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Parkour-Artikel in der Übersicht

TOM
Ciné Parkour - „A cinematic and theoretical contribution to the understanding of the practice of parkour“ ist ein, als Doktor-Arbeit „getarntes“ Werk, über die Künste der Fortbewegung. Verfasst von Julie Angel, welche sich selbst als unabhängige Filmemacherin, Künstlerin, Akademikerin und Schriftstellerin bezeichnet (und wohl auch ist).
Diese wissenschaftliche Arbeit hat ganze 7 Jahre Lebenszeit in Anspruch genommen und ist gespickt mit genauen Quellenangaben und Referenzen. Dies macht dieses Buch zu einer wesentlich wertvolleren Informationsquelle, als das „Hören-Sagen“ des Internets (wie zum Beispiel Wikipedia). Die Informationen dieser Literatur stammen von Interviews aus erster Hand, mit der ersten und zweiten Generation von Parkour-Ausübenden. Auch durch die direkte und intensive Zusammenarbeit in Zuge von Dokumentations-Filmen und Werbe-Drehs, hat Julie Angel einen unverwässerten Einblick in diese Szene erlangt.
Julie ist heute keine unbekannte mehr in der Szene, denn spätestens mit Ihrem Youtube Channel (Slamcamspam) hat Sie hundert-tausenden Interessierten eine direkte Einsicht und erleichtertes Verständnis dieser Kunst anbieten können. Auf Youtube gab es vor einigen Jahren sogar eine spezielle Aktion, an der ein Tag lang nur Videos von Ihrem Video-Channel auf der Frontpage der Video-Plattform zu sehen waren.
Das Buch selbst ist in englisch geschrieben (es gibt keine deutsche Übersetzung) und beinhaltet insgesamt etwa 300 Seiten. Davon sind ca. 230 Seiten Text, 70 Seiten Referenzen & Bewegungsbeispiele, aber auch einige (schwarz/weiss) Bilder bzw. Bilder-Serien lockern zwischendurch immer wieder auf bzw. erklären optisch beschriebene Situationen. Ganz am Ende befindet sich eine Timelime („Terminology Timeline“ & „Parcour Timeline („key-events“)), die für mich persönlich sehr aufschlussreich war.
Dieses Buch basiert auf Interviews mit den Wurzeln der Parkour-Geschichte, also David Belle und weiteren Mitgliedern der Yamakasi Gruppe, aber auch weiteren Traceuren der sogenannten „2nd Generation“. Als besonders starke Informationsquelle kristallisiert sich die Zusammenarbeit mit Parkour Generations (ParkourUK) und deren Mitglieder heraus, was Julie Angel selbst auch als „Eureka moment“ beschrieb. Sie hat sich in diese Szene vertieft und ein starkes Verständnis entwickelt, welches Sie in diesem Werk teilt.
Generell handelt es sich um die Beschreibung/Interpretationen von Ereignissen und Momenten der persönlichen Parkour-Erfahrungen einer Person, die anfangs keine wirkliche Ahnung der Thematik hat – so wie jeder von uns, der mit Neuem konfrontiert wird. Für Erklärungen wird oft auf weitere wissenschaftliche Arbeiten bzw. Texte referenziert, es bleibt aber immer genügend Luft, für eigene Interpretationen und Ansichten.
Es zeigt den Weg einer Künstlerin, die sich professionell und möglichst objektiv mit dem Thema auseinandersetzt und auch nicht davor zurückschreckt, es selbst aktiv auszuüben. Sie selbst gibt auch an, nur durch die aktive Ausübung einen kompletteren Eindruck darüber erhalten zu haben und auch mit der Zeit einige Erfahrungen und Bekanntschaften (bzw. deren Einstellung bei gewissen Themen) in Frage gestellt zu haben, die Sie anfangs als gegebenes Faktum sah.
Le parcours, l'art du déplacement, parkour and freerunning, a historcal overview (Seite 9-45)
Anfangs wird versucht zu erklären, wie es zur Entstehung dieses kulturellen Phänomens kam. Diese Entwicklung, die bereits 1986/87 startete und sehr stark mit David Belle und der Beziehung zu seinem Vater in Verbindung stand. Geschichten von seinem Vater (Raymond Belle), welcher als 'force of nature' (von weiteren Familien-Mitgliedern) beschrieben wurde und das Ziel von David, hier eine zeitlose Verbindung mit Ihm zu schaffen.
Die Einflüsse der Méthode naturelle („be strong to be useful“), die Einstellung der jungen (sehr kleinen/exklusiven) Gruppe der Ausübenden, die Entwicklung von Einzelbewegungen zu Kombinationen und deren anfangs besonders „harten“ Trainings-Methoden. Auch Fantasie und Vorstellungsvermögen hatten damals einen enorm starken Einfluss auf die Entstehung, neben dem physischen Aufbau des Körpers, was Ihnen in Ihrem harten Umfeld der Pariser Vororte einen wertvollen Vorteil brachte.
 
Schon hier beginnt das Infragestellen von bestimmten Definitionen und Begriffen rund um den Begriff „Parkour“.
(...)of this relatively new activity and cultural phenomena that began to evolve circa 1986/7 (Seite 10)
David heard his grandfather's stories: „Your father is a 'force of nature', he did some incredible things“. (…) the hero-figure with super-human abilities was very present in David's imagination through his interests and information regarding his father (…) (Seite 17)
You maybe able to do a jump when you have warmed up or are comfortable he told his son, but will you be able to perform the same jump with no preparations under duress? This was the mental and physical preparation, „be strong to be useful“ (Seite 20)
The group believed that if faced with two options, one should take the hardest route as nothing will be learnt from taking the easy route (Seite 23)
Yann Hnautra, David and Williams Belle all compare this stage of learning to that of a child first learning to speak, then progression to sentences, stories and finally the creative application of these skills to formulate poetry. This art was not only a method of exploring the self, it was also a tool for self-expression. (Seite 25)
Yann reflected that they wasted a lot of time in their training and could have been 'softer' in what they're doing. (Seite 26)
Stephane Vigroux also recalls that in this very early period the levels of risk they undertook were akin to madness; claiming they could have died at least ten times a day. (…) However, for all the potentially fatal risks they took, they were never seriously injured beyond cuts, bruises and strains.
(...)it was not enough to be able to do it, it was 'do it, do it well, do it well and fast' (Seite 27)
(…) despite the repetition of severe levels of impact there are no knee or joint injuries among them. They are all active and are still training in varying degrees. (Seite 30)
Chau Belle-Dinh: „You do parkour, l'art du déplacement, motion art, freerunning, it's the same thing, your heart, your 'way' is very important“ (Seite 37)
Documenting Movement: a shared participatory ciné parkour (Seite 45-123)
In diesem Teil des Buchs handelt es sich um den Einstieg in die cineastische Perspektive von Parkour, mit den ersten öffentlichen Bildern dieser Fortbewegungsform. Für mich selbst war es zum Beispiel neu, dass es sich um das erste Video welches ich im Zusammenhang mit Parkour gesehen habe („Speed Air Man“ – mit ersten Aufnahmen in 1998) um ein Showreel handelte, für die Teilnahme am Hollywood-Film Spiderman aus 2002. Angeblich war es nie geplant, dass dieses Showreel veröffentlich wird und es hat selbst seinen Einfluss auf die generelle Verwirrung verursacht, wieso bei einem als „Parkour“ in Zusammenhang gebrachten Video vom „Erschaffer“ selbst akrobatische Elemente zu sehen waren.
Es wird beschrieben wie es zum Begriff „Freerunning“ kam, warum ihn Sébastien Foucan statt Parkour verwendete, wie der Regisseur von Jump London und Jump Britain (Mike Christie) seine Dokumentationen sieht, wie Julie Angel's erste Eindrücke von Parkour waren, usw.
Besonders der Unterschied von kommerziellen Produktionen, im Vergleich zum täglichen Training werden hier genau vor Augen geführt. Die Sicht der Öffentlichkeit, welche meist nur die kurzen spektakulären Action-Sequenzen kennt und eigene Erfahrungen beim Einsteig in diese eigene Kultur/Gesellschaft.
Der enorme Einfluss auf das öffentliche Bild von Parkour, in Bezug auf die schieren Massen an Videos, welche tagtäglich auf Video-Portalen hochgeladen werden und im Gegenzug dazu, die reservierte Haltung von (teilw.) introvertierten Traceuren der ersten Stunde(n). Julie geht auch genau auf die Entstehung und Wirkung Ihrer Dokumentationen wie z.B. „Jump Westminster“ ein, womit Sie auch einiges an Aufsehen erregte.
 
