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Beginner Guide


TOM

Dieser Beginner-Guide soll Parkour-Einsteigern ein bisschen helfen, auf was sie am Anfang ihrer Parkour-Tätigkeit besonders achten sollten. Wer also Parkour erlernen will, sollte sich zuerst in die Materie einlesen, Videos ansehen und versuchen zu verstehen, dass es hier nicht um coole Tricks und möglichste tiefe Drops geht. Es geht darum, sich mit seinem Körper ausdrücken und anpassen zu können. Sich in seiner Umgebung möglichst schnell und effizient bewegen zu können und für Extremsituationen gefeilt zu sein. In diesem Artikel werden einige Aspekte angesprochen, die einen Bruchteil von Parkour zeigen und mit denen man sich einmal in Ruhe beschäftigen sollte.
 


 

  • Wer?
    Ich persönlich betreibe Parkour gerne in einer Gruppe. Andere schwören darauf, alleine zu trainieren. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile.

    Gruppe:
    Falls die Möglichkeit besteht, wäre es sinnvoll mit jemanden zu trainieren, der schon Erfahrung in Parkour hat. Bei manchen Bewegungen erkennt man oft nicht selbst seine Fehler, aber ein Gruppenmitglied könnte den Fehler entdecken und einen darauf hinweisen (bzw. Tipps geben, um ihn auszubessern). Man sollte allerdings vorsichtig bei der Gruppenwahl sein und sich auf keinen Fall zu Sachen verleiten lassen, welche man sich selbst noch nicht zutraut. Mutproben oder andere kindische Aktionen haben bei Parkour nichts zu suchen und bergen ein hohes Verletzungsrisiko.
    Solo:
    Einige Traceure schwören darauf, alleine zu trainieren (z.B.Sebastien Foucan). Ein klarer Vorteil liegt darin, dass man eher über eine(n) Bewegung/Sprung nachdenkt und sich nicht durch "Gruppenzwang" oder "der hat's geschafft, also muss ich das auch können" zu etwas verleiten lässt. Wenn man alleine unterwegs ist, kann einen natürlich keiner auf Fehler hinweisen (wenn man ihn selbst nicht mitbekommt).

 

  • Wo?
    Die "Spot-Suche" ist ein wichtiger Aspekt bei Parkour (bzw. beim Parkour-Training). Mit der Zeit bekommt man ein Auge für die (richtigen) Spots und wenn man fleißig trainiert, kann man bei einem Spot wo man vorher nur 1-2 Bewegungen ausführen konnte, später viele Stunden verbringen und fast jede Parkour-Bewegung trainieren. Spaziert einmal in Ruhe durch eure Gegend und seht euch alles genau an.... ihr werdet sehen, dass die Umgebung wesentlich mehr hergibt, als ihr es im Vorhinein dachtet.
    Ansonsten bietet das Internet eine Fülle an sinnvollen Informationen. Tretet in Kontakt mit Traceuren aus eurer Gegend, lasst euch Tipps geben wo man besonders gut trainieren kann. Seht euch Bilder/Videos an und sammelt Ideen, welche Bewegungen ihr bei euren Spots ausführen könnt.
    Wir bieten auch ein Feature, namens Spot-Map an. Dort könnt ihr Spots in eurer Umgebung finden bzw. wenn ihr gute Spots gefunden habt, für Andere eintragen.

 

  • Was?
    Nun zum eigentlichen Training. Zieht euch "sinnvolle"/bequeme Kleidung an, die genug Bewegungsfreiheit bietet. Die Schuhwahl alleine, macht keinen guten Traceur aus. Schuhe mit sehr guter Dämpfung und exzellentem Grip nehmen euch nicht die Arbeit ab, eure Bewegungen intensiv zu trainieren. Sie helfen euch auch nicht, in kürzester Zeit "superspektakuläre" Sprünge auszuüben, was sowieso nicht euer Ziel sein sollte.
    Bevor ihr mit dem Training beginnt, solltet ihr euch zuerst ausgiebig aufwärmen und kurz dehnen. Dies mindert die Verletzungsgefahr erheblich und ist dringend notwendig.

