigen interessanten Beispiel-Bildern). Events wie der Barclaycard World Freerunning Championship und MTV Ultimate Parkour Challenge werden genauer erläutert, mit einigen (teilw. sehr lustigen) Einsichten von Teilnehmern.
Im Vergleich dazu wird auch das „Parkour Rendezvous“ Event beschrieben und der Grund wieso ParkourUK mit Ihrem A.D.A.P.T. Kurs-System starteten. Bei den Parkour-facilities wird auf die potenzielle Gefahr hingewiesen, dass hier bei reiner Indoor-Aktivität bzw. der Ausübung an speziell gebauten Orten Parkour aus dem Auge der Öffentlichkeit verschwinden könnte. Damit würde Parkour einen wichtigen Antrieb für das zurück Erobern des öffentlichen Raums verlieren.
Auch hier wird auf die Mindset-Einstellung von Parkour- und Freerunning-Ausübenden eingegangen, dass mit einem Zitat von Stephane wieder schön viel Raum für eigene Interpretationen gibt.
Barclaycard World Freerunning Championship in 2008 => very negative community reactions (youtube comments deactivation) (Seite 200)
The big cheers always come from the performance of a backflip, or a spinning twisting; freely moving body in space. Very few specific parkour moves, such as 'catleaps' or precisions' warrant such celebration due the lack of understanding of the skill needed to execute them. (Seite 202)
Stephane Vigroux „For the moment the problem is that we have a misunderstanding of what it really is. It's not just about doing a backflip to impress your friends“ (Seite 203)
MTV Ultimate Parkour Challenge (I don't care who wins attitude) (Seit 204)
Parkour Rendezvous (Seite 209)
Parkour Generations see the event as a way to legitimize their activities as a training methodology rather than being viewed as reckless performance stunts carried out by adrenaline junkies. (Seite 211)
Parkour's popularity has resulted in greater demands for instruction on how to start and/or progress in parkour safely. (Seite 214) A.D.A.P.T & ParkourUK
Parkour indoors becomes private and invisible to the public (Seite 218)
Parkour facilities (...)somewhat of an anti-parkour thing to do(...) (Seite 221)
The values that underpin parkour are more aligned with selfless, noble acts of heroic functionality and diminishing the fear while the newly coined term freerunning is less about valor and bravery, than visibility and leisure, a freedom of expression. (Seit 227)
As Johann Vigroux stated when reflecting on the changing faces and representations of parkour over the past seven years (…), there is no right of wrong to what is or isn't parkour. (Seite 229)
Zusammenfassung:
Ich kann dieses Buch absolut jedem empfehlen. Personen die einen tiefen Einblick in Parkour erhaschen wollen, werden mit dieser professionellen Arbeit eine absolute Freude haben. Wer der englischen Sprache halbwegs mächtig ist, bekommt hier einen kompletten Überblick über die Entstehung, die Werte, die potenziellen Probleme und viele Weisheiten von sehr Erfahrenen Akteuren, rund um die Thematik.
Es wird hier nicht trocken eine Bewegung nach der Anderen erklärt, es werden keine Trainings-Beispiele gegeben (z.B. so kann man etwas in der Halle aufbauen) und es werden keine unwiderlegbare Definitionen gemacht.
Ich ziehe meinen Hut vor der Arbeit von Julie Angel und Bedanke mich an dieser Stelle im Namen der kompletten Community. Ich hoffe, dass mit diesem Werk einige brennende Fragen beantwortet und viele neue Fragen zu dieser Bewegungskunst dadurch entstehen – was doch auch ein wenig den Reiz ausmacht.
Wer Interesse an dem Buch hat, kann es sich um 22€ auf Amazon bestellen.

Parkour-Vienna

Gegründet im Sommer 2004. Mit tausenden registrierten Mitgliedern im Forum, ist es die größte Parkour-Plattform Österreichs und ein Grundstein der österreichischen Community.