The video Speed Air Man was an attempt to be involved in the 2002 film Spiderman (Seite 37) created in 1998 (Seite 54)
The source of the initial conflict seems to stem from acrobatics being seen as a fun and optional act that does not align itself with the functionality and utilitarian ideal of being 'strong ti be useful' (Seite 37)
David Belle: „There are not different kinds of parkour: someone who can fight – a real fighter – can fight on the ground, small, big, anywhere, parkour is the same; you must adapt. You adapt to everything that's around us here. There are not derivatives, then acrobatics are different, you can do it here but you can't do it for an hour, but you can do parkour and discover your surroundings for a long time“ (Seite 39)
Sébastien Foucan, used the term parkour for several years then chose to create freerunning after appropriating the term that had been used a s a direct translation for parkour in the documentary Jump London. (Seite 39)
Mike Christie, the writer and director of Jump London, exemplified this commercial approach when he discussed some of the constraints and realities of his documentary. He stated that, with regards to what was shown and the locations and structures where traceurs did parkour for the benefit of the documentary, if the traceurs had their own way.“they wouldn't have been doing parkour on them“ (Seite 53)
(…) Jump London was an example of the mainstream media's perspective of parkour, representations of parkour within it's own culture were equally spectacle and performance led (…) (Seite 54)
Ruby:„The agendas of people representing a culture in which they are native have to be different from those who are not. Once it is acknowledged that no one can speak for or represent a culture, but only his or her relationship to it, then a multiplicity of viewpoints is possible and welcome – some from within and all the marvelously grey areas in between“ (Seite 54)
Seeing parkour first-hand was disappointing. After all, I had only witnessed the stylized television spectacle of the skills demonstrated by the first and second generation French traceurs in Jump London and Rush Hour. (Seite 56)
Julie Angel: During my participation in parkour over the past six years I have suffered one injury; a sprained ankle that was caused from slipping on a mat in an indoor training session. (Seite 67)
As a result of doing (at a constantly low level) and observing parkour, I acquired parkour vision and experienced an increase of personal confidence as well as changes in my perception and relationship to my environment. I had never before felt enthusiasm for railings, the placement of small walls in alignment with other walls, whether the height of a wall was sufficient for me to attempt and work towards completing a wall run. Areas I previously avoided , associating them with crime and anti-social behavior , were now havens of activity, possibility, challenges, effort, engagement, concentration and joy, replacing fear and passivity with positive emotions and activity. (Seite 70)
The concern of the moments of relevance became clearer the more I experienced parkour. The sound of the movements and landings in particular were important indicators of the skill and competence of the traceur. (Seite 71)
In my experience of being involved with commercial parkour productions, I saw many accidents occur due the use of crash mats, not directly because of the risk of parkour. The soft landings and slippery surface of the mats make it easy for people to twist their ankles of slip on landing. Rarely did the traceurs ask for a crash mat on commercial productions, if they did, it was because they were tired and having to perform the move as part of their job. Traceurs do not take unnecessary risks, it is not in their interest to want to injure themselves. (Seite 75)
There had been a great increase in the number of videos posted on the internet of people showing their biggest most impressive jumps. Stephane and many of the experienced French traceurs saw this as reckless and dangerous. Their motivation for doing parkour and their vision for it hat not stemmed from a desire to impress or share with the world on the internet their most recent achievements. They had to gradually built up their skills over a long period of time. (Seite 86)
He (Stephane Vigroux) was also heavily influenced by Williams Belle wo had shown him a more compassionate and inclusive approach to training and teaching the discipline, promoting the idea of a 'non violent' way, compared to David Belle's. (Seite 87)
(…) a video tagged with the word „parkour“ is currently (2009) uploaded every 20-30 minutes (Youtube). (Seite 94)
Jump Westminster: The project was the first of its kind in the country and Forrest and Dan were keen to demonstrate how parkour could be a positive force for change in their lives of these young people, countering parkour's media identity as an activity of dramatic roof-jumping and wreck less stunts. (Seite 97)
Jump Westminster: (…) As a result of this, substantial funds have been secured for a permanent parkour park built in Westminster in 2011 and the creation of National Governing Body, ParkourUK; Eugene Minogue, Stephane Vigroux, Dan and Forrest are all involved. (Seite 99)
Visions (film): One sees a challenge – nobody is sure if it's achievable – but they all attempt it and contribute to finding solutions for it. Slowly each attempt enforces the reality that the challenge is achievable, guiding and helping one another until eventually it is accomplished. (Seite 103)
Through my extended exposure to the experienced traceurs I became increasingly aware of the elements of suffering and hard work that existed in their practice. It was always, when outside of their comfort zone, that they felt their training began. (Seite 107)
Whilst I intended for the films to be parkour led , this was not achieved until I had a more complete understanding of the discipline. (Seite 118)
Theorising the practice of parkour (Seite 123-195)
In diesem Part gibt es einen tieferen Einblick in Parkour und das Verständnis dahinter. Es haben sich bereits viele Kluge Köpfe mit Trend-, Extrem-, und Nischen-Sportarten beschäftigt, auf die regelmässig referenziert wird. Aktiven wird hier ein wenig vor Augen geführt, wie sie von aussen gesehen werden und dies bietet viel Potenzial zur Reflektion.
Hier ist besonders das gute Verständnis dieser Kunst erkennbar, welches Julie über die vielen Jahre entwickeln konnte. Das (positive) Verhältnis von Akteur zur Umgebung kommt hier genauso vor, wie die eher kontroverse („No ball games culture“) Einstellung der Gesellschaft. Viele Zitate von Stephane Vigroux zeugen auch von seiner ausgeglichenen Einstellung (und viel Know-How) zu Parkour und werten teilweise eher trocken-nüchtern wissenschaftliche gehaltene Teile wieder sehr auf.
Interessant fand ich persönlich zum Beispiel den Vergleich von Parkour mit 'pre-modern sports', bei dem Versuch es ein wenig zu kategorisieren. Bekannte Begriffe wie zum Beispiel die sogenannte 'parkour-vision' werden erklärt und auch für Aussenstehende verständlich wiedergegeben.
Historically parkour is part of a larger tradition if practical alterity or a culture of 'otherness'; expressions that could be interpreted as physical, spatial, emotional and social resistance in urban practices; subversions that make us use of spaces and architecture in ways which they were not originally intended. (Seite 124)
The environment is the friend, the challenger, and co-player in the parkour game , aiding the exploration of the limitations of body and mind. (Seite 136)
Traceurs do not see their actions as destructive or threatening, they feel it is their right to move freely and they should not be limited to the existing routes and see their relationship with the environment as a positive one. (Seite 143)
As well as a general philosophy of parkour being non-destructive and not affecting the built form, it is their aim to form a harmonious relationship with the environment. (Seite 143)
With the heightened awareness of the environment for their own use, traceurs feel somewhat misunderstood by the public when their actions are deemed to be destructive. (143)
 
The „No ball games“ culture (Seite 149)
The traceur is a continual work in progress recreating themselves through a constant process of creativity and invention. Parkour can be seen as a transformative lifestlye; set of ethics or an art (Seite 153)
Stephane Vigroux expressed that for him, parkour was an art with the ability to create something from nothing (…) (Seite 153)
Dan Edwardes believes, „You can't hide in parkour, you can't fake it really, you can't hide from yourself when you are training. When you go out and train, every single time it's like looking at yourself in the mirror and immediately getting feedback, on where you are that particular day; where you are physically, mentally, if you are injured, feeling sick, if you're not quite up for it. It really tests you every time you train.“ (…) (Seite 154)
As Stephane Vigroux stated in Le Singe est de Retour, the jumps he has to do now to experience the same kind of feelings he had when he was starting parkour need to be much larger, constantly challenging his fears and physicality in the act of parkour. (Seite 157)
Parkour is a means of dialogue, a way of thinking, experiencing and being in a connection of the external world and connection to a parkour tradition, lineage and culture of parkour peers and fellow practitioners, regardless of how young the discipline is. (Seite 169)
Marano: „The opposite of play isn't work, it's depression“ (Seite 178)
According to Guttmann's categories, parkour is a 'pre-modern sport' born out of modern times that chooses the environment and self to be a co-player in the activity. (Seite 185)
The Parkour Paradox, co-option for spectacle and institunalisation( Seite 195-231)
 
Im letzten großen Teil wird auf Parkour als 'performance-spectacle' eingegangen. Heisse Themen wie Competitions und große Events werden hier genauso thematisiert, wie speziell gebaute Parkour-Parks (mit einigen interessanten Beispiel-Bildern). Events wie der Barclaycard World Freerunning Championship und MTV Ultimate Parkour Challenge werden genauer erläutert, mit einigen (teilw. sehr lustigen) Einsichten von Teilnehmern.
Im Vergleich dazu wird auch das „Parkour Rendezvous“ Event beschrieben und der Grund wieso ParkourUK mit Ihrem A.D.A.P.T. Kurs-System starteten. Bei den Parkour-facilities wird auf die potenzielle Gefahr hingewiesen, dass hier bei reiner Indoor-Aktivität bzw. der Ausübung an speziell gebauten Orten Parkour aus dem Auge der Öffentlichkeit verschwinden könnte. Damit würde Parkour einen wichtigen Antrieb für das zurück Erobern des öffentlichen Raums verlieren.
Auch hier wird auf die Mindset-Einstellung von Parkour- und Freerunning-Ausübenden eingegangen, dass mit einem Zitat von Stephane wieder schön viel Raum für eigene Interpretationen gibt.
Barclaycard World Freerunning Championship in 2008 => very negative community reactions (youtube comments deactivation) (Seite 200)
The big cheers always come from the performance of a backflip, or a spinning twisting; freely moving body in space. Very few specific parkour moves, such as 'catleaps' or precisions' warrant such celebration due the lack of understanding of the skill needed to execute them. (Seite 202)
Stephane Vigroux „For the moment the problem is that we have a misunderstanding of what it really is. It's not just about doing a backflip to impress your friends“ (Seite 203)
MTV Ultimate Parkour Challenge (I don't care who wins attitude) (Seit 204)
Parkour Rendezvous (Seite 209)
Parkour Generations see the event as a way to legitimize their activities as a training methodology rather than being viewed as reckless performance stunts carried out by adrenaline junkies. (Seite 211)
Parkour's popularity has resulted in greater demands for instruction on how to start and/or progress in parkour safely. (Seite 214) A.D.A.P.T & ParkourUK
Parkour indoors becomes private and invisible to the public (Seite 218)
Parkour facilities (...)somewhat of an anti-parkour thing to do(...) (Seite 221)
The values that underpin parkour are more aligned with selfless, noble acts of heroic functionality and diminishing the fear while the newly coined term freerunning is less about valor and bravery, than visibility and leisure, a freedom of expression. (Seit 227)
As Johann Vigroux stated when reflecting on the changing faces and representations of parkour over the past seven years (…), there is no right of wrong to what is or isn't parkour. (Seite 229)
Zusammenfassung:
Ich kann dieses Buch absolut jedem empfehlen. Personen die einen tiefen Einblick in Parkour erhaschen wollen, werden mit dieser professionellen Arbeit eine absolute Freude haben. Wer der englischen Sprache halbwegs mächtig ist, bekommt hier einen kompletten Überblick über die Entstehung, die Werte, die potenziellen Probleme und viele Weisheiten von sehr Erfahrenen Akteuren, rund um die Thematik.
Es wird hier nicht trocken eine Bewegung nach der Anderen erklärt, es werden keine Trainings-Beispiele gegeben (z.B. so kann man etwas in der Halle aufbauen) und es werden keine unwiderlegbare Definitionen gemacht.
Ich ziehe meinen Hut vor der Arbeit von Julie Angel und Bedanke mich an dieser Stelle im Namen der kompletten Community. Ich hoffe, dass mit diesem Werk einige brennende Fragen beantwortet und viele neue Fragen zu dieser Bewegungskunst dadurch entstehen – was doch auch ein wenig den Reiz ausmacht.
Wer Interesse an dem Buch hat, kann es sich um 22€ auf Amazon bestellen.
TOM
„Wisdom of motion“ - „The knowledge & philosophy of my movement“

Als ich im Sommer 2004 mit meinem Parkour-Training begann, wusste ich nicht wieso ich dies überhaupt ausübte. Im Prinzip war es cool und spassig, genauso wie heute. Heute macht es vielleicht sogar noch mehr Spass und sieht cooler aus als damals. Für mich wichtig allerdings, ich weiss heute warum ich überhaupt trainiere.