 

  • Grund-Bewegungen:

    Präzisionssprung:
    Der Präzisionssprung ist das A+O für jeden Traceur. Diese Bewegung kann man überall ausführen und birgt kaum Verletzungsgefahr. Man sucht sich einfach einen Absprungpunkt und einen Landepunkt. Dies muss anfangs keine Kante o.ä. sein, sondern kann auch einfach am flachen Boden trainiert werden. (Bei Kanten besteht die Gefahr des Umknickens)
    Wenn man diese Bewegung trainiert, merkt man mit der Zeit deutlich, dass die Sprungkraft zunimmt. Messt mit euren Füßen einfach die Sprungweite ab und versucht immer weiter zu kommen. Wichtig ist vor allem eine stabile/sichere Landung. Trainiert diese Bewegung bis ihr keinen Ausfallschritt mehr machen müsst und wirklich auf dem vorher definierten Landepunkt stabil stehen bleiben könnt.
    Macht euch keinen Kopf, wenn ihr Anfangs nicht so weit kommt, wie ihr es eigentlich wolltet (Oder bei anderen Traceuren seht). Wenn ihr anfangs "nur" 5-6 Fuß weit kommt, trainiert einfach bis ihr Fortschritte bemerkt. Gute/Erfahrene Traceure springen (aus dem Stand) problemlos 11 Fuß und landen punktgenau (jahrelanges Training).

    Rolle:
    Die Rolle ist auch eine sehr wichtige Bewegung, welche jeder Traceur im Schlaf können sollte. Sie wird vor allem dienlich, wenn man sich (wesentlich später) an höhere Drops heranwagen will. Sie ist dazu da, um Bewegungsenergie (vertikale Energie) "Gelenks-freundlich" ab zu bauen. Manche schwören darauf, die Rolle sofort auf Beton zu trainieren, da man dort seine Fehler sofort spürt. Einige sind aber auch der Meinung, sie lieber zuerst auf Gras/weichem Untergrund zu erlernen und dann auf Beton zu perfektionieren.
    Hier liegt die Entscheidung bei euch, wie ihr sie erlernen wollt. Die Gefahr besteht darin, wenn man sie auf weichem Untergrund erlernt, könnte man sich Fehler antrainieren, welche auf Beton schmerzhaft werden könnten. Einige machen aber auch schon auf weichem Untergrund Fehler, die zu blauen Flecken führen können, dass es klug wäre einmal die gröbsten Fehler auf weichem Untergrund auszumärzen.

    Saut de chat (Katzensprung):
    Der Saut de chat (Katzensprung) ist eine oft eingesetzte Bewegung, um niedrige Hindernisse zu überwinden. Überlegt euch schon im Vorhinein den Bewegungs-Ablauf und passt auf. Es besteht vor allem die Gefahr, mit den Beinen am Hindernis hängen zu bleiben und nach vorne zu kippen. Springt vor dem Hindernis ab, zieht die Beine so nah wie möglich an den Körper und stößt euch kräftig mit den Armen ab. Vor dem Absprung kann man mit den Armen eine "Ruder-Bewegung" einbauen, um höher/weiter zu kommen. Generell gilt auch, je höher die Mauer desto mehr sollte man vor dem Absprung in die Knie gehen ("Klappmesser-Effekt").
    Wenn ich einen Katzensprung durchführe, berühren meine Oberschenken den Brustkorb (um wirklich sicher zu gehen, dass ich nicht mit den Beinen hängen bleibe).

 

  • Krafttraining:
    Bei Parkour ist nicht nur Technik, sondern auch Kraft gefragt. Allerdings sollte man sich weder auf das Eine, noch auf das Andere zu sehr konzentrieren/spezialisieren, sondern beides genügend trainieren.
    Jede Bewegung profitiert von einer guten Technik, viele Bewegungen profitieren von zusätzlicher Kraft. Bewegungen wie der Präzisionssprung trainieren die Beine, Bewegungen wie der Passe muraille trainieren den Oberkörper, etc. Bewegungen wie der Reversé sind erst dann effizient, wenn die Technik sehr ausgefeilt ist.
    Aber auch bei Bewegungen bei denen man annehmen könnte, dass primär die Kraft ausschlaggebend ist, wird man mit der richtigen Technik sein blaues Wunder erleben. Beispielsweise wird sich bei einem Passe muraille selbst ein Body-Builder ohne Technik minutenlang quälen, bis er das Hindernis überwunden hat. Jedoch mit der richtigen Technik (ausnützen von Schwung, richtiges Abdrücken von der Wand) ist dies eine Frage von Sekunden, ohne viel Kraftaufwand.
    Viele erfahrene Traceure trainieren den gesamten Körper mit altbekannten Übungen (Sit-Ups, Liegestütz, etc.). Man muss für sich die goldene Mitte zwischen ausgefeilter Technik und ausreichend Kraft finden. Keiner muss jetzt dafür in's Fitnessstudio gehen und mit Body-Building beginnen.
     
  • Kopfsache
    Parkour betreibt man nicht nur mit dem Körper, sondern auch mit dem Kopf. Viele erfahrene Traceure meinen sogar, dass sich Parkourüberwiegend im Kopf abspielt. Man lernt seinen Körper kennen und der Geist muss ihn steuern. Man sollte keine Angst vor einem Hindernis haben, aber stetig den Respekt bewahren.
    Selbst wenn man einen Sprung schon hunderte Male gemacht hat, muss man immer fokussiert bleiben und darf niemals die Konzentration verlieren. Bei der kleinsten Unachtsamkeit (auch bei kleinen Hindernissen), könnte man sich unnötig verletzen.
     
  • Kontakt mit Anrainern/Security/Polizei
    Parkour ist nicht illegal! Man bewegt sich auf öffentlichen Plätzen und respektiert Privat-Eigentum. Falls es dennoch zu (negativem) Kontakten mit Anrainern/Security/Polizei/etc. kommt, einfach ruhig bleiben und keine sinnlose Diskussion beginnen. Man kann den Leuten in Ruhe erklären was man hier macht und wird dann meistens in Ruhe gelassen.
    Falls man dennoch zum Gehen gebeten wird, sollte man dieser Aufforderung auf jeden Fall folgen. Meistens findet man in unmittelbarer Nähe bereits den nächsten Spot und kann dort in Ruhe weiter trainieren. Einfach davon laufen, oder mit seinem Gegenüber destruktiv diskutieren, bringt niemandem etwas und schadet sogar Parkour.
    Man muss leider akzeptieren, dass viele Menchen nichts mit Parkour anfangen können. Gerade deswegen sollte man besondere Reife an den Tag legen.

 

  • Zusammenfassend:
    Parkour beinhaltet viel an Technik, welche ihr (gemeinsam, oder alleine) garnicht genug trainieren könnt. Achtet auf euren Körperund überschätzt euch nicht. Macht euch keine Gedanken, wenn es anfangs nicht so klappt wie ihr es euch vorstellt... selbst David Belle wurde nicht mit Flügeln geboren, sondern hat diese Techniken auch nur (extrem lange) trainiert.
    Wagt euch nur in sehr kleinen Schritten vorwärts. Lasst euch nicht zu waghalsigen Bewegungen/Drops verleiten/überreden... es bringt keinem etwas, wenn ihr euch dabei verletzt. Man kann auch bei niedrigen Hindernissen mehr als genug Spass am Training haben.

 

  • Weitere Informationen gibt es im Parkour-Vienna Forum. Stellt dort einfach Fragen, die auf der Website nicht beantwortet werden.

 

Wichtige Gesundheitshinweise:

  • Parkour belastet euren Körper
  • Tastet euch schrittweise heran ("Babysteps")
  • Überschätzt euch nicht
  • Lasst euch von einer Gruppe nicht zu Dingen verleiten, die ihr euch nicht zutraut.
  • Euer Körper braucht Zeit um sich an Belastungen zu gewöhnen.
  • Für Personen die überhaupt noch keinen Sport betrieben haben, hier ein kurzer (PAR-Q Test) Gesundheitscheck
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