Der Grund wieso ich für mich Parkour ausübe, hat sich über die Jahre mehrfach geändert und es kann durchaus sein, dass sich dies weiter ändern wird. Anfangs war es rein physisches Interesse diese coolen Bewegungen (aus Videos der Yamakasi und der ersten Parkour-Generation) nachahmen zu können. Mit der Zeit wurde mir die „Parkour-Philosophie“ (be strong to be useful - anderen helfen) immer wichtiger und ein elementarer Grund, wieso ich trainierte. Heute ist der Coaching-Aspekt ein sehr wichtiger Punkt für mich.

Wenn ich über die letzte Dekade meines Trainings reflektiere, gibt es einige Punkte die für mich einen besonderen Standpunkt erhalten würden. Dinge mit denen ich viel Zeit vergeudet habe, oder mit denen ich (hätte ich es früher gewusst) viel effizienter Trainingsfortschritte hätte erzielen können. Aus diesem coaching point-of-view möchte ich diese Punkte gerne mit Euch teilen:

Zielsetzung & Motivation

Warum betreibe ich Parkour? Diese Frage muss jeder ehrlich für sich beantworten können. Damit kann man seiner Motivation auf den Grund gehen und tiefer einsteigen: Was möchte ich in der Zeit x für mich erreichen? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass meine Trainings wesentlich effizienter waren, wenn ich mir pro Training ein konkretes (relativ kleines) Ziel vorgenommen hatte. Zum Beispiel: „Ich möchte heute 50 saubere Katzensprünge genau auf diese Kante landen“. Nicht rausgehen und Katzensprünge üben bis es fad wird, sondern mit einer konkreten Zahl als Ziel. Genauso kann man sich Ziele setzen wie „Diesen Winter möchte ich den Backflip lernen“, mit einer konkreten Zeitvorgabe und einem „messbaren“ Ergebnis. Einfach rausgehen und trainieren ist durchaus sinnvoll und gut, diese kleinen und großen Zielvorgaben ehrlich erreichen zu wollen, waren zumindest für mich immer ein starker Motivationsverstärker... auch nach den vielen Jahren Training. „Keep it interesting“ - Lasst euch auf Spielereien ein und holt Euch Ideen aus Videos, von anderen Trainingspartnern/Gruppen/Ländern.

Nothing stays forever - Nichts bleibt, wie es ist

Parkour wird auch gerne als „Trendsportart“ von den Medien bezeichnet. Selbst in Trendsportarten gibt es Trends, die so schnell wieder weg sein können wie sie gekommen sind. Das können sinnvolle Trends sein wie Barfuss-Training, aber auch weniger wertvolle Trends wie Kleidungsstile oder intensive Video-Coverage des eigenen Trainings. Ich habe durch Barfuss und Feiyue-Training (Schuhe mit besonders dünner Sohle) definitiv meine Techniken verbessern können. Auch mit Videoanalysen habe ich meinen Trainingsfortschritt unterstützen können. Mir ist allerdings aufgefallen, dass ich wesentlich weniger Videomaterial sammle bzw. veröffentliche als früher und Kleidungstrends in der Szene ziemlich spurlos an mir vorbeigehen. Jeder muss hier für sich ausfiltern, was einen näher zu seinem Ziel bringt und was nicht.

Fokusverschiebung

„Anything unrelated to elephants is irrelephant“. Dinge die mir heute wichtig sind, können morgen vollkommen irrelevant für mich sein. Situationen, Menschen und Vorlieben ändern sich schneller als man denkt. Hobbys können sich ändern, der Freundeskreis, die Lebenssituation oder gar der Gesundheitszustand. Auf einmal steckt man in einer Beziehung mit Kindern und hat keine Zeit mehr für 20 Stunden Training pro Woche. Aus meiner Sicht sollte das Parkour-Training nicht das Leben bestimmen, sondern ein bereichernder und relevanter Punkt sein. Man kann viel daraus mitnehmen und über sich lernen, aber ich habe schon sehr oft gesehen wie schnell sich der Fokus auf einen anderen Punkt im Leben verschieben kann.
Persönliche Ansichten & Meinungen

Einer der Punkte mit denen ich die letzten Jahre wohl am meisten Zeit vergeudet habe, sind Internet-Diskussionen. Diese Diskussionen über persönliche Ansichten und Meinungen wurden leider nur selten auf konstruktivem Niveau geführt. Ich habe für mich gelernt, dass ich öfter Versuche Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu sehen, um sie so besser zu verstehen. Manche Dinge werde ich nie nachvollziehen können und brauche darüber nicht bis in Ewigkeit diskutieren. Jeder soll sich seine eigene Meinung bilden und diese nicht versuchen anderen aufzuzwingen. Diese Internet-Diskussionen sind übrigens der Geburtsort der Definition von „Freerunning“. Es war nie geplant, dass Freerunning per Definition Akrobatik inkludiert und Parkour nicht, sondern das Internet hat sich diese Aufteilung selbst zusammengereimt - nur damit Ihr das nachvollziehen könnt.

Training inkludiert Pausen & Gesundheitseinflüsse

Ein Punkt den ich bei vielen hochmotivierten Leuten sehe ist Übertraining. Wir sollten mit unserem Training ein besseres Körpergefühl erhalten, dies heisst auch Anzeichen für Überlastungsreaktionen frühzeitig zu erkennen. Der Körper braucht seine Regenerationsphasen und wir werden nicht schneller besser, indem wir diese Ruhezeiten auslassen. Das Ganze ist höchst individuell und es gibt keine allgemein gültigen Ratschläge ausser: Gebt Euch selbst Zeit, sonst zieht der Körper für Euch die Notbremse. Ein Punkt den ich auch am eigenen Leib (2x spontaner Pneumothorax) erfahren musste ist, dass gute Gesundheit keineswegs immer gegeben sein muss. Unabhängig von Trainingsverletzungen können immer Situationen eintreten die einen starken Einfluss auf Euer Training haben können. Egal wie vorsichtig Ihr seid und wie gesund Ihr lebt, das Leben stellt Euch vor Herausforderungen und niemand ausser Euch selbst kann dies überwinden.

Was bringt die Zukunft?

Mir kommt es wie gestern vor, als ich auf der Donauinsel herumgesprungen bin und 95% der Passanten mich angesehen haben, als wenn ich ein Alien wäre. Staunen und Unverständnis in so ziemlich jedem Blick. Kein Vergleich mehr zu heute. Parkour ist inzwischen angekommen und der große Hype ist vorbei. Das Medieninteresse hat sich sichtlich beruhigt und ein grundlegendes Know-How zu Parkour ist in der breiten Masse angekommen. Damals wurde man noch als Freak abgestempelt und heute gehört es fast zum Stadtbild dazu wie Skateboarden. Was die Zukunft bringt ist für mich nicht so relevant, da ich mich lieber auf den Moment konzentrieren möchte. Der Moment ist für mich das Wichtigste im Leben, denn die Zukunft kommt oft ganz anders daher, als man es sich vorstellt (oder man es gerne hätte).

„Zu unserer Natur gehört die Bewegung; die vollkommene Ruhe ist der Tod“ - Blaise Pascal
TOM
Eine der bekanntesten und gleichzeitig ältesten TV-Werbungen mit Parkour-Inhalt ist "rush hour", vom englischen BBC-Channel. Darin kommt einfach alles vor, was angehende Parkour-Athleten (aber auch das sonstige Publikum) interessiert: Ein Mann mit durchschnittlich attraktivem Gesicht, aber einem aussergewöhnlich muskulösen Körper (natürlich ohne Ober-Bekleidung) und noch viel aussergewöhnlichen Bewegungen. Dieses Feuerwerk an graziösen und katzenartigen Bewegungen wird durch das richtige Setting einer anonymen englischen Großstadt erst so richtig in Szene gesetzt. Mit richtigem Setting sind natürlich Häuserschluchten und Hausdächer gemeint, denn nur dort findet sich der wahre Parkour-Athlet wieder und kann sich richtig ausleben.... so zumindest diese Werbung.
Man könnte jetzt noch viele TV (und sonstige Publikums-intensiven) Werbungen und Kino-Szenen mit Parkour-Inhalten auflisten, aber dies tut eigentlich nicht viel zur Sache. All diese professionellen Drehs mit Dreh-erfahrenen Athleten aus der Parkour-Szene, hatten einen starken Impact auf die Parkour-Communities weltweit. Parkour findet in den Köpfen der meisten Leute auf Hausdächern statt, so wie Vögel immer in der Luft fliegen und Regenwürmer immer unter der Erde zu finden sind... ihre natürliche Umgebung also. Eine Faktum, welches aber selten erwähnt wird: Weder David Belle, noch sonstige Parkour-Athleten tummeln sich nur auf Dächern herum.
Bei professionellen Drehs, wie oben genanntem, gibt es immer Dreh-Genehmigungen und meist sogar Safety-Equipment wie dicke Flop-Matten und manchmal sogar Wires, für die Darsteller. Bei Drehs wie in James Bond - Casino Royal, kann und will man es sich nicht leisten, dass sich die Darsteller verletzen... ja nicht einmal die Stunt-Doubles (oft Parkour-Athleten) sollten sich verletzen. Dennoch wagen sich täglich immer wieder eifrige Nachwuchs-Stuntmen auf Dächer in der ganzen Welt und wollen diesen tollen Action-Szenen nacheifern.... ohne Safety Equipment, es ist ja Parkour und da trägt man keinen Helm.
Dass diese harte Realität wenig bis nichts mit der fiktiven Film- und TV-Welt zu tun hat, sollte der gesunde Mensch eigentlich von alleine verstehen, macht aber scheinbar nicht jeder. Noch ein Beispiel: Faustkampf-Szenen, in nahezu jedem guten Action-Film kommen sie (meist mehrfach) vor und dauern oft 10-15 Minuten. Von A bis Z durch-synchronisierte und aufwändig in Szene gesetzte Film-Sequenzen, wo der Held meist mehrfach durch den Raum geschleudert wird und mit dem letzten Atemzug dann doch noch den Bösen spektakulär besiegen kann. Wer schon einmal in der kalten harten Welt draussen eine kassiert hat oder dabei zusehen musste weiss, dass das ganze Spektakel nach wenigen Sekunden mit einer gebrochenen Nase und Gehirnerschütterung im Spital endet. Es ist und bleibt unrealistisch, gestellt, geskriptet und wurde in einer sicheren (bzw. abgesicherten) Umgebung auf Film gebannt.
Aber zurück zu den Hausdächern. Parkour hat nichts, rein garnichts mit Hausdächern am Hut. Es handelt sich schlicht um ein spektakuläres Setting, damit es eindrucksvoller für die Zuseher wirkt. Kein Parkour-Athlet wird durch seinen ersten Roof-Gap Sprung zum richtigen Traceur, noch nähert er sich damit seinem Idol aus dem Fernsehen. Es gibt aber eine Aussage, die durchaus etwas mit Parkour zu tun hat: "Respektvoll mit sich und seiner Umgebung umgehen". Dieser Respekt bezieht sich genauso auf fremden Privat-Eigentum, was Hausdächer nun meist auch sind.
Solange also Athleten nicht die ausdrückliche Erlaubnis dazu haben (meist im Rahmen eines professionellen Drehs), haben sie auch rein garnichts auf fremden Dächern zu suchen. Als Negativ-Beispiel möchte ich hier England anführen, wo es inzwischen so weit gekommen ist, dass mit Anti-Climb-Paint und sonstigen Vorrichtungen gegen übereifrige Dach-Athleten vorgegangen wird. Wer Anti-Climb-Paint nicht kennt, dies ist eine schwarze klebrige Masse, die in England an leicht zugängigen Hausdach-Fassaden angebracht wird, um gewisse Personen daran zu hindern, hinauf zu klettern. Wenn die Polizei oder Security jemanden mit schwarzer Farbe an Händen und Bekleidung antrifft, der kommt in argen Argumentations-Notstand, denn diese Farbe lässt sich nur sehr sehr schwer wieder abwaschen. Generell ist Parkour in der englischen Öffentlichkeit meist nicht gerne gesehen und bringt oft Probleme mit sich. Kaum ist man aufgewärmt, schon ist man von Polizei und Security umzingelt und darf diskutieren (oder gleich gehen). Wurde hier in den letzten Jahren ein bisschen zu viel auf und in fremden Eigentum herumgesprungen?
Dies sind Vorgehensweisen aus einem Land, wo Parkour schon ein paar Jahre länger als in den restlichen Ländern ausserhalb Frankreichs bekannt ist. Ein Negativ-Blick in die Zukunft sozusagen, wo man genau erkennen kann was passiert, wenn man sich nicht an die Spielregeln hält. Probleme mit der Exekutive sind aber noch das geringste Problem, denn die Lebensgefahren solcher Stunts auf Hausdächern braucht man eigentlich garnicht erst näher erläutern. Ja, es sind Stunts... und kein Parkour.
Zusammenfassend kann man sagen: Hausdächer-Sprünge und Dach-Kletter-Aktionen wie man sie von Athleten (ende nie) auf Youtube (bzw. sonstigen Video-Plattformen), im Fernsehen und im Kino entdecken kann, spiegeln nicht Parkour wieder. Sie spiegeln nicht das wieder, wofür wir eigentlich trainieren (sollten) und sie geben uns auch keine Freiheit, die wir sonst nirgends erreichen können. Dies sollte kein Ziel für uns sein und man sollte lernen zwischen Realität und Fiktion zu differenzieren.
TOM

By TOM, in Parkour-Artikel,

Parkour Equipment
Wie viele bereits mitbekommen haben, benötigt man für Parkour eigentlich gar kein Equipment. Ein Paar gute Schuhe reichen vollkommen aus...dennoch sollte man informiert werden, was man mitnehmen sollte/könnte und was nicht:
Wenn wir uns vornehmen parkouren zu gehen (also keine spontane Session) haben wir immer Rucksäcke mit, die einige sinnvole Dinge beinhalten.
Wasserflasche Ersatz T-Shirt Erste-Hilfe Ausrüstung Schlüssel Handy Ausweis Wasserflasche: Ist zwar nicht leicht, aber sehr wichtig da man (besonders im Sommer) extrem viel Flüssigkeit verliert. Da der Körper nicht dehydrieren sollte und man nicht andauernd teure Getränke kaufen will, einfach eine Flasche mit Wasser mitnehmen.
Ersatz T-Shirt: Das ist Geschmackssache... es gibt einige Traceure die ohne T-Shirt trainieren. Ich habe gerne ein weiteres T-Shirt bei der Hand, falls das Alte klitschnass wird. Zahlt sich ja auch nicht aus, wenn man nach einer Parkour-Session wegen dem nassen Shirt eine Verkühlung einfängt.
Erste-Hilfe Ausrüstung: Dies klingt viel schlimmer als es ist. Klar, dass beim Parkouren keine Verletzungen auftreten sollten, aber kleine Abschürfungen hatte wohl schon jeder Traceur. Wir nehmen immer eine kleine Flasche Desinfektionsmittel, Pflaster und ein bisschen Verbandszeug für den Fall der Fälle mit.
Schlüssel: Beim Parkouren nie die Schlüssel in den Taschen lassen. Bei gewissen Bewegungen (z.B. Abrollen) könnte dies böse Folgen nach sich ziehen. Einfach in den Rucksack damit.
Handy: Ein Handy kann immer sinnvoll sein. Wie bei den Schlüsseln, auf keinen Fall in die Hosentasche damit. Einfach im Rucksack verstauen und falls eine gröbere Verletzung passiert, habt ihr immer die Möglichkeit Hilfe zu rufen.
Ausweis: Einen Ausweis muss man immer mit sich führen. Gerade beim Parkouren ist es auf jeden Fall nicht verkehrt, falls man einmal von der Polizei angesprochen wird...auch wenn wir bis jetzt nur positive "Konfrontationen" mit ihnen hatten.
Handschuhe:
Es gibt einige Traceure die gerne Handschuhe (z.B. Fahrradhandschuhe) benutzen. Damit kann man kleine Schürfwunden vermeiden, aber ich persönlich bin kein Fan davon. Ich brauche einfach das Gefühl in den Händen, welches durch Handschuhe "beeinflusst" wird.
Schuhe:
Der wichtigste Ausrüstungsgegenstand bei Parkour sind die Schuhe. Diese sollten einen guten Grip bieten und gut passen. Die Dämpfung ist eher zu vernachlässigen, denn nicht die Luft/Gel-Polster, sondern die richtige Technik und aufgebaute Muskulatur sollte dies übernehmen. Somit reichen eigentlich billige Laufschuhe, in denen man sich wohl fühlt.
TOM
Das Leben stellt uns oft vor Weggabelungen, mit einer leichten und einer vermeintlich schwierigeren Strecke. So oft hörten wir bis dahin die Sätze "Je leichter desto besser", oder "Den Weg des geringsten Widerstands gehen". Diese simple Entscheidungshilfe erleichtert uns das Leben oft enorm.
Manchmal packt einen dann aber doch die Neugier und man macht sich trotzdem die Mühe, den schwierigeren Weg zu erkunden. Irgendeine Stimme im Kopf verleitet uns dazu und will unsere natürliche Neugier befriedigen. Warum machen sich wohl manche die Arbeit und klettern den Himalaya hinauf? Die Sherpas haben dies schon lange durchblickt, denn wenn man nur auf die andere Seite des Berges will, ist es einfacher drumherum zu gehen....diese verrückten westlichen Touristen.
Warum gibt es denn Leute, die solche Berge besteigen?
Damit Sie in der runtastic iPhone-Applikation eine besonders außergewöhnliche Strecke auf Facebook posten können?
Damit sie im Guinness Buch der Rekorde neben Leistungsträgern wie Heidi Klum stehen? (welche die Kandidatinnen von Germany's Next Topmodel 265 Kilometer auf High Heels zurücklegen zu lassen und damit ins Buch der Rekorde kam - Top-Leistung Heidi, way to go).
Was erbringen wir heute eigentlich noch für außergewöhnliche Leistungen für uns selbst, ohne es anderen mitteilen zu wollen?
Egal ob wir den leichten oder schwierigen Weg gehen, wir wollen möglichst viele Menschen daran teilhaben lassen (socializing - z.B. Facebook/Youtube), um bestätigt zu werden. Meistens wird es dann zwar dennoch der leichtere Weg, denn eigentlich geht es uns oft mehr um die Bestätigung, als um den Wert des Ziels. Ein ähnliches Bild bei Videospielen, welche uns einen sehr simplen Weg vorzeigen, Ziele zu erreichen. ("... and that's why kids are so addicted to games, because it's an easy way to achieve..." - Choose not to fall Video by Daniel Ilabacca)
Eines Tages kam ein kleines molliges Kind beim Training vorbei und befahl unfreundlich, dass wir einen Backflip machen sollten. Nach einer Verneinung meinte es "Das ist ganz einfach, X, KREIS, VIERECK, X" (true story, wenn auch die Tastenbelegung für das damalige Playstation-Spiel evtl. nicht ganz stimmen mag). Das Kind hat sich für seinen Weg entschieden, ich mich für meinen.
Wann seid Ihr das letzte Mal den schwierigen Weg gegangen und habt es niemandem erzählt?
Wir sind getrieben von Bestätigung, allerdings oft mehr von Fremdbestätigung als durch Selbstbestätigung.
Rekorde, Titel, öffentliche Anerkennung, Geld... dies alles sind Formen von Fremdbestätigung. Große Wettkämpfe formen Helden, bringen Titel und Anerkennung. Erbringen wir diese Anstrengungen eigentlich noch für uns selbst, oder bereits (nur) für Andere? Gerade in Amerika ist diese Richtung ganz stark zu erkennen und Werte gehen verloren (oder wurden erst gar-nicht erlernt). Diese Werte werden verwendet um Interesse zu erzeugen, ohne jeglichen Respekt davor oder Verständnis dafür.
"Wir erleichtern uns Aufgaben, indem wir besser werden - aber besser werden wir nur, indem wir uns schwierigere Aufgaben stellen"
TOM

By TOM, in Parkour Haupt-Artikel,

Die Parkour-Vienna Community umfasst tausende angemeldete Mitglieder im Forum, die in hunderten (gratis) Forum-Meetings den ersten Kontakt mit Parkour hatten. Aus dem kompletten deutschsprachigen Raum (und darüber hinaus), ist es eine Plattform für Parkour-Interessierte und bietet einen sicheren Einstieg mit erfahrenen Traceuren.
Das Online-Forum, als Mittelpunkt der Community, bietet neueste Web-Techniken für die vereinfachte Kommunikation mit Gleichgesinnten. Egal ob man sich über Techniken informieren will, man Trainingspartner aus der Umgebung sucht, man neueste Videos aus der ganzen Welt begutachten möchte, ... uvm.
Besonders das Forum-Meeting ist ein sinnvoller und relativ sicherer Einstieg in die Parkour-Materie.
Hier einige Artikel rund um Parkour und die Parkour-Vienna Community:
Meeting Kalender (RSVP)
Forum-Meeting Informationen
Shoe review - FiveTen Freerunner V1
Shoe review - Kalenji Vision
Parkour Equipment
Interviews
Spot-Map & Member-Map
Parkour & Freerunning Workshops/Kurse
Beginner Guide
F.A.Q.
Tutorials
TOM
Sie suchen professionelle Akteure für Ihren Video-Dreh? (Film, TV, Musik-Video, etc.) Sie suchen Protagonisten für eine Live-Performance bzw. Show auf der Bühne? Sie suchen Trainer mit jahrelanger Erfahrung für einen Workshop, die nachhaltig und sicher vermitteln? Sie suchen nach atemberaubenden Bildern bzw. wollen selbst ein Action-Fotoshooting durchführen?
  Für Diese und viele weitere Anfragen im professionellen Rahmen, konnten wir seit vielen Jahren behilflich sein!
In unserer Medienarbeit-Gallery ist ein kleiner Ausschnitt unserer bisherigen Medienarbeit in Radio, TV, Print und Internet ersichtlich. Als erste Generation der Parkour-Ausübenden in Österreich, haben wir es uns zur Aufgabe gemacht Parkour in der Öffentlichkeit korrekt darzustellen und Informationssuchenden behilflich sein zu können. Seit 2004 üben wir Parkour aus und sind neben der Öffentlichkeitsarbeit für Parkour, auch im professionellen Rahmen für verschiedenste Projekte engagiert und angefragt worden. In unserer Parkour-Bilder Gallery, befinden sich professionelle Bilder in printfähiger Auflösung, die gegen Rücksprache verwendet werden können. Hier eine kleine Auswahl unserer Medien-Referenzen:
ORF, ATV, Sat1, MTV, ARD/SWR, DMAX, Kurier, derStandard, Wiener Zeitung, Bezirkszeitung, Maxim, Krone, Energy 104.2, belgischer Rundfunk...
Etliche Fotoshootings, Video-Drehs, Interviews, Shows, Consulting, uvm. mit Burschen und Mädchen in verschiedensten Altersklassen in den letzten Jahren sprechen für sich.
Wenn Sie auf der Suche nach professioneller (Zusammen-)Arbeit rund um Parkour und Freerunning sind, gerne auf Erfahrung und Sicherheit bauen und Wert auf spektakuläres setzen.... sind Sie hier richtig!
Kontaktieren Sie uns unter: tom@parkour-vienna.at
TOM
Der Verein Connect the Community – Verein zur Förderung von Bewegungskünsten (kurz “CtC”) entstand aus einer 2011 von Traceuren rund um Parkour-Vienna.at ins Leben gerufenen Initiative und hat sich die Erreichung folgender Ziele zur Aufgabe gemacht:
 
 
 
 
Förderung von Parkour und anderen Bewegungskünsten (öffentliche Akzeptanz) Förderung von Kooperation und Zusammenhalt, speziell in der Wiener Parkourszene, aber auch österreich- und weltweit (“Connect the Communites”) Schaffung eines Bewegungsangebots für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, unabhängig von deren Alter, Herkunft, Weltanschauung, sexueller Orientierung, Staatsangehörigkeit, usw. Kooperation mit öffentlichen und privaten Einrichtungen Weiterbildungen für engagierte Community-Mitglieder Organisation und Abhaltung gemeinsamer Events Aktive Mitgestaltung der Szene  
Mit dieser Zielsetzung hoffen wir, zu einer für alle Beteiligten positiven Entwicklung der Community beizutragen!
Warum gibt es CtC?
In den letzten Jahren ist Parkour gewachsen, sowohl weltweit, als auch regional in Österreich und Wien. Die Parkourszene wird größer, vielfältiger und bunter, als sie es je zuvor war.
Diese Entwicklung wird von unzähligen Traceuren und Traceusen getragen, die mit Begeisterung und Ausdauer in der Community aktiv sind und so auch das Feuer der Begeisterung in anderen entfachen.
Mit diesem Wachstum und dem steigenden Bekanntheitsgrad in der Öffentlichkeit eröffnen sich neue Möglichkeiten, wie etwa die Organisation von internationalen Meetings und die Zusammenarbeit mit Behörden, sowie die Erhöhung von Bekanntheit und Akzeptanz bei diesen. Nicht zuletzt bietet dieses Wachstum auch neue Möglichkeiten, voneinander zu lernen, sich miteinander auszutauschen und die gemeinsame Begeisterung zusammen zu erleben.
Gleichzeitig tun sich neue Hindernisse auf, welche es (ganz im Sinne der Ausübenden) zu überwinden gilt. Zu diesen Hindernissen gehören zum Beispiel die höhere Auslastung und dadurch intensivere Belastung der Spots (Trainingsorte) bzw. mögliche Probleme mit Anrainern und offiziellen Stellen. Die steigende Popularität sorgt auch für eine größere Zahl an Menschen, die ebenfalls gerne im öffentlichen Raum trainieren. Umso wichtiger sehen wir es, dass die Werte, die Parkour auszeichnen, aktiv gelebt werden und zur Nachahmung inspirieren – wie etwa der Respekt gegenüber Mitmenschen, der Umwelt und sich selbst.
Wir alle – jeder Traceur & jede Traceuse – können als Teil der Parkourszene diese Entwicklung aktiv mitgestalten, indem wir Neulingen und Interessierten die Möglichkeit geben, Parkour als die Bewegungskunst und Lebensphilosophie kennenzulernen, die viele von uns schon seit Jahren in ihren Bann gezogen hat. Wir können Anfänger bei ihren ersten Schritten begleiten und ihnen Erfahrung und Trainingstipps weitergeben. Wir können versuchen, ihnen den Spaß und den guten Spirit der Szene zu vermitteln und sie auf der Entdeckungsreise Parkour als Mentoren begleiten – so, wie es für viele von uns ein positiver Einstieg war.
CtC – Der Beginn
Um diese Möglichkeiten zu nutzen, die Hindernisse zu überwinden und die Entwicklung mitzutragen, haben sich schon vor einigen Jahren erfahrene Traceure und Traceusen aus verschiedenen Bereichen der Wiener Parkourszene zusammengeschlossen und CtC – Connect the Community gegründet.
Dies geschah im Zuge der Museumsquartier-Gespräche, nachdem es zu Problemen mit Anrainern und Security-Personal kam. Eine immer strenger ausgelegte Hausordnung und die stärkere Nutzung des Spots führten dazu, dass der Spot bald offiziell “gesperrt” war. Gleichzeitig wurde mit jungen Menschen in akrobatischen Posen für das MQ geworben. Innerhalb kurzer Zeit formierte sich Protest, der in einer Online-Petition mündete. Kurz darauf kam es zu einem Gespräch mit der MQ Geschäftsleitung, in dem eine Vereinbarung getroffen wurde, die Tracueren/Traceusen wieder deutlich mehr Bewegungsspielraum gewährte und gleichzeitig den Anliegen des MQ (Denkmalschutz, etc.) Rechnung trug. Während dieser Gespräche zeigte sich, wie wichtig es ist, dass wir als Community untereinander vernetzt sind und effizient zusammenarbeiten.
Inzwischen findet die Zusammenarbeit von CtC unter Anderem bei monatlichen Treffen statt, sowie durch die Vernetzung der Mitglieder untereinander.
Auch sonst hat sich seit dem Start von CtC einiges getan und entwickelt.
CtC – Die Vereinsgründung
Nach langer und reiflicher Überlegung, haben wir beschlossen, CtC organisatorisch auf neue Beine zu stellen. Im November 2014 wurde dazu der Verein “Connect the Community – Verein zur Förderung von Bewegungskünsten” gegründet. Diese Organisationsform macht es uns einfacher bzw. manchmal erst überhaupt möglich, mit anderen Institutionen und Fördergebern zusammenzuarbeiten.
Weder Forum-Meeting, Parkour-Vienna Forum, noch die Evening-Madness werden sich dadurch ändern. Sie bleiben weiterhin frei zugänglich, ohne Kosten für die TeilnehmerInnen oder verpflichtende Vereinsmitgliedschaft.
Unser oberstes Ziel dieser regelmässigen öffentlichen Meetings/Trainings ist es weiterhin, die Einstiegshürde für Interessierte niedrig zu halten und gleichzeitig hohe Qualität zu bieten.
Was sich durch die Gründung des Vereins ändert, sind die Möglichkeiten, externe Unterstützung effizienter nutzen zu können und die Qualität der Angebote zu verbessern.
CtC soll eine Anlaufstelle für offizielle Stellen, mögliche Projektpartner, und auch für Dich persönlich sein, wenn Du Vorschläge oder auch Kritikpunkte hast, die Du einbringen möchtest, um die Community aktiv mitzugestalten.
(feedback@ctc-movement.at)
CtC ist NICHT “die Parkourszene in Wien”.
Wir – die Mitglieder von CtC – verstehen uns als ein kleiner Teil von einem großen Netzwerk und wollen in unserem Bereich konstruktiv wirken. Einerseits als Ansprechpartner für offizielle Stellen und mögliche Projektpartner. Andererseits für Traceure und Traceusen aus der Community selbst.
Wir bemühen uns, die Arbeit von CtC möglichst transparent zu gestalten. Mit diesem Artikel und der Website soll Klarheit darüber geschaffen werden, wer wir sind und was wir tun. Wir erheben auch keinen Anspruch darauf, den Stein der Weisen oder den goldenen Weg gefunden zu haben. Es geht uns darum, auf unsere Art etwas Positives zu unser aller Community beizutragen und gemeinsam an einem Strang zu ziehen.
Um das zu erreichen braucht es Dich!
Bitte bring dich also mit Vorschlägen, Anregungen, konstruktiver Kritik und allem was dir sonst noch einfällt ein, um deine Community in deinem Sinne mitzugestalten!
Wir können zwar nicht versprechen, Dir bei allen Anliegen behilflich sein zu können. Soweit es uns möglich ist, werden wir es aber nach bestem Wissen und Gewissen versuchen!
Neben der Feedback E-Mail Adresse ist es natürlich auch möglich, im Parkour-Vienna Forum Feedback zu geben, oder Fragen bzgl. CtC zu stellen.
Weitere Informationen zu CtC (wie z.B. unsere Projekte), findet Ihr auf www.ctc-movement.at
TOM

By TOM, in Parkour-Artikel,

Da es inzwischen eine Unmenge an Tutorials im Internet gibt, haben wir uns dazu entschieden keine selbst produzierten Tutorials mehr hier bereit zu stellen. Es gibt inzwischen sehr viel gutes Lern-Material auf Youtube und vergleichbaren Plattformen. Auch in Text-Form sind Bewegungen beschrieben und erklärt, wie z.B. Auf Wikipedia (Parkour-Artikel).
Unser Tipp:
Informiert Euch im Internet so weit und viel wie möglich. Schaut Euch Videos an, lest Euch in die Materie ein und lernt. Wenn Ihr dies aber auch selbst ausüben wollt, kommt zu einem Forum-Meeting und tretet im Forum mit erfahrenen Traceuren aus Eurer Umgebung in Kontakt. Falsch ausgeführte Techniken und ahnungsloses herumspringen, sind ein ernsthaftes Gesundheits-Risiko.
Wichtig!: Wenn Parkour falsch betrieben wird, kann es gefährlich für eure Gesundheit enden. Überschätzt euch nicht, lasst euch von einer Gruppe nicht zu Sachen verleiten, die ihr euch nicht zutraut und perfektioniert eure Technik. Auch wenn ihr im Moment nichts merkt, könnten eure Gelenke Schaden nehmen, wenn ihr Parkour falsch ausübt.
TOM
 
Was ist die Spot & Member-Map:
Die Spot-Map ist ein Hilfsmittel für Traceure, um leichter Spots in der eigenen Umgebung zur Ausübung von Parkour, zu finden. Spots sind Orte, die besonders gut für das Parkour-Training geeignet sind. Gleichzeitig ist Sie auch eine Member-Map, wo registrierte Mitglieder aus dem Forum Ihren eigenen Standort angeben können.
  Wie können weitere Spots eingetragen werden?
Im Forum gibt es einen Thread, wo neue Spot-Vorschläge gesammelt und vom Administrations-Team eingetragen werden können.
  Ist die Nutzung gratis:
Ja!
  Auf welcher Technik basiert die Spot-Map:
Die Spot-Map basiert auf Open-Streetmap
  Wozu diese Map? Dies ist eine Erleichterung um Trainingspartner und Trainingsorte in seiner Umgebung, oder bei Reisen in fremde Städte/Regionen ausfindig machen zu können.  
Hier geht es zur Parkour-Vienna Spot- & Member-Map.
TOM
Hier eine kurze Beschreibung, wie man im Parkour-Vienna Meeting-Kalender eigene Meetings bzw. Trainings eintragen kann.
Wichtig ist hier besonders das Setzen des "RSVP" Hakerls (répondez s'il vous plaît - um Antwort wird gebeten), damit weitere Interessenten Ihre Teilnahme bestätigen müssen und man somit sieht, wieviele Teilnehmer bei einem Training erwartet werden:
 
 
 
In der Meeting-Kalender Übersicht auf "Add Event" klicken Event-Title angeben (z.B. "Oster-Training") Event Start Date/Time auswählen All day event Haken weg klicken und Start-Zeit setzen Request RSVP? Haken setzen! Event Beschreibung (Worum geht es, nochmals Location und Uhrzeit) Add Calendar event
TOM
Wie aus unserem Parkour Equipment Artikel bereits bekannt, braucht man als Traceur eigentlich keine spezielle Parkour-Ausrüstung. Dennoch gibt es von einigen Herstellern eigene Produkte, die einem das Traceur-Leben ein wenig erleichtern können. Einige Dinge sollte man bei jedem Training mit dabei haben, wie zum Beispiel ein Handy, Schlüssel, Trinkwasser und evtl. Ersatzkleidung. So ziemlich jeder hat somit bei seinem Training einen Rucksack mit dabei und genau das hat die Firma Fastbreak aufgegriffen und einen eigenen Parkour-Rucksack namens Parkour Pack Aerial für uns entwickelt. Was diesen Rucksack nun von anderen "Standard-Rucksäcken" unterscheidet, haben wir für Euch getestet.
Design:
Bei unserem Test-Modell, dem Parkour Pack Aerial M (Medium), handelt es sich um einen Rucksack mit ca. 10 Liter Fassungsvermögen. Beim Training will man normalerweise nicht mit einem großen und klobigen Backpack herumlaufen, sondern nur das Notwendigste unterbringen. Dafür eignet sich der kleine Rucksack hervorragend, denn mit seinen schmalen Ausmaßen und dem futuristischen Design, unterscheidet er sich klar von Anderen 0815-Behältnissen. Die Hülle ist von einer stylischen Waabenstruktur designed und wirkt recht modern. Die Größe stört bei kleineren Runs nicht und mit dem Brust- und Hüft-Gurt, braucht man sich keine Sorgen machen, dass sich der Rucksack bei irgendwelchen Bewegungen selbstständig macht. Am Design sticht vor allem der große Kreuz-Gurt auf der Rückseite heraus, welcher nicht nur für das Design gedacht ist, sondern die praktische Funktion zum Befestigen von Pullovern oder Jacken bereitstellt.

Features:
Wie bereits erwähnt, sitzt der Rucksack besonders eng am Körper an und bietet somit einiges an Sicherheit beim Laufen. Nichts wackelt oder schlabbert am Rücken beim Laufen und Springen. An den (ungepolsterten) Schulter-Schlaufen ist ein Brust-Gurt angenäht, welcher mit einem kleinen Zip fest gemacht werden kann. Wer zusätzlich noch Stabilität will, der kann den Hüft-Gurt via Klettverschluss am Körper fixieren. Wer den Hüft-Gurt nicht braucht, der kann ihn auch simpel abmontieren, beim Brust-Gurt ist dies leider nicht möglich. Auch den Kreuz-Gurt auf der Rückseite kann man bei Bedarf abmontieren, falls man im Sommer ohne Pullover/Jacke o.ä. unterwegs ist. Vor allem beim Kreuz-Gurt ist aufgefallen, dass er den Zugang zum Inhalt der Innentasche erschwert, also haben wir uns dazu entschieden, Ihn ab zu montieren. Die Schulter-Gurte lassen sich nicht (wie normalerweise von Rucksäcken gewohnt) in jeder Länge verstellen, sondern nur in drei verschiedenen Einstellungen via Haken am Rucksack selbst. Diese drei Längen-Einstellungsmöglichkeiten sollten normalerweise vollkommen ausreichen und als Vorteil flattern keine langen Riemen in der Gegend herum.

Im Innenraum findet max. eine 1.5 Liter-Flasche Platz, welche mit einer Gummi-Schlaufe befestigt werden kann. Anfangs ist diese Befestigung im Innenraum ein wenig fummelig, mit ein wenig Übung ist dies aber ein recht sinnvolles Feature und wer es nicht nutzen will, der legt die Falsche einfach wie gewohnt so in den Rucksack. Gewohnte Features wie die Handy-Tasche (Größe geeignet für Smartphones) und weitere kleine Innentaschen für Kleinzeug wie Schlüssel etc. sorgen für weitere Stabilität und kein "Geklimper" beim Bewegen. Ansonsten ist der Rucksack auch mit Gummilippen über dem Reißverschluss ausgestattet, womit selbst ein Regenguss den Inhalt trocken bleiben lässt.

Trotz den knappen Ausmaßen gibt es somit etliche Taschen/Fächer im Innenraum, aber auch aussen (kleines Fach am Brustgurt) um seine Sieben-Sachen stabil unter zu bringen. Wer allerdings damit liebäugelt Kameras oder mehr Equipment mit zu nehmen, der sollte sich lieber das größere Large-Modell ansehen.
Trainings-Erfahrung:
Wir hatten den Rucksack draussen bei Wind und Wetter im Einsatz, können aber klarerweise (noch) kein Urteil abgeben, wie es um die Langzeit-Beständigkeit der Materialien steht. Dies werden wir in einem Update dieses Artikels hier veröffentlichen. Der Eindruck bis jetzt war aber positiv, da man mit sichtlich direkter mit dem Produkt verbunden ist, als mit Anderen Standard-Rucksäcken, die weniger für den sportlichen Einsatz gedacht sind. Prinzipiell kann man sogar Bewegungen wie Rollen damit ausführen, ob dies der Inhalt (Smartphone/Kamera) aber schadlos überstehen würde, ist eine andere Frage.

Da der Rucksack über keinerlei Polsterung verfügt, spürt man den Inhalt recht direkt am Rücken durch. Wer also zum Beispiel eine kantige Go-Pro Kamera mitführt, der wird auch spüren, dass man sie nicht irgendwo am Trainings-Spot liegen hat lassen. Den Hüft und Kreuz-Gurt haben wir abmontiert (wie bereits kurz erwähnt), da er ohne auch genug Stabilität bietet. Gerade mit dem Kreuz-Gurt kommt man leider relativ schlecht an den Inhalt heran, aber dieser lässt sich ja simpel entfernen. Den 2-Teiligen Brust-Gurt kann man leider nicht entfernen, da er an den Schulter-Gurten angenäht wurde und somit bei offenem Zip an der Brust herumflattert. Auch bei Regen blieb innen alles trocken.
Fazit:
Unser Ersteindruck ist gut, auch wenn es bei einigen Lösungen Verbesserungspotenzial gibt. Mit 69€ gehört das Backpack sicherlich nicht zu den Günstigsten, wer allerdings auf Stabilität und futuristisches Design Wert legt, der könnte das passende Produkt für sich gefunden haben. Kaum ein anderer Rucksack schmiegt sich so an den Körper an und bietet dennoch genug Fassungsvermögen, um das Nötigste immer mit dabei zu haben. Ob der Rucksack auch auf Dauer seinen positiven Eindruck bestätigt, wird mit dem kommenden Update des Artikels aufgelöst.
Verfügbarkeit:
Wer sich dieses Parkour-Pack nun genauer ansehen kann, der kann Ihn sich im Online-Shop von Fastbreak bestellen. Das Medium-Modell kommt auf 69€ und der Large-Rucksack kostet 79€. Neben Schwarz, gibt es Ihn auch in Olive und Dark Denim (Dunkelblau).
TOM
„être fort pour être utile“ - „stark sein um nützlich zu sein“
Dabei handelt es sich um den Methode Naturelle Leitsatz. être fort (also „stark sein“) wurde von zwei Schweizern ins Leben gerufen, die selbst schon im Jahr 2000 in die Parkour-Philosophie eingetaucht sind und bis heute mit starkem Willen dahinter stehen. Es handelt sich auch (meines Wissens) um die einzige „Parkour-Marke“, wo David Belle selbst als Ambassador die Marke vertritt.
Das alleine ist schon einmal eine große Ansage, doch wie sieht es mit der Qualität dieser Kleidung aus? Genau das wollen wir Euch mit diesem Review der Etre-Fort Hose erläutern:
Die Anforderungen an eine Parkour-Hose, sind die Selben wie an Parkour selbst: (Bewegungs)Freiheit, Qualität und Beständigkeit. Die Bewegungsfreiheit erlangen wir durch einen durchdachten Schnitt der Hose, welcher uns weder einschränkt noch behindert. Die Qualität des Materials erfühlt man beim ersten Tragen und erkennt, dass man sie nicht mit billigen 0815-Hosen vergleichen kann. Für die Beständigkeit sind die Etre-Fort Initiatoren extra nach Thailand geflogen und haben vor Ort die Produktion der Hosen genau kontrolliert. Zusätzlich gehört Etre-Fort seit 2013 auch der Organisation „1% for the Planet“ an, womit sie sich verpflichten 1% des gesamten Umsatzes (nicht des Gewinns) an gemeinnützige Organisationen abzugeben.
Nun aber zum ersten Eindruck, den die Hose hinterlässt. Wenn man versucht sie mit „normalen Parkour-Hosen“ zu vergleichen erkennt man schnell, dass sie dass „Schweizer Messer der Parkour-Hosen“ ist. Gespickt mit Features und Gimmicks die sonst kein anderes Produkt anbietet, scheint sie die hohen Ansprüche der Athleten zu erfüllen. Features wie einer Schlüsselschlaufe, einem Money-Pocket, ein Phone-Pocket, einem Shirt-holder, einstellbaren Hosenabschlüssen und verschliessbaren Taschen.

Durch jahrelange Bewegungserfahrung sind diese Features entstanden und sollen anderen Erfahrungen wie kaputte Handys, verlorene Schlüssel und nerviges auf die Knie schlagen des Handys ersparen. Wer also mit dieser Hose bei einem Spot mit Wasser-Angebot trainiert, braucht streng genommen nicht einmal mehr einen Rucksack mitnehmen. Jegliche Utensilien können sicher platziert am Körper mitgeführt werden, ohne Angst vor Verlusten an Material oder viel Bewegungsfreiheit.
Natürlich ist es jedem selbst überlassen welche Features er nutzt und welche nicht, doch gibt es immer wieder Situationen, wo das eine oder Andere Feature sich als sehr hilfreich erweist. Zum Beispiel die einstellbaren Hosenabschlüsse. Jeder der einmal in einer Halle trainieren war, wo das Tragen von Schuhen verboten ist (oder einfach Outdoor Barfuß trainieren wollte), der hat sich nicht nur einmal darüber geärgert, dass man bei den langen und weiten Hosen immer wieder auf den Hosenabschluss steigt und damit im ungünstigsten Fall wegrutscht.

Durch diese einstellbaren Gummizüge kann man die Hose problemlos unter den Knien befestigen und hat eine Sorge weniger, um sich mehr auf die Bewegungen an sich konzentrieren zu können. Allerdings muss man mit den Schlaufen ein wenig behutsam umgehen, bei unserem Test ist eine Schlaufen-Halterung des Hosenabschlusses abgerissen. Die Funktion war weiterhin gegeben, es handelte sich hierbei nur um eine Führungsschlaufe, damit das Gummiband nicht ausserhalb der Hose herumflattert. Mit einem Handgriff verschwindet das Gummiband wieder unter der Hose, also kein großes Malheur.

Die Hose wurde in der kalten Winterzeit Indoor und Outdoor getestet und der Stoff machte einen sehr guten Eindruck. Es handelt sich um einen relativ dicken und damit auch relativ schweren Stoff, der somit auch bei niedrigen Temperaturen warm hält. Der Schnitt ist wohl der Punkt, wo sich Parkour-Hosen essenziell von Standard-Trainingshosen unterscheiden. Wichtig ist viel Bewegungsfreiheit bei großen Schritten, ohne sich eingeschränkt zu fühlen. Erfahrungen mit normalen Trainingshosen zeigen, dass bei nicht Beachtung dieser Anforderung gleich beim ersten großen Schritt ein Loch im Schritt entstehen kann. Bei der Etre-Fort Hose ist dies natürlich bedacht worden.

Abgesehen von der Qualität, Schnitt und Gadgets ist natürlich auch der Style-Faktor von diesen Hosen nicht zu vernachlässigen. Vorne, Hinten und auf jeder verschliessbaren Tasche (Anmerkung: jede Tasche der Hose ist verschliessbar) leuchtet einem das Etre-Fort Logo entgegen. Die extrem langen „Hüftschnürdel“, zum fixieren der breiten Hose am Becken, reichen im offenen Zustand bis zu den Knien. Dies ist definitiv eine gewollte Eigenheit der Hose, was spätestens beim ersten Gang zum WC in einem Geschicklichkeitsspiel endet, dass die Hüft-Schnur nicht ins Klo hängt .

In der rechten Seitentasche befindet sich im Inneren eine Schlüsselschlaufe, welche so manchem Schlüsseldienst in Zukunft wohl einiges an Geld kosten wird. Zusätzlich ist jede Tasche mit einem Zip verschliessbar, womit auch Funddienste weniger zu tun haben sollten. Da dies scheinbar aber noch nicht genug ist, gibt es sogar ein „Geheimfach“ an das man nur im inneren der Hose gelangt und dort ein wenig Geld/Ausweise o.ä. sicher verstauen kann. Auf der Rückseite der Hose befindet sich der Shirt-holder (eine Schlaufe der Hüft-Schnur), mit dem man in den heissen Sommer-Monaten sein T-Shirt simpel am Körper befestigen kann.

Den Eindruck den die Hose hinterlässt, ist definitiv ein sehr gut durchdachter. Lieber ein Gadget zu viel (was man nicht nutzen muss/will), als eines zu wenig. Für Akteure die wirklich nur mit sehr leichtem Gepäck bzw. Ausrüstung unterwegs sein wollen, bietet diese Hose alles erdenkliche zur Erleichterung beim Training. Für Akteure die weiterhin alles im Rucksack unterbringen, bietet Sie einen qualitativ hochwertigen Eindruck, mit einem sehr praktischen Schnitt. Negativ aufgefallen sind uns nur Kleinigkeiten, wie die relativ unpraktische Länge der Hüft-Schnur und dass man immer wieder auf den harten Befestigungsmechanismus der Hosenabschlüsse treten kann (wenn man Barfuß unterwegs ist und der Hosenabschluss nicht optimal eingestellt ist).
Wir können die Hose auf jeden Fall empfehlen. Zu bekommen ist sie im Etre-Fort Shop um 89€. Wir testeten die XXL-Version, welche bei 1.75m Körpergröße ziemlich ideal wirkte.
Michie
Was ist die Evening Madness?
Kurz gesagt: Ein parkourspezifisches Krafttraining.
Ausführlich: Ursprünglich wurden die all-sonntäglichen Forummeetings mit einem gemeinsamen, angeleiteten Aufwärmen begonnen, das auch Krafttraining beinhaltet hat. Das Feedback vieler Teilnehmer hat dazu angeregt, es bei den Forummeetings auf reines "Aufwärmen" zu beschränken und das Krafttraining als eine eigene Einheit auszugliedern.
Dem war so. Seit Mai 2012 findet also einmal wöchentlich Abends ("Evening") ein reines Krafttraining statt. Der Fokus liegt hier auf parkourspezifischen Übungen und Muskelgruppen, ist jedoch keinesweges darauf eingeschränkt. Das ZIel ist, dass man hier Stärke und Kraft aufbaut, um seine Bewegungsfreiheit zu vergrössern und das Verletzungsrisiko (auch langfristig) zu minimieren. Und weil das Ganze jeden an seine Grenzen - und darüber hinaus - bringen soll, kann es zwischendurch mitunter die Assoziation einer "Madness" erwecken.
Wann findet die Evening Madness statt?
Jeden Donnerstag zwischen 19:00 und 20:00 wobei es bei grosser Motivation auch verlängert wird.
Der Termin ist immer im Meeting-Calendar eingetragen (teilweise sehr kurzfristig). Er kann die lustigsten Bezeichnungen haben, die auch ein wenig Vorgeschmack auf die zu erwartenden Übungen geben können. Die Evening Madness findet überdies das GANZE JAHR und EGAL BEI WELCHEM WETTER statt!
Sollte einmal Donnerstag Mittags noch kein Termin eingetragen sein - nicht verzagen. Entweder kommt das noch - oder man trägt sie selbst ein und wird somit zum Trainer
Wo findet die Evening Madness statt?
Der Spot (=Treffpunkt) wird im Meeting-Calendar vom Leiter der Evening Madness angegeben. Teilweise kann dies sehr kurzfristig erfolgen, aber er wird in der Regel nicht geändert, sobald er mal drinsteht.
Was kostet die Evening Madness?
Nichts. Die Teilnahme ist gratis und freiwillig.
Wer kann an der Evening Madness teilnehmen?
Jeder kann mitmachen, auch "blutige" Anfänger. Es ist völlig gleichgültig, für wie tollpatschig oder schwach man sich hält. Es ist auch egal, welche Sprache man spricht, wie alt man ist, wo man herkommt, oder was auch immer. JEDER kann mitmachen.
Was ist mitzubringen?
Passende Trainingskleidung (bequem, beweglich, je nach Wetter auch warm/wetterfest, Laufschuhe oder womit auch immer man sich gerne bewegt), evtl. Trinkflasche und jede Menge Motivation.
Wer leitet die Evening Madness?
Jeder kann sie anleiten. Daher wechselt der Trainer häufig, wodurch jedes Training durch unterschiedliche, interessante und lustige Übungen bereichert wird. Niemand MUSS sie anleiten. Normalerweise ist derjenige der Trainer, der den Event zuerst im Calendar einträgt. Und um der Sprache wegen keine Verwirrung hervorzurufen: Es sind natürlich Trainer und TrainerInnen gemeint!
(Es ist zwar selten, aber es kann vorkommen, dass die Evening Madness quasi ungeleitet ist, wenn es viele trainingswillige, jedoch keinen willigen Trainer gibt).
Muss man sich für die Madness anmelden?
Nein, man kann einfach auftauchen. Es gibt die Möglichkeit, sich freiwillig im Meeting-Calendar als "I'm attending" einzutragen, was es dem Trainer erleichtert sich auf die Gruppengröße und das Training vorzubereiten. Ein Eintrag im Meeting-Calendar ist allerdings nicht verpflichtend.
Wie läuft die Evening Madness ab?
Kurz gesagt: Man trifft sich um 19:00 an dem im Meeting-Calendar angekündigten Spot und macht eine Stunde lang unter Anleitung und hoffentlich Schwitzen gemeinsames Krafttraining.
Ausführlich: Die Evening Madness ist in der Regel angeleitet und beinhaltet diverse Übungen, die dem Aufbau von Muskeln und damit der Stärkung und besseren Kontrolle der körperlichen Fähigkeiten dienen. Die Art und der Charakter jeder Session variiert je nachdem, wer die Session leitet und wer daran teilnimmt. Das Training findet in keiner Halle oder ähnlichem statt sondern direkt draußen auf der Strasse, in Parks und dergleichen. Die Übungen können für jeden "Trainingslevel" angepasst werden.
Man kann davon ausgehen, dass man bei einer Evening Madness
- schwitzt
- stöhnt
- körperlich und geistig gefordert wird
- Übungen macht, die man noch nie gesehen oder gehört hat
- mit anderen interagiert (Partnerübungen)
- dreckig wird
- immer wieder denkt, man kann einfach nicht mehr
- sich kurzzeitig fragt, warum man sich so eine "Madness" angetan hat
- dann trotzdem weitermacht
- eigene Ideen einbringen kann
- am Ende der Session seine Grenzen kennengelernt und hoffentlich auch erweitert hat
Die Haupt- und Nebenwirkungen einer (vor allem regelmässigen) Teilnahme sind
- rasch bemerkbare gesteigerte Kraft ("Wow, seit wann kann ich einen Klimmzug?!")
- besseres Körpergefühl und Körperbeherrschung
- das Kennenlernen, Pushen und gleichzeitige Respektieren der eigenen Grenzen
- Spass
- Challenges und Ideen für das eigene Training
- Kennenlernen von Gleichgesinnten
- das Erweitern der eigenen Komfortzone
Nur zur Sicherheit: Die Evening Madness ist KEIN(E) / NICHT:
- Schaubühne für Kraftprotze
- dazu da, sich mit anderen zu messen oder zu vergleichen
- Bootcamp, in dem man gedemütigt wird, wenn man nicht mitkommt
- Zwangsveranstaltung. Jeder ist für seinen eigenen Fortschritt verantwortlich.
- "versicherte" oder "zertifizierte" Veranstaltung welcher Art auch immer. Jeder ist auch für seine eigene Sicherheit verantwortlich, und muss sich um seine Versicherung im Falle einer Verletzung oder ähnlichem selbst kümmern. Natürlich achten die Leiter und Teilnehmer aber so gut es geht aufeinander und bis dato war alles unfallfrei.
Warum braucht man eine Evening Madness?
Kurz gesagt: Être fort pour être utile (Stark sein, um nützlich zu sein). Und damit man stärker wird und langfristig gesund trainieren kann.
Ausführlich: Die geläufigen Bewegungen, die man beim Training und Ausüben von Parkour erlernt, sind einerseits technisch zu meistern, und andererseits erfordern sie zur sauberen und sicheren Durchführung oft schlichtweg: KRAFT.
Ausserdem gehen sie oft mit grossen Belastungen für den Körper einher.
Wenn man viele glückliche Jahre trainieren möchte, ohne bald durch Abnutzungserscheinungen (z.B. der Gelenke) daran gehindert zu werden, hilft daher vor allem eines: Den Körper u.a. durch Krafttraining auf diese Belastungen vorzubereiten.
Durch regelmässiges und gezieltes Krafttraining baut man also jene Stärke auf, die einem erlaubt, die gewünschten Bewegungen durchzuführen und zu verbessern / erweitern / besser zu kontrollieren. Außerdem gibt man dem Körper so die Chance, die auf Gelenke wirkenden grossen Belastungen durch Kraft zu reduzieren.
TOM
  Das Parkour-Vienna Forum-Meeting ist in den letzten 7 Jahren zu einem der wichtigsten Anlaufpunkte für Parkour-Interessierte in Österreich gewachsen. Anfangs handelte es sich noch um eine Handvoll Teilnehmer, doch inzwischen sind Meetings mit 50+ Gleichgesinnten keine Seltenheit mehr. Durch das rege Interesse wird die Organisation vor immer weitere Hindernisse gestellt, die es zu überwinden gilt. Jeder soll jedem helfen und genau nach diesem Kredo hat Connect the Community diesen Mai einen Aufruf für den Forum-Meeting Instruktor Workshop gestartet.
Erfahrene Traceure gaben an diesem Wochenende Know-How weiter, dass sie über die vielen Jahre Training mit Anfängern gesammelt haben. Bei den Workshop-Teilnehmern handelte es sich um 12 junge Männer und Frauen aus der Community, die bereits längere Zeit oft beim Forum-Meeting dabei waren und teilweise auch schon tatkräftig (bei Forum-Meeting, Evening-Madness, usw.) aktiv mitgewirkt haben.
Konkret geht es beim Aufgabengebiet der Forum-Meeting Instruktoren um Dinge wie:
Organisation (Gruppe anleiten, zum Spot führen, bei Fragen zur Verfügung stehen, etc.) Kurze Diskussion vor dem Meeting zu Themen wie Philosophie, Verletzungsvorkehrungen, Achtsamkeit und viele weitere "Parkour-Richtlinien" Leitung des gemeinsamen Aufwärmens "Einstiegs-Workshop" für Teilnehmer die das erste Mal dabei sind (erklären der ersten Techniken/Einstiegshilfe) Ansprechpersonen für Dritte (Anrainer, Polizei, Security, usw.)  
Das Workshop-Wochenende war gepackt mit Vorträgen und praktischen Übungen zu wichtigen Themen wie:
Was ist CtC Parkour-Philosophie für Anfänger Parkour Geschichte für Anfänger Forum-Meeting Informationen (historische Background Infos, Erfahrungsberichte, best practices, usw.) How-To Warmup (mit der Unterstützung von professionell ausgebildeten Trainern) Vermittlung von Grundtechniken (mit der Unterstützung von vielen verschiedenen Urgesteinen der Community) Dehnen & Cooldown Umgang mit Gruppen (Gruppendynamik) Umgang mit Dritten (Anrainern, Polizei, usw.) Anatomie & Verletzungen Erste Hilfe (mit der Unterstützung von erfahrenen Rettungssanitätern) Unterstützte Leitung des Forum-Meetings mit Feedback und Verbesserungsvorschlägen  

Es wurde deutlich darauf hingewiesen, dass es sich bei diesem Workshop nicht um eine Trainer-Ausbildung handelt. Selbst mit viel Parkour-Erfahrung sind wir der Meinung, dass man niemanden innerhalb eines Wochenendes zum Parkour-Trainer ausbilden kann. Dies war auch das Einzige negativ-Feedback seitens der Teilnehmer nach der Veranstaltung, dass wir mit der Menge an Informationen besser eine ganze Woche füllen hätten können (was als negatives Feedback doch noch immer sehr positiv wirkt .
Von 10:00 bis 18:30 Uhr über zwei Tage, haben wir versucht gemeinsam Themen zu erarbeiten, Erfahrungen ein zu bringen und für spezielle Themen professionelle Hilfe von Profis bereit zu stellen. Hochgerechnet auf die Teilnehmer-Anzahl sind wir also insgesamt auf über 100 Stunden Theorie und Praxis gekommen und wir haben (sehr erfreut) mitbekommen, dass diese Masse an Informationen wie von Schwämmen aufgesogen und auch verstanden wurde.
Es wurde gemeinsam viel gelernt, gelacht und auch gesund gekocht. Ich persönlich bin wirklich stolz, dass wir einerseits das Ganze gratis für Interessierte anbieten konnten und es Andererseits genau so positiv und interessiert angenommen wurde, wie wir es uns erhofft hatten. Nun wird es für die "neuen" Forum-Meeting Instruktoren Zeit Praxis-Erfahrung zu sammeln und diese Punkte nicht nur theoretisch zu besprechen, sondern praktisch an zu wenden.
Beim Forum-Meeting (am 30.06.2013) wurden die Forum-Meeting Instruktoren den Forum-Meeting Teilnehmern vorgestellt. Dabei handelte es sich um:
Osman Akkaya András Zlinszky (azlinszky) Rainer Posch (Rapo) Gerald Baumeister (toktok) Elmar Baumeister (Quagga) Leander (Aquila) Marc Zobel (B_DIV) Kathi Prager (kitkat) Peter Supan (suppmpeda) Benjamin Auinger (traceur99100) Marcello Nod (monk.ey) Michaela Weingant (Michie)  

Wir haben hier eine wundervolle Hebelwirkung in der Community, da wir mit dieser Know-How Weitergabe an ein paar Wenige, sehr viele erreichen und positiv unterstützen können.
Neben dem Dank an die vielen engagierten Teilnehmer, noch einen großen Dank an Martin Dworak, der den Löwenanteil der Organisation stemmte und uns gemeinsam mit unserem Partner IFP (Institut für Freizeitpädagogik) eine tolle Location zur Verfügung stellen konnte. Martin hat hier sehr viel Know-How im Bereich Moderation und Organisation von Workshops auf das er zurück greifen konnte und ohne Ihn wäre dieses Projekt wohl nicht realisiert worden.
Vielen Dank auch an die Coaches (Christian 'Away' Schano, Katja 'Kate' Haslinger, Florian Andreas Franz 'Mokka' Hatwagner, Florian 'Tatze" Polsterer, Konstantin 'Konsti' Oberlik, Leech), die uns mit Ihrem speziellen Know-How unterstützt haben.
Als Anhang noch der Bericht von Martin: Bericht FMI Workshop.pdf

Parkour-Vienna

Gegründet im Sommer 2004. Mit tausenden registrierten Mitgliedern im Forum, ist es die größte Parkour-Plattform Österreichs und ein Grundstein der österreichischen Community.